Was am 17. Juni 1953 geschah:

Im Juni 1953 herrschte in Berlin im sowjetisch besetzten Sektor und der Zone, wie das besetzte Gebiet der Russen kurz genannt wurde, ein gespanntes Klima. Die SED – Regierung hatte wieder einmal die Normen für die zu erbringenden Arbeitsleistungen der „Werktätigen“ erhöht und damit den Bogen überspannt.

Nach ersten Arbeitsniederlegungen am 15. Juni brach am 17. Juni 1953 der Volksaufstand in der SBZ („DDR“) aus. Parteihäuser gingen in Flammen auf, Haftanstalten wurden gestürmt und die Gefangenen befreit. Einige „Volkspolizisten“ warfen demonstrativ ihre Uniformjacken weg und mischten sich unter Beifall unter die Demonstranten. Unter Beschuß, aber unter tosenden Beifall, wurde die verhaßte rote Fahne vom Brandenburger Tor geholt.

Am 17. Juni, 13.00 Uhr wurde durch die sowjetische Militärkommandantur über Ost – Berlin und 167 der 217 Stadt- und Landkreise der SBZ der Ausnahmezustand verhängt und das Standrecht erklärt.

Der Volksaufstand wurde innerhalb weniger Stunden durch die sowjetische Besatzungsarmee niedergeschlagen und in Blut und Tränen erstickt. Mindestens 125 Menschen wurden erschossen oder hingerichtet, darunter 41 Sowjetsoldaten, die sich weigerten auf Deutsche zu schießen. Rund 25.000 Deutsche aus Ost und West wurden nach dem 17. Juni verhaftet und teils zu hohen Haftstrafen verurteilt.

Kurz nach den Ereignissen wurde von Teilnehmern des Volksaufstandes das Komitee des 17. Juni 1953 ins Leben gerufen. Als Nachfolgeorganisation wurde am 3. Oktober 1957 die Vereinigung 17. Juni 1953 e.V. gegründet.

Weiterführende Literatur