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Berlin, 14. Dezember 2022/cw – Vor 20 Jahren, am  19. Dezember 2002, erreichte uns die traurige Nachricht von seinem Tod: Manfred Plöckinger, der einstige Bauarbeiter von der Stalinallee und jahrzehntelanger Vorsitzender der Vereinigung 17. Juni hatte uns genau einen Monat vor seinem 71. Geburtstag für immer verlassen. Dabei hatte er bis wenige Tage zuvor gehofft, noch an den Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag des Volksaufstandes teilnehmen zu können. Danach wollte er den Stab des Vorsitzes an mich weitergeben. Es kam anders.

Zum 20. Todestag, am kommenden Montag, dem 19.12., wollen wir an seinem Ehrengrab auf dem Friedhof Seestraße im  Berliner Bezirk Wedding um 10:00 Uhr seiner gedenken. Aus diesem Anlass geben wir nachfolgend auszugsweise einen Artikel von Johannes Reck wieder. Der seinerzeitige Beitrag ist in unserer Schrift „Helden der Menschlichkeit“ zum 50. Jahrestag des 17. Juni vollständig nachzulesen. Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V.

Manfred Plöckinger

Der Ursprung / Vergleiche des Totalitarismus

Von Johannes Reck **

Manfred Plöckinger wurde am 19. Januar 1945 13 Jahre alt. Er befand sich zu diesem Zeitpunkt in einem Oberschul-Hitlerjugend-Lager im Warthegau. Der Lagermannschafts-führer hieß Schabowski, Günter Schabowski.* Damals ahnte dieser Junge mit dem gutmütigen Gesicht noch nicht, das dieser knapp 45 Jahre später in das Rampenlicht der Geschichte rücken würde, indem er in der berühmten Pressekonferenz die Mauer für quasi geöffnet erklärte.

 „Die Merkmale des roten Regimes waren am Anfang zwar noch nicht so totalitär, doch im Grunde hat das rote Regime das Braune abgelöst, das kann man so formulieren“, sagt mir Plöckinger am Telefon. Es entsteht eine Stille. „Kann man aus heutiger Sicht den Diktator

* Hinweis der Redaktion: Günter Schabowski hat in einem Gespräch (Foto Schabowski und Holzapfel) dieser Darstellung widersprochen. Er habe sich „nie“ in einem solchen Lager aufgehalten.

Ulbricht mit dem Diktator Hitler vergleichen?“ frage ich leise. „Wissen Sie, es sind verschiedene Arten von Diktaturen gewesen und ich war noch sehr jung, als Hitler an der Macht war, doch das Ergebnis war, glaube ich, in beiden Fällen vergleichbar. Ich bin 70 Jahre alt und habe die Vertreter des Kommunismus im Kampf um Berlin gesehen. Da gab es mehr als nur grausige Geschichten.“

Plöckinger erinnert sich, dass sehr früh Verhaftung und Bespitzelungen durch die Volkspolizei einsetzten. Man traute sich nicht mehr, in der Öffentlichkeit seine Meinung zu sagen. Ein Zustand, der in nicht allzu ferner Vergangenheit vorherrschte.  Vorerst nahmen die Menschen den Kommunismus nicht so ernst, da er sich ja als human und arbeiterklassenfreundlich darstellte.

Die Vorläufer des 17. Juni

„Natürlich gab es Gespräche auf den Baustellen, wegen der Normen und wegen der schlechten Verhältnisse. Wir hatten eine Mangelwirtschaft. Dass das Regime von Einzelnen angegriffen wurde, das war damals nicht so. Durch diese Normenfrage haben sich am 16. Juni (1953) so 150-200 Arbeiter, zu denen ich gehörte, zusammengefunden und demonstriert“, so Plöckinger.

Die SED hatte nach Kürzungen im sozialen Bereich und einer Preiserhöhung von Lebensmitteln die Normen um 10% erhöht. Die Arbeitergruppe rund um den Bauarbeiter Manfred Plöckinger lehnte die vom Politbüro geforderte Anhebung der Produktivität zu Gunsten der Bevölkerung des Landes ab. Sie sahen, dass der Westberliner sich gut kleiden konnte und wohlriechende amerikanische Zigarette rauchte, während der Ostberliner in seinen zerknitterten Sonntagshosen meistens in den Ostberliner Tanzlokalen mit weniger Erfolg auftrat. Am Prenzlauer Berg beispielsweise, Plöckingers Wohnort, bildeten sich Subkulturen, die ihren Unmut lauter äußerten. Man brandmarkte sie als Provokateure.

Am 16. Juni fragte ihn ein Kollege von der Baustelle: „Manfred, du kommst doch auch mit?“ Mit einem „Ja klar!“ stürzte er sich hinein in den breiten Enthusiasmus der kleinen Revolte. Zwischen 16.00 und 17.00 Uhr befand er sich auf der Friedrichstrasse in einem Meer von aufgebrachten und schimpfenden Mitbürgern, die sich alle lauthals immer wieder die selbe Frage stellten: „Warum müssen wir anders leben als die im Westen? Wir haben doch alle den Krieg verloren!“

Die SED hatte einen Gegendemonstrationszug organisiert. Laut Plöckinger zählte dieser aber nur noch ein Drittel seiner anfänglichen Stärke, nachdem er „Unter den Linden“ den Zug der Demonstranten kreuzte. Viele beobachtende Volkspolizisten warfen ihre Jacken demonstrativ weg und schlossen sich unter großem Applaus der Masse an. Gegen Abend hörte Plöckinger das erstemal von einem Treffen am nächsten Tag um fünf auf dem Strausberger Platz in Verbindung mit dem Wort „Generalstreik“. Von einem unbekannten Glücksgefühl beseelt, ging er durch leere Straßen nach Hause. Der jetzt Volljährige spürte etwas Großes kommen.

Popstars und Träume

In der Tat verbreitete sich die Nachricht vom geplanten Generalstreik, wie sich heute die Kunde nach dem Kommen eines Popstars verbreitet. Die Nachricht ging wie ein Lauffeuer um. Was träumten die Menschen in Ostdeutschland in der Nacht vom 16. auf den 17. Juni?

Mit der Wetterlage entsprechenden gemischten Gefühlen zog Plöckinger mit seinen Arbeitskollegen vom Alexanderplatz in Richtung Regierungsviertel. Mannschaftswagen fuhren durch die Menge. Die Atmosphäre der Gewalt, die von den allmählich auftretenden Sicherheitskräften der Regierung ausging, sprang auf die Reihen der  Demonstranten über.

Das Phänomen der Masse kam vollends zum Tragen. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Kunde vom Tod eines jungen Mannes, der bei der Humboldt Universität unter die Ketten eines Russenpanzers geraten war. Plöckinger selbst war noch beim Alexanderplatz, als er schon davon hört.

Plöckinger: „Wissen Sie, das ist so: Der Kopf kocht und dann kommt dieses kleine bisschen dazu, und dann kocht er über. Genauso hat es sich entwickelt. Bis 1953 hat sich niemand groß getraut, den Mund aufzumachen. Dann sagten alle auf einmal: ‚Mensch, da tut sich doch was.’“

Emotionen in der Masse

Der Alltagsfrust über die wachsende Kluft zwischen West- und Ostberlin brauchte ein Ventil. Manfred Plöckinger, der übrigens die Version von Erich Loest zurückweist, die besagt, dass westliche Spitzel die Masse aufputschten, lief an diesem Tag auch mit beschwingtem Glücksgefühl die „Straße unseres nationalen Schicksals“,  Unter den Linden, hinunter. Das Gefühl der Unsicherheit vom Vorabend hatte sich gelöst und in einen gesteigerten extrovertierten Freudentaumel gewandelt. Er und seine Kollegen von der Stalinallee ließen sich mitreißen von der Menge, die Fahne der Bundesrepublik schwingend und die Nationalhymne singend. Doch sie sangen immer nur die erste Strophe, weil noch keiner die Dritte auswendig konnte.

Der Kommunismus verstummt

„Wir fordern freie und geheime Wahlen!“ schrie einer und es hallte aus allen Mündern wieder. Auch nicht die von den Seitenstraßen her kommenden Panzer der Roten Armee konnten die nun tobende Masse von ihrem wilden Tanz für die Wiedervereinigung von Ost und West und dem ausdrücklichen Wunsch auf ein schnelles Ende des kommunistischen Terrors abhalten. Zu tief saß unter anderem auch der Eindruck des getöteten jungen Mannes bei der Humboldt Universität, an dem auch Plöckinger vorbeischritt. Die Blutlache des Jugendlichen war nur notdürftig mit Sand bedeckt.

„Ich hatte gegen die Leute in den Uniformen nichts einzuwenden. Nur das System habe ich kennen gelernt, als Berlin von der Roten Armee eingenommen worden ist,“ wiederholt Plöckinger mir gegenüber eindringlich.

Natürlich war die Propaganda der scheinbar reumütigen Regierung Hohn angesichts des von Panzern überrollten Jungen bei der Humboldt Universität. In diesem Falle nahm die Heuchelei aber ein sehr schnelles Ende. Ein Kollege von Manfred Plöckinger, der neben ihm stand, fragte ihn, ob er bereit wäre, die an die Masten verknoteten Lautsprecher abzulösen. Jeder der beiden übernahm einen Mast. Der Mann schien einige Kenntnis von Technik zu haben, denn im Augenblick, in dem sie die Schleifen der Verknotung der Lautsprecher an den Masten lösten, verstummte die propagandistische Stimme. Die Aufständischen zogen weiter!

Das Foto

Das Motorengeheule der Panzer intensivierte sich, und in zügigem Tempo wurden die Demonstranten in Richtung Brandenburger Tor getrieben. Diese Zickzack fahrenden Bolliden, die mitten in die Menge hineinfuhren, lösten eine große Panik aus. Den Menschen blieb keine andere Möglichkeit mehr, als die der symbolischen Flucht durch das Wahrzeichen Berlins in den Westen.

Manfred Plöckinger auf dem historischen Foto (Kreis)

Genau in diesem Moment, da sie fahnenschwenkend, singend und tanzend hindurch kamen, wurde auf den Auslöser gedrückt und das Foto gemacht, das wohl das bedeutendste im Zusammenhang mit dem 17. Juni werden sollte. Das besondere an dieser Momentaufnahme ist, dass man kein einziges russisches Militärfahrzeug sieht. Eine Analogie zum 9. November 1989. Ich glaube, dies ist auch der Grund, warum der 17. Juni 1953 bis heute noch ein so markantes Datum ist und warum er als einer der großen Auslösungsfaktoren für den weiteren Widerstand gegen den Kommunismus stalinistischer Prägung gilt.

Die Rote Fahne fällt

Auf der anderen Seite des Tores bewunderte die Spitze des Zuges, zu der Manfred Plöckinger gehörte, wie der 23jährige LKW-Fahrer Horst Ballenthin unter Beschuss auf das Tor kletterte, die Rote Fahne herunterholte und unter tosendem Applaus in die Menge warf . Unten zerriss man sie mit großer Genugtuung und feierte Ballenthin als Helden des Tages.

In Westberlin gelangten Plöckinger und viele andere Demonstranten in ein Auffanglager in einer Hinterhoffabrik in der Spänerstraße in Moabit. Dort mussten sie auf Strohsäcken schlafen, auch die sanitären Anlagen waren notdürftigst. Doch an diesem Ort war es, dass ein Mitstreiter ihm die Zeitung in die Hand drückte, auf der jenes große Titelfoto der Helden des 17. Juni abgedruckt war, die gerade durch das Brandenburger Tor marschierten. Zwar war Plöckinger nur im Hintergrund auf diesem Foto zu sehen, doch immer noch erkennbar.

Das Foto sollte ein zentrales Bild zum 17. Juni werden und mehr noch, ein Symbol für den Freiheitskampf des deutschen Volkes. Immer wieder wurde es das Leitbild zu Zeitungsartikeln. Manfred Plöckinger bezahlte allerdings seine Präsenz auf dem Bild sehr bitter.

Er kam nach 10 Tagen zurück an den Prenzlauer Berg, um wieder auf einer richtigen Matratze schlafen zu können.  Plöckinger lebte sich wieder in seinen Alltag ein. Ulbricht und Genossen versuchten zu besänftigen, während die Emigrationszahlen aus den östliche Sektoren stiegen.

Jeden Mittwoch ging Plöckinger zu einem Schachabend, an dem er lange Partien gegen einen Freund spielte. Diesem Freund zeigte er auch mit ein wenig Stolz das Foto vom 17. Juni unter dem Brandenburger Tor. Dies war der Anfang der Katastrophe, denn wenig später stand sein Schachrivale mit seinen Arbeitskollegen von der Stasi vor Plöckingers Tür. Sie verhafteten ihn und brachten ihn zum Polizeipräsidium, wo man ihn bis zum Prozess, der in einem Eilverfahren ablief, festhielt.

Gefangen

Über die folgende Geschichte spricht Plöckinger nicht gerne. Vom April 1954 bis zum April 1956 verbüßte Plöckinger eine Haftstrafe wegen der Beteiligung am Arbeiteraufstand des 17. Juni. Als der Zug für ihn einfuhr, um ihn in ein Arbeitslager zu transportieren, zeigte keine gelbe Digitaltafel an, wohin es denn gehe. Und das Einzige, was er durch das Fenster  seiner Waggonzelle erkennen konnte, war ein Bahnhofsschild: „Vogelsang“.

Gegen Ende September 1955 wurde er zusammen mit anderen Gefangenen in den „Grotewohl Express“ gesteckt. Den Namen bekam der Zug vom Portrait des damaligen DDR- Ministerpräsidenten, das am Ende eines jeden Waggonflures hing. Die Provokateure und Staatsfeinde wurden in Hundezwingergroße Kabinen geworfen. Man gab ihnen zwei Scheiben Brot mit Fett und etwas Wurst. Durch schmale Luftritzen schimmerte hinein, was vom Tageslicht übrig blieb.

Übernachten mussten die Häftlinge im Gefängnis Frankfurt/Oder. Plöckinger: „Unwürdig“. Der ganze Transport erinnert wohl nicht umsonst an die Beschreibungen der Züge nach Dachau, Bergen-Belsen, Auschwitz und wie die Orte des Schreckens noch alle hießen.

Die Resozialisierung/ Häftlingslager ‚Vogelsang’

Die Reise endete vor ein paar Baracken. Sie mussten sich in Reih und Glied aufstellen, noch einmal wurden ihre Namen aufgerufen. Dann führte man sie durch das Tor, und Manfred Plöckinger erblickte ein viereckiges Areal, das mit Stacheldraht umzäunt war und das durch einen Mittelgang in zwei Teile unterteilt war. An den vier Ecken des Geländes standen Wachtürme, im Zentrum des Mittelganges erhöht ein  kleiner Steinbau, den man nur über einige Stufen erreichen konnte: Das Offiziers- und Wachtmeisterbüro. Auf beiden Seiten dieses Steingebildes standen Baracken. Wenn man sich das Bild vor Augen führt, wird einem schlecht. Nicht zuletzt deswegen, weil dieser Aufbau so haargenau dem eines KZs gleicht.

Die Häftlinge trugen alte gestreifte Uniformen, zu denen eine Mütze ohne Schirm gehörte, die Plöckinger als lächerlich beschreibt. Die Aufsicht in den Baracken hatte jeweils ein Häftling ‚mit Schirm’ und Armbinde, der ‚Barackenälteste’. Dieser besaß das Recht, die Zigaretten zu deponieren, die sich die Häftlinge verdienten. Ferner wurde Geld verdient, mit dem man sich Zusatznahrung und sechs Zigaretten pro Tag kaufen konnte. Plöckingers Barackenältester Mallagoudera und weitere Funktionäre betraten des öfteren die engen Stuben, in denen jeweils sechs Häftlinge in drei Hochbetten untergebracht waren. Sie rissen willkürlich die kleinen Metallspinde auf und warfen die Habe der Häftlinge mit der Bemerkung: „Schlamperei“ zu Boden. Plöckinger widersetzte sich und warnte Mallagoudera, nicht das selbe mit seinen Sachen zu machen. Es sollte nicht das letzte unfriedsame Aufeinandertreffen der beiden gewesen sein. Eines Tages, nach einem Konflikt, rief man Plöckinger in den Steinbau zum wachhabenden Offizier. Da er mit einem „Guten Abend“ und mit der Frage „Sie wollen mich sprechen?“ den Raum betrat, ohne vorher anzuklopfen und ohne Meldung zu machen, empfing ihn nur wütendes Geschrei. Drei Männer wurden gerufen, die ihn gewaltsam hundert Meter in Richtung Bahnhof Vogelsang zerrten, wo eine gerade fertiggestellte, umzäunte Zweizellenhütte stand. Man zwang ihn, sich zu entkleiden und sperrte ihn in eine der beiden Hütten. Es war bereits Oktober, die Wände waren feucht.

 „Es war entwürdigend bis zum Letzten. Wenn man sich ein wenig die Würde behielt, sei es auch nur durch Gestik, wurde man gleich in Dunkelarrest gesperrt“, sagt mir Plöckinger. Über seine gesamte Haftzeit zusammengerechnet war er ca. drei Monate in Dunkelarrest.

Am nächsten Morgen um 6 Uhr betraten drei Offiziere die Zelle und forderten ihn  auf, sich endlich als sozialistischer Mitbürger zu resozialisieren. Plöckinger forderte jedoch nur einen Arzt und einen Staatsanwalt. Er wurde zu einem sogenannten Arzt geführt. Dieser befand, dass der Häftling gutes Essen brauche und schickte ihn zurück in die Zelle. Immerhin durfte Plöckinger nun 20 bis 30 Minuten am Tag unter Bewachung eines Volkspolizisten ‚Gassi gehen’. Als am 20. April 1956 seine Haft regulär endete, war ihm der Hafttag durch Normerfüllung nicht vergütet worden.

„Der erste Hochofen in Stalinstadt und die ersten Infrastrukturen dort sind von Häftlingen, auch von politischen Häftlingen, zwangserrichtet worden. Der Zwang ergab sich aus dem Versprechen von Haftverkürzungen und besserer Verpflegung, aus entwürdigender Disziplinierung wie Gleichschritt, Strammstehen, totaler Unterordnung und der Befehlsgewalt von Häftlingsfunktionären“, so resümiert Plöckinger heute.

Mit Tbc und Zuckerkrank in der Freiheit

Nach dem Ende seiner Haft war Manfred Plöckinger ein gezeichneter Mann. Er hatte eine offene Tuberkulose, zu der später eine schwere Diabetes hinzukam. Mit letzter Kraft schleppte er sich in den westlichen Sektor von Berlin. Jahrelang durfte er dort wegen der Tbc nicht offiziell arbeiten. Um sich trotzdem über dem Existenzminimum zu halten,  jobbte er als LKW-Fahrer. Seinen kritischen Geist behielt er aber und griff (nach dem Mauerbau am 13.08.1961) jedes Mal den Berliner Senat an, wenn es zu Ermordungen von Flüchtlingen an der Mauer kam.

Als es einen erschossenen Flüchtling am Teltow Kanal gab, ohne dass die Westberliner Polizei eingriff, warf er dem damaligen Westberliner Bürgermeister Albertz Versagen vor. Man entzog ihm in der Folge „plötzlich“ mit der Begründung den LKW Führerschein, seine Diabetes würde es ihm nicht erlauben, zu fahren.  Wie Plöckinger mir berichtete, tat er es trotzdem und setzte sogar die Polizei davon in Kenntnis. Man schwieg dazu. Ebenso plötzlich erhielt Plöckinger die Fahrerlaubnis nach zehn Jahren ohne nähere Begründung zurück.

Anfang der siebziger Jahre wurde Plöckinger nach dem Besuch einer Fachschule Versicherungsfachwirt und später sogar Versicherungsdirektor. Er heiratete und seine Frau gebar ihm zwei Kindern. Als die Versicherung, für die er arbeitete, aufgekauft wurde, lehnte man eine Übernahme mit Bezug auf seine Diabeteserkrankung ab. Er stand auf der Straße.

Roman Herzog: Verfassungsbeschwerde berechtigt, aber…

Seitdem prozessiert er erfolglos um die Anerkennung der Diabetes als Folge eines Haftschadens. Ihm ist bis zu seinem Tod jede Entschädigung versagt geblieben. Einmal fällten sie im Bundessozialgericht ein Urteil, ohne ihn vorher anzuhören. Plöckinger klagte daraufhin beim Bundesverfassungsgericht sein Grundrecht auf rechtliches Gehör ein. Sein Freund Carl-Wolfgang Holzapfel erzählte mir, dass Roman Herzog als eine seiner letzten Amtshandlungen folgende Entscheidung unterschrieb:

Ihre Verfassungsbeschwerde ist berechtigt. Sie kann gleichwohl nicht zur Entscheidung angenommen werden, weil Sie es versäumt haben, in ihrer Verfassungsbeschwerde deutlich zu machen was sie denn vorgetragen hätten, wenn man ihnen rechtliches Gehör eingeräumt hätte.

Plöckinger wurde verbittert, zeichnete sich der Kampf gegen die Bürokratie des westlichen Staates, den er sich in den langen Nächten im Dunkelarrest als so paradiesisch vorgestellt hatte, als ein Kampf gegen Windmühlen ab.

Die Vereinigung 17. Juni 1953

Plöckinger begründete mit einigen Weggefährten die Vereinigung 17. Juni 1953, die am 3. Oktober 1957 als Verein eingetragen wurde. „In Anbetracht der Tatsache, dass der 3. Oktober faktisch den 17. Juni abgelöst hat, schreibt das Leben doch immer wieder die besten Geschichten“, sagt mir Carl-Wolfgang Holzapfel, Pressesprecher und seinerzeit 2. Vorsitzender der Vereinigung. Die Vereinigung, deren jahrzehntelanger 1. Vorsitzender Manfred Plöckinger war, hatte noch lange politische Brisanz, denn sie wirkte sehr aktiv an der kritischen Bewegung gegen die DDR in Westberlin mit und setzte oft die Westberliner Regierung unter Druck. Aus den Stasi-Dokumenten, die der Vereinigung später aus dem Archiv zugänglich wurden, geht sogar hervor, dass es konkrete Überlegungen gab, die Stammkneipe, in der sich die Mitglieder regelmäßig trafen, in die Luft zu sprengen. Wegen ihrer eindeutigen Position gerieten sie oftmals zwischen die Fronten. Noch nach der Deutschen Einheit stellte es sich heraus, dass es in der Vereinigung Doppelagenten gab, die für die westliche und die östliche Seite spionierten. Einer von ihnen war ein Plöckinger-Biograph, der sogar schon ein komplettes Buchskript verfasst hatte, als seine wahre Identität ans Tageslicht kam.

Die Ziele der ‚Vereinigung 17. Juni 1953’ heute sind, die Ereignisse des 16. und 17. Juni 1953 im öffentlichen Bewusstsein zu halten, sie als ein herausragendes geschichtliches Datum zu etablieren und die dafür zuständigen Institutionen dahin zu bewegen, den 17. Juni wieder als nationalen Gedenktag anzuerkennen. Ebenso steht die immerwährende Ehrung der Opfer des 17. Juni, auf sowjetischer und deutscher Seite im Vordergrund, wie die Erhellung noch unbekannter Schicksale. 

Das Erbe Manfred Plöckingers

Weihnachten 1989 verbrachte Manfred Plöckinger, seit vielen Jahren in Bayern wohnhaft, in Berlin. Erstmals konnte er wieder die Strassen seiner Kindheit entlanggehen. „Davon hatte ich Jahrzehnte lang geträumt“, berichtet er.

Hartnäckig kritisierte er, hinterfragte er. In der DDR hatte er sich nicht den Mund verbieten lassen, er tat es auch in Westdeutschland nicht. Man kann ihm vorwerfen, ein Don Quijote gewesen zu sein. Doch konnte man nicht genauso diesen Kritikern vorwerfen, den Traum von Einigkeit, Recht und Freiheit nicht geträumt zu haben?

Zu schnell vergessen wir den großen Kampf, der 1953 angefangen hat und dessen Träume 1990 Wirklichkeit wurden. Zu schnell wenden wir uns von den Idealisten ab, um über sinnlosen Streitereien und politischem Kalkül die große Traglast unseres gesamtdeutschen Erbes zu verdecken.

Wir dürfen es nicht zulassen, dass Manfred Plöckinger auch nur eine Minute umsonst in seinem dunklen Verlies frieren musste. Wir sind ‚ein Volk’ und müssen begreifen, dass jetzt die Zeit gekommen ist, um ein neues Kapitel in der deutschen Geschichte aufzuschlagen. Die Zeit der totalitären Herrschaft ist vorbei, und wir haben gelernt. Die heutige Generation darf nicht mehr mit den Erbschulden gebrandmarkt werden. Dank Manfred Plöckinger kann man uns nicht generalisieren. Das muss uns Luft zum Atmen geben.

Luft, die wir brauchen, um auf dem erwähnten Grundstein ein Haus zu bauen. Ein Haus, in dem eine neue Generation von Deutschen wohnt, die nicht den Krieg und die Unterdrückung erlebt hat und trotzdem das Gut der Freiheit zu schätzen weiß und die Kämpfer für jene Freiheit würdigt.

Wir dürfen es nicht dazu kommen lassen, dass diese Menschen, die für die Freiheit unseres Vaterlandes aufgestanden sind, verbittern. Vielmehr sollten wir uns für sie einsetzen und ihnen nicht nur am 17. Juni aufrichtig und ehrlich dankbar sein.

Nachwort

Knapp drei Wochen nach unserem zweiten ausgiebigen Telefonat im November erlitt Manfred Plöckinger einen weiteren schweren Herzinfarkt. Erst als ich aus meinen Weihnachtsferien mit geschriebener Arbeit wiederkehrte, erfuhr ich von seinem Tode am 19. Dezember 2002. Er wurde vorerst in Bayern beigesetzt.

Ich wollte an dieser Stelle Manfred Plöckinger, der niemals materiell für seinen Kampf entschädigt worden ist, für das Bundesverdienstkreuz vorschlagen, um ihm eine staatliche Würdigung zuteil werden zu lassen. Leider kann ihm diese Anerkennung nicht mehr in dieser Form gewährt werden. Ich bin trotzdem zuversichtlich, dass Manfred Plöckinger seine Gerechtigkeit, die ihm zeitlebens nicht vergönnt war, bekommen wird. Indem wir uns als junge Generation mit ihren Schicksalen auseinandersetzen, geraten Manfred Plöckinger und seine Mitstreiter nicht in Vergessenheit.

Es ist unsere Verantwortung ihnen ein Denkmal zu setzten. Carola Plöckinger sagte mir, dass ihr Mann vielleicht eines Tages vom Himmel herunterschaut und von dort oben sehen könnte, dass langsam die alten Narben des deutschen Volkes verheilen und wir mit der Geschichte Auge in Auge treten können. Ich denke, ihm würde diese Entwicklung mehr bedeuten als jedes Verdienstkreuz.

Durch diese Arbeit, an die ich mehr aus Zufall als durch wissenschaftliches Kalkül geraten bin, habe ich einen tiefen Einblick in diesen Abschnitt der Geschichte unseres Landes bekommen. Viele Menschen haben mich positiv unterstützt und  in schwierigen Phasen motiviert, besonders hervorheben möchte ich Manfred Plöckinger, Carl-Wolfgang Holzapfel, Carola Plöckinger, Frau Bomhoss vom Ullstein Bilderservice, meine Eltern, sowie meine Großmutter Dr. Grete Schmidt. Ich bin nicht nur einer spannenden Biografie, sondern auch meiner Identität als Deutscher ein Stück näher gekommen.

Speziell in Erinnerung an Manfred Plöckinger möchte ich diesem den vorliegenden Text aus Wilhelm Tell von Friedrich Schiller widmen:

„Eine Grenze hat Tyrannenmacht:

Wenn der Gedrückte nirgends Recht kann finden,

wenn unerträglich wird die Last,

greift er hinauf getrosten Mutes in den Himmel

und holt herunter seine ew’gen Rechte,

die dort droben hangen unveräußerlich

und unzerbrechlich wie die Sterne selbst.“

** Johannes Reck beteiligte sich am Schul-Wettbewerb der Körber-Stiftung, der 2003 den „17.Juni 1953“ zum Thema hatte. Reck stellte seine Arbeit der Vereinigung 17. Juni zur Veröffentlichung für die Schrift zum 50. Jahrestag „Den Helden der Menschlichkeit“ zur Verfügung.

V.i.S.d.P.: Vereinigung 17. Juni 1953 e.V., Berlin – Mobil: 0176-48061953 (1.713)

Berlin, 20.06.2022/cw – Ein Jahr v o r dem 70. Jahrestag des Volksaufstandes von 1953 können wir ein erschreckendes Desinteresse an den damalige Ereignissen in der zu Recht untergegangenen DDR konstatieren. Selbst die Medien, die bisher wenigstens annähernd von diesem Tag Kenntnis genommen und zumindest in BILD und Text über die Gedenkveranstaltung der Bundesregierung auf dem Friedhof Seestraße im Berliner Bezirk Wedding berichtet hatten (hier liegen Opfer des Aufstandes und seit 2005 auch ehem. Teilnehmer begraben), hielten sich auffallend zurück. Selbst die Presse aus dem Axel-Springer-Verlag, ansonsten in den vergangenen Jahrzehnten in gewisser Vorreiter-Funktion, verzichtete nicht nur auf Fotos sondern überhaupt auf eine Erwähnung der Gedenkveranstaltungen vor dem ehem. „Haus der Ministerien“ dem heutigen Bundesministerium für Finanzen („Platz des Volksaufstandes von 1953„) und dem Friedhof Seestraße.

Wir verzichten aus Protest auf eine weitere Textung und geben hier nur einige Fotos von diesem Tag wieder:

Ehrung der „Kämpfer für Einigkeit, Recht und Freiheit„, diesmal in den Farben der Ukraine, an den Mauerkreuzen zwischen Reichstag und Brandenburger Tor (Fotos: LyrAg-Press/Mario Bandi
Kranz am „Holzkreuz“ in Berlin-Zehlendorf, der einzigen originären Gedenkstätte an den Volksaufstand in Deutschland
Ehrung der einstigen Rot-Armisten am sogen. „Russenstein“ ggüb. dem „Holzkreuz“ (1954 in Anwesenheit von F. Kerenski, des letzten vorrevolutionären Ministerpräsidenten Russlands/1917 eingeweiht, der eigens aus New Yorck angereist war). Die hier Geehrten hatten sich nach der bisher nicht widerlegten Legende geweigert, auf deutsche Arbeiter zu schießen und waren dafür standrechtlich (z.B. im Wald von Biederitz b/Magdeburg) erschossen worden. Es soll sich vornehmlich um Ukrainer gehandelt haben. Die Ukraine gehörte zu dieser Zeit noch zur UdSSR.
Russische Panzer gegen die Selbstbestimmung und Freiheit: 1953 in Ost-Berlin und der DDR, 2022 vor Kiew und in der Ukraine
Auf dem „Platz des Volksaufstandes von 1953“ vor dem ehem. „Haus der Ministerien“, dem heutigen BMF
Auch am Steinplatz in der Hardenbergstraße ehrte die VEREINIGUNG die Kämpfer vom 17. Juni 1953. Ebenso werden seit vielen Jahren von uns am Steinplatz auch die Opfer der NS-Diktatur geehrt.
Am 17. Juni 2022 ehrten wir zeitgleich die Kämpfer um Einigkeit und Recht und Freiheit in der Ukraine.#

V.i.S.d.P.: VEREINIGUNG (AK) 17. JUNI 1953, Berlin – Tel.: 0176-48061953 (1.710)

Bundesregierung verbietet Zeigen Ukrainischer Fahne

Berlin, 12.06.2022/cw – Als „historische Veteranen des Aufstandes von 1953“ wollten wir ein symbolisches Zeichen der Solidarität mit der Ukraine setzen. Darum plante die Vereinigung 17. Juni, zur Gedenkfeier der Bundesregierung auf dem Friedhof Seestraße inmitten der Ehrengäste einen Stuhl freizuhalten. Hier sollte eine Ukrainische Fahne mit einer Rose an die „Kämpfer für Einigkeit und Recht und Freiheit“ gegen die von Putin gesteuerte Aggression erinnern. Doch ehe diese Idee umgesetzt werden konnte, kam von „Oben“ die Untersagung.

Seit Jahrzehnten legt die Vereinigung gemeinsam mit der Bundesregierung und dem Senat von Berlin traditionell Kränze an den Gräbern der auf dem Friedhof seinerzeit bestatteten Opfer des Aufstandes von 1953 nieder. In enger Absprache mit dem zuständigen Protokoll im BMI werden die Namen der zumeist zehn Ehrengäste übermittelt, die als ehemalige Teilnehmer oder Zeitzeugen des Aufstandes auf extra bereit gestellten Stühlen am Rande der Zelebrierung des Gedenkens Platz nehmen dürfen. Zusätzlich wird von der Vereinigung ein Mitglied bestimmt, das zusammen mit einem Bundesminister, dem Regierenden Bürgermeister und dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin an der Kranzniederlegung teilnimmt.

In diesem Jahr wollte der Vorstand ein besonderes Zeichen der Solidarität mit den um ihre Freiheit und Unabhängigkeit kämpfenden Ukrainern setzen. Alle Kränze und Blumengebinde, die der Verein zum Jahrestag des Volksaufstandes niederlegt*, werden aus diesem Grund mit einer Schleife in den Farben „blau/gelb“ der Ukraine gekennzeichnet. Der einheitliche Text: „Den Kämpfern für Einigkeit, Recht und Freiheit“ soll an die „einheitliche Motivation der Kämpfer von 1953 und von 2022“ erinnern, so der Vorstand: „Die heutigen Kämpfer in der Ukraine kämpfen um die Einheit ihrer Nation, für das Recht auf nationale Unabhängigkeit und damit für die Freiheit und Selbstbestimmung ihres Volkes,“ heißt es in der heute verbreiteten Presseerklärung.

Fehlt einmal mehr der Mut zum Bekenntnis? – Foto: LyrAg-Press

Kein Platz für eine derartige Symbolik

Auf der Gedenkfeier der Bundesregierung sollte inmitten der Ehrengäste auf einem frei gehaltenen Stuhl die Fahne der Ukraine ausgelegt werden. Eine Rose sollte symbolisch an die Opfer der völkerrechtswidrigen Aggression erinnern. Soweit der Plan, den die Vereinigung eine Woche vor der Veranstaltung dem Protokoll im BMI übermittelte. Noch am selben Tag (10.06., 13:10 Uhr) kam die Untersagung:

„Einer Belegung eines der Stühle in der Sonderstuhlreihe mit der ukrainischen Flagge kann … nicht zugestimmt werden. Bei allem Verständnis für den Vorschlag handelt es sich um eine Gedenkveranstaltung der Bundesregierung, auf der eine derartige Symbolik leider keinen Platz finden kann.“ Aber: „Die farbliche Gestaltung der Kranzschleifen der Vereinigung 17. Juni 1953 obliegt Ihnen selbstverständlich selbst.“

Der Vorsitzende Holzapfel zeigte sich „erschüttert über diese nicht erwartete Untersagung eines aus gegebenem Anlass vorgehabten Zeichens symbolischer Solidarität.“ Die Vereinigung räumte in einer Replik zwar das Recht des verantwortlichen Veranstalters ein, den Ablauf zu bestimmen, aber: wir „teilen Ihre Anmerkung zum beabsichtigten Zeigen der Ukraine-Flagge nicht, auch wenn  wir dies wegen der gegebenen Verantwortlichkeit Ihres Hauses für die  gen. Gedenkveranstaltung hinnehmen müssen.“ Und: „Wir behalten uns vor, auf dem (ggf.) „leeren“ Stuhl eine Rose zu platzieren.

* Kränze und Blumengebinde der Vereinigung 17. Juni 1953 e.V. mit blau-gelben Schleifen werden an folgenden Orten niedergelegt: 16.Juni: 11:00 Uhr – Mauerkreuze (zwischen Reichstag und Brandenburger Tor; 16:00 Uhr – Steinplatz (Hardenbergstraße): Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus; 18:00 Uhr – „Holzkreuz“ Berlin-Zehlendorf, Potsdamer Chaussee (über dem Autobahn-Kleeblatt). Am 17. Juni: 10:00 Uhr – Bundesministerium für Finanzen, „Platz des Volksaufstandes von 1953“ (Senat von Berlin); 11:00 Uhr – Friedhof Seestraße (Wedding).

V.i.S.d.P.: PE VEREINIGUNG (AK) 17. JUNI 1953 e.V., Berlin – Mobil: 0176-48061953 (1.709).

Berlin, 6.07.2020/cw – Die VEREINIGUNG (AK) 17. JUNI 1953 e.V., so die akkurate Bezeichnung des seit 1957 existenten Vereins, hat auf ihrer Mitgliederversammlung im  Juni einen neuen Vorstand gewählt. Die Wahlen waren notwendig geworden, nachdem die im Vorjahr gewählte Vorsitzende überraschend im April ihren Rücktritt erklärt hatte. Dies teilte der Verein heute in einer Presseerklärung mit.


Der Neue Vorstand: Tatjana Sterneberg, Carl-Wolfg.Holzapfel, Edda Sperling (v. li. n. re.) – Foto: LyrAg

Durch den unerwarteten Rücktritt reduzierte sich der Vorstand des Vereins auf eine Person, nachdem der gerade neu gewählte Geschäftsführer breits sechs Wochen nach seiner Wahl zurück- getreten war. Dadurch wurden die eigentlich im Jahr 2022 notwendigen Neuwahlen zwingend notwendig.

Zum Vorsitzenden wurde der Amtsvorgänger Carl-Wolfgang Holzapfel, zur Geschäftsführerin die ehem. Hoheneckerin Edda Sperling gewählt. Im Amt als Schatzmeisterin bestätigt wurde Tatjana Sterneberg, ebenfalls ehem. Hoheneckerin.

Holzapfel gehört der Vereinigung seit 1963 an und war – nach diversen Mitgliedschaften im Vorstand – bereits von 2002 – 2019 Vorsitzender. Edda Sperling wurde erstmals in den Vorstand gewählt, Tatjana Sterneberg hat ihr Amt bereits seit 2010 inne.

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953, Vorstand – Tel.: 030-85607953 (1.541-1/20).

Berlin, 6.07.2020/cw – Die VEREINIGUNG (AK) 17. JUNI 1953 e.V., so die akkurate Bezeichnung des seit 1957 existenten Vereins, hat auf ihrer Mitgliederversammlung im  Juni einen neuen Vorstand gewählt. Die Wahlen waren notwendig geworden, nachdem die im Vorjahr gewählte Vorsitzende überraschend im April ihren Rücktritt erklärt hatte. Dies teilte der Verein heute in einer Presseerklärung mit.

Der alte und neue Vorsitzende Holzapfel (Bild Mitte) 2015 im ARD-Hauptstadt-studio als Moderator einer Veranstaltung zum Thema „Frauen-zuchthaus Hoheneck“ – Foto: LyrAg

Durch den unerwarteten Rücktritt reduzierte sich der Vorstand des Vereins auf eine Person, nachdem der gerade neu gewählte Geschäftsführer breits sechs Wochen nach seiner Wahl zurück- getreten war. Dadurch wurden die eigentlich im Jahr 2022 notwendigen Neuwahlen zwingend notwendig.

Zum Vorsitzenden wurde der Amtsvorgänger Carl-Wolfgang Holzapfel, zur Geschäftsführerin die ehem. Hoheneckerin Edda Sperling gewählt. Im Amt als Schatzmeisterin bestätigt wurde Tatjana Sterneberg, ebenfalls ehem. Hoheneckerin.

Sterneberg 2015, Interview des BR  – Foto: LyrAg

Holzapfel gehört der Vereinigung seit 1963 an und war – nach diversen Mitgliedschaften im Vorstand – bereits von 2002 – 2019 Vorsitzender. Edda Sperling wurde erstmals in den Vorstand gewählt, Tatjana Sterneberg hat ihr Amt bereits seit 2010 inne.

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953, Vorstand – Tel.: 030-85607953 (1.541-1/20).

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