You are currently browsing the tag archive for the ‘Süddeutsche Zeitung’ tag.

Leipzig, 12.09.2013/cw – Der Autor Erich Loest (87) ist tot. Nach einem Polizeibericht hatte sich der berühmte Schriftsteller aus dem Fenster einer Klinik gestürzt. Über die Hintergründe ist derzeit nichts bekannt.

In seinen Romanen hatte sich Loest immer wieder mit speziell deutschen Themen auseinandergesetzt; sein letzter und wohl berühmtester Roman war „Nicolaikirche“, in dem er sich mit dem Umbruch Ende der achtziger Jahren befasste. Der Roman entstand nach einer erfolgreichen gleichnamigen Fernseh-Serie.

Erich Loest war zunächst umstritten. Das SED-Mitglied verunglimpfte nach dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 die Aufständischen und machte sich die SED-Sprachregelung zu eigen, nach der Westagenten und Halbstarke aus Westberlin die Unruhen befeuert hätten. Allerdings wurde Loest danach kritischer, fiel in Ungnade und wurde schließlich 1957 wegen „konterrevolutionärer Gruppenbildung“ zu sieben Jahre Zuchthaus verurteilt, die er im Gefängnis Bautzen II verbüßte. Nach seiner Entlassung blieb er noch bis 1981 in der DDR und siedelte dann in die Bundesrepublik nach Bonn über. 1990, nach dem Mauerfall, kehrte der 1926 in Mittweida geborene Schriftsteller in seine Heimatstadt Leipzig zurück.

Irritationen löste Loest mit seinem Beitrag in der Süddeutschen Zeitung zum 30. Jahrestag des Volksaufstandes von 1953 aus. Hier wiederholte er seine als überwunden geglaubte Darstellung von dem durch Halbstarke aus Westberlin inszenierten und unterstützten Putsch. Loest hat sich später allerdings, wohl nicht zuletzt unter dem Eindruck  der friedlichen Wiedervereinigung Deutschlands von dieser Darstellung distanziert.

Zweifellos verlieren wir mit ihm einen kritischen Geist, der den Mut zu Irrtümern ebenso hatte wie eine beispiellose Schaffenskraft als deutscher Patriot, der die Befindlichkeiten seines Landes zwischen Schonungslosigkeit und nahezu zärtlicher Nähe auszudrücken verstand. Seine fast 50 Bücher, vielen Essays und Beiträge werden ihn überdauern und seinem Namen in unserer Erinnerung einen dauerhaften Standort geben.

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785

Unübersehbarewr Protest auf dem Nürnberger Platz für Menschenrechte. Foto: LyrAg

Unübersehbarer Protest auf dem Nürnberger Platz für Menschenrechte.
Foto: LyrAg

Nürnberg, 27./31.07.2013/cw – Rund 500 Menschen (nach Angaben der Polizei) oder 1.000 Teilnehmer (nach Angaben der Veranstalter) waren dem Aufruf einer Initiative gefolgt, um dem Protest gegen die weitere Einsperrung von  Gustl Mollath in der forensischen  Psychiatrie Gehör zu verschaffen. Es war nicht die bunte Mischung der Teilnehmer, die bei immerhin  fast 35 Grad brütender Hitze nahezu drei Stunden aushielten und damit der Glaubwürdigkeit ihrer Empörung Ausdruck verliehen.

In der Innenstadt Nürnbergs präsent: Freiheit für Gustl Mollath. Foto: LyrAg

In der Innenstadt Nürnbergs präsent: Freiheit für Gustl Mollath.
Foto: LyrAg

Es waren die roten DKP-Fahnen auf dem Platz der Menschenrechte, die LINKE-Aufkleber auf den Veranstaltungsplakaten und die mit einem eigenen Plakat erschienenen HARTZ-IV-Protestler, die nicht wenige der Protestanten irritierten. Aber auch ein Stasi-Opfer, immerhin eigens aus Berlin angereist, stellte die Darstellung seiner eigenen Verfolgung wohl über den Anlass des Treffens der zu Recht Empörten: Auf seinem Plakat fehlte jedenfalls jeder Bezug zu Gustl Mollath.

Vermutlich sorgte die angekündigte Riege von Parteipolitikern für die Ermunterung dieser Auch-Demonstranten zum Vorzeigen eigener Farben und Befindlichkeiten. Die Veranstalter bemühten sich, Fremdgeister offenbar zu bannen, erwiesen sich dabei aber als offensichtlich nicht konsequent. So wurde ein Ehepaar des Platzes verwiesen, das – Grausamkeit, lass nach – auf einem  eigens gefertigten  Plakat gegen „weitere Opfer politischer Strafjustiz“ protestierte und dabei neben Gustl Mollath auch Horst Mahler angeführt hatte. Nun  muss man ja kein Neo-Nazi sein, wenn man auf weitere offensichtlich politisch indizierte Urteile hinweist; immerhin leben wir in einer Demokratie.

DDR-Verfolgungsmaßnahmen verdrängt

Auch die ehem. Hoheneckerin Tatjaan Sterneberg protestierte mit eigens kreiertem T-Shirt - Foto: LyrAg

Auch die ehem. Hoheneckerin Tatjana Sterneberg protestierte mit eigens kreiertem T-Shirt – Foto: LyrAg

Auch die Bundespräsidenten, die sich einst aus rein  humanitären Gründen für die Freilassung von Rudolf Hess eingesetzt hatten, waren nachweislich keine Neo- oder Alt-Nazis. Dennoch wurde das Ehepaar ausgesperrt, die DKP-Fahnen durften dagegen weiter wehen. Das Nicht-Wissen über die Verfolgungsmaßnahmen in den kommunistisch regierten Staaten und der einstigen  DDR, zu denen auch die Psychiatrisierung politischer Gegner oder die Verabreichung von Psychopharmaka gehörten, schien auch in Nürnberg an diesem heißen Juli-Nachmittag verbreitet zu sein oder wurde zumindest – wie gewohnt – verdrängt. Erich Stephany verlas als Hauptorganisator der Kundgebung zu Beginn die – im Übrigen berechtigte – Begründung: „Gustl Mollath distanziert sich von allen extremistischen  Positionen, und ich als Veranstalter tue das ebenfalls.“

Selbst der Süddeutschen Zeitung, die ob ihres journalistischen Engagements (neben der Nünberger Zeitung) mehrfach gelobt wurde, gingen  einige Sektierer zu weit, wie der „Mann, der per Plakat die Abschaffung aller Gefängnisse fordert“ oder „Leute, die völlig inakzeptabel Richter, Psychiater oder andere Beteiligte bedrohen“, so Uwe Ritzer (SZ Nr.173, Seite 33).

Die berühmte "Biermöslblasn" mit Hans Well begeisterte mit musikalischem Aufruhr - Foto: LyrAg

Die berühmte „Biermöslblasn“ mit Hans Well begeisterte mit musikalischem Aufruhr. Foto: LyrAg

Der Auftakt der Kundgebung konnte bayerischer nicht sein. Hans Well von der berühmten  Biermöslblasn (Laut Internet „das Lecken einer Muschi, die zuvor in Bier getränkt wurde – ein Brauch aus dem Mittelalter“) sang mit zwei weiteren Familienmitgliedern ein Gstanzl  über die Ablehnung des Wiederaufnahme-verfahrens durch das Regensburger Landgericht: „Dene Richter geht´s  ums Rechthaben, um  Gerechtigkeit geht´s nicht“. Jubelnder Beifall.

Stephany forderte zu Beginn die Verantwortung von Nürnberg als Stadt der Menschenrechte ein, sie stehe in der Pflicht, sich auch für Gustl Mollath zu engagieren.  Der Verwaltungsjurist Wilhelm Schlötterer führte aus, es handele sich im vorliegenden Fall nicht um eine Justizirrtum: „Hier war Vorsatz am Werk!“ Die Entscheidung des Landgerichtes Regensburg, eine Wiederaufnahme zu verweigern, sei „ein Witz.“ Die Einweisung in die Psychiatrie stelle eine „Freiheitsberaubung“ dar.

Schreibtischgutachten

Psychiatrie-Gutachter Friedrich Weinberger. Foto: LyrAg

Psychiatrie-Gutachter Friedrich Weinberger.
Foto: LyrAg

Der Psychiater Dr. Friedrich Weinberger, der das letzte Gutachten über Mollath erstellt hatte, kritisierte heftig die Erstellung von  Gutachten „vom Schreibtisch aus“. Seine Vorgutachter hätten in der Regel nach Aktenlage beurteilt, ohne Mollath je persönlich begegnet zu sein: Dies sei „eines Rechtsstaates unwürdig“. Martin Runge, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Bayerischen Landtag, betonte, man habe es hier „mit einem Schweige-, Lügen- und Verschleierungskartell in Justiz und Politik“ zu tun. Ganz Wahlkampf forderte er dazu auf, im  September dieses Kartell abzuwählen. Florian Streibl von den Freien Wählern dankte seinem Kollegen im  Landtag, der seiner Partei und ihm das Problem Mollath auf den Tisch gelegt hätte und forderte, wie seine Vorredner, Konsequenzen gegen die Verantwortlichen für diesen Skandal: Es täten sich bei „jedem Blick in die Akten neue Abgründe auf“. Der Landesvorsitzende der FW, Hubert Aiwanger, sollte dagegen nur auf das Podium  dürfen, wenn er zuvor „eine Koalition mit der CSU“ ausschließen würde. Ganz Demokrat verweigerte sich der FW-Chef diesem Diktum und verzichtete auf einen Redebeitrag.

Atmosphäre wie in einem totalitären Staat

Protestierten bei glühender Hitze: Rund 700 Demonstranten. Foto: LyrAg

Protestierten bei glühender Hitze: Rund 700 Demonstranten.
Foto: LyrAg

Peter Paul Gantzer von der SPD, der schon mal als „künftiger Justizminister“ begrüßt wurde, prangerte das seinerzeitige Gerichtserfahren an, welches in einer Atmosphäre stattgefunden habe, die „man eher in totalitären Staaten vermute“.

Nach diesem wahrhaften Redenmarathon, das die Demonstranten in eindrucksvoller Solidarität mit Gustl Mollath über sich ergehen ließen, wurden diese aufgefordert, das Thema „Gustl Mollath“ über das Wochenende in  die Fußgängerzone zu tragen, in der derzeit das Bardentreffen stattfände. Zu diesem Zweck würden geeignete T-Shirts am Rande verkauft werden.

Korrekt muß bei aller Kritik festgehalten werden, daß sich vermutlich kaum so viele Politiker auf dieser Kundgebung zu Wort gemeldet hätten, wenn Bayern nicht – neben der Bundestagswahl – vor einer Landtagswahl stehen würde. Der mögliche Missbrauch eines für das Opfer tragischen Justizverbrechens für parteipolitische Zwecke bekommt so einen vielleicht notwendigen Hintergrund. Für den Chronisten bleibt auch festzuhalten, daß in der Präsenz der Parteien das christliche und das liberale Element (natürlich bezogen auf die CSU und FDP) fehlten.

Jede Woche Freiheitsentzug ist eine Woche zu viel

Appelle an den Bundespräsidenten: Brief und Plakat. Foto: LyrAg

Appelle an den Bundespräsidenten: „Schreiten Sie ein!“
Foto: LyrAg

Gustl Mollath wird auch nach der heißen Demo in Nürnberg und nach der (erneuten) Fehlentscheidung des Landgerichtes in Regensburg kein freier Mensch sein. Eine Freilassung allein, dies wurde auf der Kundgebung deutlich formuliert, würde ohne entsprechende Folgen  für die Verantwortlichen dieser bewussten Freiheitsberaubung eines Bürgers dieser Republik keinen Sinn machen. Ob man deshalb erst das Wahlergebnis abwarten muß, wie das auch gefordert wurde, erscheint trotzdem zweifelhaft. Schließlich wären dies sieben weitere Wochen zuviel Freiheitsentzug für Mollath. Daran ändert auch der an dieser Stelle fragwürdige Beifall für diese Forderung nichts.

Persönliches Engagement empörter Bürger - Foto: LyrAg

Persönliches Engagement empörter Bürger – Foto: LyrAg

  V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785

 

 

Berlin, 13.07.2013/cw – Die Vereinigung 17. Juni (1953 e.V.) begrüßte in einer Erklärung von heute die Absicht von Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger, mit einer Gesetzesinitiative die Einweisung möglicher oder vorgeblicher Straftäter in die Psychiatrie einzuschränken und stärker kontrollieren zu lassen. Nach Medienberichten  von heute, u.a. Süddeutsche Zeitung, Seite 1, will die FDP-Politikerin mit der angestrebten Reform die Unterbringung in der Psychiatrie generell auf „gravierende Fälle“ beschränken, die überdies regelmäßig überprüft werden sollen.

Der in Berlin ansässige DDR-Opferverband, der neben ehemals aus politischen Gründen verurteilten ehemaligen Haft-Opfern auch Psychiatrie-Opfer der zweiten Diktatur berät, hält angesichts der aktuellen Diskussion um den Fall des Gustl Mollath in Bayern eine Reform für überfällig. Angesichts der historischen Vergangenheit mit zwei brutalen Diktaturen sei der Rechtsstaat gefordert, jeden Anschein einer gleich gelagerten Verfolgungspraxis zu vermeiden. Der Verein appellierte an die im Bundestag vertretenen Parteien, die „begrüßenswerte Initiative“ der Justizministerin unabhängig vom „gegenwärtigen  Wahlkampfgetöse“ aktiv und konstruktiv zu unterstützen: „Das Leiden der Psychiatrie-Opfer durch ungerechtfertigte amtliche Beschlüsse oder gar Urteile darf nicht durch die Hintertür der Gleichgültigkeit in einem demokratischen Rechtsstaat seine indirekte Fortsetzung finden,“ stellt der Verein fest.

Aus gegebenem Anlass erinnert der Verein an die geplante Demo für Gustl Mollath in Nürnberg am 27. Juli ab 14:00 Uhr und bezeichnet diese Kundgebung als „gute Möglichkeit für alle Demokraten, Position zu beziehen und damit auch die jüngste Initiative von Leutheusser-Schnarrenberger aktiv zu unterstützen.“

V.i.S.d.P.: Vorstand Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785

 

Thich Nhat Hanh äußert sich zum modernen Buddhismus

Berlin/München/Neustadt, 2.06.2013/cw – „In … anderen Orten kommen die Buddhisten zusammen. Eine Religion, deren Hauptmerkmal Geisterkult ist.“ Rainer Wagner im Gemeindebrief Nov. 2011, Stadtmission Neustadt an der Weinstraße (Wir berichteten).

Am Wochenende, 1./2.Juni, veröffentlichte die überregionale Süddeutsche Zeitung aus München ein  Gespräch mit dem zweiten Mann hinter dem Dalai Lama, der einmal im  Jahr nach Deutschland kommt, um „in der rheinländischen Provinz Mönche, Nonnen und Laien zu unterrichten“ (SZ). Thich Nhat Hanh gibt in dem Gespräch Einblicke in die geistigen Grundlagen des Buddhismus, die wir an dieser Stelle unkommentiert in Auszügen  wiedergeben. Wir wollen damit unseren Lesern den Anreiz vermitteln, sich inhaltlich mit diesen Gedanken auseinanderzusetzen und diese den (freilich reduziert wirkenden) Thesen Wagners gegenüberzustellen. Wir wollen damit einen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion leisten. Wir laden den Theologen Rainer Wagner erneut ein, an dieser Stelle selbst seine Sicht der Dinge darzustellen bzw. sein Zitat zu erläutern.

Auch die Lotusblume braucht Schlamm zum Gedeihen

Thich Nhat Hanh: „Wir bemühen uns, Leid in Gutes zu verwandeln. Auch die Lotusblume braucht Schlamm, um zu gedeihen. Sie wächst nicht auf Marmor. Sie müssen erkennen, dass es eine enge Verbindung zwischen Leid und Glück gibt. Wer vor dem Leid wegläuft, kann  kein Glück finden. Im Gegenteil: Suchen Sie nach den Wurzeln Ihres Leids. Erst dann  kann  Verständnis und Mitgefühl erwachsen. Diese beiden sind der Schlüssel zum Glück. Alles Geld und alle Macht der Welt bringen kein  Glück ohne Verständnis und Mitgefühl. Im  Angesicht von Fanatismus, Unterdrückung, Furcht und Wut hilft nur eines: Betrachte den Schlamm genau, um  auf ihm eine Lotusblume wachsen zu lassen. Wer das Leid des Aggressors erkennt, muss ihn nicht hassen.“

Die Menschen konsumieren nicht, weil es nötig ist

„Wir erleben eine tiefe Krise, besonders im Westen. Die Menschen rennen weg vor ihrer Trauer, sie haben Angst. Deswegen konsumieren sie immer mehr: Musik. Alkohol, Lebensmittel, das Internet. Sie konsumieren nicht, weil es nötig ist. Sondern weil sie ihre Einsamkeit nicht aushalten, die Leere in ihrem Inneren. Wir fürchten, die Trauer könnte uns überwältigen, wenn  wir ihr ins Gesicht blicken. Aber die Trauer wächst. Die Vergangenheit bringt uns Bedauern, die Zukunft Sorge und Angst. Dagegen hilft uns die Praxis der Achtsamkeit. Wenn  wir Zukunft und Vergangenheit loslassen, werden wir diese Lasten los.“

Wir dürfen die Lehre nicht überladen

„ … Ich vermeide buddhistische Ausdrücke, wir drücken uns lieber  einfach aus. Ein Beispiel: Buße tun, das ist ein  schwerer Ausdruck. Also sprechen  wir davon, dass wir die Erde berühren. Berühre die Erde und beginne neu, lass die Vergangenheit hinter dir. … Überall brauchen wir eine neue Sprache, um die Jugend zu erreichen.. Die Menschen im Westen  mögen unsere Lehre, weil sie nicht durch viele Rituale beschwert ist. Wir dürfen die Lehre nicht überladen mit Theorie und Komplexität. Es geht ums alltägliche Leben. Übrigens gilt dasselbe fürs Christentum. Nur ein erneuertes Christentum kann den Menschen in der Moderne dienen.“

„ … Im Buddhismus sind wir nur locker organisiert, wir haben nicht so etwas wie einen Vatikan. Also laufen wir auch nicht Gefahr, exkommuniziert zu werden.“

Wer einverstanden ist, schweigt

„ … Unser Motto: Sei Teil eines Flusses, nicht ein Wassertropfen. Lass Dich vom Fluss tragen. Bei uns gibt es keine individuellen Helden. …  Entscheidungen  werden bei uns gemeinsam getroffen: Ein Problem wird erst einmal von allen diskutiert, dann bringt einer von uns einen Vorschlag zur Lösung vor. Wer einverstanden ist, schweigt. Wer andrer Meinung ist, meldet sich. Dreimal frage wir, ob alle einverstanden sind. Wird dreimal geschwiegen, ist die Entscheidung getroffen. …“

Zitate: Süddeutsche Zeitung, Nr.124 vom 1./2.Juni 2013, Seite 12, PANORAMA (Thich Nhat Hanh) und Stadtmissionsbrief Neustadt a.d. Weinstraße, Nov.2011 (Rainer Wagner).

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Tel.: 030-30207778

 

Berlin/Leipzig, 5.03.2013/cw (604) – Ellen Thiemann, ehemalige Insassin des berüchtigten  DDR-Frauenzuchthauses in Stollberg/Erzgebirge, stellt ihr neuestes Buch auf der Leipziger Buchmesse vor: „Wo sind die Toten von Hoheneck? – Neue Enthüllungen über das berüchtigte Frauenzuchthaus der DDR„.

Es ist das dritte Buch der einstigen Ressortleiterin in der Redaktion des „Kölner Express“. Über ihr erstes Buch „Stell dich mit den Schergen gut“ urteilte Hans-Dietrich Genscher: „Mich hat selten ein Bericht über eigenes Erleben  so erschüttert.“  Über das zweite Buch „Der Feind an meiner Seite“ schrieb die Süddeutsche Zeitung: „Thiemanns Bericht ist nicht nur erschütternd, weil sie gelitten hat und ihr eigener Ehemann sie verriet und bespitzelte, sondern weil er das Netz der Machenschaften der Stasi bloßlegt, das das ganze Land überzog.“  Alle Bücher wurden bei HERBIG München verlegt.

Das neueste Buch wird zur Leipziger Buchmesse von der Autorin vorgestellt am

15. März 2013 | 19:00 Uhr in der

Gedenkstätte Museum in der Runden Ecke

Dittrichring 24, 04109, Leipzig (Zentrum)

Auf der Buchmesse ist die Autorin am

16. März 2013 | 11:30 – 12:00 Uhr am Stand der

Buchverlage LangenMüller Herbig

Halle 5, Stand A101

zur Lesung, Gespräch und Signierstunde anzutreffen.

Am 18. März 2013 | 20:00 Uhr  wird Ellen Thiemann

im Prima Donna Frauenzentrum in Potsdam

Schiffbauergasse 4 h, 14467 Potsdam

aus ihrem Buch lesen und sich den Fragen der Anwesenden stellen.

Eintritt/Kostenbeitrag: 5,00/4,00 €.

Vorankündigung:

Am 4. Mai 2013 | 15:30 Uhr wird die Autorin im

Bürgerbegegnungszentrum, „das dürer“

Albrecht-Dürer-Straße 85, 09366 Stollberg

ihr Buch unweit der seinerzeitigen DDR-Haftanstalt vorstellen.

Veranstalter: Frauenunion Erzgebirge.

 

V.i.S.d.P.: Redaktion „Hohenecker Bote“, Berlin, Tel.: 030-30207778

 

 

 

 

 

September 2021
M D M D F S S
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930  

Blog Stats

  • 755.700 hits

Um neue Beiträge per E-Mail zu erhalten, hier die E-Mail-Adresse eingeben.

Schließe dich 129 anderen Followern an