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Berlin, 06.07.2020/cw – Seit dem 1. Juni 2020 (Stichtag) werden Beiträge der „Redaktion Hoheneck“ künftig im neuen BLOG „Redaktion Hohenecker Bote“ unter

https://redaktionhoheneckerbote.wordpress.com/

veröffentlicht. Damit wird eine jahrelange Zusammenarbeit in Form einer „Gast-Funktion“ auf unserer Vereinsseite beendet.

Auf dieser Seite (in diesem BLOG) werden künftig ausschließlich Beiträge der Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V. bzw. Verlautbarungen des Vorstandes (Stellungnahmen, Pressemitteilungen etc.) veröffentlicht.

Die presserechtliche Verantwortung der Vereinigung 17. Juni bezieht sich allein auf Verlautbarungen des Vereins. Alle anderen Beiträge (die aus technischen Gründen b.a.w. noch auf diesem BLOG abrufbar sind) unterliegen presserechtlich der Verantwortung der Redaktion Hoheneck.

Deren Beiträge werden nach und nach aus diesme BLOG entfernt und sind danach ausschließlich über den BLOG „Redaktion Hohenecker Bote“ (LINK siehe zuvor) abrufbar.

V.i.S.d.P.: Vorstand Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin (1.542-2/20).

Berlin, 6.07.2020/cw – Die VEREINIGUNG (AK) 17. JUNI 1953 e.V., so die akkurate Bezeichnung des seit 1957 existenten Vereins, hat auf ihrer Mitgliederversammlung im  Juni einen neuen Vorstand gewählt. Die Wahlen waren notwendig geworden, nachdem die im Vorjahr gewählte Vorsitzende überraschend im April ihren Rücktritt erklärt hatte. Dies teilte der Verein heute in einer Presseerklärung mit.

Der alte und neue Vorsitzende Holzapfel (Bild Mitte) 2015 im ARD-Hauptstadt-studio als Moderator einer Veranstaltung zum Thema „Frauen-zuchthaus Hoheneck“ – Foto: LyrAg

Durch den unerwarteten Rücktritt reduzierte sich der Vorstand des Vereins auf eine Person, nachdem der gerade neu gewählte Geschäftsführer breits sechs Wochen nach seiner Wahl zurück- getreten war. Dadurch wurden die eigentlich im Jahr 2022 notwendigen Neuwahlen zwingend notwendig.

Zum Vorsitzenden wurde der Amtsvorgänger Carl-Wolfgang Holzapfel, zur Geschäftsführerin die ehem. Hoheneckerin Edda Sperling gewählt. Im Amt als Schatzmeisterin bestätigt wurde Tatjana Sterneberg, ebenfalls ehem. Hoheneckerin.

Sterneberg 2015, Interview des BR  – Foto: LyrAg

Holzapfel gehört der Vereinigung seit 1963 an und war – nach diversen Mitgliedschaften im Vorstand – bereits von 2002 – 2019 Vorsitzender. Edda Sperling wurde erstmals in den Vorstand gewählt, Tatjana Sterneberg hat ihr Amt bereits seit 2010 inne.

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953, Vorstand – Tel.: 030-85607953 (1.541-1/20).

Berlin, 14.Mai 2020/cw – Ein Romanautor hätte es nicht besser erfinden können: Nach dem (vorläufigen) Höhepunkt der aktuellen Pandemie können Gläubige heute den Namenstag der Heiligen Corona feiern.

Die Pfarrei St. Pankratius in Roding veröffentlichte bereits während der Coronavirus-Pandemie eine Novene mit Anrufung der heiligen Corona. Aus dem niederösterreichischen St. Corona am Wechsel ist auch das Wallfahrtslied Corona hoch erhoben aus diesem Erdental überliefert, das auf die Melodie des Kirchenlieds Gelobt sei Jesus Christus in alle Ewigkeit gesungen wird. Der Autor und die Entstehungszeit des Textes sind nicht bekannt. Aus St. Corona am Wechsel wird auch von Anrufung um Standhaftigkeit im Glauben, bei Bitten gegen Unwetter und Miss­ernte und zur Abwendung von (Vieh-)Seuchen berichtet. Dies wird auch im entsprechenden Artikel des Ökumenischen Heiligenlexikons aufgegriffen, ist sonst in der Fachliteratur aber nicht belegt. Die Angabe geht auf eine lokale Tradition in St. Corona am Wechsel zurück, der zufolge die Heilige von der bäuerlichen Bevölkerung dort gegen Viehseuchen angerufen wurde. Regional soll sie auch als Patronin der Holzfäller verehrt worden sein.

Auch andere christliche Gebetsstätten verehren die Heilige oder haben ihr Reliquien gewidmet. Besondere Verehrung wird der Heiligen in Österreich und in Ostbayern zuteil, wo ihr verschiedene Wallfahrten gewidmet sind. Aber auch im Norden, im mittelalterlichen Bremer Dom, in den 965 Reliquien der Heiligen gebracht wurden, muss es eine bedeutende Corona-Verehrung gegeben haben. Das legen hier gefundene Pilgerzeichen und drei Skulpturen im Dom nahe. Ebenso verehrte sie Kaiser Otto III., der nach seiner Kaiserkrönung im Jahre 996 Corona-Reliquien zusammen mit Reliquien des hl. Leopardus von Otricoli in Umbrien nach Aachen überführen ließ. Beide Heilige wurden zu Konpatronen des Aachener Marienstiftes erhoben. Die Bleireliquiare aus dem frühen 11. Jahrhundert wurden 1843 wieder aufgefunden. Deren Inhalt wurde im neobyzantinischen Corona-Leopardus-Schrein des Aachener Doms eingebettet, der in den Jahren 1911/12 durch den Aachener Goldschmied Bernhard Witte geschaffen worden war und derzeit (März 2020) restauriert wird. Im Straßburger Münster stellt ein Bleiglasfenster des 14. Jahrhunderts sie in langem Kleid, mit Mantel und Schleier dar, die Märtyrerpalme in der Linken. Spätere Darstellungen zeigen sie, wie sie einem Bettler ein Geldstück reicht oder ein Geldkästchen in der Rechten hält.

Auch die Heilige Corona wird mit Geld in Verbindung gebracht

Die heilige Corona (Korona) oder auch Stephana (* um 160 in Ägypten oder Syrien; † 177) soll eine frühchristliche Märtyrin gewesen sein. Sie ist nach katholischer Betrachtung die Patronin des Geldes, der Fleischer und Schatzgräber. Das Patronat in Geldangelegenheiten verdankt sie ihrem Namen, der auf deutsch „Krone“ bedeutet, eine Bezeichnung für verschiedene Währungen.

Der Überlieferung zufolge soll Corona zur Zeit der Christenverfolgungen das Martyrium im Alter von 16 Jahren gemeinsam mit dem ebenfalls heilig gesprochenen Soldaten Victor von Siena, nach einigen Quellen dessen Ehefrau, erlitten haben. Während dieser gemartert wurde, soll Corona als vermutete Braut eines seiner Kameraden Victor getröstet und ermutigt haben. Corona wurde daraufhin nach der Legende verhaftet und verhört. Schließlich soll sie von ihren Peinigern zwischen zwei herabgebogenen Palmen gebunden und beim Emporschnellen der beiden Palmen zerrissen worden sein. Victor soll nach dieser Legende enthauptet worden sein.

Die Benennung dieser Heiligen in Zeiten der alles überlagernden gleichnamigen Pandemie ist Chronistenpflicht, auch wenn die Namensgleichheit mit der aktuellen Pandemie und der ihr unterstellten Nähe zu global-finanziellen Überlegungen (Bill Gates etc.) einige Heißsporne zu neuen Spekulationen veranlassen könnte. Dass die ursprünglich im Raum stehende Debatte im Bundestag um eine Gesetzesvorlage zur allgemeinen Impfpflicht verschoben oder aufgehoben wurde, weil man den Namenstag der Heiligen Corona nicht entehren wollte, steht nun wirklich außerhalb realer politischer Entscheidungen.

Letzte Meldung: Demo-Beschränkungen im Juni aufgehoben

Der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) teilte heute im Abgeordnetenhaus mit, dass im Laufe des Juni die derzeitigen Demo-Beschränkungen ganz wegfallen könnten. Derzeit gilt in Berlin eine Beschränkung auf 50 Personen. Damit könnten die Gedenkveranstaltungen zur Erinnerung an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 ungehindert stattfinden bzw. durchgeführt werden.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 030-8560 7953 (1.535).

Von Christian Booß

Berlin, 7.01.2020/chBo – Das Ende der Staatssicherheit, die Ereignisse Anfang Dezember 1989 und die am 15. Januar 1990 sind vielen bekannt: Sie sind vielfach beschrieben und gehören inzwischen zum historischen Alltagsbewusstsein. Diese scheinbare Gewissheit lässt selten die Frage aufkommen, ob das was wir meinen zu wissen, sich auch wirklich so zugetragen hat. Oder ob es andere Sichtweisen und Fakten gibt, die manches  in neuem Licht erscheinen lassen.

So ist der oft gehörte Satz „Anfang Dezember wurden die Bezirksverwaltungen des MfS/AfNS besetzt“ ungenau bis falsch. Gerade die Berliner Bezirksverwaltung wurde nie „besetzt“, schon gar nicht Anfang Dezember ’89. Und ob manche der Bürgerbegehungen von Kreis- und Bezirksverwaltungen wirklich treffend mit dem Wort Besetzung beschrieben ist, ist ebenso fraglich. Für die komplexen Geschehnisse, die am 15. Januar zum Ende der MfS-Zentrale führten, gibt es bis heute keine schlüssige Bezeichnung. „Erstürmung“,“ Sturm“, etc. greifen deutlich zu kurz.

Manche Ereignisse werden oft als revolutionäre Tat vor Ort beschrieben, das Handeln der Staatsseite als die der Bremser und Verhinderer. Aber wie die Motivation und Weisungslage auf Staatsseite wirklich war, ist bis heute nicht untersucht. Die Behauptung des ehemaligen Dresdener Oberbürgermeisters, Wolfgang Berghofer, wonach Ministerpräsident Hans Modrow die Stasi opferte, um sich, die SED und die DDR möglichst zu retten, sorgte für Aufregung. Schrillte Thesen von der Manipulation der Bürgerkomitee führten sogar zu einem Prozess, aber nicht zu einer wirklichen Klärung.

Der 30. Jahrestag der sogenannten „Erstürmung“ der MfS-Zentrale ist ein guter Anlass, auf die Ereignisse zurückzuschauen, kontroverse Sichtweisen zu benennen und offene Fragen zu formulieren.

Mit dem Internetauftritt www.Stasibesetzung.de haben mehrere Aufarbeitungsinstitutionen und Einzelpersonen erstmals begonnen, den Wissensstand überregional für ganz Ostdeutschland zusammenzutragen. Die Website wird mit Inhalten zum 15. Januar aktualisiert, die im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt werden.

Der Aufarbeitungsverein Bürgerkomitee 15.Januar e.V.“ lädt aus diesem Anlass am Sonntag, 12. Januar 2020 um 11:00 Uhr in das Haus 1, Raum 614 auf dem ehemalige Stasigelände in der Ruschestr. 103, 10365 Berlin (U-Bhf. Magdalenenstraße) zu einer Matinee (Vortrag mit Diskussion) ein. Als weitere Gäste sind ehemalige Beteiligte an den „Besetzungen“ in Berlin und anderswo anwesend.

Kritik an Roland Jahn: Intelligentes Handeln – nicht Sprücheklopfen ist gefragt

Im Vorfeld der Veranstaltung hat sich der Vorstand des Vereins in einer Presseerklärung vom 5. Januar kritisch zu jüngsten Äußerungen von Roland Jahn in einem dpa-Interview geäußert. Der Bundesbeauftragte für die Stasiunterlage (BStU) hatte sich zur Rekonstruktion der Stasi-Akten geäußert und eine Verantwortung seiner Behörde von sich gewiesen.

„Der Bundesbeauftragte für die Stasiunterlagen (BStU) bemäntelt das eigene Scheitern bei der Restaurierung zerrissener Stasi-Akten,“ formuliert der Vorstand. „Bislang wurden kaum Opferakten rekonstruiert.“ Der Aufarbeitungsverein fordert den Bundestag auf, sich in einer Anhörung dieses Themas anzunehmen.

„Das Projekt, die Akten elektronisch zusammenzusetzen, ist faktisch seit Jahren beendet. Denn seit mehr als vier Jahren wird keine einzige Akte mehr mit dem vor Jahren neuentwickelten Softwaresystem zusammengesetzt. Die Behörde schiebt die Verantwortung einseitig auf die IT-Technologie (virtuelle Rekonstruktion), um von den eigenen Fehlern abzulenken.

Demgegenüber werden Computersoftware und Scanner seit Jahren erfolgreich für internationale Institutionen zur Wiederherstellung von zerstörten Dokumenten eingesetzt. Die Stasi-Unterlagenbehörde stellte teilweise absurde technische Anforderungen an das Softwaresystem, die gegenwärtig faktisch nicht erfüllbar sind und das Projekt ineffektiv werden ließen,“ kritisiert der Vorstand.

Die Stasi-Unterlagenbehörde blockiere „seit mehreren Jahren die Finanzen, die der Bundestag für den Fortgang der Entwicklung des Projektes bereit gestellt hat.“ Auch die bisherige Vorgehensweise der BStU wird ins Visier genommen:

Die Auswahl der Akten, die zusammengesetzt wurden, sei problematisch. Es wären primär Akten von Verwaltungseinheiten (HA XX und XV) bearbeitet worden. „Anders als der BStU behauptet, wurden bisher nicht schwerpunktmäßig Akten von Personen, die die Stasi ausgespäht hat, rekonstruiert, obwohl manche seit Jahrzehnten auf ihre Akte warten.“ Bis heute gebe es keine qualifizierte Bewertung der archivarischen Ergebnisse der Aktenrekonstruktion.

Praxis der BStU die ineffektivste und teuerste Methode

Die vom BStU propagierte angeblich erfolgreiche Rekonstruktion per Hand  (manuelle Rekonstruktion) sei die ineffektivste und teuerste Methode, stellt der Verein i seiner harschen Philippika fest! Diese sei nur bei besonders historisch wichtigen Akten oder für Modellvorhaben zu rechtfertigen. Die manuelle Arbeit als Ersatz für die elektronische Methode zu propagieren, sei unverantwortlich.

Schließlich appelliert der Vorstand an die Verantwortliche im Kulturausschuss des Deutschen Bundestages. Dieser sollte den 30. Jahrestag der Besetzungen der Staatssicherheit in der Friedlichen Revolution zum Anlass nehmen, sich auf breiterer Basis als bisher in einer Anhörung mit den Missständen des Projektes zu beschäftigen und Lösungsstrategien suchen.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 0176-48061953 (1.502).

Berlin, 25.09.2019 – 21:00 Uhr/cw – Oleg Senzow, Regisseur und jüngst freigelassener politischer Gefangener Russlands besucht am morgigen Donnerstag um 15:50 Uhr die Mahnwache für die Freilassung politischer Gefangener vor der Russischen Botschaft in Berlin.

Dies teilte am heutigen Abend die Vereinigung 17. Juni in Berlin mit. Vor der Russische Botschaft wurde seit fünf Jahren auch für Senzows Freiheit  jeden Donnerstag eine Mahnwache abgehalten. Der Menschenrechtler und Initiator der Mahnwache, Ronald Wendling, wird daher noch einmal neben anderen Plakaten eines mit dem Bildnis von Senzow aufstellen, dass dieser vor Ort abnehmen und zur Erinnerung mitnehmen wird.

Die Medien und alle Menschen, die die Menschenrechte unterstützen, sind herzlich eingeladen, diesem historischen Moment beizuwohnen.

Siehe dazu unseren vorherigen Beitrag unter: https://17juni1953.wordpress.com/2019/09/24/ehemaliger-politischer-gefangener-in-russland-oleg-senzow-kommt-morgen-nach-berlin/

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Mobil: 0176-48061953 (1.478).

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