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Addis Abeba/Harare/Genf, 22.10.2017/cw – Er fühle sich geehrt, dass Mugabe das Ehrenamt eines Botschafters der WHO angenommen habe, erklärte der aus Äthiopien stammende WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in einer Erklärung, die jetzt weltweit Empörung auslöste.

Der am 21.Februar 1924 geborene afrikanische Diktator Robert Mugabe ist seit 1987 Präsident von Simbabwe und regiert sein Land mit eiserner Hand. Er ist derzeit das weltweit älteste Staatsoberhaupt. Dabei wirken die gängigen Vorwürfe seiner Kritiker, Mugabe würde jegliche Opposition unterdrücken, Menschenrechte verletzen und Wahlen manipulieren noch eher glimpflich. Mugabe galt zunächst als revolutionärer Volksheld, regiert aber Simbabwe seit etwa 2000 offen als Diktator. Seine Herrschaft ist geprägt von Hungersnöten und teilweise schweren Menschrechtsverletzungen. Diese führten immerhin zum Ausschluss Simbabwes aus dem Commonwealth. Dem Diktator wird die Einreise in die Europäische Union verweigert. Ausgenommen sind Veranstaltungen der Vereinten Nationen oder Besuche im Vatikan.

Die Weltgesundheitsorganisation, die Mugabe jetzt zum Botschafter ernennen will, ist die Koordinationsbehörde der Vereinten Nationen für das internationale öffentliche Gesundheitswesen. Es handelt sich dabei um eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf.

Deren Generaldirektor zeigte sich jetzt von den Wellen der Empörung zumindest beeindruckt. Der ehemalige äthiopische Gesundheitsminister, der am vergangenen Mittwoch die Berufung von Mugabe am Rande einer internationalen Konferenz zu nicht übertragbaren Krankheiten in Uruguay publik gemacht hatte, twitterte am gestrigen Samstag reumütig: «Ich höre zu. Ich verstehe eure Bedenken.» Ghebreyesus: Er wolle „die Vorgehensweise im Lichte der WHO-Werte nochmals überdenken“ und werde „so schnell wie möglich eine Erklärung abgeben.“

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 030-30207785 (1.300).

Berlin, 4.10.2017/cw – Der MDR zeigt heute in seiner Reihe „Spur der Ahnen“ einen wahrhaften Thriller aus der DDR-Vergangenheit (21:15 Uhr).

Sie hält ein Urteil vom Obersten Gericht der DDR in der Hand: Elisabeth Bocho. Im Namen des Volkes 15 Jahre Haft für ihren Mann Jörg Bocho, dem Spionage vorgeworfen wurde. Die Vorwürfe klingen auch heute noch mehr nach einem Agententhriller als nach dem Mann, mit dem sie fast 20 Jahre lang verheiratet war.

Elisabeth lernte Jörg 1978 im freien Teil Deutschlands kennen, nachdem er gerade aus der DDR-Haft freigekauft worden war. Beide besuchten eine Umschulung. Sie verlieben sich und heiraten. Elisabeths Freundinnen beneiden sie um diesen  Mann: groß, blond, geheimnisvoll – der ihnen als ein charmanter Abenteurer erscheint. Doch der Alltag in der Ehe sieht anders aus. Jörg zieht sich oft zurück, spricht wenig oder auch mal monatelang gar nicht mit seiner Frau. Dafür weiß Jörg, mit wem sich Elisabeth gerade getroffen hatte. Auch warnte er sie vor dem einen oder anderen Menschen. Woher er diese Informationen hatte, verriet er allerdings nie.

Schließlich lässt sich Elisabeth 1997 scheiden. Die Ehe war gescheitert. Nur vier Monate später starb ihr Mann – mit nur 57 Jahren – an Krebs. Erst Jahre später stößt sie auf einen Zeitungsartikel: „Der Spion, der mit dem U-Boot kam.“ Sie forscht und erhält wenig später das Urteil des Gerichts für Militärstrafsachen der DDR aus dem Jahr 1969; es umfasst kanpp 30 Seiten. Im Urteil ist die Rede von „Spionage, Diversion und staatsgefährdendem Gewaltakt“, von Mini-U-Booten, von Schleusungen, Doppelgängern und von einer Ausbildung in Pearl Harbour.

Elisabeth Bocho wird unruhig, setzt nun ihre Nachforschungen intensiv fort.  War ihr Jörg ein amerikanischer Spion? Wie ist er verhaftet worden?

In Leipzig verbrachte Jörg den größten Teil seiner Kindheit bei seiner Großmutter in seiner Geburtsstadt. Seine Mutter holte den Zwölfjährige nach Westberlin, wo er die Schule beendete. Danach geht er zur Bundeswehr nach Hamburg. Ausgerechnet im Jahr des Mauerbaus 1961 siedelt Jörg Bocho in die DDR über und arbeitet in einer Leipziger Fabrik. 1966 wird er in Rostock verhaftet.

Mit dem Film-Team „Die Spur der Ahnen“ sucht Elisabeth Bocho im Archiv der Stasiunterlagenbehörde (BStU) nach weiteren Hinweisen, besucht das ehemalige Stasigefängnis in Berlin Hohenschönhausen, in dem Jörg jahrelang in Einzelhaft einsaß. Sie findet und spricht mit alten Kollegen aus Jörgs Zeit in  Leipzig.

Die 99 Akten füllen einige Meter Regal, die Geschichte wird immer abenteuerlicher: Ein Doppelgänger soll Jörg im VEB vertreten haben, während er im Ausland Geheimdienstausbildungen absolvierte. Für die alten Leipziger Kollegen kaum vorstellbar. Sie erinnern sich noch gut an den fröhlichen jungen Mann, an die eine oder andere gemeinsame Kneipentour.

Kann Elisabeth das Geheimnis ihres Mannes zwanzig Jahre nach seinem Tod noch lüften? Heute Abend, 21:15 Uhr, im MDR-Fernsehen.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785 (1.292).

 

 

 

 

 

Wir sprechen hier von einem Hochland der Kultur, deren Geschichte sich über Jahrtausende verfolgen lässt. Diese Kultur ist ein Weltkulturerbe, auf das alle Völker dieser Welt dankbar zurückblicken dürfen. Beispiellos ist auch die Geschichte der persische Literatur, ein Transformator jeglicher geistigen Entwicklung.

Exil-Iraner stellten eindrucksvoll die Hinrichtungen im Iran nach – Foto: LyrAg

Hier sei erinnert, dass die persische Dichtung als Gesamtheit der klassischen Dichtungskultur im Iranischen Hochland bezeichnet und empfunden wird. Diese Dichtungskultur entstand in den Gebieten der heutigen Staaten Iran, Afghanistan, Tadschikistan und Usbekistan. Die persische Sprache war über eine sehr lange Zeitspanne hinweg die Kultur- und Amtssprache auch im Irak, in  Pakistan und in Nordindien.

Persische Dichter haben über Jahrhunderte hinweg andere Kulturen und Sprachen beeinflusst, auch hier in Deutschland. Denken wir an Johann Wolfgang von Goethe, dessen „West-östlicher Diwan“ auf der klassischen persischen Poesie basiert.

Kultur in einem Trauma des Terrors untergepflügt

Diese Kultur, dieser Anspruch auf die Teilhabe an der kulturellen und humanistischen Gesinnung auf unserer Welt, ist vor Jahrzehnten in einem Trauma des Terrors untergepflügt worden. Selbsternannte „Abgesandte des Himmels“, des „Propheten“ oder wie sie sich noch in ihrer wahnsinnsbeherrschten Eitelkeit benennen, haben sich diesen großen Staat und sein mit Recht stolzes Volk zu eigen gemacht und damit dessen tiefe humane Gesinnung mit Füßen getreten. Diese Turban-Diktatoren haben unter dem Missbrauch religiöser Gesetze und Formeln ihr Volk nicht befreit, sondern in ein Tal der Unterdrückung, Verzweiflung und Unkultur gepresst.

Der Vorsitzende der Vereinigung 17. Juni verlas ein Grußwort an seine iranischen Freunde – Foto: LyrAg

Doch immer wieder gab und gibt es Menschen, die ihr ganzes Leben, ihr ganzes Sein dafür aufopfern und hingeben, diese von geistigen Ursupatoren getretenen Werte im Blick auf ihren Glauben an eine nie untergehende Zukunft lebendig zu erhalten. Nahezu 40.000 Menschen haben bisher ihren Widerstand gegen diese wahrhaftigen Satansknechte der Unkultur mit ihrem Leben bezahlen müssen. Allein in diesem Jahr zählen wir bereits über 100 Hinrichtungen aus politischen oder vorgegebenen religiösen Motiven.

Und die übrige Welt? Und Deutschland? Wie steht die Weltgemeinschaft zu diesen Unsäglichkeiten, zu diesen Verbrechen im missbrauchten Namen Allahs?

Hier, am Brandenburger Tor, erlebte der Freiheitswille seine Auferstehung

Deutschland weiß um die Inhalte ungeheuerlicher Verbrechen. Gerade hier an dieser Stelle, am Brandenburger Tor, manifestierte sich bis zum 9. November 1989 die ungebrochene Kraft fortgesetzten Unrechtes, der Verweigerung der Lehren aus nationalsozialistischen Verbrechen. Hier, an dieser Stelle, manifestierte sich selbsternannter Größenwahn, der ja auch die „Befreiung der eigenen Bevölkerung von Unterdrückung und Unkultur“ posaunte, in Form dieser Mordmauer, an der jeglicher Freiheitswille durch die mörderischen Kugeln eines unmenschlichen Systems niedergemetzelt wurde.

Aber hier, liebe Freunde, an dieser Stelle erlebte auch dieser nie gebrochene Freiheitswille seine Auferstehung, seine neue Taufe. Hier tanzten die Menschen ekstatisch vor aller Welt auf den Trümmern einer letztlich besiegten Diktatur, die sich selbst für unsterblich gehalten hatte.

„Nächstes Jahr in Teheran!“
Hunderte Exil-Iraner schwenkten hoffnungsvoll die Fahnen ihrer Heimat – Foto: LyrAg

Und darum ist es gut, dass Ihr Euch diesen Ort mit Bedacht ausgesucht habt, um wieder einmal und erneut für die Freiheit Eures großen Volkes zu demonstrieren. Wo denn sonst, als an diesem Ort, der den Marsch der braunen Bataillone und der roten selbsternannten Zaren überlebt und der Freiheit ein neues Symbol vermittelt hat?

Aber wir wissen auch, dass Symbole allein nicht ausreichen. Wir selbst müssen für deren stetige Schwangerschaft Sorge tragen, müssen die Frucht der Freiheit hüten und beschützen, damit diese auch eines Tages in Eurem Land wieder geboren werden kann.

Es wird zuwenig nachgefragt, wohin wir gehen wollen

Darum lasst uns nicht nachlassen in diesem Kampf um die Freiheit, die Würde des Menschen, den bewahrenswerten Kultus eigener Geschichte. Nachlassen dürfen wir aber auch nicht in unserem beständigen Einwirken auf die Politik dieses Landes, auf die Entscheidungsfinder und –träger Deutschlands. In diesem Land wird allzu sehr vergessen, woher wir kommen und zu wenig nachgefragt, wohin wir gehen wollen.

Die Pflege der Beziehung zu dunklen Mächten kann nicht länger allein von den Euro-Salden möglicher Geschäftsbeziehungen abhängig gemacht werden. So wichtig diese für einen prosperierenden Staat wie Deutschland sein mögen: Unsere Vergangenheit zwingt uns zu einer besonderen Bewahrung ethischer Ansprüche. Ein Holocaust-Mahnmal nahe dem Brandenburger Tor wird zu einer leeren Gesteinswüste, wenn aus deren Ursprung nicht der Wille zu einem permanenten Kampf gegen Unrecht, Mord und Gewalt und die Bereitschaft entspringt, dafür auch Opfer zu bringen.

Vergesst nicht dem Kampf um eine Humanisierung dieser Welt

Am Tor der Freiheit Erinnerung an das Massaker von 1988 – Foto: LyrAg

Darum ergeht von hier aus der Ruf an die Verantwortlichen in diesem Land: Vergesst in Eurem Werben um die Wiedererlangung von Sitzen im Bundestag nicht diesen notwendigen Kampf um eine Humanisierung dieser Welt, auch um eine Befreiung des einstigen Persien und heutigen Iran von faschistoiden Mullah-Banditen. Wer diese Verbrechen übersieht, weil es nicht in den aktuellen politischen Alltag passt, der ist verurteilt, dieses Unrecht eines Tages auch in den eigenen Mauern erneut zu durchleben. Und diese Mauern werden eines Tages höher, weiter und unbezwingbarer sein, als jene Mauern, die in der Nacht des 9. November zum Einsturz kamen. Denn die Gefahr, dass sich diese Mauern weltweit gegen die Freiheit auftürmen, wird uns seit jenem verheerenden 11.September in New York und seine permanenten Nachbeben, die seit geraumer Zeit auch Europa erreicht haben, überdeutlich. Allein aus Ankara kommen täglich diese verheerenden Signale des Rückschritts in eine überwunden geglaubte Unkultur.

Drahtzieher der Unkultur

Im heutigen Iran aber sitzen diese Drahtzieher der Unkultur. Viele Menschen haben den Kampf gegen diese Drahtzieher aufgenommen, haben dabei ihr Leben verloren. Ihnen gilt heute unsere unterstützende Demonstration. Wir verneigen uns nicht nur vor den Hungerstreikenden politischen Gefangenen im Iran, wir stehen fester denn je an ihrer Seite und hoffen inständig, dass diese Solidarität auf unergründlichen Pfaden den Weg in die grauen und muffigen Zellen im Iran finden möge. In diesem Sinn Dank für Euren beständigen Mut und die nicht nachlassende Kraft, diesen Kampf zu bestehen.

Nächstes Jahr in Teheran!

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*  Grußwort zur Iran-Demo vom 26.08.2017 am Brandenburger Tor von Carl-Wolfgang Holzapfel, Vorsitzender der Vereinigung 17. Juni 1953 e.V.

V.i.S.d.P.: VEREINIGUNG 17. JUNI 1953, Berlin – Tel.: 030-30207785

Berlin/London/Teheran, 26.08.2017/cw – Die Menschenrechtsorganisation AMNESTY INTERNATIONAL ist mit einem dramatischen Appell an die Öffentlichkeit gegangen. Hintergrund: Seit 24 Tagen befinden sich über ein Dutzend aus politischen Gründen im Iran inhaftierte Menschen in einem Hungerstreik, der inzwischen in eine lebensbedrohende Phase eingetreten ist.

Die politischen Gefangenen „protestieren gegen die grausamen, inhumanen und entwürdigenden Bedingungen … im Hochsicherheitsgefängnis in Karadsch in der Provinz Alborz. 53 politische Gefangene aus Gewissensgründen, Verteidiger der Menschenrechte, Gewerkschafter, Journalisten, Studenten, friedliche politische Dissidenten und Mitglieder der im Iran verfolgten Baha’i Gemeinde, waren gewaltsam in die neu eröffnete Sektion 10 des Raja’i Shahr-Gefängnisses gebracht worden, wo die Bedingungen als unerträglich bezeichnet werden. Sie wurden in Zellen gebracht, deren Fenster mit Metallplatten abgedeckt und in denen alle Öffnungen nach draußen versiegelt wurden. Die Räume sind somit fast luftdicht verschlossen. Dadurch sind die Zellen feucht, weil es durch diese Maßnahmen kaum eine Luftzirkulation gibt. Den Gefangenen wird kein Zugang zu sauberem Trinkwasser und Nahrungsmitteln gewährt und sie haben keine ausreichende Schlafgelegenheit.“

Mindestens 17 der politischen Gefangenen sind vor über drei Wochen aus Protest in den Hungerstreik getreten. Der Menschenrechtsvertei-diger und Gewerkschafter Reza Shahabi hat sich, nachdem er verhaftet und in die gleiche Sektion gebracht worden ist, am 16. August den Hungerstreikenden angeschlossen. Nach Informationen, die Amnesty International Anfang August erhalten hat, werden einige der Gefangenen, die in den Hungerstreik getreten sind, zur Strafe für ihren friedlichen Protest seit 12 Tagen in Einzelhaft gehalten.

Mehrere Gefangene, darunter Baha‘i Adel Naimi, Farhad Dahandaj und Peyman Koushak Baghi, der Student im Aufbaustudium Hamid Babaei, der Journalist und Blogger Said Pour Heydar und der Menschenrechtsverteidiger Jafar Eghdami, wurden in den letzten Tagen in die Krankenstation des Gefängnisses gebracht, nachdem sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert hat. Die Gefängnisärzte haben bereits gewarnt, dass einige von ihnen dringend eine besondere medizinische Versorgung außerhalb des Gefängnisses benötigen, aber der Gefängnischef verweigert ihre Verlegung in Krankenhäuser.

AMNESTY hat die iranischen Behörden aufgerufen, internationalen Beobachtern, darunter der Sonderberichterstatterin der UNO über die Menschenrechtslage im Iran, zu erlauben, unabhängige und unangekündigte Inspektionen im Gefängnis Raja’i Shahr und anderen Gefängnissen im ganzen Land durchzuführen:

https://www.amnesty.org/en/latest/news/2017/08/iran-mass-hunger-strike-by-political-prisoners-in-protest-at-inhumane-conditions/

Der Nationale Widerstandsrat im Iran (NWRI), Exil-Iraner, Menschenrechtler und Freunde des Iran haben, wie berichtet, für den heutigen Samstag, 26.08., ab 17:30 Uhr zu einer Protestkundgebung auf dem Pariser Platz am Brandenburger Tor in Berlin aufgerufen.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 030-30207785 (1274).

Berlin, 23.08.2017/cw – Die Exil-Opposition des Mullah-Staates Iran hat sich im Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI) organisiert. Die deutsche Sektion führt am kommenden Samstag. 26. August 2017, ab 17:30 Uhr auf dem Pariser Platz am Brandenburger Tor in Berlin eine erneute Protestaktion gegen die andauernden Hinrichtungen im Iran durch.

Massaker: 1988 wurden 30.000 Mensche  ermordet

Zum Hintergrund des aktuellen Protestes heißt es in einer verbreiteten Erklärung des NWRI: „1988 fand ein grausames Massakers im Iran statt, bei dem innerhalb von zwei Monaten mindestens 30.000 politische Gefangene – größtenteils Angehörige der oppositionellen Volksmodjahedin (MEK) – aufgrund einer Fatwa (Dekret) von Ayatollah Chomeni hingerichtet wurden. Man spricht vom größten systematischen staatlich geplanten Massaker nach dem zweiten Weltkrieg. Die verantwortlichen Blutrichter von damals sitzen heute noch im Kabinett von Rohani bzw. bekleiden höchste Ämter des Gottesstaates.“

Die Exil-Iraner weisen auch darauf hin, dass allein unter dem jetzigen Präsidenten Hassan Rohani, mit dessen Amtsantritt international viele Hoffnungen verbunden wurden, 3500 Hinrichtungen – darunter viele Jugendliche – erfolgten, 2017 sollen bereits über 100 Menschen aus politischen Gründen hingerichtet worden sein.

Andauernder Hungerstreik politischer Gefangener

Die Teilnehmer an der Protestaktion solidarisieren sich zudem mit den politischen Gefangenen im Iran, die aktuell im Hungerstreik sind und deren Zustand alarmierend ist. Es besteht die Möglichkeit, sich vor Ort in Unterschriftenlisten zugunsten der Hungerstreikenden einzutragen. Eine Menschenrechtsausstellung sowie szenische Darstellungen und Straßenaufführungen sollen die Grausamkeiten im Iran spürbarer machen.

Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International, FIDH (Liga für Menschenrechte), Human Rights Watch und viele andere NGOs haben mehrfach gefordert, dass diese Verbrechen international untersucht werden und die Verantwortlichen vor den Internationalen Gerichtshof gestellt werden. Die in Paris residierende iranische Oppositionsführerin Maryam Rajavi erklärte dazu: „Das Massaker an 30.000 politischen Gefangenen im Iran ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die UNO muss dies untersuchen und die Verantwortlichen vor Gericht stellen.“ Die Vereinten Nationen werden aufgefordert, ein unabhängiges Komitee zur Untersuchung der Verbrechen im Iran zu gründen. Der Abschlußbericht dieses Komitees muss vor dem UN-Sicherheitsrat debattiert und die Verantwortlichen, u.a. Ajatollah Chamenei, Hassan Rohani, der aktuelle und der frühere Justizminister im Kabinett Rohani und viele andere von einem internationalen Tribunal für diesen Genozid an Zehntausenden unschuldigen Zivilisten zur Rechenschaft gezogen werden.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 030-30207785 (1273).

 

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