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Muttertag 2019/05/12-cw – Pünktlich zum Muttertag hatte das Brüten für Mama Schwan am Lietzensee ein Ende: Heute konnten wir im sorgsam versteckten Nest zwei junge Schwäne entdecken (Foto).

12.05.2019 – Foto: LyrAg

Uns war aufgefallen, das Papa Schwan nicht wie üblich am anderen Ufer Leckerbissen von Besuchern (Eigentlich ist das Füttern verboten) einschnappte. Da konnte ja nur ein freudiges Ereignis verantwortlich sein…

Allen Müttern, den eigenen und denen unserer Kinder,  vom Redaktionsstuhl aus herzliche Grüße und DANKE!!! Was wäre die Welt ohne Euch? Sie würde schlichtweg nicht so, wie wir sie kennen, existieren.

V.i.S.d.P.: Redaktion, Berlin – Tel.: 030-85607937

Berlin, 10.05.2019/cw – Bernd Stichler, der am 2. Mai verstorbene ehemalige Vorsitzende der VOS, wird in einer Seebestattung im engsten Kreis beigesetzt. Dies teilte die Familie der Redaktion auf Anfrage mit. Der Verstorbene habe eine feste Bindung zur See gehabt und daher sei es sein ausdrücklicher Wunsch gewesen, in dieser Form bestattet zu werden. Der Termin steht derzeit noch nicht fest.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, berlin – Tel.: 030-85607953

München/Berlin, 07.05.2019/cw – Natalija Tkachuk, Mitarbeiterin im Ukrainische Konsulat in München, ist die Initiatorin einer Petition an den Deutschen Bundestag vom 14.12.2018. Es geht um die Anerkennung des als „Holodomor“ in die Geschichte eingegangenen stalinistischen Genozids an der Ukrainische Bevölkerung in den Jahren 1932-1933.

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, so wie die 23 Regierungen der anderen Länder dieser Welt, dass der Holodomor in der Ukraine in den 1932-1933 Jahren, ein Genozid an dem ukrainischen Volke, verursacht durch sowjetische Regime unter der Führung von Stalin, ist!

Natalija Tkachuk begründet ihr Anliegen wie folgt:

2018 jährt sich zum 85. Mal die Tragödie des Holodomor, der Hunger-Genozid, der in den Jahren 1932/33 in den östlichen Gebieten der Ukraine und der angrenzenden Region Kuban, im Nordkaukasus und Wolgagebiet, wo überwiegend ethnische Ukrainer gelebt haben, stattgefunden hat.

Keine gewöhnliche Hungersnot

Holodomor – dieses Wort setzt sich zusammen aus den ukr. Wörtern Holod für Hunger und Moryty, was für Tötung/Vernichtung steht. Es geht hier nicht um eine „gewöhnliche Hungersnot“ verursacht durch Missernten, Wetterkatastrophen oder ähnliches. Es geht hierbei um ein Verbrechen – um eine künstliche, organisierte Hungersnot, die zig Millionen ukrainische Menschenleben gekostet und eine Nation von Landwirten dem Hungertod ausgesetzt hat.

Angeordnet wurde diese unmenschliche und ungeheuerliche Tat von Josef Stalin, der damit den Widerstand der ländlichen ukrainischen Bevölkerung gegen die Zwangskollektivierung brechen wollte und die Zerstörung des kulturellen und religiösen ukrainischen Lebens zum Ziel hatte. Es ist vor allem gerade die bäuerliche/ländliche Bevölkerung, die an dem Land, das sie bewirtschaftet hängt, die seine Kultur, Traditionen und Sprache pflegt und bewahrt. Das ist wohl überall so auf der Welt, hier in Bayern wie auch in jener Zeit in der Ukraine. Diese ukrainischen Bauern haben die Zwangskollektivierung und die Auslöschung der ukrainischen Lebensart abgelehnt und es hat überall in den Regionen Aufstände dagegen gegeben.

Das „Gesetz der 5 Ähren“

Um eben diese Widerstände endgültig zu brechen hat das Sowjetregime sich eine ganz besonders perfide aber wirksame Maßnahme ausgedacht. Auf Anweisung von Stalin wurde ein Gesetz erlassen – das „Gesetz der 5 Ähren“ – womit unerreichbar hohe Getreideabgabequoten eingeführt wurden und die Bauern dazu zwang, sämtliche Ernteerträge abzugeben. Nichts durften sie behalten, um sich und ihre Familie zu ernähren. Während täglich tausende von Menschen starben, wurde Getreide ins Ausland verkauft oder zum Schnapsbrennen verwendet, der ebenfalls exportiert wurde. Auch Tierbestände wurden beschlagnahmt. Hausdurchsuchungen waren an der Tagesordnung, um zu kontrollieren, ob nicht jemand irgendwo etwas Essbares versteckt hatte, was die Menschen natürlich taten. Wer dabei erwischt wurde, wurde entweder gleich getötet oder in Straflager nach Sibirien verschleppt.


Menschen zu töten ist immer grausam – Menschen durch Hunger zu töten, gehört bestimmt zu den abartigsten und grausamsten Methoden/Verbrechen, die man sich vorstellen kann. Eltern mussten ertragen, wie ihre Kinder sie um Essen anflehten und zusehen wie diese immer schwächer wurden und starben, ohne ihnen helfen zu können. Kinder sahen, wie ihre Eltern starben…
Nach unabhängigen Rechnungen wird die Zahl der Opfer durch Holodomor auf ca. 7-10 Millionen Ukrainer geschätzt!

Die Petition wurde bereits von 5.479 Petenten unterzeichnet (Stand 07.05.2019, 13:20 Uhr). Sie kann noch bis zum 27.05.2019 unter
https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2018/_12/_14/Petition_89118.mitzeichnen.html
mitunterzeichnet werden.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.:030-85607953 (1.405).

Berlin/Karlsruhe, 06.05.2019/cw – Das Bundesverfassungsgericht (BVG) hat eine Eilantrag der NPD gegen das ZDF abgelehnt. Der Sender sollte verpflichtet werden, einen (abgelehnten) NPD-Wahlwerbespot zur Europawahl auszustrahlen (-1 BvQ 36/19- / 27.04.2019).

Die NPD hatte beim ZDF einen Wahlwerbespot für die Europawahl eingereicht, in dem behauptet wird, Deutsche würden „seit der willkürlichen Grenzöffnung 2015 und der seither unkontrollierten Massenzuwanderung fast täglich zu Opfern ausländischer Messermänner“. Auf die sich anschließende Aussage „Migration tötet!“ folgte ein Aufruf zur Schaffung von „Schutzzonen“ als Orten, an denen „Deutsche sich sicher fühlen“ sollten.

Das ZDF hatte die Ausstrahlung (29. April und 15. Mai 2019) mit der Begründung abgelehnt, weil der Werbespot den Straftatbestand der Volksverhetzung erfülle. Das Verwaltungsgericht Mainz und das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz hatten diese Auffassung bestätigt und die Anträge der Partei auf Eilrechtsschutz zurückgewiesen.

Den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung lehnte das Bundesverfassungsgericht ab. Eine Verfassungsbeschwerde in der Hauptsache wäre offensichtlich unbegründet, da sich die Entscheidungen im fachgerichtlichen Wertungsrahmen hielten. Es sei nicht erkennbar, dass die Fachgerichte den Schutzgehalt der Meinungsfreiheit der Antragstellerin aus Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG verkannt hätten, so das BVG in seiner Entscheidung.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 030-85607953 (1.404).

Bremerhaven/Berlin, 06.05.2019/cw – Heute erreichte uns die Nachricht: Bernd Stichler, einstiger Bundesvorsitzender der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS). ist tot. Er starb nach kurzer schwerer Krankheit am 2. Mai im Krankenhaus. Stichler wurde am 5.Oktober 1944 in Halle/Saale in eine „durch und durch kommunistische Familie“ hineingeboren, wie er später selbst formulierte.

Der verordnete Maulkorb in der DDR blieb in seiner Erinnerung als permanente Bevormundung und Untersagung freier Meinungsäußerung im Bewusstsein. Angekommen in der Spitze des seinerzeit größten Verfolgtenverbandes VOS, gab er seine Vorstandsfunktion 2006 auf, nachdem ihm Äußerungen vorgehalten worden waren, die er drei Jahre zuvor wohl etwas alkoholisiert im geschlossenen Kreis von sich gegeben hatte. Stichler war als permanenter Kritiker an der „unvollständigen Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur“ in bestimmten politischen Kreisen in Ungnade gefallen. Da wurden die – freilich unpassenden und nicht akzeptablen – Äußerungen über Muslime und Juden von seinen Gegnern geradezu freudig aufgegriffen, um ihn in Bedrängnis zu bringen.

„Die Prozeduren der Ausschaltung unerwünschter Personen sind eigentlich unabhängig vom jeweiligen System,“ resümierte Stichler später im Rückblick. Die Kritik an seinen Äußerungen nahm er im zeitlichen Abstand als ein „geborenes Recht“ der Kritiker hin. Die „bittere Erfahrung“ sah Stichler in dem Verhalten von Vereins-Kameraden, die seine Äußerungen nutzten, um den Rücktritt von seiner Position als Vorsitzender zu fordern. Dabei konnte man dem streitbare Verstorbenen nicht vorwerfen, dass er auf Posten ausgewesen sei und sich in die Reihe der Nutznießer möglicher Geldquellen einreihen würde. Seine soziale Einstellung wurde auch von seinen Gegnern nicht bestritten. So verzichtete er schon damals auf die Kraft Amtes zustehende Mitgliedschaft im ZDF-Fernsehrat zugunsten seines damaligen Stellvertreters und späteren Nachfolgers als VOS-Vorsitzender. Dieser war wirtschaftlich schlechter gestellt; Stichler, der sein Einkommen als ausreichend ansah, wollte dem Kameraden die durchaus ansehnliche monatliche Aufwandsentschädigung zukommen lassen.

Im Ergebnis der seinerzeitigen Auseinandersetzungen vor dreizehn Jahren zog sich Stichler wenig später ganz aus der politischen Arbeit zurück und verließ kurz darauf die Hauptstadt, um nicht „täglich an diesen politischen Vergiftungsbrunnen“ erinnert zu werden. „Die Prozeduren der Ausschaltung unerwünschter Personen sind eigentlich unabhängig vom jeweiligen System,“ stellte er sarkastisch in der ihm eigenen Sprachdeutlichkeit fest. Einst im politischen „Aufarbeitungsgeschirr“ eingespannt, lebte er seither mit seiner Frau ein ruhiges Rentnerdasein und meldete sich nur noch sporadisch hier und dort in einem Internet-Forum zu Wort. Hilfreich im Ruhestand war ihm seine in der DDR begonnene Leidenschaft zur Musik. Er komponierte und interpretierte in seinen Musikstücken ein Stück „gewolltes anderes Leben“ und verspürt – in die Jahre gekommen – dabei sogar „ein wenig Glück.“ Wenngleich dieses Glück durch mehrere Herzoperationen zunehmend eingeschränkt war. Nach zweiwöchigem Koma starb der politische Idealist, ohne noch einmal in diese Welt zurückgekehrt zu sein. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Christa und seiner Familie.

Datum und Ort der Beisetzung liegen uns derzeit nicht vor.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 030-85607953 (1.403).

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