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Von Dr. Albert Wunsch

Neuss, 28.12.2013 – „Die Macht der Sanftmut“, so titelte die DIE WELT ihren Nachruf auf den Tod von Nelson Mandela. Alle großen Medien bemühten sich in den vergangenen Wochen, das ruhmvolle Lebenswerk dieses afrikanischen Staatmannes in Blickfeld zu rücken.

Dabei steht der Wandel vom militanten und gewaltbereiten Kämpfer zum Friedens-Nobelpreisträger im Zentrum. Aber wie ist dieser Haltungs- und Handlungs-Wandel zu erklären? Um diesem Phänomen näher zu kommen, richtet sich das Augenmerk auf die Zeitspanne, in welcher er für 27 Jahre im Gefängnis an der Umsetzung seiner revolutionären Freiheitsideen gehindert wurde.

Was muss passiert sein, in der Einsamkeit der Zelle – die meisten Jahre in Robben Island – nicht zugrunde gegangen zu sein?

Welche Gedankenprozesse führten dazu, seine Idee von einer fröhlichen Regenbogen-Nation nicht aufzugeben?

Wie kam es, dass er nicht verzweifelte, sondern die täglich neu erlebte Ohnmacht Schritt für Schritt in eine friedfertige Macht wandelte?

Nelson Mandela schrieb sinngemäß in einem Brief an seine Frau im Jahre 1975, also nach gut 10 Jahren Haft:‚Schwierigkeiten brechen manche Menschen, und andere macht sie erst zu Menschen’! Das Phänomen, wieso Menschen trotz äußert belastender Lebensbedingungen hoffnungsvoll umsetzbare Zukunfts-Perspektive entwickeln können, wird seit Jahren innerhalb der Resilienz-Forschung systematisch untersucht. Dabei treten zwei Faktoren besonders ins Blickfeld: Das Vorhandensein einer durch Sicherheit, Wärme und Perspektive geprägten Kindheit und die Eingebundenheit in eine sinnstiftende, meist religiöse Gemeinschaft. So schafften es so genannte Boat People (indochinesische Bootsflüchtlinge) schneller und erfolgreicher, sich in die US-Amerikanische Gesellschaft zu integrieren, wenn sie in einer starken Verbundenheit zum christlichen Glauben lebten, als nicht-christlich orientierte Menschen. Als Begründung wurde heraus gearbeitet , dass die christlich orientierten Menschen ihren Glauben als Kraftquelle nutzten, sie eine ausgeprägtere Mitverantwortung und gegenseitige Fürsorge innerhalb ihrer Familie lebten. So überraschte es die Forscher nicht, als sie – eher zufällig – in einem überstark durch den verheerenden Wirbelsturm Katharina beschädigten Wohngebiet in New Orleans feststellten, dass dieses viel schneller wieder aufgebaut wurde, weil die Menschen seit Jahren in einer christlichen Gemeinschaft miteinander verbunden waren.

Wenn wir nun einen Blick in die Vita von Nelson Mandela werfen, gibt es deutliche Überschneidungen. Auch er wurde durch sein Elternhaus in der Hinsicht geprägt, sich zu einer durch Stärke, Gradlinigkeit und Mitverantwortung geprägten Persönlichkeit entwickeln zu können. Von sich selbst sagte er im Rückblick auf sein Leben, dass ihm seine feste Verwurzelung im christlich-methodistischen Glauben die Kraft gab, nicht als Gebrochener das Gefängnis zu verlassen, sondern sich statt dessen hoffnungs- und kraftvoll für die Menschen in Südafrika zu engagieren. In seiner Autobiografie schreibt er: „Ich habe gelernt, dass Mut nicht die Abwesenheit von Furch ist, sondern der Triumph darüber. Der mutige Mann ist keiner, der keine Angst hat, sondern der, der die Furcht besiegte“.

So wird Nelson Mandela – unabhängig von seinem großartigen politischen Engagement – zum Vorbild all jener, die in durch Mangel, Bedrohung oder Hass geprägten Lebensbedingungen nicht zugrunde gehen, sondern Perspektiven aktiven Hoffens und Gestaltens entwickeln wollen.

V.i.S.d.P. und Copyright: Dr. Albert Wunsch, 41470 Neuss, Im Hawisch 17

Quelle: http://tv-orange.de/2013/12/nelson-mandela-resilienz-und-religion-als-kraftquelle-zur-gewaltlosigkeit/

 

 

B.Z. vom 27.12.2013, Seite 18 - Siehe auch BERLINER KURIER vom 21.12.2013

B.Z. vom 27.12.2013, Seite 18 – Siehe auch BERLINER KURIER vom
21.12.2013

Berlin, 25.12.2013/cw – Die Vereinigung 17. Juni wird heute, 25.Dezember 2013, um 14:00 Uhr des achtzehnjährigen Mauer-Opfers Paul Schultz mit einer Kranzniederlegung am neu errichteten Holzkreuz gedenken. Schultz war am ersten Weihnachtsfeiertag vor fünfzig Jahren hinter der Kreuzberger St.Thomas-Kirche am Mariannenplatz in Kreuzberg bei dem Versuch, in den Westen  zu flüchten, von den Kugeln der DDR-Grenzer tödlich getroffen worden. Er fiel auf die Westseite der dortigen Grenzanlage. So konnte er zwar geborgen  werden, erlag aber kurz darauf im nahe gelegenen Bethanien-Krankenhaus seinen Verletzungen.

Von der Öffentlichkeit übersehen, von Zeitzeugen am Todestag geehrt: Paul Schultz - unvergessen. Foto: Lyrag

Von der Öffentlichkeit übersehen, von Zeitzeugen am Todestag geehrt: Paul Schultz – unvergessen.
Foto: Lyrag

Der Tod von Paul Schultz löste große Trauer und Empörung aus, weil erneut ein junger Mensch an der Mord-Mauer sterben mußte, während 1963 erstmals seit dem Bau der Mauer tausende West-Berliner in den Osten strömten, um ihre Angehörigen an Weihnachten zu besuchen. Das erste Passierscheinabkommen zwischen  dem West-Berliner Senat und der „DDR“ machte es möglich.

Der Freund Hartmut D., der ebenfalls wie Schultz aus Neubrandenburg stammte, überwand hingegen die Grenzanlagen unverletzt. Das weihnachtliche Drama erinnerte überdies an den tragischen Tod von Peter Fechter, der eineinhalb Jahre zuvor an der Mauer nahe dem Checkpoint Charlie verblutet war  und dessen Freund ebenfalls die Flucht gelungen war.

http://www.bz-berlin.de/bezirk/kreuzberg/seine-moerder-bekamen-als-praemie-eine-uhr-article1781183.html

  V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17.Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 0176-48061953 oder 030-30207785

Allen Mitgliedern, Freunden, Sympathisanten und sachlichen Kritikern wünschen wir eine gesegnete, frohe und friedliche Weihnachten und

ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr!

Carl-Wolfgang Holzapfel    Joachim Fritsch     Tatjana Sterneberg

Vorstand der Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V.

Berlin, 22.12.2013/cw – Seit heute erinnert wieder ein Kreuz an den Mord vor fünfzig Jahren an der Kreuzberger Thomas-Kirche. Die Vereinigung 17. Juni stellte heute in Anwesenheit von Angehörigen der Kirchengemeinde und Freunden des Vereins ein 2-Meter hohes Holzkreuz an der selben  Stelle auf, wo vor fünfzig Jahren das erste Kreuz errichtet wurde.

Vor fünfzig Jahren tödliche Schüsse hinter der Thomas-Kirche in  Kreuzberg - Foto: LyrAg

Vor fünfzig Jahren tödliche Schüsse hinter der Thomas-Kirche in Kreuzberg – Foto: LyrAg

Der Vorsitzende des Vereins, Carl-Wolfgang Holzapfel, hatte zur Mahnung an den am ersten Weihnachtsfeiertag erfolgten Mord an Paul Schultz am folgenden Tag zusammen mit einem Freund das Kreuz aufgestellt, nachdem er erfolgreich Willy Brandt um Unterstützung gebeten hatte. Heute erinnerte er in bewegenden Worten an das Geschehen vor fünfzig Jahren und an das Leben und die tödliche Flucht von Schultz. Holzapfel sprach die Hoffnung aus, dass „dieses Kreuz zumindest solange stehen bleibt, bis eine Stele oder eine Gedenktafel dauerhaft an Paul Schultz erinnert.“

Die Kirchengemeinde hatte zuvor im Gottesdienst des achtzehnjährigen Paul Schultz gedacht.

Die Vereinigung wird am Todestag von Schultz, dem 25. Dezember um 14:00 Uhr, mit einer Kranzniederlegung am Holzkreuz des Mauer-Opfers gedenken.

Siehe auch:  http://www.berliner-kurier.de/kiez-stadt/mauer-opfer-paul-schultz-der-weihnachts-mord-an-der-mauer,7169128,25684000.html

V.i.S.d.P.: Vereinigung 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785

Willkommen in der Freiheit,

Michail CHODORKOWSKI,

willkommen in Berlin!

 20.12.2013

VEREINIGUNG (AK) 17. JUNI 1953 e.V.

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