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Prag/Hamburg, 16.11.2013/cw – „Diese Grenze war blutiger als die innerdeutsche,“ sagt Stefan Karner, Leiter des Ludwig-Boltzmann-Institutes für Kriegsfolgen-Forschung in Wien. Über die blutigen  Tragödien an der Grenze zu Österreich berichtete jetzt stern.de.

 

Allein 648 Soldaten der tschechischen Armee starben nach den jetzt vorgelegten Forschungsergebnissen durch Unfälle in den Grenzanlagen oder auch Selbstmorde.  Von  den rund 8.000 an der 453 km langen Grenze zu Österreich eingesetzten Soldaten „haben sich diese wegen des enormen psychischen Drucks gegenseitig erschossen,“ so Karner. 129 Menschen starben bei Fluchtversuchen; in „einigen Fällen hätten Grenzhunde Jugendliche zerfleischt“ oder Menschen seien am Stacheldrahtzaun verblutet.

Der fragliche Sperrgürtel war bis zu 12 km tief gewesen. Die Grenzsoldaten hätten ihre Opfer oft tagelang bis zum Zugriff oder deren Tod verfolgt, eine erschütternde Variante aus dem bisher bekannten blutigen  Alltag kommunistischer Grenzregime. Karner spricht davon, dass dieses Vorgehen viele Soldaten psychisch überlastet habe.

Die auf Anregung von tschechischer Seite durchgeführten  Untersuchungen über den Nachrichtendienst in der einstigen CSSR im Rahmen eines Projektes in Österreich liegen jetzt in Buchform vor und umfassen den Zeitraum von 1945 bis 1989.

Mit den jetzt präsentierten Ergebnissen aus diesem Teil des Eisernen Vorhangs bestätigen  sich nach Meinung von Beobachtern die bisher kritisch betrachteten Statistiken über die Toten am Eisernern Vorhang durch die „Arbeitsgemeinschaft 13.August“ in Berlin. Die im „Haus am Checkpoint Charlie“ beheimatete und von Rainer Hildebrandt begründete Organisation führt seit Jahren weit über 1.000 Todesopfer an „Mauer und Stacheldraht“ an und wurde deswegen wegen ihrer „unhistorischen Vorgehensweise“ heftig kritisiert. Auch mit der Erfassung von Todesopfern befasste deutsche Institutionen hatten der Institution an der Kreuzberger Friedrichstrasse einen „unseriösen Umgang mit den Toten der Teilung“ vorgeworfen. Die jetzt von Karner vorgelegten und von stern.de transportierten Ergebnisse zeigen zumindest, dass die Erforschung der blutigen Tragödien an der einstigen brutalen Grenze zwischen Ost und West noch lange nicht abgeschlossen ist.

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785

 

stern.de

                                             Mollath-Gutachter unter Plagiatsverdacht

Gutachter Klaus Leipziger sorgte dafür, dass Gustl Mollath in die Psychiatrie eingewiesen wurde. Nun gerät der Psychiater selbst unter Verdacht. Seine Doktorarbeit soll ein Plagiat sein.

Von Helmut Reister

Hat Klaus Leipziger, Chefarzt der Forensischen Psychiatrie im Bezirkskrankenhaus Bayreuth und zentraler Gutachter im Fall Gustl Mollath, bei der Erstellung seiner Dissertation abgeschrieben? Martin Heidingsfelder, Deutschlands bekanntester Plagiatsjäger, ist davon überzeugt und hat am heutigen Freitag die Universität Ulm über seine Recherchen informiert.

http://www.stern.de/panorama/kritik-an-doktorarbeit-mollath-gutachter-unter-plagiatsverdacht-2046386.html

Süddeutsche.de   2. August 2013 17:13

Zweifel an bayerischen Gerichten  – Mollath erhält Hilfe aus Karlsruhe

Die Chancen von Gustl Mollath auf eine baldige Freilassung steigen. Nach SZ-Informationen zweifelt auch Generalbundesanwalt Range am korrekten Vorgehen bayerischer Gerichte in dem Fall – und das kurz vor der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts.

Von Uwe Ritzer

In schwarzen Roben demonstrierten am Freitag etwa 20 Anwälte vor dem Landgericht Regensburg. Als „113 Seiten Unverschämtheit“ bezeichnete einer ihrer Sprecher, der Strafrechtler Jan Bockemühl, die Entscheidung des Gerichtes gegen eine Wiederaufnahme des Falles Gustl Mollath. Mollath, der Schwarzgeldvorwürfe gegen die Hypo-Vereinsbank erhoben hatte, sitzt seit sieben Jahren gegen seinen Willen in der forensischen Psychiatrie.

Die Entscheidung, wann und ob er gegebenenfalls bald frei kommt, wird jedoch nach Lage der Dinge nicht mehr in Regensburg, sondern in Karlsruhe fallen.

http://www.sueddeutsche.de/politik/zweifel-an-bayerischen-gerichten-mollath-erhaelt-hilfe-aus-karlsruhe-1.1737699

Weitere LINKs:

http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/demo-anwaelte-mollath-100.html

http://www.br.de/nachrichten/mollath-landgericht-wiederaufnahme-100.html?time=10.384

http://www.tz-online.de/aktuelles/bayern/fall-gustl-mollath-wilhelm-schloetterer-erhebt-vorwuerfe-gegen-merk-2939136.html

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