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Schorfheide/Eichhorst/Berlin, 09.02.2019/cw – Die Teilnahme an einer spontanen Demo am 17. Juni 1953 hatte für Horst Wurmsee zunächst keine Folgen.

Auf der Baustelle der Bauunion in Neustadt/Dosse kommt am 17. Juni 1953 keine Lore mehr aus Finkenkrug/Biesdorf an, die laufende Arbeit kommt zum Erliegen. Wenig später des Rätsels Lösung: Ca. 500 Arbeiter und Angestellte, u.a. aus der Gummifabrik in Bieselang, ziehen in einem Demonstrationszug heran. Auf mitgeführten Plakaten steht: „Wir streiken!“

Die 600 Kollegen der Bauunion, darunter Heinz Wurmsee, schließen sich geschlossen dem Zug an. Man fordert die „Freilassung sämtlicher politischer und Kriegsgefangener“, die „Aufhebung der Oder-Neiße-Grenze“ und die „Rücknahme der Normenerhöhung“. Dafür wollte der Zug nach Berlin marschieren, was leider nicht gelang, wie sich Wurmsee erinnerte.

Der Demonstrationszug wird durch Panzerspähwagen der Sowjetischen Streitkräfte gestoppt. Die Arbeiter weichen der Gewalt, lösen die Demo auf. An Festnahmen kann Wurmsee zu diesem Zeitpunkt nicht erinnern.

Als er und seine Kollegen am nächsten Tag die Arbeit wieder aufnehmen, ist dies nur „unter den Bajonetten“ möglich. Sowjetische Soldaten wachen über jede Tätigkeit.

Der am 05.04.1934 in Schwibus (heute Polen) geborene Wurmsee wuchs ohne Mutter bei den Großeltern auf. Die Mutter starb bei seiner Geburt. 1941 wird der Vater eingezogen, am 28. Januar 1945 muß die Familie flüchten. Nach Abschluß einer Lehre als Stellmacher zieht der nunmehr 17jährige nach Neustadt/Dosse. Dort arbeitet er ab Januar 1953 im Bahnbau bei der Bauunion in Brieselang.

Zuchthaus wegen Staatshetze

Obwohl Wurmsee am 17. Juni einer Verhaftung entgangen war, wurde er im Frühjahr 1954 doch noch verhaftet. Er erinnert sich über 50 Jahre danach lebhaft an die folgenden Ereignisse.

Am 13. Oktober 1953, dem sogen. Aktivistentag, werden die ledigen Arbeiter der Firma nach Warnemünde entsandt. Dort sollen sie die von den Deutschen zum Kriegsende versenkten und nun gehobenen Schiffe für die Russen ausbauen. Als einmal schlechtes Wetter ist, sitzen die Arbeiter in der Kantine und erzählen sich Geschichten aus ihrem Leben.

Wurmsee erzählt dabei von den Ereignissen am 17. Juni 1953 und dem „Ausflug“ der Arbeiter nach Berlin. Fünf Monate später, am 4.2.1954, wird Horst Wurmsee verhaftet, kommt in die Stasi-U-Haft in Lichtenberg (Hohenschönhausen). Der Vorwurf: Er hetze die Arbeiter der Warnow-Werft gegen die DDR-Regierung auf. Am 30.04.1954 wird der nunmehr Neunzehjährige zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach dem Urteil und elf Monaten Haft in Lichtenberg wird er im Januar 1955 in die Strafanstalt in Rostock verlegt (Gef.Nr.: 1164/54), von dort nach Bützow-Dreibergen (Mecklenburg). Als er hier ankommt, liegt er anfangs mit weiteren 15 Mitgefangenen im Keller auf Stroh. Für 16 Gefangene gab es zunächst nur zwei Esslöffel zum mageren Essen. Wurmsee, jüngster Strafgefangener, wird Essensträger. Am 8.09.1956 wird Horst vorzeitig entlassen.

Ein Haftkamerad saß bereits als Kommunist im Nazi-KZ

Horst Wurmsee erinnerte sich bis zuletzt an seine Mitgefangenen, unter ihnen zwei Zeugen Jehovas und ein Offiziersschüler, der fremd gegangen war und daher von seiner Freundin wegen angeblicher Fluchtpläne in den Westen angeschwärzt worden war. Als „bleibendes Erlebnis“ aus der Gefangenschaft in Rostock ist ihm die Begegnung mit dem Alt-Kommunisten Rudi (Bechina?, der zum Zeitpunkt des Gesprächs mit unserer Redaktion >November 2016< über Achtzigjährige kann sich nicht mehr an den genauen Familiennamen erinnern) lebendig geblieben.

Rudi, der bekennende Kommunist, war bereits unter den National-Sozialisten eingesperrt gewesen und befand sich neun Jahre (!) in KZ-Haft. Nach dem Krieg hatte er in der kommunistischen DDR Karriere gemacht und sogar einen Regierungsposten erlangt. Nun wurde ihm vorgeworfen, er habe sich als Kommunist „getarnt“, um der DDR zu schaden. Rudi hatte sich geweigert, am 17. Juni auf deutsche Arbeiter zu schießen. Erneut mußte der Kommunist in die Gefangenschaft, das Urteil: 5 Jahre. Wurmsee erinnert sich bewegt, wie der Mann nach dem Urteil (30.04.1954) weinte. Wurmsee bedauerte zutiefst die Unkenntnis darüber, was aus diesem Haftkameraden geworden war.

Nach seiner Entlassung 1956 begann der einstige politische Häftling eine Arbeit in einer LPG. Als er 1958 mit seiner Brückenbaufirma nach Eichhorst kam, wo das Dorf seine 250-Jahr-Feier beging, lernte er seine später Frau Annemarie kennen. Beide heirateten 1960 und lebten seither in Eichhorst zusammen. Die Eheleute hatten drei Kinder, eine Tochter und zwei Söhne, wovon Sohn Silvio es bis zum Ortsvorsteher brachte.

Abstand von der Politik – Ehrenmedaille in Gold

Im Gegensatz zu manchen ehemaligen Aktivisten am Volksaufstand hielt sich Wurmsee in der Folge von der Politik fern und engagierte sich vielfach ehrenamtlich. Für seinen Einsatz bei der Freiwilligen Feuerwehr im Ort erhielt er mehrere Belobigungsurkunden, zuletzt 2001 vom Brandenburgischen Innenminister die Ehrenmedaille in Gold „für treue Dienste in der Freiwilligen Feuerwehr“. Ganze 7.382 Stunden wandte Wurmsee während seiner aktiven Zeit für diese Tätigkeit seit dem 1.04.1960 auf, was akribisch erfasst und ihm eigens bestätigt wurde.

Nach einem Schlaganfall konnte sich Wurmsee nur noch mittels eines elektrisch betriebenen Rollfahrzeugs bewegen. Das hinderte ihn nicht, noch 2017 an dem Staatsakt zum 17. Juni auf dem Berliner Friedhof Seestraße teilzunehmen, wo er stolz in der ersten Reihe inmitten weiterer Veteranen vom 17. Juni 1953 saß. Seine Hoffnung, noch möglichst lange die Geschicke beobachten und sich selbst noch bewegen zu können, trog. Nach einer notwendigen Beinamputation starb Horst Wurmsee am 5.Februar diesen Jahres.

Die Vereinigung 17. Juni 1953 würdigte den Verstorbenen in einem Beileidsschreiben an die Familie und bedauerte, „diesen aufrechten Menschen zu spät kennen und schätzen gelernt zu haben.“ Man werde „Horst Wurmsee in steter und würdiger Erinnerung behalten,“ so der Vorstand.

Die Urne des Verstorbenen wird nach gegenwärtigem Sachstand am 23.02.2019 um 11.00 Uhr auf dem Friedhof in Lichterfelde* beigesetzt.

* ACHTUNG: Es handelt sich nicht um den Friedhof Lichterfelde in Berlin, sondern um den Friedhof nahe des Heimatortes Eichhorst von Horst Wurmsee, also den Friedhof in Lichterfelde bei Eberswalde, über die A11 hinter Finowfurt die nächste Abfahrt. (Nachtrag 13.02.2019/cw).

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 0176-48061953 (1.378).

Berlin, 4.10.2017/cw – Der MDR zeigt heute in seiner Reihe „Spur der Ahnen“ einen wahrhaften Thriller aus der DDR-Vergangenheit (21:15 Uhr).

Sie hält ein Urteil vom Obersten Gericht der DDR in der Hand: Elisabeth Bocho. Im Namen des Volkes 15 Jahre Haft für ihren Mann Jörg Bocho, dem Spionage vorgeworfen wurde. Die Vorwürfe klingen auch heute noch mehr nach einem Agententhriller als nach dem Mann, mit dem sie fast 20 Jahre lang verheiratet war.

Elisabeth lernte Jörg 1978 im freien Teil Deutschlands kennen, nachdem er gerade aus der DDR-Haft freigekauft worden war. Beide besuchten eine Umschulung. Sie verlieben sich und heiraten. Elisabeths Freundinnen beneiden sie um diesen  Mann: groß, blond, geheimnisvoll – der ihnen als ein charmanter Abenteurer erscheint. Doch der Alltag in der Ehe sieht anders aus. Jörg zieht sich oft zurück, spricht wenig oder auch mal monatelang gar nicht mit seiner Frau. Dafür weiß Jörg, mit wem sich Elisabeth gerade getroffen hatte. Auch warnte er sie vor dem einen oder anderen Menschen. Woher er diese Informationen hatte, verriet er allerdings nie.

Schließlich lässt sich Elisabeth 1997 scheiden. Die Ehe war gescheitert. Nur vier Monate später starb ihr Mann – mit nur 57 Jahren – an Krebs. Erst Jahre später stößt sie auf einen Zeitungsartikel: „Der Spion, der mit dem U-Boot kam.“ Sie forscht und erhält wenig später das Urteil des Gerichts für Militärstrafsachen der DDR aus dem Jahr 1969; es umfasst kanpp 30 Seiten. Im Urteil ist die Rede von „Spionage, Diversion und staatsgefährdendem Gewaltakt“, von Mini-U-Booten, von Schleusungen, Doppelgängern und von einer Ausbildung in Pearl Harbour.

Elisabeth Bocho wird unruhig, setzt nun ihre Nachforschungen intensiv fort.  War ihr Jörg ein amerikanischer Spion? Wie ist er verhaftet worden?

In Leipzig verbrachte Jörg den größten Teil seiner Kindheit bei seiner Großmutter in seiner Geburtsstadt. Seine Mutter holte den Zwölfjährige nach Westberlin, wo er die Schule beendete. Danach geht er zur Bundeswehr nach Hamburg. Ausgerechnet im Jahr des Mauerbaus 1961 siedelt Jörg Bocho in die DDR über und arbeitet in einer Leipziger Fabrik. 1966 wird er in Rostock verhaftet.

Mit dem Film-Team „Die Spur der Ahnen“ sucht Elisabeth Bocho im Archiv der Stasiunterlagenbehörde (BStU) nach weiteren Hinweisen, besucht das ehemalige Stasigefängnis in Berlin Hohenschönhausen, in dem Jörg jahrelang in Einzelhaft einsaß. Sie findet und spricht mit alten Kollegen aus Jörgs Zeit in  Leipzig.

Die 99 Akten füllen einige Meter Regal, die Geschichte wird immer abenteuerlicher: Ein Doppelgänger soll Jörg im VEB vertreten haben, während er im Ausland Geheimdienstausbildungen absolvierte. Für die alten Leipziger Kollegen kaum vorstellbar. Sie erinnern sich noch gut an den fröhlichen jungen Mann, an die eine oder andere gemeinsame Kneipentour.

Kann Elisabeth das Geheimnis ihres Mannes zwanzig Jahre nach seinem Tod noch lüften? Heute Abend, 21:15 Uhr, im MDR-Fernsehen.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785 (1.292).

 

 

 

 

 

Rostock, 23.10.2012/cw – Die Dokumentations- und Gedenkstätte des BStU in der ehemaligen U-Haft der Stasi in Rostock (DUG), in der Hermannstraße 34b (Eingang gegenüber Supermarkt) bietet zum Thema „Frauenzuchthaus Hoheneck“ in der ehem. DDR zur Langen Nacht der Museen in der Hansestadt am 27.10.2012 (18:00 – 01:00 Uhr) ein interessantes Programm:

19.00 Uhr:
Das Frauengefängnis Hoheneck – 25 Porträts ehemaliger politischer Häftlinge
Ausstellungseröffnung
mit
Maggie Riepl (Texte) und
Dirk von Nayhauß (Fotos)

21.00 Uhr:
Die Solistin – Eine Frau, die von Deutschland nach Deutschland wollte –
Lesung und Gespräch mit Edda Schönherz

Die Frauen von Hoheneck – Filmdokumentation zum DDR-Frauengefängnis Hoheneck,
gefördert durch die Bundesstiftung Aufarbeitung

Undichte Stellen – Fotoprojektion und Toncollage aus dem Dienstalltag der Stasi

V.i.S.d.P.: Redaktion „Hohenecker Bote“, Tel.: 030-30207785

Berlin, 20.09.2012/cw – Florian Henkel von Donnersmarck hat mit seinem legendären Film „Das Leben der Anderen“ zweifellos für ein Genre Maßstäbe gesetzt. So ist man nicht irritiert, den Stasi-Schnüffler mit Kopfhörern über den Lauschern und vor entsprechenden technischen Utensilien sitzend anzutreffen. Schmunzeln allerdings mag man ob dieser Adaption auch nicht, das Thema ist zu ernst.

Zunächst zum  Inhalt: Zwei Freunde in der DDR. Sie träumen, wie vierzehn ihrer siebzehn  Millionen Landsleute von der fernen Welt, von der Überwindung einschränkender und eingrenzender Mauern um ihren  Staat. So wollen sie ihren  Traum verwirklichen, gehen 1982 nach Rostock, wollen als Matrosen „nur aufs Meer.“ Träume waren in  dieser DDR oft realitätsfern und so finden  sich die Beiden nach Jahren noch immer am Anfang ihrer Sehnsüchte, die sich offenbar nur über eine Tätigkeit für die Stasi verwirklichen lassen. Die erfolgreiche Anwerbung und Bespitzelung des Vorarbeiters und Kollegen (Ronald Zehrfeld als Matze)  wird in der Folge zum Fiasko, zur menschlichen Tragödie. Während der eine Freund (Alexander Fehling als Cornelis) nach kurzer Zeit Bedenken hat und sich der Krake entwindet, wird der andere ( August Diehl als Andreas) zum permanenten Verräter und – nach einem  tragischen Unfall –zum hauptberuflichen Handlanger der omnipräsenten Geheimpolizei, der diese Zwangssituation geübt weidlich ausnutzt.

Der Beginn  der Handlung eher schleppend, folgt bekannten Mustern. Auch die Flucht des „guten“ Freundes Cornelis mit seiner vietnamesischen Freundin (Phuong Thao Vu) über die CSSR-Grenze folgt eher bekannten Klischees und wirkt daher nicht besonders einfallsreich. Ausgerechnet hier aber beginnt der Spannungsbogen. Der Verzicht Cornelis auf die ersehnte Flucht zugunsten seiner Freundin, um die Aufmerksamkeit der blindwütigen Grenzer auf sich zu lenken, zeigte eine menschliche Größe, die vielleicht auch deswegen bewegt und beeindruckt, weil sie doch eher selten in der einstigen harten Wirklichkeit vorkam. Während die Freundin tatsächlich in Hamburg anlangt, landet Cornelis im Cottbuser Knast, wo er bald auf den einstigen Vorarbeiter Matze trifft.

Das eingeblendete einstige Frauenzuchthaus Hoheneck als Cottbuser Hölle fällt dem weniger informierten Filmbesucher wohl nicht auf, schafft aber für Eingeweihte und  ehemalige Opfer des Stasi-Terrors eine geniale Brücke der Gemeinsamkeit im erlittenen Schicksal. Regisseur Toke Constantin Hebbeln leitet mit dieser klugen Sequenz die Zeichnung einer erschütternden, weil in ihrer Brutalität im Bewusstsein der Öffentlichkeit noch immer nicht angekommenen Wirklichkeit des Alltags in den Strafanstalten des ersten Arbeiter- und Bauernstaates DDR ein, der vergessen lässt, daß man im Kinosessel sitzt. Hebbeln widmet dem realen Leben der hinter den Mauern bunt zusammengewürfelten Charakteren breiten, den eigentlichen Raum in seinem  preisverdächtigen Film.

Packend die gnadenlose Härte und verwahrloste Menschlichkeit der Wärter, an ihrer Spitze der ob seiner eigenen –beruflichen – Gefangenschaft frustrierte Oberscherge, der nicht nur einmal selbst mit masturbierender Emphase mittels Gummiknüppel auf die ohnehin malträtierten Gefangenen einprügelt, einprägsam als „Roter Terror“ bekannt geworden. Die Gefangenen wanken permanent zwischen Resignation und immer wieder aufkeimender Hoffnung, die sie auf ein Ende ihrer Pein hoffen lässt. Die Ranggefechte, die trotz gemeinsam getragener und ertragener Qualen aufblitzende Missgunst und das durch das Wachpersonal permanent geschürte diabolische Misstrauen der um ständiges Mensch-sein bemühten Kameraden kann wohl kaum  authentischer vermittelt werden. Eindrucksvoll großartig die vielen Komparsen in Schauspiel und Sprache.

Immer wieder in  diesen grauen Alltag eingeblendet die sadistischen Ränke der Stasi, angeführt von dem zynischen  Stasi-Oberst (Rolf Hoppe), seinem Helfershelfer (frappierend echt gespielt von Sylvester Groth) und dem im  Rollstuhl gelandeten einstigem Freund und Kollegen aus Rostocker Tagen, Andreas, der es schließlich bis zum „Hauptamtlichen“ schafft, Dank seiner seelenverkrüppelnden Spielchen mit den einstigen Freunden, die er mit gefälschten Briefen (der Freundin) und getürkten Nachrichten versorgt.

Letztlich spielt es da kaum eine Rolle, wenn die Besuche des stasiverseuchten Andreas bei seinem Freund Cornelis im Rollstuhl in dessen Knast-Alltag selbst bei der alles-vermögenden Staatssicherheit unwahrscheinlich war, hier unterstreicht es nur die Perfidie eines bereits dem Untergang geweihten künstlichen Staatsgebildes. Dass sich ausgerechnet der menschliche Anführer der Zellengemeinschaft gegen Filmende als Stasi-Spitzel entpuppt unterstreicht die gnadenlose Nähe zur einstigen Realität wie der aus dem Westen  agierende Humanitäts-Apostel, der ebenso für das rote Ministerium unter Mielke arbeitete.

Die Filmemacher verzichten gottlob auf ein tränendes, dem Film möglicherweise schadendes, weil realitätsfremdes Happyend.  Cornelius trifft nach seiner endlichen Entlassung nicht auf eine glückselige, während der Haft von ihm zur Mutter gewordenen Freundin. Sie ist nach Vietnam ausgewiesen worden. Und so findet sich Cornelius am Ende wieder am Anfang: Er will hinaus aufs Meer, heuert als Seemann an. Und der Zuschauer hofft mit ihm auf ein gutes Ende.

Kinostart: 13.09.2012, 1 Std. 57 Min.  *****

http://www.youtube.com/watch?v=t8ZR6QSZ2kU

V.i.S.d.P.: Carl-Wolfgang Holzapfel, Berlin

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