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Die Trauer um unschuldige Opfer kennt keine Grenzen. Hier vor der Russischen Botschaft am 5.04.2017 – Foto: LyrAg

Berlin, 5.04.2017/cw – Im Gegensatz zum Berliner Senat, der sich aus unerfindlichen Gründen einer Solidaritätsbekundung mit den Opfern des Terror-Anschlages in St. Petersburg via einer entsprechenden, inzwischen weltbekannten Beleuchtung des Brandenburger Tors versagt, legen unzählige Berliner seit Tagen Blumen und Kartengrüße vor der Russischen Botschaft Unter den Linden in Berlin nieder.

Ein letzter Gruß: Blumen in den Farben Russlands. – Foto: LyrAg

„No Terror“ – Auch die Vereinigung 17. Juni gab ihrer Trauer um die Opfer in Petersburg Ausdruck und legte vor Ort Rosen nieder. – Foto: LyrAg

Stiller Protest gegen die Verweigerung der Solidarität am Brandenburger Tor. – Foto: LyrAg

 

V.i.S.d.P.: redaktion.hoheneck@gmail.com – Berlin, Tel.: 030-30207785 (1.238).

Zur 100. Demo für Nadya Sawtschenko: Die Vereinig. 17. Juni überreichte eine Blumenschale in den Farben der Ukraine an Ronald Wendling - Foto: LyrAg

Zur 100. Demo für Nadya Sawtschenko: Die Vereinig. 17. Juni überreichte eine Blumenschale in den Farben der Ukraine an Ronald Wendling – Foto: LyrAg

Berlin, 10.04.2016/cw – Am kommenden Montag, 11.April, führt der Berliner Ronald Wendling die 100. Demonstration für die Freilassung der Ukrainischen Pilotin Nadya Sawtschenko durch. Der ehemalige politische Häftling (Cottbus) demonstriert sei 2014 jeden Donnerstag vor der Russischen Botschaft in Berlin gegen die unberechtigte Inhaftierung der Ukrainerin. Seit ihrer kürzlichen Verurteilung in Russland zu 22 Jahren Freiheitsentzug demonstriert der

Die Blumen wurden vor Ort ggüb. der russischen Botschaft eingepflanzt - Foto: LyrAg

Die Blumen wurden vor Ort ggüb. der russischen Botschaft eingepflanzt – Foto: LyrAg

Menschenrechtler täglich in der Zeit von 13:00 bis 19:00 Uhr, für jedes Jahr der verhängten Freiheitsstrafe einen Tag. Am Mittwoch steht Wendling über drei Wochen an seinem Platz auf dem Mittelstreifen nahe dem Brandenburger Tor. Der Demonstrant wird ab Donnerstag zu dem wöchentlichen Tournus (13:00 – 16:00 Uhr) zurückkehren und ist gewillt, bis zur Freilassung Sawtschenkos diese Demos fortzuführen.

Nicht nur Wendling, der die Inhaftierung und das Urteil als „politischen Terror“ bezeichnet und dessen beharrliche Aktionen nicht nur von der Russischen Botschaft sondern auch in der Ukraine aufmerksam registriert werden, hofft auf eine baldige Vereinbarung auf internationaler Ebene, um der durch zahlreiche Hungerstreiks geschwächten politischen  Inhaftierten zur Freilassung zu verhelfen. Unlängst hatte sich die Bundeskanzlerin und der französische Staatspräsident für Sawtschenko eingesetzt, ebenso  Außenminister Steinmeier bei seinem kürzlichen Besuch in Moskau. Wie verlautet, will der Russische Präsident Putin  Sawtschenko gegen zwei wegen krimineller Delikte Verurteilte in den USA austauschen. Die Schwester der Ukrainerin hatte dazu kürzlich auf einer Pressekonferenz in der Ukrainische Botschaft in Berlin erklärt, dass Sawtschenko eine solchen Austausch ablehne: „Man könne nicht Schuldige gegen Unschuldige austauschen.“ Nadya Sawtschenko befindet sich seit zwei Tagen erneut in einem sogen. „trockenen Streik“; sie verweigert die Aufnahme von lebensnotwendigen Flüssigkeiten. Es ist der gesundheitlich bedrohliche dritte Streik seit dem Beginn ihrer Inhaftierung, wie besorgte Mitglieder der Familie der Öffentlichkeit mitteilten.

Am Montag wollen Freunde dem bisher ziemlich einsamen Demonstranten in der Straße Unter den Linden einen Blumenstrauß überbringen und diesem aus Anlass der 100. Demo für dessen unermüdlichen Einsatz danken (gegen 17:00 Uhr).

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785 (1.100)

Vor der Russischen Botschaft an ein Verbrechen erinnert. Foto: StK

Vor der Russischen Botschaft an ein Verbrechen erinnert.
Foto: StK

Berlin, 22.07.2015/cw – Die Citoyens* Margreet und Stefan Krikowski gehören zu den kreativen Protestlern der Berliner Szene. Stummer Protest habe nur Sinn, wenn er den Menschen Inhalte vermittelt, wenn wir Proteste sichtbar machen, sagt das engagierte Ehepaar.

"Nicht vergessen!" Die Initiatoren Stefan (Mi.) und Margreet Krikowski (re.) - Foto: StK

„Nicht vergessen!“ Die Initiatoren Stefan (Mi.) und Margreet Krikowski (re.) – Foto: StK

Am Freitag vergangener Woche erinnerten Margreet und Stefan mit Freunden vor der Russischen Botschaft unter den Linden an den Abschuss von FLUG MH17 über der Ostukraine am 17. Juli 2014, der weltweites Entsetzen auslöste. 193 Niederländer, 43 Malaysier, 27 Australier, 12 Indonesier, 10 Briten, 4 Deutsche, 4 Belgier, 3 Philippine, 1 Kanadier und ein Neuseeländer fanden durch diesen völkerrechtswidrigen Akt den Tod.

Die Protestanten hatten gegenüber der Botschaft Listen mit den Namen der Ermordeten ausgehängt. Zahlreiche Fotos und Dokumente ermöglichten den visuellen Einblick in diese Tragödie. Auf Transparenten wurde der russische Präsident Putin für dieses Verbrechen verantwortlich gemacht und die Bestrafung der Verantwortlichen gefordert. Ebenso wurde bei dieser Gelegenheit die Okkupation der Krim durch Russland verurteilt und die Rückgabe an die Ukraine gefordert.

"Hände weg von der Ukraine!" - Aus gegebenem Anlass auch Proteste gegen die Besetzung der Krim - Foto: StK

„Hände weg von der Ukraine!“ – Aus gegebenem Anlass auch Proteste gegen die Besetzung der Krim – Foto: StK

Wie schnell indes die Menschen über diese Verbrechen zur Tagesordnung übergehen, zeigte sich auch am vergangenen Freitag. Nur relativ wenige Menschen unterbrachen ihren Gang durch die weltberühmte Berliner Allee, um sich an das Geschehen vor einem Jahr zu erinnern oder einfach nur kurz innezuhalten. Die Protestanten ficht das nicht an: „Wichtig ist die Erinnerung und das Signal, daß wir über diese Verbrechen nicht einfach zur Tagesordnung übergehen,“ sagt Stefan. (1.014)

* Der Citoyen (französisch citoyen zu altfranzösisch citeain, einer Ableitungsform von cité ‚Stadt‘, dies aus lateinisch civitas ‚Bürgerschaft‘, ‚Staat‘) bezeichnet den Bürger bzw. Staatsbürger, der in der Tradition und im Geist der Aufklärung aktiv und eigenverantwortlich am Gemeinwesen teilnimmt und dieses mitgestaltet (WIKIPEDIA).

Siehe auch: http://www.berlin-visual.com/ru/godovshchina-tragedii-reysa-MH17–Berlin-pomnit

Die Namen von 298 Toten klagen ihre Mörder an...  - Foto: StK

Die Namen von 298 Toten klagen ihre Mörder an… – Foto: StK

V.I.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785

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