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Berlin, 20.06.2022/cw – Ein Jahr v o r dem 70. Jahrestag des Volksaufstandes von 1953 können wir ein erschreckendes Desinteresse an den damalige Ereignissen in der zu Recht untergegangenen DDR konstatieren. Selbst die Medien, die bisher wenigstens annähernd von diesem Tag Kenntnis genommen und zumindest in BILD und Text über die Gedenkveranstaltung der Bundesregierung auf dem Friedhof Seestraße im Berliner Bezirk Wedding berichtet hatten (hier liegen Opfer des Aufstandes und seit 2005 auch ehem. Teilnehmer begraben), hielten sich auffallend zurück. Selbst die Presse aus dem Axel-Springer-Verlag, ansonsten in den vergangenen Jahrzehnten in gewisser Vorreiter-Funktion, verzichtete nicht nur auf Fotos sondern überhaupt auf eine Erwähnung der Gedenkveranstaltungen vor dem ehem. „Haus der Ministerien“ dem heutigen Bundesministerium für Finanzen („Platz des Volksaufstandes von 1953„) und dem Friedhof Seestraße.

Wir verzichten aus Protest auf eine weitere Textung und geben hier nur einige Fotos von diesem Tag wieder:

Ehrung der „Kämpfer für Einigkeit, Recht und Freiheit„, diesmal in den Farben der Ukraine, an den Mauerkreuzen zwischen Reichstag und Brandenburger Tor (Fotos: LyrAg-Press/Mario Bandi
Kranz am „Holzkreuz“ in Berlin-Zehlendorf, der einzigen originären Gedenkstätte an den Volksaufstand in Deutschland
Ehrung der einstigen Rot-Armisten am sogen. „Russenstein“ ggüb. dem „Holzkreuz“ (1954 in Anwesenheit von F. Kerenski, des letzten vorrevolutionären Ministerpräsidenten Russlands/1917 eingeweiht, der eigens aus New Yorck angereist war). Die hier Geehrten hatten sich nach der bisher nicht widerlegten Legende geweigert, auf deutsche Arbeiter zu schießen und waren dafür standrechtlich (z.B. im Wald von Biederitz b/Magdeburg) erschossen worden. Es soll sich vornehmlich um Ukrainer gehandelt haben. Die Ukraine gehörte zu dieser Zeit noch zur UdSSR.
Russische Panzer gegen die Selbstbestimmung und Freiheit: 1953 in Ost-Berlin und der DDR, 2022 vor Kiew und in der Ukraine
Auf dem „Platz des Volksaufstandes von 1953“ vor dem ehem. „Haus der Ministerien“, dem heutigen BMF
Auch am Steinplatz in der Hardenbergstraße ehrte die VEREINIGUNG die Kämpfer vom 17. Juni 1953. Ebenso werden seit vielen Jahren von uns am Steinplatz auch die Opfer der NS-Diktatur geehrt.
Am 17. Juni 2022 ehrten wir zeitgleich die Kämpfer um Einigkeit und Recht und Freiheit in der Ukraine.#

V.i.S.d.P.: VEREINIGUNG (AK) 17. JUNI 1953, Berlin – Tel.: 0176-48061953 (1.710)

Bundesregierung verbietet Zeigen Ukrainischer Fahne

Berlin, 12.06.2022/cw – Als „historische Veteranen des Aufstandes von 1953“ wollten wir ein symbolisches Zeichen der Solidarität mit der Ukraine setzen. Darum plante die Vereinigung 17. Juni, zur Gedenkfeier der Bundesregierung auf dem Friedhof Seestraße inmitten der Ehrengäste einen Stuhl freizuhalten. Hier sollte eine Ukrainische Fahne mit einer Rose an die „Kämpfer für Einigkeit und Recht und Freiheit“ gegen die von Putin gesteuerte Aggression erinnern. Doch ehe diese Idee umgesetzt werden konnte, kam von „Oben“ die Untersagung.

Seit Jahrzehnten legt die Vereinigung gemeinsam mit der Bundesregierung und dem Senat von Berlin traditionell Kränze an den Gräbern der auf dem Friedhof seinerzeit bestatteten Opfer des Aufstandes von 1953 nieder. In enger Absprache mit dem zuständigen Protokoll im BMI werden die Namen der zumeist zehn Ehrengäste übermittelt, die als ehemalige Teilnehmer oder Zeitzeugen des Aufstandes auf extra bereit gestellten Stühlen am Rande der Zelebrierung des Gedenkens Platz nehmen dürfen. Zusätzlich wird von der Vereinigung ein Mitglied bestimmt, das zusammen mit einem Bundesminister, dem Regierenden Bürgermeister und dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin an der Kranzniederlegung teilnimmt.

In diesem Jahr wollte der Vorstand ein besonderes Zeichen der Solidarität mit den um ihre Freiheit und Unabhängigkeit kämpfenden Ukrainern setzen. Alle Kränze und Blumengebinde, die der Verein zum Jahrestag des Volksaufstandes niederlegt*, werden aus diesem Grund mit einer Schleife in den Farben „blau/gelb“ der Ukraine gekennzeichnet. Der einheitliche Text: „Den Kämpfern für Einigkeit, Recht und Freiheit“ soll an die „einheitliche Motivation der Kämpfer von 1953 und von 2022“ erinnern, so der Vorstand: „Die heutigen Kämpfer in der Ukraine kämpfen um die Einheit ihrer Nation, für das Recht auf nationale Unabhängigkeit und damit für die Freiheit und Selbstbestimmung ihres Volkes,“ heißt es in der heute verbreiteten Presseerklärung.

Fehlt einmal mehr der Mut zum Bekenntnis? – Foto: LyrAg-Press

Kein Platz für eine derartige Symbolik

Auf der Gedenkfeier der Bundesregierung sollte inmitten der Ehrengäste auf einem frei gehaltenen Stuhl die Fahne der Ukraine ausgelegt werden. Eine Rose sollte symbolisch an die Opfer der völkerrechtswidrigen Aggression erinnern. Soweit der Plan, den die Vereinigung eine Woche vor der Veranstaltung dem Protokoll im BMI übermittelte. Noch am selben Tag (10.06., 13:10 Uhr) kam die Untersagung:

„Einer Belegung eines der Stühle in der Sonderstuhlreihe mit der ukrainischen Flagge kann … nicht zugestimmt werden. Bei allem Verständnis für den Vorschlag handelt es sich um eine Gedenkveranstaltung der Bundesregierung, auf der eine derartige Symbolik leider keinen Platz finden kann.“ Aber: „Die farbliche Gestaltung der Kranzschleifen der Vereinigung 17. Juni 1953 obliegt Ihnen selbstverständlich selbst.“

Der Vorsitzende Holzapfel zeigte sich „erschüttert über diese nicht erwartete Untersagung eines aus gegebenem Anlass vorgehabten Zeichens symbolischer Solidarität.“ Die Vereinigung räumte in einer Replik zwar das Recht des verantwortlichen Veranstalters ein, den Ablauf zu bestimmen, aber: wir „teilen Ihre Anmerkung zum beabsichtigten Zeigen der Ukraine-Flagge nicht, auch wenn  wir dies wegen der gegebenen Verantwortlichkeit Ihres Hauses für die  gen. Gedenkveranstaltung hinnehmen müssen.“ Und: „Wir behalten uns vor, auf dem (ggf.) „leeren“ Stuhl eine Rose zu platzieren.

* Kränze und Blumengebinde der Vereinigung 17. Juni 1953 e.V. mit blau-gelben Schleifen werden an folgenden Orten niedergelegt: 16.Juni: 11:00 Uhr – Mauerkreuze (zwischen Reichstag und Brandenburger Tor; 16:00 Uhr – Steinplatz (Hardenbergstraße): Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus; 18:00 Uhr – „Holzkreuz“ Berlin-Zehlendorf, Potsdamer Chaussee (über dem Autobahn-Kleeblatt). Am 17. Juni: 10:00 Uhr – Bundesministerium für Finanzen, „Platz des Volksaufstandes von 1953“ (Senat von Berlin); 11:00 Uhr – Friedhof Seestraße (Wedding).

V.i.S.d.P.: PE VEREINIGUNG (AK) 17. JUNI 1953 e.V., Berlin – Mobil: 0176-48061953 (1.709).

Berlin, 24.12.2021/cw – Der Vorstand der VEREINIGUNG 17. JUNI 1953 wünscht allen Mitgliedern und besonders allen Förderern und Spendern des diesjährigen  Projektes „Den Opfern ein Gesicht geben“ trotz der misslichen Epidemie ein frohes Weihnachtsfest im Kreis einer gesunden Familie und einen  guten Übergang in ein hoffentlich bald freies CORONA-Jahr 2022.

Erneuerte Kreuze in der Ebertstraße: Am 60. Jahrestag des Mauerbaus enthüllt. Foto: LyrAg-Press

Am Anfang des zu Ende gehenden Jahres stand der Gedanke, zum 60. Jahrestag des unseligen Mauerbaus vom 13. August 1961 den Opfern ein Gesicht zu geben, im Fokus. Wir wollten die „Weißen Kreuze“, die in der Ebert-/Ecke Scheidemannstraße an die Opfer der Mauer erinnern, erneuern. Aus diesem Anlass sollten die bisherigen Namen und Todesdaten durch ein jeweiliges Portrait, die Hinzufügung des jeweiligen Geburtsdatums und mit einer Kurzbiografie, in der die Umstände des Todes geschildert werden sollten, ergänzt werden.

Unsere Absichten wurden überraschend schnell sehr positiv aufgenommen. Und nachdem diverse Bundestagsabgeordnete nach einer Sammlung in der Fraktion spontan 970 € überwiesen hatten, gab der Vorstand die Erneuerung in Auftrag. Zum 60. Jahrestag konnten wir dann tatsächlich in einer feierlichen Stunde in Anwesenheit des ehem. Regierenden Bürgermeister von Berlin, Eberhard Diepgen, der Fraktionsvorsitzenden im Berliner Abgeordnetenhaus, Burkhard Dregger und Antje Kapek, die stv. Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Beatrix von Storch, weiterer Abgeordneter des Berliner Parlamentes und des Bundestages, sowie von ehem. Fluchthelfern, Opfern der SED-Diktatur und Angehörigen von ermordeten Flüchtlingen die erneuerten Kreuze enthüllen.

Nachdem die Kosten von 5.000 € überwältigend schnell durch Spenden bewältigt werden konnten, fasste der Vorstand den Beschluss, auch die Kreuze am Spreebogen entsprechend zu erneuern. Anvisiert wurde der 9. November. Durch die unabweislichen Planungen der Entwürfe und die Auftragsvergabe war dieser Termin jedoch nicht zu halten. Da die Umsetzung aber noch in diesem Jahr erfolgen sollte, konnte der Verein die Realisierung bis zum Volkstrauertag, 14. November, umsetzen. Allerdings war es innerhalb der vergleichsweisen kurzen Vorlaufzeit nicht möglich, die Finanzierung (3.000 €) vorab durch Spenden auszugleichen. Hier übernahm der Vorstand ggüb. dem Verein eine persönliche Bürgschaft, um die Rechnung der ausführenden Firma begleichen zu können. Dank der eingegangenen Spenden konnte bereits ein großer Teil der Kosten aufgebracht werden, sodass der Vorstand guten Mutes ist, den Restbetrag i.H.v. rund 1.000 € noch „einspenden“ zu können.

Am Volkstrauertag (14.11.2021) am Spreebogen den Opfern eien Gesicht gegeben. Foto: LyrAg-Press Auf der Rück-(Wasser-)seite sind unter „Den Opfern der Mauer 13.08.1961 – 09.11.1989“ 140 Namen der Berliner Todesopfer vermerkt.

An dieser Stelle möchten  wir den bisherigen zahlreichen Spendern aus Berlin, dem Bundesgebiet und dem Ausland herzlich DANKE sagen: Wolfgang L., Rimbach; Joachim F., Berlin; Carl-Wolfgang H., Berlin; Edda S., Berlin; Tatjana S., Berlin; Fa. plott and print, Berlin; Brigitte B., Rheinland-Pfalz; Wolfgang u. Helga, Berlin; Burkhart V., Berlin; Edith F., Berlin; Goetz F., MdB, Berlin; Anton F., MdB, Berlin; Harald W., BRD; Thomas S., MdB, Berlin; Wolfgang W., MdB, Berlin; Ruth, Berlin; Herbert W., MdB, Berlin; Christoph N., Berlin/MdB; Ulrich O., Chemnitz/MdB; Holger T., Lohne; Klaus u. Gisela D., Berlin; Horst Rudolf Ü., Linz/Österreich; Klaus H., Jena; Eva A., Österreich; Frank D.; Barbara N., BRD; Unbekannt (Bar), Spanien; Hildegard D., Berlin; Brigitte K., Berlin; Fraktion Bundestag (ungenannt); Franz Josef W., BRD; Detlef D., Berlin; Yves, Berlin; Hartmut M., Berlin; Ralf J., BRD; Barbara B., Berlin; Bernd W., Bad Berka; Hermann von L., BRD; Rupprecht H., BRD; Barbara K., Berlin; Kathleen F-P., GB; Thomas B., Berlin; Horst S., BRD; Franz M-H., Berlin; Karl Wilhelm F., Köln; Christian u. Angelika H., BRD;  Peter u. Heidemarie St., Bonn; Rayk H., BRD; Anke u. Matthias J., Korchenbroich; Werner H., Schwaikheim; Peter B., Assen/Nederland; Frank u. Maritta P., Schweiz; Carsten J., Korchenbroich; Klaus H., Jena, Dr.Bernd K., Bonn, Wolfgang l., Hannover, Edda S., Berlin. (Stand: 10.04.2022).

Dieser Dank gilt auch allen Medien, die dieses wichtige Anliegen durch eine entsprechende Berichterstattung gefördert haben. Der gleiche Dank geht an die Bundestagsverwaltung und die Fraktionen des Bundestages, die sich ohne zu zögern hinter unser Vorhaben gestellt haben.

Wenn auch Sie als Besucher und Leser unserer Seite diese Aktion „Den Opfern ein Gesicht geben“ fördern wollen, sind wir auch für Ihre Spende dankbar. Bitte überweisen Sie an die

Vereinigung 17. Juni 1953 Ammerseebank, IBAN: DE27 7009 1600 0000 6329 02 Kennwort: Mauerkreuze Spreebogen.

Zuwendungen und Spenden sind steuerlich begünstigt.

V.i.S.d.P.: Vereinigung 17. Juni 1953 e.V., Berlin – Mobil: 0176-48061953 (1.689).

Berlin, 04.01.2021/cw – Aus technischen Gründen haben wir die redaktionelle Arbeit auf die Seite https://redaktionhoheneckerbote.wordpress.com verlegt. Die dort veröffentlichte Beiträge stehen zwar ausschließlich in der Verantwortung der Redaktion Hoheneck, decken sich aber vielfach mit den Auffassungen der Vereinigung 17. Juni 1953 bzw. geben vielfach Einblicke in die vielfältige Arbeit der Vereinigung.

Wir kümmern uns u.a. um die einzige originäre Gedenkstätte an den Volksaufstand in Berlin-Zehlendorf. – Foto: LyrAg-Press

Wir bedanken uns hier ausdrücklich für das Interesse an dieser Arbeit. Natürlich würden wir uns freuen, wenn aus diesem Interesse der Wunsch entstehen würde, als Mitglied unseren Verein zu unterstützen. Wir sind um so mehr auf diese Unterstützung angewiesen, weil allein aus nachvollziehbaren Gründen unsere Zeitzeugen nach und nach diese Welt verlassen. Die Zukunft unserer Aufgaben ist nur gesichert ist, wenn sich weitere, insbesondere „jüngere“ Menschen diesen Aufgaben verpflichtet wissen.

Das „V“ in der Vereinsfahne stand/ steht für „Victory“ – Sieg (der 1989 endlich errungen wurde) – Foto: LyrAg-Press

Zeigen sie Engagement und Mut. Fordern Sie einfach einen Aufnahmeantrag an: VEREINIGUNG (AK) 17. JUNI 1953 e.V., Pestalozzistsr.26, 10647 Berlin. Vielen Dank!
Darüberhinaus sind wir als „gemeinnützig“ anerkannt und dürfen Ihnen für Ihre finazielle Unterstützung (Spenden) eine entsprechende Quittung für Ihre Steuererklärung ausstellen (bis zu 100,00 € reicht die Vorlage eines Überweisungsbeleges als Nachweis). Unsere Bankverbindung: IBAN: DE27 7009 1600 0000 6329 02 – Ammerseebank – BIC: GENODEF1DSS.

Vorstand VEREINIGUNG (AK) 17. JUNI 1953 e.V., Berlin

Berlin, 02.01.2021/cw – Zumindest die weißen Mauerkreuze am Reichstag sind einen Tag nach Neujahr wieder frei zugänglich. Zwar sind die „offiziellen“ Absperrungen rund um das Brandenburger Tor bis einschließlich Samstag, 02.01. vorgesehen. Aber um 14:00 Uhr konnten vorbeigehende Touristen eine Reihe von Arbeitern sehen, die die Gitter in der Ebertstraße abbauten. Zwar stand ein Kontrollposten an der fragliche Kreuzung noch symbolisch „Wache“, ließ aber bereits Besucher der Mauerkreuze freundlich passieren.

Die Absperrungen wurden heute, 14:10 Uhr, wieder beseitigt – Foto: LyrAg-Press

Die Vereinigung 17. Juni hatte bereits angekündigt, im neuen Jahr Gespräche mit den „zuständigen Stellen“ aufzunehmen, um künftig durch „geeignete Maßnahmen einen möglichst freien Zugang“ zu den um das Brandenburger Tor vorhandenen Gedenk- und Mahnstätten zu sichern.
Der Gedenkort Weiße Kreuze wurde zum 10. Jahrestag des Mauerbaus durch den Berliner Bürgerverein an der Ostseite des Reichstags 1971 an einem Zaun vor der dortigen Mauer errichtet. Von 1961 bis 1990 verlief die Mauer direkt am Ufer, die Wasserfläche befand sich an dieser Stelle auf Ost-Berliner Gebiet. Die Kreuze wurden von dem Verein an einem Zaun vor der Mauer an der Ostseite des Reichstags auf West-Berliner Gebiet montiert. Ursprünglich hatte der Bürger-Verein an jedem Ort entlang der Mauer ein weißes Kreuz aufstellen wollen, an dem ein Mensch bei einem Fluchtversuch ums Leben gekommen war. Die Pflege der über das Stadtgebiet verteilten Kreuze überstieg jedoch die finanziellen und arbeitstechnischen Kapazitäten des Vereins, sodass dieser beschloss, sich auf den Standort am Reichstag und einen in der Bernauer Straße („Straße der Tränen“) im Bezirk Wedding zu konzentrieren.
Nach den erforderlichen Umbauarbeiten am und um den Reichstag wegen desbeschlossenen Umzuges des Deutschen Bundestages nach Berlin (1990) wurden die mittlerweile 15 Kreuze 1995 auf Kosten des Bundes gegenüber der Südseite des Reichstags an einem Zaun des Tiergartens montiert. Trotzdem weihte der damalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, 2003 anlässlich des 50. Jahrestages des Volksaufstandes von 1953 direkt an der Spree unterhalb des Reichstages eine weitere Gedenkstätte mit sieben Kreuzen ein. Auf diesen sind aus schwer nachvollziehbaren Gründen diesseits und jenseits der dortigen Wassergrenze Namen angebracht, die bereits wenige Meter entfernt auf Kreuzen an der bestehenden Gedenkstätte zu lesen sind. Wolfgang Thierse sagte bei der Einweihung u.a.: Die Mauer-Kreuze erinnern seit 1971 „an alle, die bei solchen Fluchtversuchen ums Leben gekommen sind.“ Diese seien „inzwischen selbst schon ein Stück Berliner und deutscher Geschichte geworden.“
In den 90er Jahren übernahm der ehemalige politische DDR-Gefangene Gustav Rust die „Betreuung“ der Gedenkstätte. Nach dem Tod des Bügervereins-Vorstandes übernahm die Vereinigung 17. Juni 1953 die Patenschaft und beteiligt sich seither aktiv zusammen mit Rust an der Pflege des Gedenkortes.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Mobil: 0176-48061953 (1.600).

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