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Berlin, 06.07.2019/cw – In einer Pressemitteilung haben zwei Aktionskünstler, Irina Rau (Dresden) und Uwe Schröder (Leipzig), für den 13. Juli, um 16.00 Uhr vor der Russischen Botschaft in Berlin, Unter den Linden (nahe dem Brandenburger Tor) eine Protestaktion angekündigt. Anlässlich des Geburtstages von des seit 5 Jahren inhaftierten ukrainischen Regisseurs und Sacharow- Preisträgers Oleg Senzow wollen die beiden Aktionskünstler abwechselnd deutsch und ukrainisch aus dem von Oleg Senzow in Gefangenschaft geschriebenen Buch „Leben“ vorlesen. Der deutsche Menschenrechtler Ronald Wendling demonstriert an gleicher Stelle bereits seit nahezu fünf Jahren für die Freilassung politischer Gefangener in Russland, die zumeist, wie Senzow, aus der Ukraine stammen.

Unermüdlich: Ronald Wendling (Mitte li.) demonstriert seit fünf Jahren für die Freilassung der politischen Gefangenen vor der Russischen Botschaft in Berlin – Foto: LyrAg/RH

Die PRESSEMITTEILUNG vom 27.06. nachtstehend im Wortlaut:

„Protestaktion mit Buchlesung zum Geburtstag des seit 5 Jahren inhaftierten ukrainischen Regisseurs und Sacharow- Preisträgers gegenüber der Russischen Botschaft in Berlin

Am 13. Juli, um 16.00 Uhr bekunden die Aktionskünstler Irina Rau (Dresden) und Uwe Schröder (Leipzig) ihren Protest gegen die anhaltende Inhaftierung von Oleg Senzow in einem russischen Gefängnis.

Der ukrainische Filmemacher wurde im Mai 2014 wegen angeblicher terroristischer Handlungen vom russischen Inlandsgeheimdienst in seiner Heimatstadt Simferopol festgenommen und nach Russland verschleppt, dort zwangsweise eingebürgert und zu 20 Jahren Straflager verurteilt.

Unmittelbar vor der Fußball- WM im vergangenen Jahr trat er in einen 145-tägigen Hungerstreik. Er forderte die Freilassung weiterer aus politischen Gründen in russischer Haft befindlicher 64 Landsleute. Ende 2018 verlieh ihm das Europäische Parlament in persönlicher Abwesenheit den Sacharow- Preis für Menschenrechte.

Trotz Interventionen auf hoher internationaler Ebene und zahlreicher Protestaktionen in aller Welt kannte der russische Präsident und seine Justiz bisher keine Gnade. Momentan befindet sich Oleg Senzow im Straflager von Labytnangi nördlich des Polarkreises fernab von seiner Familie.

Aus einem symbolisch gestalteten russischen Gefängniszelt heraus werden die beiden Aktionskünstler abwechselnd deutsch und ukrainisch aus dem von Oleg Senzow in Gefangenschaft geschriebenen Buch „Leben“ vorlesen. Es sind autobiografische Geschichten aus seiner Kindheit und Jugend, die zeigen, „wie er zu dem furchtlosen Menschen wurde, der er heute ist“ (Andrej Kurkow).

Die beiden machten bereits im Vorjahr mit ähnlichen Aktionen an der Dresdener Frauenkirche und dem russischen Konsulat in Leipzig auf die ungerechte Situation aufmerksam

Ort der Aktion:

Auf dem Mittelstreifen
Unter den Linden 63-65,
10117 Berlin

Kontakt für Rückfragen: Dr. Uwe Schröder, Braunschweiger Straße 6, 04157 Leipzig¸Tel.:0049 173 3579343 – uwe-schroeder@gmx.de
Videobeispiel: Sentsov- the Scream: https://youtu.be/3ht92NgNU6w.“

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Mobil: 0176-48061953 (1.433).

„Gesundheitszustand von Guillermo Fariñas „besorgniserregend“

Havanna/Frankfurt am Main (8. August 2016) – Der kubanische Menschenrechtsverteidiger und Sacharow-Preisträger des Europäischen Parlaments Guillermo Fariñas ist nach Aussage seiner Mutter Alicia Hernández in einem besorgniserregenden Zustand und verliert immer wieder das Bewusstsein. Der Bürgerrechtler ist am 20. Juli in einen Hungerstreik getreten, um gegen die anhaltenden Repressionen des Castro-Regimes gegen Regimekritiker zu protestieren, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Bereits am 5. August wurde Guillermo Fariñas in das Krankenhaus Arnaldo Milián Castro in Santa Clara eingeliefert, weil er aufgrund des Hungerstreiks einen Schock erlitten hatte. Nachdem er Infusionen erhalten hatte und wieder zu Bewusstsein kam, wurde der Bürgerrechtler noch am selben Tag wieder aus dem Krankenhaus entlassen und setzte seinen Protest fort.

Guillermo Fariñas erklärt in einem offenen Brief an Raúl Castro, er werde seinen Hungerstreik erst beenden, wenn dieser öffentlich erklärt, dass seine Gegner nicht länger gefoltert, geschlagen und mit dem Tode bedroht werden.

845 politisch motivierte Verhaftungen im Juli 2016

IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin fordert die internationale Gemeinschaft auf, die Forderungen des Sacharow-Preisträgers Guillermo Fariñas zu unterstützen, die er als „gerechtfertigt und angemessen“ bezeichnet. „Erst gestern erhielt die IGFM die Meldung, dass im Juli 2016 845 Bürgerrechtler aus politischen Gründen verhaftet wurden, viele davon unter der Anwendung von völlig grundloser Gewalt.“

Der Sprecher von Kubas derzeit größter oppositioneller Organisation, der Patriotischen Union Kubas („UNPACU“), José Daniel Ferrer, berichtete der IGFM, dass sich Carlos Amel Oliva, Vorsitzender der UNPACU-Jugendorganisation, und weitere Mitgliedern der UNPACU dem Hungerstreik angeschlossen haben. Carlos Amel Oliva musste am 5. August in ein Krankenhaus eingeliefert werden und wurde bisher nicht wieder entlassen.

Unterdes berichtete die IGFM auf ihrer Seite (http://www.igfm.de/news-presse/aktuelle-meldungen/detailansicht/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=3067&cHash=e5976d6f8b0771b2572c8fa1bc7cfec9) , dass über 100 Mitglieder von Kubas größter Oppositionsbewegung UNPACU bereits Ende Juni verhaftet wurden. Bereits im Juli waren weitere 845 Bürgerrechtler inhaftiert worden. Der Sprecher der Jugendbewegung, Carlos Amel Oliva Torres sei seit Ende Juni „spurlos verschwunden.“ Er war vor seiner Verhaftung von einer Reise nach Washington zurückgekehrt, wo er über Menschenrechtsverletzungen durch die kubanischen Behörden referiert hatte.

V.i.S.d.P.: IGFM und Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 030-30207785 (1.138)

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