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Berlin, 11.04.2020/cw – Ein brisantes Video, bereits fast 300.000 mal in wenigen Tagen aufgerufen, bestätigt schlimmste Ahnungen und Befürchtungen: https://www.youtube.com/watch?v=8TUv07vNZAA . Heiko Schrang hat in einer bisher beispiellosen Recherche alle signifikanten Informationen um COVID 19, uns pauschal bekannt als „CORONA-Virus“, zusammengetragen. Wir wollen an dieser Stelle nicht den Anspruch auf ein friedliches Osterfest, sofern das unter den obwaltenden Umständen überhaupt möglich ist, zunichte machen. Daher werden wir an dieser Stelle auf eine inhaltliche Wiedergabe der hier angeführten Beiträge oder auf deren Analyse verzichten. Aber wir wollen die Möglichkeit vermitteln, den einen oder anderen Beitrag, vielleicht auch das angeführte Video selbst, zu lesen oder anzuschauen. In einem freien Land, in einer Demokratie, gehört das Recht auf ungeschmälerte Information zu den Grundrechten. Und: Wir lagen mit unserer bisherigen kritischen Berichterstattung und die Vermittlung bzw. Weitergabe von Fachinformationen wohl doch nicht so falsch. Ein friedliches Osterfest wünscht die Redaktion trotzdem.

Zusammenfassung der Quellen zum Video (verantwortlich Heiko Schrang, Schrang TV):

Einblendung: „2003 Verkündung SARS-Pandemie“
Quelle: https://www.who.int/mediacentre/news/releases/2003/pr22/en/

Einblendung: „2003 Drosten identifiziert den Virus“
Quelle: https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa030747

Einblendung: „2003 WHO-Epidemiologe Klaus Stöhr“
Quelle: https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-26856155.html  (Datum bezieht sich auf Spiegel-Veröffentlichung)
Quelle: https://www.who.int/csr/sars/country/table2004_04_21/en/

Einblendung: „2004/2007 WHO-Epidemiologe Klaus Stöhr“
Quelle: https://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/29847401
Quelle: https://www.nature.com/articles/nj7140-112a

Einblendung: „2010 Aufruf von Bill Gates“
Quelle: https://www.gatesnotes.com/Health/A-Better-Response-to-the-Next-Pandemic
Quelle: https://www.who.int/about/finances-accountability/reports/mtr_18-19_final.pdf

Einblendung: „WHO-Finanzierung“
Quelle: https://www.who.int/about/finances-accountability/reports/mtr_18-19_final.pdf

Einblendung: „Finanzielle Verbindungen (Auswahl), Bill & Melinda Gates Foundation“
Quellen deutsche Institutionen: https://www.gatesfoundation.org/How-We-Work/Quick-Links/Grants-Database/Grants/2019/12/INV-004308 ; https://www.ndr.de/nachrichten/info/16-Coronavirus-Update-Wir-brauchen-Abkuerzungen-bei-der-Impfstoffzulassung,podcastcoronavirus140.html   ; https://www.gatesfoundation.org/How-We-Work/Quick-Links/Grants-Database/Grants/2019/11/OPP1216026 ; https://www.helmholtz-hzi.de/de/forschung/kooperationen/sammlung/gates-foundation/ ; https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/2017/august/internationales-beratergremium.html#c11516 ,
Quellen deutsche Institutionen: https://www.gatesfoundation.org ;
Quellen intern. Organisationen: https://www.who.com ; http://www.centerforhealthsecurity.org/event201/about ; https://www.gatesfoundation.org ;
Quellen intern. Pharmaunternehmen: https://www.gatesfoundation.org ; https://www.biopharma-reporter.com/Article/2020/03/26/Gates-Foundation-partners-with-industry-on-coronavirus

Einblendung: „2010 Rockefeller (8 Mio. Virus-Tote)“
Quelle: https://archive.org/details/pdfy-tNG7MjZUicS-wiJb/mode/2up

Einblendung: „2013 Bundestag Risikoanalyse“
Quelle: https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/120/1712051.pdf

Einblendung: „2015 Bill Gates Masterplan“
Quelle: https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMp1502918
Quelle: https://www.ted.com/talks/bill_gates_the_next_outbreak_we_re_not_ready   (Datum bezieht sich TED)

Einblendung: „2018 Bill Gates Warnung (30 Mio Tote)“
Quelle: https://www.gatesnotes.com/Health/Shattuck-Lecture

Einblendung: „2019 EVENT 201 – Pandemie-Simulation“
Quelle: https://www.centerforhealthsecurity.org/event201/about

Einblendung: „2019 Vorstellung Impf-Chip-Technologie“
Quelle: http://news.mit.edu/2019/storing-vaccine-history-skin-1218

Einblendung: „2019 Unbekannte Krankheit taucht auf“
Quelle: https://www.who.int/docs/default-source/coronaviruse/situation-reports/20200121-sitrep-1-2019-ncov.pdf

Einblendung: „2020 Drosten entwickelt 1. Corona-Test“
Quelle: https://www.charite.de/service/pressemitteilung/artikel/detail/erster_test_fuer_das_neuartige_coronavirus_in_china_entwickelt/ Quelle: https://www.who.int/docs/default-source/coronaviruse/wuhan-virus-assay-v1991527e5122341d99287a1b17c111902.pdf?sfvrsn=d381fc88_2 Quelle: https://www.tib-molbiol.de/de/lightcycler/products/393.html

Einblendung: „2020 Medienbühne für Drosten“
Quelle: https://www.rbb-online.de/talkausberlin/archiv/20200129_2330.html
Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/info/16-Wir-brauchen-Abkuerzungen-bei-der-Impfstoffzulassung,audio655164.html

Einblendung: „2020 RKI = DEUTUNG DER REGIERUNG“
Quelle: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service-benutzerhinweise/behoerden-im-geschaeftsbereich/robert-koch-institut.html
Quelle: https://www.gatesfoundation.org/How-We-Work/Quick-Links/Grants-Database/Grants/2019/11/OPP1216026

Einblendung: „RKI = Zahlenspiel: Grippewelle 2017/2018 (geschätzt)“
Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/Service/Presse/Pressemitteilungen/2019/10_2019.html
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/grippe-129.html

Einblendung: „RKI = Zahlenspiel: Grippewelle 2017/2018 (gezählt)“
Quelle: https://influenza.rki.de/Saisonberichte/2017.pdf

Einblendung: „RKI = Zahlenspiel: SARS-CoV-2 (ohne Testanzahl)
Quelle https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/2020-03-26-de.pdf

Einblendung: „RKI = Zahlenspiel: SARS-CoV-2 (mit Testanzahl)
Quelle https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/2020-03-26-de.pdf

Einblendung: „2020 Abschaffung der Grundrechte“
Quelle: https://www.berlin.de/corona/massnahmen/verordnung/

Hinterfragende »Experten«
Prof. Dr. med. Sucharit Bhakdi, Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiolgie https://youtu.be/LsExPrHCHbw

Dr. med. Wolfgang Wodarg, Internist, Lungenarzt, Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin sowie für öffentliches Gesundheitswesen und Sozialmedizin https://youtu.be/p_AyuhbnPOI

Dr. Claus Köhnlein, Internist mit eigener Praxis in Kiel https://youtu.be/TzTr_RjtgUk

Dr. Bodo Schiffmann Ärztlicher Leiter Schwindelambulanz Sinsheim https://youtu.be/gSn_YaOYYcY

Professor Karin Mölling, Virologin https://youtu.be/QJSZZXVU-rI

Einblendung: „Einordnung & Algorithmen (Beispiel Dr. Wodarg)“
Corona: die krassesten Thesen und Lügen STRG_F:
FUNK (öffentlich-rechtlicher Rundfunk) https://youtu.be/3duErFbfFM0

Virologe Drosten enttarnt Verschwörungstheoretiker
WELT (Axel Springer SE) https://youtu.be/xcirqmhBCvk

CORRECTIV – Recherchen für die Gesellschaft https://correctiv.org/faktencheck/hintergrund/2020/03/18/coronavirus-warum-die-aussagen-von-wolfgang-wodarg-wenig-mit-wissenschaft-zu-tun-haben

Veränderung desWikipedia-Eintrages Kurzbeschreibung und ausführliche Kritik https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite

Veränderung durch Google-Such-Algorithmus Höheres Ranking von kritischen Einordnungen https://www.google.com/search?=dr.wolfgangwodargcorona

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Mobil: 0176-48061953 (1.529).

Von Carl-Wolfgang Holzapfel

Berlin, 9.03.2016 – Kaum ein Wort hat sich als Unwort so schnell etabliert, wie der Begriff „Lügenpresse“. Neben einer sicherlich parteipolitischen Instrumentalisierung weist die selbstverständliche Akzeptanz allerdings auch eine bedenkliche Vertrauenskrise zwischen den Produzenten medialer Nachrichten und ihren Konsumenten, den Bürgern wie Du und Ich, auf.

Dabei erinnere ich mich an eine Zeit, in der wir wesentlich durch die Meinungsvielfalt der Medienlandschaft gelernt haben, die Demokratie zu verinnerlichen, sie als beste aller schlechtesten Staatsformen zu akzeptieren. Ob Matthias Walden, Sebastian Haffner, William S. Schlamm, Peter Scholl-Latour, Friedrich Nowottny   oder Rudolf Augstein, um nur einige zu nennen, sie vermittelten  uns Nachgeborenen einer schrecklichen  Diktatur mit ihren gewiss konträren Meinungen das Rüstzeug für demokratische Auseinandersetzungen, eine demokratische Kultur.

Auch die Politik erfüllte ihre Pflichten. Herbert Wehner, Franz Josef Strauß, Fritz Erler, Rainer Barzel, Helmut Schmidt, Thomas Dehler: Mit ihren anspruchsvollen Debattenbeiträgen schafften sie eine demokratische Kultur, die für uns zur Selbstverständlichkeit wurde. Und jetzt, im Jahr 2016, schleppen wir vergiftende Begriffe wie den von der Lügenpresse mit uns herum, betrachten diese Demokratie-zersetzende Totschlag-Injurie als neue Selbstverständlichkeit.

Lügenpresse, ein beliebtes Schlagwort der NS-Agitation

Stimmt das denn: Lügenpresse? Gehen wir auf die Spur eines unsäglichen Wortes: „Sowohl vor als auch im Nationalsozialismus nutzten NS-Agitatoren das Schlagwort im Rahmen ihrer  antisemitischen Verschwörungstheorie  zur Herabsetzung von Gegnern als Kommunisten und Juden sowie der Behauptung einer Steuerung der Presse durch ein „Weltjudentum“. Nach der  Machtergreifung und der  Gleichschaltung der Inlandspresse wurden die Medien der späteren Kriegsgegner mit „Lügenpresse“ geschmäht.“ Soweit WIKIPEDIA.

Die heutige Verwendung entspricht wohl eher einem Gefühl als belegbaren Tatsachen (abgesehen von „Ausreißern“ besonders in der Boulevardpresse, oder – in unser aller Gedächtnis eingegangen – der unselige stern-Flop um die Hitler-Tagebücher). Das Problem ließe sich wohl auch eher unter dem Begriff „Selbstzensur“ einordnen, der sich hier und da Journalisten offenbar unterwerfen, als dies einer gelenkten, gar von Regierungsseite bestimmten Meinungs-Diktatur entspräche. Versuche hat es natürlich immer wieder gegeben, siehe Konrad Adenauer und sein zweites Fernsehen in den sechziger Jahren, aber sie zerbrachen bislang immer an der seinerzeitigen couragierten Meinungsvielfalt in der Medienwelt.

Erinnerung an Straßenterror in der Weimarer Republik

Und couragierte Journalisten gibt es auch heute noch. Hier einige Kostproben, ehe wir den Autor benennen wollen: „Es gibt zwei Bezirke in Berlin, in denen die neue Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) praktisch keinen Wahlkampf mehr machen kann: Friedrichshain-Kreuzberg und Pankow. Denn hier werden AfD-Politiker von Linken geschlagen und verjagt, wenn sie Plakate hängen wollen. Bis zu 100 Prozent der AfD-Werbung wurden in diesen Stadtteilen zerstört. … Wie steht man das durch? Ich besuchte Sari Saleh (32), den AfD-Direktkandidaten in Neukölln. Sein Vater kam aus dem Irak, er wählte bisher grün und arbeitet als Geschichtslehrer. „Was wir in Kreuzberg und Pankow erleben, erinnert an nichts anderes als den Straßenterror der Kommunisten und Nazis am Ende der Weimarer Republik“, sagt er.“ (B.Z.: AfD-Politiker werden gejagt und geschlagen, 27.08.2013)

Wer eine demokratische Partei von einem Fest für Toleranz aussperrt, hat ein Problem mit der Toleranz….  In Treptow-Köpenick wird am Sonnabend das „Fest für Demokratie und Toleranz“ gefeiert …. Veranstalter ist das gleichnamige „Bündnis für Demokratie und Toleranz“. Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) hat die Schirmherrschaft übernommen. … Auch die neue Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) fühlte sich aufgerufen, ihren Einsatz für Demokratie und Toleranz an einem Stand vorzuzeigen. Doch das darf sie nicht. Die AfD ist ausgesperrt worden.“ (B.Z.: AfD von Fest für Demokratie ausgesperrt, 22.05.2014).

Ich stehe der AfD kritisch gegenüber

„Am Mittwoch nahm die Brandenburger SPD Abschied von Klaus Ness, ihrem Fraktionsvor-sitzenden im Landtag. Er war am 17. Dezember im Alter von 53 Jahren an Herzversagen gestorben. Die SPD-Fraktion hatte zur Trauerfeier in den Plenarsaal des Landtages geladen, in dem sonst das Parlament tagt. Jeder Abgeordnete hat hier einen festen Sitzplatz. Die SPD-Fraktion hatte die Abgeordneten aller Parteien schriftlich eingeladen, nur die Kollegen der Alternative für Deutschland (AfD) nicht. Sie durften ihre Plätze nicht einnehmen. Ich wollte wissen, warum die AfD nicht kommen durfte und fragte den Sprecher der SPD-Fraktion, Gerold Büchner. Doch der wollte mir darauf keine Auskunft geben. … Ich kannte Klaus Ness. Wenige Wochen vor seinem Tod sprach ich länger mit ihm. Er bekämpfte die Politik der AfD leidenschaftlich. Er respektierte aber die Persönlichkeiten der Partei, zum Beispiel den Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland. Das war mein Eindruck. Abgesehen von der menschlichen Ebene: War die Ausgrenzung der AfD politisch richtig? Ich meine Nein. Ich stehe der AfD kritisch gegenüber, genauso wie ich der Linkspartei, den Piraten und den Grünen kritisch gegenüberstehe, weil ich in all diesen Parteien extreme Tendenzen befürchte. Aber ich nehme zur Kenntnis, dass es sich bei der AfD um eine zugelassene demokratische Partei handelt, deren Abgeordnete genauso frei vom Volk ins Parlament gewählt worden sind – wie die Abgeordneten der anderen Parteien. (B.Z.: Trauerfeier: SPD sperrt AfD ohne Begründung aus, 7.01.2016).

Jedem seiner Artikel zur AfD fügt der Kolumnist Gunnar Schupelius –  BZ-Schupelius 2013-2016  – seine persönliche Distanz zur AfD bei. Das ist sein gutes Recht und kollidiert in keiner Weise mit der gebotenen Neutralität eines Journalisten. Schupelius also wäre kein Beleg für den Begriff Lügenpresse. Aber vielleicht kann die folgende Begebenheit zumindest ein wenig beleuchten, woher dieses Gefühl für dieses Unwort kommen könnte.

Nachrichten am Abend des 8.März 2016: Diverse Berichte, im Gegensatz zur Konkurrenz noch kein Hinweis auf die hessischen Kommunalwahlen. Dann folgt ein Bericht über ausländerfeindliche Aktionen, gefolgt von einem Reportagebeitrag über die in der Tat skandalöse „Austreibung“ eines katholischen Pfarrers in Bayern, der wegen seiner schwarzen Hautfarbe nationalsozialistisch anmutenden Morddrohungen ausgesetzt war und schließlich resignierte. Unser Tipp zuvor war richtig: Unmittelbar nach diesen zwei Beiträgen kam der Bericht über die Kommunalwahlen in Hessen, das „nicht erwartete“ hohe Ergebnis für die AfD, das „Entsetzen in Hessen“ ausgelöst hätte, so der (neutrale?) Moderator.

Es sind diese Beiträge, die bei dem halbwegs noch auf demokratische Gepflogenheiten setzenden Zuschauer und Zuhörer ungute Gefühle auslösen, bei dem dann Begriffe wie „Lügenpresse“ auf einen (dennoch unseligen) fruchtbaren Boden fallen. Die langfristigen Konsequenzen: Die Zerstörung bisheriger gemeinsamer demokratischer Grundwerte, eine (gefährliche) Radikalisierung in der Bevölkerung.

Unten ankreuzen, damit die Stimme oben ankommt

Dem kritischen Zeitbürger hingegen bleiben nur wenige Mittel, sich dieser immer rasanter in Schwung kommenden Zerstörung demokratischer Werte zu widersetzen. Ein Mittel ist das der Beteiligung an Wahlen, einer der letzten demokratischen Bastionen. Und wenn eine demokratische Alternative in Form einer neuen Partei aus statistischen Gründen ganz unten auf dem üblichen  Wahlzettel vermerkt ist, also zumeist gar nicht mehr von dem Wähler wahr genommen wird? Dann müsste eben diese alternative Gruppierung großflächig plakatieren: „UNTEN ankreuzen,  damit IHRE STIMME OBEN ankommt.“

Diese oder eine ähnliche Kreativität gefällt nicht jeder Partei. Aber das ist eben auch Teil der Demokratie und der notwendigen, weil belebenden Auseinandersetzungen. Und nur Extremisten, also Feinde der Demokratie, sind gegen Aufklärung und klare Worte (auch wenn das sogar ihr demokratisches Recht ist). Lasst uns um diese Demokratie kämpfen. Mit Argumenten. Nicht mit schwabbel-gefährlichen, weil demokratiefeindlichen Begriffen wie zum Beispiel „Lügenpresse“. Nicht mit Ausgrenzungen von Parteien, die demokratisch legitimiert sind.

V.i.S.d.P.: Der Autor und Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785 (1.084)

Von Wolfgang Mayer*

„Der Gutmensch ist sprachlich eine ironische, sarkastische, gehässige oder verachtende Verdrehung des eigentlichen Wortsinns „guter Mensch“ in eine Verunglimpfung. Der Ausdruck gilt als politisches Schlagwort mit meist abwertend gemeinter Bezeichnung für Einzelpersonen oder Personengruppen („Gutmenschentum“). Diesen wird vom Wortverwender eine Absicht bzw. Eigenschaft des – aus Sicht des Sprechers – übertriebenen „Gutseins“ oder „Gutseinwollens“ unterstellt, wobei diese angebliche Haltung unterschwellig als übermäßig moralisierend und naiv abqualifiziert und verächtlich gemacht wird“, definiert Wikpedia.

Im gleichen Text weiter: „Sprachwissenschaftlich ist der Ausdruck eine Antiphrase (eine rhetorische Wortfigur), die das Gegenteil des Gesagten meint. In der politischen Rhetorik Konservativer und Rechter wird ‚Gutmensch‘ als Kampfbegriff verwendet. Bei Wahlen zum Unwort des Jahres in Deutschland erhielt das Wort für das Jahr 2011 den zweiten und für 2015 den ersten Platz.“

Anfangs glaubte ich, FLÜCHTLINGSSTROM, PEGIDA oder MERKEL hätten die besten Chancen zum Unwort des Jahres gehabt. Was ziemlich naiv war; denn PEGIDA sind ja allein schon sechs Wörter …

GUTMENSCH also heißt das 25. „Unwort des Jahres“. Ein „Unwort“ – von guten Menschen gekürt. Von guten Menschen einer sechsköpfigen Jury, welche ihren Sitz in Darmstadt hat. Diese setzt sich zusammen aus vier relativ unbekannten Sprachwissenschaftlern verschiedener Universitäten, dem Journalisten Stephan HEBEL (einst stellv. Chefredakteur der seit 2012 insolventen „Frankfurter Rundschau“) und neuerdings auch Georg SCHRAMM, einem Kabarettisten, den man u.a. aus dem ARD-„Scheibenwischer“ sowie Urban PRIOLS ZDF-„Anstalt“ kennt.

Der ursprünglich von „Neoliberalen“ verwendete Bezeichnung „Gutmensch“ sei ein „Vorwurf, mit dem man Toleranz und Hilfsbereitschaft pauschal als naiv, dumm und weltfremd, als Helfersyndrom oder moralischer Imperialismus diffamiert“, meinen die sechs Sprachexperten. So weit, so gut.

Da der „Gutmensch“ so wunderbar zur „Lügenpresse“ – dem Wort des vergangenen Jahres – paßt, kann er ebenso gut auch als „Wort des Jahres“ gelten; zumal es auch ein offizielles „Wort des Jahres“ zu vergeben gibt: Jener Begriff wird von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden gewählt bzw. festgelegt; also unabhängig von der seltsam sprachkritischen „Unwort“-Jury. Wie erwähnt, 2015 hatte diese sich für den Begriff „Gutmensch“ entschieden.

Müßte man sich zwischen drei Millionen Gutmenschen und einer ebenso großen Anzahl von Flüchtlingen entscheiden, bekämen wohl die Flüchtlinge – ein Begriff, der ebenfalls zur Auswahl stand – den Vorzug, obwohl es doch die Flüchtlingshelfer und guten Menschen sind, die plötzlich leiden müssen, weil sie die furchtbare Last des Unwort-Stigmas zu (er)tragen haben. Und dies während einer Phase der staatlich verordneten Forcierung und Finanzierung des „Kampfes gegen Rechts“ (gemeint ist vermutlich „rechtsextrem“; denn „rechts“ bedeutet eher „konservativ“ – ein Begriff, den nicht einmal mehr die CDU benutzt).

Wie auch immer; die „Unwörter“ der beiden letzten Jahre erzeugten irgendwie und mittelbar ein Gefühl, durch sie erzogen zu werden. Gerade weil sie „Unwörter“ sind, soll(t)en sie möglichst nicht oder nur in geringem Maße Verwendung finden. Denn der gute Mensch, der Helfer, der Selbstlose, der Altruist mag wohl gerne gut sein, niemals aber stigmatisiert!

* Dr. Wolfgang Mayer war bis zu seiner Pensionierung im letzten Jahr Lehrer. Er zeichnet seit vielen Jahren verantwortlich für den Internetauftritt „Flucht und Ausreise“ (siehe LINK-Liste).

Sämtliche bisherigen „Unwörter des Jahres“

2015 Gutmensch – 2014 Lügenpresse – 2013 Sozialtourismus – 2012 Opfer-Abo – 2011 Döner-Morde – 2010 alternativlos – 2009 betriebsratsverseucht – 2008 notleidende Banken – 2007 Herdprämie – 2006 freiwillige Ausreise – 2005 Entlassungsproduktivität – 2004 Humankapital – 2003 Tätervolk – 2002 Ich-AG – 2001 Gotteskrieger – 2000 – national befreite Zone – 1999 Kollateralschaden – 1998 sozialverträgliches Frühableben – 1997 Wohlstandsmüll – 1996 Rentnerschwemme – 1995 Diätenanpassung – 1994 Peanuts – 1993 Überfremdung – 1992 – ethnische Säuberung – 1991 ausländerfrei

V.i.S.d.P.: Der Autor und Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785 (1.067)

Potsdam/Brandenburg-Havel, 14.06.2014/cw – Zum diesjährigen Gedenken an den Volksaufstand vor 61 Jahren zeigt die Stadt Brandenburg an der Havel die Dauerausstellung „In der Stadt und auf dem Land! Der Volksaufstand am 17. Juni 1953 in Brandenburg“. Die Wanderausstellung der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Potsdam, wird am 16. Juni im Industriemuseum, in der August-Sonntag-Str.5 um 16:00 Uhr in Anwesenheit des Brandenburger Innenministers Ralf Holzschuher eröffnet. Zeitzeugen werden im Anschluß in einer Podiumsdiskussion das damalige Geschehen aktuell diskutieren.

Dr. Wolfgang Erlebach, Kulturbeigeordneter der Stadt und ebenfalls anwesend, bezeichnet vor der Eröffnung Brandenburg an der Havel als ein Schwerpunkt des Protestes: „Zur Wut über die schlechte Versorgung und die harten Arbeitsbedingungen traten politische Forderungen, vor allem nach freien Wahlen.“ Die damaligen Ereignisse in Brandenburg „vom 12. Juni am damaligen Kreisgericht in der Steinstraße bis hin zum 17. Juni rund um das damalige Stadthaus, die SED-Kreisleitung sowie den Neustädtischen Markt“ seien mittlerweile gut erforscht. Aus diesen Forschungen sind Dokumentationen und Ausstellungen, wie die jetzt im Industriemuseum gezeigte, entstanden, die geeignet sind „die Erinnerung zu bewahren und zugleich dazu anregen, sich der historischen Bedeutung der damaligen Ereignisse anzunähern.“

Landläufig ist Brandenburg eher als Ort des Terrors und der Unterdrückung gegen politisch Andersdenkende bekannt. Nachdem die erste Diktatur die Vollzugseinrichtung zu einem Zentrum der Vernichtung von Gegnern mit 1.722 Hinrichtungen ab 1940 machte, nutzten die Kommunisten die grausige Vergangenheit, um ihrerseits politische Gegner einzusperren und zu foltern. Viele überlebten auch diesen Terror nicht. Bei WIKIPEDIA liest sich dieser Teil der Vergangenheit allerdings recht harmlos. Während der NS-Terror ausführlich mit Zahlen unterlegt wird, widmet das Internet-Lexikon der Vergangenheit in der zweiten Diktatur einen ganzen Satz: „Die DDR nutzte die Strafanstalt bis 1989 auch für politische Häftlinge.“

In der Tat wird es 25 Jahre nach dem Ende der zweiten Diktatur Zeit,   „sich der historischen Bedeutung der damaligen Ereignisse anzunähern.“ Wobei Dr. Erlebachs Annäherung wohl ein zu vorsichtiges und vor allem unzureichendes Vorgehen favorisiert. Besser wäre aus aktuellem Anlass wohl der Appell, sich endlich auch der Vergangenheit in der zweiten Diktatur zu stellen.

Über die Dauer der Ausstellung zum 17. Juni 1953 liegen bedauerlicherweise ggw. keine Informationen vor. Nach der Eröffnung ist die historische Schau jedenfalls ab 17. Juni täglich (außer Montags) von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneneck, Berlin, Tel.: 030-30207785

 

Von Carl-Wolfgang Holzapfel

Berlin, 2.Mai 2014/cw – Gestern, am 1. Mai 2014, starb Manfred von Richthofen, ein Urgestein der Berliner CDU. Richthofen kam am 9. Februar 1934 als ältester Sohn des Kaufmanns Bolko Freiherr von Richthofen (1903–1971) und der Viktoria Praetorius Freiin von Richthofen (* 1914) zur Welt. Sein Onkel war der als „Roter Baron“ berühmt gewordene gleichnamige Jagdflieger aus dem 1. Weltkrieg.

Auch wenn die ersten Nachrufe dem Sportfunktionär gewidmet wurden und WIKIPEDIA seltsamerweise seine herausragende, wenn auch relativ kurze politische Funktion verschweigt, ist Richthofen den „alten Hasen“ in der Berliner CDU als einstiges Mitglied der sogen. „Keulenriege“ unter Eberhard Diepgen, dem späteren Regierenden Bürgermeister und Jürgen Wohlrabe, dem späteren Präsidenten des Abgeordnetenhauses, bekannt und beliebt gewesen. Der im Alter von 80 Jahren verstorbene einstige Politiker und letztliche führende Sportfunktionär (Präsident des Deutschen Sport-Bundes – DSB) war immerhin von 1965 bis 1969 sogar stv. Landesvorsitzender der immer eine besondere Position einnehmenden West- Berliner CDU.

In dieser Zeit, in den sechziger Jahren, lernte ich ihn als Mitglied der Jungen Union wie der Berliner CDU kennen und schätzen. Mir bleibt Richthofen in Erinnerung als nachdenklicher und abwägender Politiker, der sehr gut zuhören konnte, ohne dabei seine eigene Meinung zu verleugnen. Die war durchaus im nach dem Mauerbau von 1961 gequälten Berlin kämpferisch, gleichwohl nicht draufgängerisch oder machiavellistisch wie oft bei seinen damaligen Weggefährten. Das sich Richthofen letztlich für den Sport entschied, mag wohl an diesen für ihn langfristig nicht akzeptablen Bedingungen der Tages- und – noch mehr – Parteipolitik gelegen haben. Auch war die damalige sehr kämpferisch ausgerichtete CDU wohl (noch) nicht bereit, einem Denker den gebührenden Raum einzuräumen. Das wurde erst mit Richard von Weizsäcker anders, aber da hatte sich Manfred von Richthofen bereits für seinen anderen Weg entschieden.

1967 wurde er bereits Präsidiumsmitglied im Landessportbund (LSB), ab 1969 deren Sportdirektor, von 1985 – 2000 war er Präsident. Als Unterhändler in der Ost-West-Verhandlungskommission konnte von Richthofen seine politischen Kenntnisse einbringen und seine in der Politik wenig gefragten Eigenschaften nutzen. Das mag ihn darin bestärkt haben, die gesponnene Drähte zur Politik nie ganz zu kappen, sich aber ansonsten dem zur Leidenschaft gewordenen Sport zu widmen.

Unabhängig von den sicherlich auch aus der CDU zu vernehmenden „politischen“ Nachrufen wird man diesem großartigen Menschen und seiner wirksamen Rolle wohl erst in späteren geschichtlichen Abhandlungen gerecht werden. Sein Tod war ungerecht, weil zu plötzlich und unerwartet. Er wird uns, besonders den alten Kämpen der CDU im einstigen West-Berlin, fehlen.

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V.,  Berlin, Tel.: 030-30207785

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