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Berlin, 25.09.2018/cw – In den Medien wird erneut eine heiße Debatte um einen vorhandenen oder nicht vorhandenen Antisemitismus in Deutschland geführt. Auslöser war diesmal die Ankündigung der größten Oppositionspartei im Deutschen Bundestag, innerhalb der Partei eine neue Mitgliedervereinigung namens „Juden in der AfD“ zu gründen. Ausgerechnet am unseligen einstigen „Tag der Republik“, dem Paradetag der zweiten deutschen Diktatur „DDR“, die sich nicht gerade mit Freundschaftskundgebungen gegenüber dem Staat Israel hervortat, will die Newcomer-Partei durch diese Gründung alle die Lügen strafen, die ihr einen wie immer gearteten Antisemitismus unterstellen.

Auslöser der neuerlichen Debatte war ein BILD-Artikel („Was machen Juden in der AfD?“, 24.09.2018 – 23:40 Uhr) in dem die „Empörung jüdischer Verbände“ über die beabsichtigte Gründung kolportiert wird. Zahlreiche Medien wie DER TAGESSPIEGEL oder das NEUE DEUTSCHLAND, einstiges Flaggschiff der SED, griffen die BILD-Meldung auf und unterstellten der AfD, die Partei benutze Juden als »Feigenblatt für plumpen AfD-Rassismus«, so Elio Adler vom Berliner Verein »WerteInitiative« im ND. Auch Maram Stern vom Jüdischen Weltkongress warnte davor, dass Juden die AfD legitimieren könnten. „Ich glaube nicht, dass man der AfD einen Koscherstempel geben sollte„, sagte er (TAGESSPIEGEL).

Gedenken an die Opfer der NS-Tyrranei, hier Gedenkstein am Steinplatz – Foto: LyrAg

Und die Seniorin Jüdischen Lebens in Deutschland und Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, zitiert BILD mit deren völligem Unverständnis, wie „jüdische Menschen ihre Mitgliedschaft in einer solchen Partei vor sich selbst rechtfertigen können.“ Man solle sich nicht täuschen lassen: Die AfD ist und bleibt eine Partei, „in der Antisemiten sich pudelwohl fühlen können,“ so Knobloch. Durch ihre geplante Vereinigung in der AfD verliehen die jüdischen Mitglieder „der AfD zusätzlich den Anschein von Legitimität.“

Friedmann: AfD macht geistige Brandstiftung wieder salonfähig

Dass die entbrannte Diskussion nicht nur Nicht-Juden offenbar spaltet, belegen die Äußerungen zweier prominenter jüdischer Repräsentanten in Deutschland. Während der streitbare Publizist und früheres Mitglied im Zentralrat der Juden, Michel Friedman, in seiner bekannten und drastischen Bekenner-Weise gegenüber BILD äußerte: „Die AfD ist die Partei, die geistige Brandstiftung wieder salonfähig macht. Niemand sollte in die AfD eintreten, ein Jude erst recht nicht,“ sieht Rafael Korenzecher, u.a. Kolumnist und Herausgeber der Monats-Zeitschrift JÜDISCHE RUNDSCHAU das Engagement der AfD offensichtlich ganz anders.

In einem Beitrag für den Internet-Blog „Achgut.com“ vom 20.07.2018 schrieb der vielfach engagierte Korenzecher unter der Zwischenzeile: „Israel-Feinde in Regierung, Parlament und Medien“ u.a.:

Korenzecher: Vor Einzug der AfD keine Antisemitismus-kritische Reden

Aber soweit man erinnern kann, hat es vor dem Einzug der AfD ins Parlament derartige proisraelischen und Antisemitismus-kritischen, von der ganzen Fraktion zugestimmten Reden im Deutschen Bundestag nicht gegeben, schon gar nicht von den Parteien des israelfeindlichen Blocks des Linksbündnisses inklusive CDU/CSU.

Ausweislich an die „Jüdische Rundschau“ von jüdischen Menschen hierzulande gesandten Schreiben gefällt eben genau das vielen Juden an der neuen Opposition: Die AfD ist zur Zeit die einzige mit Israel solidarische und wirklich Antisemitismus-kritische Partei im Parlament. Und sie hat sofort und ohne Wenn und Aber den Umzug der amerikanischen Botschaft und die Anerkennung Jerusalems als ewige, historisch legitimierte jüdische Hauptstadt Israels begrüßt.

Das ist mehr, als der Zentralrat selbst und die von ihm hofierten linken Israel-Feinde aus Regierung, Parlament und Medien getan haben und wohl auch in der Zukunft bis zu ihrer voraussehbaren Abwahl tun werden. Wie bedauerlich, dass Frau Merkel und Co. die nächste Amtsperiode des im Gegensatz zu der Kanzlerin überaus erfolgreichen US-Präsidenten Trump absehbar nicht mehr im Amt überstehen wird.

Quelle: https://www.achgut.com/artikel/wir_haben_nichts_gegen_juden_wir_sind_nur_blind).

Auch in dieser Diskussion zeigt sich offenbar die Notwendigkeit, wieder zu den Inhalten notwendiger Debatten zurückzukehren, um die über Jahrzehnte erkämpfte Demokratie wieder mit neuem Leben zu erfüllen. Dies wäre die beste Antwort gegen jedweden Extremismus – auch in Wort und Schrift.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 030-30207785 (1.429).

Von Michael Klonovsky*

Berlin, 18.09.2018/mk – Am 17.September erreichte mich die Nachricht, dass Ulrich Schacht gestorben ist. Das ist keiner der Tode, mit denen zu rechnen war. Der Schriftsteller zählte 67 Jahre und befand sich, als ich ihn das letzte Mal sah, bei bester Laune und gesegnetem Appetit. Er war ein großer, kräftiger, wenn man so will lutherischer Kerl, von einer gewissen Gemütsverschattung und zugleich derbem Humor, der gern lachte und seine Melancholie mit Heiterkeit und Gottvertrauen umgab.

Im Interview in der aktuellen Ausgabe der Sezession sagt Jean Raspail: “Ich will mit aufrechten Menschen Umgang pflegen.” Das ist eine gute Maxime. Schacht war ein Aufrechter. Kein Taktierer, kein Heuchler, kein Verräter. Einer der meinte, was er sagte. Ein Protestant alten Schlags.

Geburtsort Frauenzuchthaus Hoheneck

Schacht kam am 9. März 1951 in Stollberg zur Welt. Sein Geburtsort legt den Gedanken nahe, er sei, wie u.a. ich, ein Erzgebirgler gewesen – aber das stimmt nicht. Er wurde im Frauengefängnis Hoheneck geboren, wo die SED-Genossen seine Mutter eingesperrt hatten. Tatsächlich war er ein Nordlicht. Er ist in Wismar aufgewachsen. Von 1970 bis 1973 studierte Schacht Evangelische Theologie in Rostock und Erfurt. 1973 wurde er wegen “staatsfeindlicher Hetze” zu sieben Jahren Freiheitsentzug verurteilt. 1976 kaufte ihn die BRD frei (würde sie heute wahrscheinlich nicht mehr tun). Als Sohn einer Antikommunistin im Gefängnis geboren und 22 Jahre später aus demselben Grund wie seine Mutter eingesperrt zu werden – das ist ein meines Wissens singulärer Fall. Fortan war Schacht ein Gezeichneter. Er besaß eine sehr dezidierte Meinung über linke Gesellschaftsexperimente. Dementsprechend entsetzt war er darüber, wie beharrlich westdeutsche Linke an deren Wiederholung arbeiteten (wenn dieser Begriff gestattet ist).

Nach seinem Freikauf ging Schacht nach Hamburg, studierte Politikwissenschaften und Philosophie und verdingte sich als Feuilleton-Redakteur bei der Welt und der Welt am Sonntag. Sofort nach seinem deutsch-deutschen Seitenwechsel trat er in die SPD ein, von der er damals noch glaubte, es sei die Partei Bebels, Eberts und Kurt Schumachers. Die Illusion hielt, formell, bis 1992. Dann kehrte Schacht, der glühende Herbeisehner der deutschen Einheit in Freiheit, jener Partei den Rücken, die sich längst für ihre patriotische Vergangenheit schämte und mit Freiheit ohnehin nie besonders viel anfangen konnte.

Als BRD-Dissident nach Schweden

Ich lernte Schacht 1993 kennen, als er gemeinsam mit seinem Freund und mehrfachen Co-Autor Heimo Schwilk den Sammelband “Die selbstbewusste Nation” publizierte, der im Post-68er Biedermeier viel Jaulen und Zähnefletschen auslöste. Er vertraute mir mehrfach an, wie sehr die linken Wortführer der West-Republik ihn ernüchtert hatten, wie er in diesem Milieu von Anfang an wegen seiner antisozialistischen Haltung auf Misstrauen und Ablehnung gestoßen war. Der DDR-Dissident wurde schließlich noch schneller zum BRD-Dissidenten als der Kommunist Trittin Minister. 1998 zog er die Konsequenzen und siedelte nach Schweden um. Ohnehin übte der Norden eine magische Anziehung auf ihn aus, immer wieder reiste er in die Polargegend, um “Gottes Schöpfung am zweiten Tag zu betrachten”, wie er schwärmte. Viele seiner Gedichte fassen diese eisige Welt in lakonisch-poetische Worte, und noch in seiner letzten Mail an mich erinnerte er sich begeistert an seine erste Fahrt ins Franz-Joseph-Land anno 1991, eine “Wahnsinnsreise, wie zum Mond”, der 1992, 1993 und 1995 drei weitere folgten. Im Eis war dieser Gebrannte offenbar glücklich.

Die letzte Reise mit dem Blick aufs Meer

Schachts Flucht aus und vor allem vor Deutschland ins Multikulti-Schweden – “alter Schwede” nannte ich ihn seither – mag in einem gewissen Sinn ein grotesker Wechsel “vom Regen in die Jauche” (Wolf Biermann) gewesen sein, doch er war durchaus optimistisch, dass die Schwedendemokraten das Land wieder auf einen christlich-freiheitlichen Weg führen könnten. “Hier tut sich was, keine Sorge”, schrieb er mir, “das Ende der ideologischen Fahnenstange ist auch in Schweden erreicht, die Wahl steht drohend bevor, die Prozente für die SD steigen und steigen, das Lager der etablierten Wirklichkeitsverdränger und ideologischen Nutten bricht gerade auseinander!”

Ulrich Schacht, der Vater, Ehemann, Poet, Essayist, Romancier, Publizist und Großkomtur des St. Georgs-Ordens, ist nicht mehr unter uns. Er starb, offenbar an den Nachfolgen eines Herzinfarkts, am Sonntag in seinem Haus oberhalb von Förslöv, im Lesesessel sitzend, mit dem Blick aufs Meer. Fahr wohl, alter Schwede, und sei frei!

Vorstehender Beitrag im Original unter:

https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna und

https://vera-lengsfeld.de/2018/09/18/nachruf-auf-ulrich-schacht/

* Michael Klonovsky ist ein deutscher Journalist und Schriftsteller. Von Juni 2016 bis Anfang 2017 war er parteiloser Berater von Frauke Petry, als sie Bundessprecherin der Alternative für Deutschland war. Seit Februar 2018 ist er persönlicher Referent des AfD-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag Alexander Gauland.

Zwischenüberschriften eingefügt von Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 030-30207785

Berlin, 17.07.2018/cw – Der Autor der Süddeutschen Zeitung, Holger Gertz, hat am 13.07.2018 (Seite 3) unter vorgenannter Titelung einen – wie wir finden – beachtenswerten Beitrag zur WM in Russland geschrieben (http://www.sueddeutsche.de/sport/fussball-wm-wladimir-putin-1.4053699?reduced=true). Wir wollen unseren Lesern die wichtigsten Passagen nicht vorenthalten, zumal in Berlin der ehemalige politische DDR-Häftling Ronald Wendling (Mitglied der Vereinigung 17. Juni 1953) seit nahezu vier Jahren allwöchentlich vor der Russischen Botschaft in Berlin für die Freiheit eben jener politischen Gefangenen in Russland demonstriert , unter diesen Oleg Senzow, für die sich – dankenswerterweise – auch Holger Gertz in seinem Artikel engagiert:

„Vergesst das Finale, diese Fußball-Weltmeisterschaft hat nur einen Sieger: Wladimir Putin. Über das Turnier eines Autokraten und seiner infantilen Bewunderer.

… Putin hat an alles gedacht, und natürlich ist die Organisation eine Leistung. Glück kam dazu… Alles klar also? „Man wird nicht erleuchtet, indem man Lichtfiguren visualisiert, sondern indem man die Dunkelheit bewusst macht“, hat C.G. Jung geschrieben. Wo spielt der? Na ja, war ein Schweizer Psychoanalytiker, und wenn man sich noch mal kurz all das an Dunklem bewusst macht, was diese Weltmeisterschaft in der Autokratie eben auch umgibt, wird es doch ziemlich finster.

Die FIFA stellt Untersuchungen zu Doping im russischen Fußball schnell ein, ein wahrhaftiger Diktator in Tschetschenien darf die Mannschaft aus Ägypten beherbergen und deren besten Spieler Mohamed Salah zum Ehrenbürger ernennen. Dazu Debatten über Korruption und Zwangsarbeit beim Bau des Stadions in St. Petersburg; im Tiefenrausche immer mitgedacht die Annexion der Krim, der Krieg in der Ostukraine, der Krieg in Syrien. Was die innere Sicherheit im Land angeht: So behaglich sie sich anfühlt für diejenigen, die bei der WM zu Gast sind, so bedrohlich und luftabschnürend kann sie für Einheimische sein.

Ukrainischer Regisseur Oleg Senzow im Hungerstreik

Der Kreml-Kritiker Wladimir Kara-Mursa hat vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf gesagt, es gebe aktuell 156 politische Gefangene im Land. Der ukrainische Regisseur Oleg Senzow, 2014 durch russische Gerichte zu zwanzig Jahren verurteilt, wegen vermeintlicher terroristischer Anschläge, ist vor der WM in den Hungerstreik getreten, es scheint ihm ernst zu sein. Aber die Geschichte geht glatt unter während der WM. Um es mit Canettis Bild von Stadt und Stadion zu sagen: Wen interessiert ein krepierender Mann, solange der Videoschiedsrichter funktioniert? …

Aber Menschen, die gesellschaftliches Bewusstsein und so etwas wier die Kraft des Widerstandes wichtiger finden als besinnungslose Taumelei wegen eines Ballspiels, muß das Kotzen kommen angesichts der politischen Blindheit des Fußballbetriebs. Die ukrainische Autorin Tanja Maljartschuk hat gerade in einem kurzen, traurigen Stück in der Zeit eine historische Parallele gezogen. „Während der Hungersnot in der Ukraine kamen westliche Journalisten und Künstle rund bezeugten später, dass es in der UdSSR den mensche hervorragend ginge. Wie schmeckt eine solche Lüge und welche Folge hat sie? Ein e Lüge lebt länger als eine Wahrheit.“

Vor vier Jahren fanden in Russland die Olympischen Winterspiele statt, in Sotschi, auch damals gab es Debatten über Spiel und Sport vor autokratischer Kulisse. Damals wurde der Umweltschützer Jewgenij Witischko zu drei Jahren Lagerhaft verurteilt. Er sollte nichts mehr darüber erzählen, wie die Natur vergewaltigt wurde für die Spiele, da schloss man ihn halt weg. Und trotzdem – ein Unterschied zu heute – blieb Witischko ein Thema, Zeitungen berichteten, und in den Pressekonferenzen musste der Sprecher des Internationalen Olympische Komitees auch etwas zu Witischko sagen. Gegen Ende der Spiele setzte sich sogar eine Athletin bei CNN ins Studio, die Skispringerin Daniela Iraschko-Stolz aus der Steiermark: „Es ist mein Wunsch für die Zukunft, dass das IOC bei der Auswahl des Landes, in dem die Spiele stattfinden, sich mehr um die Menschenrechte und Gesetze sorgt.“ Das war 2014.

Scheiß doch auf Krieg und Inhaftierte

Vier Jahre später, WM 2018: Wer aus der sogenannten Fußballfamilie würde es wagen, etwas zu Oleg Senzow zu sagen? Wer äußerte sich zu den politische Gefangenen in Russland? …

Null, null und null. Es ist alles noch schlimmer geworden, die Störgeräusche werden bei dieser WM vom Apparat noch restloser und konsequenter geschluckt als früher. Dem staatlichen russische Auslandssender RT steht die kroatische Fußball-Legende Davor Suker während der WM gern als Interviewpartner zur Verfügung… Der große Herr Suker möge etwas zur Qualität der WM-Organisation erzählen … und er solle sich mit Kritik nicht zurückhalten. Aber dieses Hinweises bedarf es nicht, Suker schnurrt: „Exzellenter Weltcup. Exzellente Organisation.“ … Die beiden streifen auch das Thema Politik, aber Suker sagt: „Ich verstehe, dass Politik und Fußball sich manchmal nahe kommen, aber bitte: Die Grenze soll nicht überschritten werden.“

… Bei der WM 2010 in Südafrika hatten Künstler „Fuck Fifa“ auf T-Shirts gedruckt, sie wollten sagen, was sie von dem Laden halten… 2014 in Brasilien hingen „Fuck Fifa“-Plakate aus den Kippfenstern der Hochhäuser von Rio, der damalige Fifa-Chef Sepp Blatter sagte … (dazu): Philosophen haben gesagt: Glück für jedermann ist unmöglich.“

… Der neue Fifa-Chef Gianni Infantino hält das Image des Fußballs rein … Immer die gleichen Momentaufnahmen aus dem Stadion: Links Staatschef X, dann Infantino, dann Staatschef Y. Sobald ein Tor gefallen ist, reicht man sich wie batteriegetrieben die Hand.

Gianni Infantino kann sich auf seine Helferlein verlassen, ehemalige Spitzenfußballer, die mal sportliche Giganten waren aber sich, was Weisheit angeht, als Wichtel entpuppt haben, so federleicht, das Infantino sie wie Sternenstaub hinter sich herziehen kann. Bei Putin im Kreml waren nicht nur der plappernde Matthäus dabei … Man sah es in den Nachrichten: Infantino war angetreten, Vorgänger Blatter zu widerlegen. Glück für jedermann ist möglich, jedenfalls bei der WM in Russland. Scheiß doch auf Krieg und Inhaftierte.

… Die Bedeutung des schönen deutschen Begriffs „willfährig“ scheint er (Infantino) nicht zu kennen. Laut Duden: „Würdelos den Absichten anderer dienend.“ …

Zusammenfassung (Auszüge): Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 030-30207785

Jürgen Todenhöfer an Seehofer und Co:

Berlin, 10.06.2018/jt – Der einstige CDU-Politiker und ehemalige Bundesminister Jürgen Todenhöfer (77) hat in einem Beitrag auf seiner Facebook-Seite „Auf der Suche nach der Wahrheit“ die Rückholung des mutmaßlichen Vergewaltigers und Mörders des jüdischen Mädchens Susanna aus dem Irak scharf kritisiert. In einem offenen Brief an Bundesinnenminister Seehofer „und Co.“ heißt es:

Liebe Freunde, ich bin fast immer auf der Seite der Flüchtlinge. Ich mache auch persönlich viel für sie. Aber die Rückführung von Susannas mutmaßlichem Vergewaltiger und Mörder nach Deutschland ist eine krasse Fehlentscheidung. Da ist nichts zu Ende gedacht.

  1. Der Mörder würde in der „Autonomen Region Kurdistan im Irak“ schneller und härter bestraft als in Deutschland. Das wäre in diesem Fall auch nicht falsch. In Deutschland bekommt er als 20-Jähriger möglicherweise nur 15 Jahre Gefängnis. Über die im Irak drohende Todesstrafe könnte man mit den befreundeten Kurden in Erbil sicher reden.
  2. Der Mörder ist kein Deutscher. Wir haben nach seiner Flucht aus Deutschland ihm gegenüber keinerlei Verpflichtungen mehr. Er hat diese Verpflichtungen selbst aufgehoben. Kein Gesetz der Welt zwingt uns, geflohene ausländische Straftäter zurück zu holen, wenn fest damit zu rechnen ist, dass sie auch in ihrem Heimatland bestraft werden.
  3. Die Rückführung des Täters kostet unverantwortlich viel Geld. Von den zukünftigen Kosten ganz zu schweigen. Das hat dieser Vergewaltiger und Mörder nicht verdient.

Nichts, aber auch gar nichts spricht für die Rückholung dieses Mannes, der ein derart scheußliches Verbrechen begangen hat:

Einem wehrlosen jungen Mädchen gegenüber.  Seinem Gastland Deutschland gegenüber. Gegenüber allen anderen in Deutschland auf Asyl hoffenden echten Flüchtlingen. Sie sind nun der endlosen Hetze der Rechtsradikalen ausgesetzt.

Wenn die Tat nicht so abscheulich wäre, würde man sagen: Was für ein Schildbürgerstreich, was für eine Eselei! Das sind schon seltsame „Sicherheitspolitiker“, die einen Mann, den sie erst abschieben wollten, auf Staatskosten wieder nach Deutschland holen, nachdem er zum Vergewaltiger und Mörder wurde. Willkommen in Absurdistan!“

Quelle: https://www.facebook.com/JuergenTodenhoefer/?hc_ref=ARSsA5z92ZoOSg3694EKzU7ZYWdw2aOOjOxPD5YWjlkEo7kEYpdaMRpxxHXLWjZS48o&fref=nf

Kommentar: DANKE, Herr Todenhöfer, für das klare Statement. Warum kann die heutige Politik nicht mehr so klar und einsichtig formulieren? Und dann wundern wir uns über die augenblicklichen tektonischen Verschiebungen in der deutschen Parteienlandschaft… „Und denk´ ich an Deutschland in der Nacht …“. Traurige Realität anno 2018. cwh

Von Vera Lengsfeld

Berlin, 8.Juni 2018/vl – Die Bilder machen fassungslos: Die Politiker der Altparteien störten mit Zwischenrufen und Klatschen eine Schweigeminute für die grausam ermordete Susanna!

Es wäre die Pflicht des Präsidiums des Bundestages gewesen, den Eltern des ermordeten Mädchens eine Entschuldigung auszusprechen und mit einer Schweigeminute des Opfer der verfehlten Flüchtlingspolitik zu gedenken.

Letzteres hat die AfD versucht. Der Abgeordnete Thomas Seitz nutzte seine Redezeit, um des ermordeten Mädchens zu gedenken.

Vizepräsidentin Roth, deren angebliche Herzenswärme vor Kurzem im Cicero noch von FDP-Mann Kubicki gepriesen worden war, zeigte sich eisig empathielos. Sie unterbrach die Schweigeminute rüde, der Abgeordnete möge sich an die Geschäftsordnung halten. Das wurde mit Beifall der Vertreter der Altparteien honoriert, die sich damit auf eine  Stufe mit Roths skandalöser Reaktion stellten. Als Seitz weiter schwieg, gab es Rufe und andere Störgeräusche. Damit haben sich unsere Volksvertreter selbst entlarvt. Sie sind nichts anderes als eiskalte Ideologen, die auch nicht zurückschrecken, wenn ihre Ideologie sich als tödlich erweist.

Wenn ich diese Figuren sehe, möchte ich k…. Seht sie euch an und tut endlich etwas! Wer schweigt, stimmt zu , das wußten schon die alten Römer! Also erhebt eure Stimme! Wer diese Zustände weiter schweigend duldet, macht sich mitschuldig!

Quelle: https://vera-lengsfeld.de/2018/06/08/altparteien-bruellen-schweigeminute-fuer-susanna-nieder/#more-3182 

Kommentar: Deutsche Wirklichkeit anno 2018: Trauern nur gemäß Geschäftsordnung erlaubt, Tränen und Fassungslosigkeit gestattet, wenn das zuvor beantragt und genehmigt worden ist. Armes Deutschland, wo steuern wir hin? cwh

 

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