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Leipzig/Berlin, 10.09.2019/cw – Vor zwei Tagen, am 8.September, wäre er 110 Jahre alt geworden: Die DDR-Fußballlegende Alfred Kunze ((* 08.09.1909 Leipzig; † 19.07.1996 Leipzig). Sein wohl größter Triumph war wohl die sensationelle, weil unerwartete Erringung der DDR-Meisterschaft anno 1964 mit Chemie Leipzig oder „mit dem Rest von Leipzig“, wie es die Leipziger Zeitung in ihrer Laudatio zum 110. beschrieb. Seither war sein Konterfei auf zahllosen Fahnen, Transparenten und Aufklebern zu sehen.

1966 gelang ihm ein weiterer Coup: Mit seinem Chemie Leipzig gewann Kunze am 30. April durch einen 1:0-Sieg über Lok Stendal den DDR-Fußballpokal. Durch seine Erfolge wurde die Sport-Ikone auch über die DDR-Grenzen hinaus bekannt. Der TUS Bremerhaven und sogar Tunesien boten Kunze Verträge an, die er jedoch aus den bekannten politischen Gründen nicht annehmen konnte. Nachdem sein Club in der Saison 1966/67 nur den 12. Platz in der Oberliga erreichte, legte Kunze sein Traineramt nieder.

Der Kritiker am Umgang mit dem Volksaufstand

Weniger bekannt wurde aus nachvollziehbaren Gründen Kunzes Kritik am Umgang mit dem Volksaufstand vom 17.Juni 1953. Auch der Eintrag auf WIKIPEDIA enthält diesen wichtigen Vorgang nicht. Während einer Tagung des Trainerrates 1954 hatte er sich sehr offen und kritisch über den 17. Juni 1953 und das politische Klima in der DDR geäußert. Der an der Sporthochschule DHfK tätige Kunze wurde „nur“ entlassen, während andere für so ein Delikt zu hohen Freiheitsstrafen verurteilt worden waren. Nach seinen Äußerungen hatte die Kaderleitung der DHfK am 4. Februar 1954 geschrieben: „Die im Trainerrat von Alfred Kunze gemachten Äußerungen sind staatsfeindlich und stehen im Widerspruch zu seiner Anstellung bei der DHfK.“ Damit war die Entlassung besiegelt, obwohl Kunze, der in einem SPD-Haushalt aufgewachsen und selbst stark im Arbeitersport engagiert war, zu den Größen der DDR-Trainerzunft zählte. Er war noch vor der Anerkennung der DDR als Mitgliedsstaat der FIFA Trainer der DDR-Auswahl, die er in mehreren inoffiziellen Spielen betreute.

Dies schützte ihn wohl vor weitergehenden Konsequenzen. Er durfte weiter als Trainer, u.a. bei BSG Chemie und danach den neugebildeten SC Lok arbeiten. Nur ein Jahr dauerte es allerdings bis zum nächsten großen Bruch. „Mangelnde politische Erziehung“ und große Unruhe in der Mannschaft, von der viele Spieler den Club verlassen wollten, bewirkten die erneute Entlassung Kunzes und des Starstürmers Rudi Krause. Beide wechselten nach Weimar und brachten die Mannschaft von der dritten in die zweite Liga. Nach einem Jahr bei Wissenschaft Halle kam Kunze zurück zum SC Lok und blieb dort bis zur berühmt gewordenen Meisterschaft.

Bis zu seinem Ruhestand 1976 setzte der DDR-Fußballverband Kunze als Dozent im Wissenschaftlichen Zentrum des DFV ein. Neben seiner Lehrtätigkeit veröffentlichte Kunze 1977 das Lehrbuch „Fußball“, erarbeitete Lehr- und Ausbildungsprogramme und fungierte in Vorbereitung auf die Fußball-Weltmeisterschaft 1974 als Beobachter für die DDR-Nationalmannschaft.

Höchste Ehre: Ein Stadion trägt seinen Namen

Kunze wurde immer wieder als großartiger Psychologe beschrieben, er habe „durch fachliche Kompetenz und viele Neuerungen im Spielsystem“ geglänzt. Seine Bescheidenheit und Menschlichkeit wurde allseits anerkannt. Sein Motivationsspruch „Wer nicht alles gibt, gibt nichts“ lebt fort im Leutzscher Holz, ist quasi Gesetz im zeitgenössischen Vereinsleben.

Als das Stadion in Leutzsch noch zu seinen Lebzeiten seinen Namen erhielt, konnte es der Namensgeber kaum fassen. „Zu viel der Ehre“, meinte er, konnte es aber mit Stolz annehmen.

Der einstige Fußball-Heroe der DDR begann bereits 1926 seine Fußballkarriere beim Arbeitersportverein VfL Südost Leipzig. 24-jährig musste er 1933 den Verein wechseln, da die Nationalsozialisten die Arbeitersportvereine verboten hatten. Zusammen mit seinem Bruder ging Kunze zu Wacker Leipzig. Nach einem komplizierten Beinbruch mußte er 1938 seine aktive Laufbahn beenden. Zwei Jahre lang war er nach einem zwischen 1929 und 1933 absolviertem Lehrerstudium als Volksschullehrer tätig. Als Trainer kehrte er ab 1940 bis zu seiner Einberufung zur Wehrmacht (1941) zu seinem alten Verein Wacker Leipzig zurück.

Warum Kunze als Abkömmling einer SPD-Familie von 1937 bis 1945 Mitglied der NSDAP war und es im Krieg zum Inspekteur bei der Wehrmacht brachte, gehört zu den ungeklärten Rätseln einer beachtlichen Sport-Karriere in der DDR. Vielleicht klärt eine in Kürze erscheinende Biografie über Alfred Kunze über diesen eher dunklen Teil einer ansonsten packenden Legende auf („Das stille Genie“ – Ende Oktober 2019 bei „Backroad Diaries“).

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Mobil: 0176-48061953 (1.479).

Wir wünschen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen hoffnungsfrohen Übergang in das Neue Jahr 2019.

Aus Anlass des 29. Jahrestages des legendären 9. November 1989 haben wir wieder einmal vielfache Heuchelei ertragen müssen. Die z.B. durch eine neuerliche Debatte um einen zusätzlichen Feiertag gegebene Gelegenheit, den geschichtsträchtigen 9. November endlich durch einen eigenen Feiertag zu würdigen, wird voraussichtlich ausgerechnet in Berlin vertan. Stattdessen wird hier ein einstiger DDR-Feiertag, der sogen. „Frauentag“ favorisiert. Vor vier Jahren schrieben wir über die Besorgnis, möglicherweise in einer reformierten DDR zu erwachen. Wir sind, vorsichtig ausgedrückt, auf dem (schlechten) Weg dorthin.

Wie weit unsere Bundeskanzlerin diesen Weg befördert hat, damit werden sich einst Historiker befassen. Sie  a l l e i n  damit zu belasten, würde unserem demokratischen Verständnis widersprechen. Der Marsch durch die Institutionen (und das Bewusstsein) hatte und hat viele Mütter und Väter.

Wir lassen uns trotzdem nicht entmutigen. Unser Selbstbewusstsein speist sich lebenslang aus der Vertretung unseres steten, seit dem Volksaufstand von 1953 beharrlich verfolgten Anspruches: In einem Staat zu leben, deren oberste und unumstößliche Prinzipien Einigkeit und Recht und Freiheit sind.

In diesem Sinn grüßen wir alle Kameraden, Freunde, Kritiker und Interessenten herzlich!

Vereinigug 17.Juni 1953 e.V. und Redaktion Hoheneck

Carl-Wolfgang Holzapfel, Vorsitzender;  André Rühring, Geschäftsführer;         Tatjana Sterneberg, Schatzmeisterin

Berlin, 25.03.2018/cw – Udo Pahlow, geboren am 11.08.1941, hat uns am 16. März 2018 nach langer, tapfer ertragener Krankheit für immer verlassen. Er habe „Gottes Angebot, ein neues Abenteuer zu beginnen, angenommen,“ schreibt seine Tochter in der Todesanzeige.

Der Verstorbene gehörte zu den ältesten Mitgliedern der Vereinigung, gehörte über viele Jahre dem Vorstand als Geschäftsführer an und bestimmte über mindestens zwei Jahrzehnte die Geschicke des Vereins entscheidend mit. Seine Erkrankung, die ihn erst zum Gebrauch von Gehstöcken und schließlich in den Rollstuhl zwang, erlaubte keine weitere aktive Mitarbeit. Dennoch war er sogar noch im Rollstuhl bis vor zehn Jahren Teilnehmer an der jährlichen Ehrung am einzigen originären Mahnmal des Volksaufstandes, dem Holzkreuz in Zehlendorf, bis ihn die Krankheit auch an der Wahrnehmung dieses für ihn stets wichtigen Termins hinderte. Udo war der Begründer unserer Internetseite, mit der er die moderne Kommunikationsschiene, zunächst durchaus gegen Widerstände aus dem Vorstand, auch für den Verein öffnete. Dieser Internetauftritt ist über die Jahrzehnte zu einem wichtigen Informationsmedium innerhalb der Verfolgtenszene gediehen.

Udos Engagement war stets geprägt von dem Einsatz „für Deutschland.“ Dafür nahm er, wie viele Kameraden vor ihm und auch nach seiner Tätigkeit im Vorstand Anwürfe und Verleumdungen inkauf. Sein durchaus auch umstrittenes Engagement in einer rechten Partei sah er nie als Auswuchs einer gewollten Wiederbelebung nationalsozialistischen Unrechts oder gar einer neuerlichen Hitler-Verehrung. Für ihn, dem Auch-Verzweifelten an der Teilung seines Vaterlandes durch Mauer und Stacheldraht standen die Ideale des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 im Vordergrund: Einigkeit und Recht und Freiheit. Ihnen opferte er sein Engagement in der Freizeit, die ihm sein Beruf ließ.

Udo Pahlow war ein Aufrechter, ein Kämpfer für die Freiheit und Einheit unseres Volkes. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Udo Pahlow wird am Dienstag, den 27. März 2018 um 15:00 Uhr auf dem Kirchhof Lichtenrade, Paplitzer Str. 10, 12307 Berlin (Lichtenrade) beigesetzt.

© 2018 Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin .- Tel.: 030-30207785

Berlin, 17.02.2018/cw – Klaus Gronau wurde am 10. März 1937 mitten in Berlin (Friedrichshain) geboren. Durch die zunehmenden Bombenangriffe auf Berlin wurde Klaus Gronau der übliche Schulbesuch in Berlin versagt. Seine Familie wurde zum Jahreswechsel 1943/44  evakuiert, wo  Gronau in Krakau den Schulunterricht beginnen konnte. Im Winter 1944/45 erzwang die Kriegsentwicklung die Rückkehr der Mutter mit Sohn Klaus in das schon stark zerstörte Berlin; die beiden älteren Brüder waren bereits zum Militärdienst eingezogen worden.

Zwischen den Ruinen der in vier Sektoren aufgeteilten, nun ehemaligen Reichshauptstadt suchte der Heranwachsende die Normalität des Lebens. Nach Beendigung der Schule begann er 1953 eine Lehre als Lebensmittelfachverkäufer in der HO (Handelsorganisation) im sowjetisch besetzten Sektor, der nach Gründung der DDR (Deutsche Demokratische Republik) am 7. Oktober 1949 von den SED-Machthabern als „Hauptstadt“ bezeichnet wurde. Klaus Gronau war einziger Lehrling in einem Milchfeinkostgeschäft. Er erinnerte sich:

„Nach dem Tode Stalins am 5. März 1953 musste ich ein riesengroßes Stalinbild mit Trauerflor in die Auslagen stellen.“ Dabei verspürte der Lehrling ein „großes Unbehagen“, denn unter vorgehaltener Hand wünschten sich die Menschen im sowjetisch besetzten Sektor „mehr Freiheit und Wohlstand“ nach Stalins Tod. Dieses Bild Stalins mit Trauerflor ließ den Sechzehnjährigen Jahrzehnte nicht mehr los, wurde ihm zum Sinnbild einer verlogenen Politik, die sich an den Realitäten propagandistisch vorbeimogelte.

Der 17. Juni 1953

Der Volksaufstand in Mitteldeutschland bedeutete auch für Gronau eine wichtige Wende in seinem Leben. Der Zeitzeuge sah sich nach der Veröffentlichung seiner Biografie durch den Vorsitzenden der Vereinigung 17. Juni in „Blackbox DDR – Unerzählte Leben unterm SED Regime“ (Ines Geipel u. Andreas Petersen, MARIXVERLAG, 2009, ISBN-10: 3865392113 – ISBN-13: 978-3865392114 http://www.kulturbuchtipps.de/archives/573 ) zunehmend als „Kämpfer“ und „aktiver Teilnehmer“ am Volksaufstand.

In dieser Reihe stand er allerdings nie isoliert. Besonders nach dem Fall der Mauer mutierten viele Bürger zu aktiven Widerstandskämpfern gegen die DDR-Diktatur. Gronau war immerhin Zeitzeuge und darauf war er – mit einigem Recht – stolz. Die Erinnerungen an diese wichtigen Ereignisse im Leben eines Sechzehnjährigen kamen allerdings erst relativ spät. Als der Maueraktivist Carl-Wolfgang Holzapfel am 17. Juni 2005 seinen neuntägigen Hungerstreik vor dem Finanzministerium begann, um gegen die Abnahme der Fototafeln zu protestieren, die über Jahre an der Fassade des Ministeriums an den 17. Juni 1953 erinnerten, besuchte Klaus Gronau diesen regelmäßig vor Ort und erzählte von seinen Erinnerungen an den Volksaufstand. Im Ergebnis wurde er noch im selben Jahr Mitglied in der gleichnamigen Vereinigung, die sich nach dem Volksaufstand in Westberlin begründet hatte. 2007 ernannte der Vorstand Gronau zum „Berlin-Beauftragten“ des Vereins, um die Bemühungen um die Erinnerung an den Aufstand vor Ort besser vertreten zu können. Der Vorstand war zu diesem Zeitpunkt ausnahmslos in Bayern wohnhaft. Seit 2007 demonstrierte die Vereinigung mit dem Vorstand zu den jeweiligen Kranzniederlegungen vor dem Ministerium und forderte die Benennung des Areals in „Platz des 17. Juni 1953“.

Bundesverdienstkreuz für einen Unermüdlichen

Als 2013, zum 60.Jahrestag des 17.Juni 1953, schließlich mit großem Getöse die Benennung in „Platz des Volksaufstandes von 1953“ erfolgte, wurde CDU-Mitglied Gronau von der CDU als der Initiator des Platzes groß gefeiert. Er hatte zuvor – nach nur fünf Jahren Mitgliedschaft – die Vereinigung 17. Juni wieder verlassen und sich auf die Seite einer inszenierten Verleumdungskampagne gegen den Verein gestellt.

In den folgenden und – wie wir heute wissen – letzten Lebensjahren wurde es ruhiger um den in der CDU Charlottenburg Umtriebigen, wo er viele Jahre als „Bürgerdeputierter“ der BVV wirkte. Der Erinnerungs-späte Kämpfer um die deutsche Einheit starb wenige Wochen vor der Vollendung des 81. Lebensjahres am 9. Februar in Berlin. Die Vereinigung 17. Juni bedauert die vertane Chance einer Aussöhnung zu Lebzeiten mit einem Mann, der immerhin auf seine Weise bemüht war, sich in das Gemeinwohl einzubringen. Das wurde auf Vermittlung der CDU vor rund sechs Jahren mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes gewürdigt, das er seither stolz auf dem Revers trug.

Ein Beisetzungstermin war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

 © 2018 Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 030-30207785 (1.358).

Berlin, 28.09.2017/cw – Unter dem Geleit des Sohnes und einstiger Kameraden wurde heute Werner Herbig, Streikführer vom 17. Juni 1953 aus Görlitz, in einem Ehrengrab der Stadt Berlin auf dem Friedhof Seestraße im Berliner Bezirk Wedding mit seiner Frau Lieselotte beigesetzt. Die Urnen waren zuvor der bisherigen Grabstelle auf dem Luisenfriedhof am Fürstenbrunner Weg entnommen worden. Lieselotte Herbig war bereits 2006, Werner Herbig im Dezember 2008 verstorben.

Fünf Jahre Zuchthaus für Streikführung

In seiner Gedenkrede erinnerte der Vereinsvorsitzende an die Verdienste Werner Herbigs um den Volksaufstand. Seine Mitwirkung in der im Vergleich zu anderen Städten in der SbZ zunächst sehr erfolgreichen Streikleitung brachte dem damals 35jährigen eine Strafe von fünf Jahren Zuchthaus ein, die Herbig im berüchtigten Zuchthaus Waldheim verbüßen mußte. Zwar wurde Herbig, gesundheitlich schwer gezeichnet, bereits 1956 entlassen. Aber eine drohende erneute Verhaftung veranlassten den 17er mit seiner Familie zur Flucht nach Westberlin. Dort schloss er sich sofort der Vereinigung 17. Juni an, die am 3. Oktober vor 60 Jahren, am 3. Oktober 1957, als rechtsfähiger Verein in das Vereinsregister eingetragen worden war. Schon damals mussten Flüchtlinge längere Zeiten in den dafür geschaffenen Einrichtungen verbringen. So verbrachte Herbig mit seiner Familie ein Jahr im Notaufnahmelager Marienfelde, ehe er in Charlottenburg eine Wohnung zugewiesen bekam.

Der Redner wies in seinem Gedenken auf die besondere Rolle hin, die Görlitz in der Aufstandshistorie gespielt habe: „In Görlitz wurden auf Weisung der Streikleitung systematisch Gebäude der SED, der Staatssicherheit, der Massenorganisationen, die Strafvollzugsanstalt und das HO-Kaufhaus besetzt. Der Bürgermeister wurde seines Amtes enthoben, nachdem sich zuvor eine neue Stadtverwaltung, ein so genanntes „Stadtkomitee“, konstituiert hatte. Die streikenden Arbeiter hatten sich mit einer neuen Verwaltung ein ihre Interessen vertretendes Machtorgan geschaffen. Die politisch Inhaftierten wurden aus der örtlichen Haftanstalt befreit,“ führte Holzapfel aus. Aber: „Auch das gehöre zur Geschichte des Görlitzer Aufstandes: Die herausragende Forderung nach Revidierung der Oder-Neiße-Grenze, die allerdings durch den hohen Anteil von Vertriebenen in dieser nunmehrigen Grenzstadt nachvollziehbar war.“ Immerhin gehörte die Forderung auf „Rückgabe der polnisch besetzten Gebiete“ auch zum damaligen politischen Kanon im Westen Deutschlands.

Engagement in das Gedächtnis der Nation einprägen

Am offenen Urnengrab dankte der Vereinsvorsitzende Herbig für sein Engagement, dass sich „in das Gedächtnis der Nation einprägen sollte.“ Herbig und seine mutigen Kameraden hätten es zweifellos verdient, für ihren Einsatz für „Einigkeit und Recht und Freiheit“ niemals vergessen zu werden. Die Ehrengrabanlage war 1953 von Ernst Reuter und Konrad Adenauer unter großer Anteilnahme der Bevölkerung durch die Beisetzung von Opfern des Volksaufstandes eingeweiht worden. Die Bundesregierung und der Senat von Berlin gedenken seither alljährlich an diesem Ort in einem öffentlich zugänglichen Staatsakt der Toten vom 17. Juni 1953.

Hinweis: Aus technischen Gründen ist ist die Veröffentlichung von Fotos derzeit nicht möglich. Wir arbeiten an dem Problem. Die Redaktion

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 030-30207785 (1.290).

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