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Schwerin, 4.07.2018/cw – Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hat  die Historikerin Anne Drescher in seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch für eine weitere Amtszeit als Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen durch Wiederwahl bestätigt. Die 56-Jährige erhielt in offener Abstimmung die Stimmen aller (anwesenden) Abgeordneten von der LINKEn bis zur AfD. Drescher steht somit für weitere fünf Jahre an der Spitze der Aufklärungs-Behörde, die die Unterlagen des DDR-Geheimdienstes verwaltet, die Unterdrückungsmechanismen wissenschaftlich erforscht und Opfer des SED-Regimes berät. 2013 war Drescher das erste mal in diese Funktion gewählt worden, nachdem sie für diese Behörde seit deren Gründung vor 25 Jahren tätig war.

Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) wertete die Einstimmigkeit bei der Wiederwahl durch die im Landtag vertretenen Parteien als Anerkennung und Würdigung der bisher geleisteten Arbeit. „So lange der Arm der Geschichte des SED-Unrechts in die heutige Zeit reicht, darf die Aufarbeitung nicht enden“, betonte die Ministerin, in deren Geschäftsbereich die von Drescher weiterhin geführte Stasiunterlagen-Behörde gehört.

Anne Drescher wurde 1962 in Lübz in einem Pfarrhaushalt geboren. Sie war weder Mitglied bei den Pionieren noch bei der Freien Deutschen Jugend (FDJ), den Kinder- und Jugendorganisationen der DDR, in denen die Mitgliedschaft nahezu obligatorisch war. Sie durfte kein Abitur machen und ließ sich daher zur Kinderkrankenschwester ausbilden. Nach der Wende absolvierte sie zusätzlich eine seelsorgerliche Ausbildung sowie eine Ausbildung in der Konfliktberatung. Neben ihrer Arbeit bei der Stasi-Unterlagenbehörde studierte Drescher an der Fern-Universität Hagen Geschichte und Philosophie.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 030-30207785 (1.404).

Berlin/Schwerin, 5.04.2013/cw – Die von der Heinrich-Böll-Stiftung geförderte Austellung „Die Frauen von Hoheneck“ (Fotos: Dirk von Nayhauss, Texte: Maggie Riepl) nach dem Buch „Der dunkle Ort“ wird nach Berlin, Wiesbaden und Rostock (u.a.) nun auch in Schwerin zu sehen sein.

Die Eröffnung findet am kommenden Dienstag, 9.o4.2013 um 19:30 Uhr statt; der Eintritt ist frei.

Ort:

Schleswig-Holstein-Haus, Puschkinstraße 12, 19055 Schwerin.

Zur Eröffnung moderiert die Pressesprecherin der BStU Dagmar Hovestädt ein Zeitzeugengespräch mit den ehemaligen  Hoheneckerinnen Regina Labahn und Tatjana Sterneberg. Weitere Frauen von Hoheneck haben ihre Teilnahme zugesagt.

Auch Hoheneck wurde  zum Synonym für die Schrecken und das menschliche Leid, das durch die politisch motivierte Verfolgung von Bürgern in der einstigen SED-DDR-Diktatur ausgelöst wurde. Während der Existenz der DDR war Hoheneck das zentrale und größte Frauengefängnis. Die Strafen für unbotmäßiges Verhalten waren drakonisch, Arrest in der Dunkelzelle mit Wasser und Brot oder in der dort befindlichen Wasserzelle waren keine Ausnahme; ebenso die gezielte Verabreichung von Psychopharmaka an Gefangene ohne deren Wissen.

Die Frauen mußten in drei Schichten Zwangsarbeit für DDR-Firmen leisten, die die Produktion vornehmlich an westdeutsche Kaufhauskonzerne zum Verkauf auf deren Wühltischen lieferten. Die Haft in Hoheneck forderte auch diverse Tote. Aktuell wurde zu diesem Thema das Buch von Ellen Thiemann „Wo sind die Toten von Hoheneck“ (Verlagsgruppe Langen-Müller-Herbig, München) auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt. Die Autorin war in den siebziger Jahren selbst in Hoheneck inhaftiert und hat über das Frauenzuchthaus in den vergangenen Jahrzehnten ausführlich publiziert.

Tatjana Sterneberg  war von 1974-76, Regina Labahn von 1984-86 in Hoheneck als politische Gefangene inhaftiert. Sie werden über den Horror, den Sie dort erlebt haben, berichten.

Interessierte Teilnehmer an einer organisierten Fahrt nach Schwerin melden sich bitte unter der Ruf-Nr.: 030-30207778 (Tatjana Sterneberg) bis Sonntag, 7. April, an. Die Abfahrt nach Schwerin erfolgt ca. 11:00 Uhr, die Rückreise nach dem Ende der Veranstaltung.

V.i.S.d.P.: Verein Begegnungs- und Gedenkstätte (BuG) Hoheneck, Tel.:030-30207778
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