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Berlin, 1.03.2016/cw – Im rbb ist heute die  Dokumentation „Kinderschicksale in der Nachkriegszeit – Geboren hinter Gittern“ (Heute, 23:15 Uhr) zu sehen. Im einstigen  NS-KZ Sachsenhausen, nach dem Krieg von den Sowjets bis 1950 weiter als Internierungslager genutzt, waren 1948  Mütter mit Kindern aus NKWD-Lagern und Gefängnissen zusammengefasst. „Wie viele Frauen aus Jamlitz, Buchenwald, Mühlberg, Torgau, Ketschendorf oder Fünfeichen in Sachsenhausen ankamen und mit ihren Säuglingen in den Häftlingsbaracken um ihr Überleben kämpften, ist bis heute nicht bekannt. Auch nicht, wie viele diesen Kampf verloren haben, “ heißt es in der Vorankündigung zur Doku.

Mindestens dreißig Kinder wurden am 11. Februar 1950 zusammen mit ihren Müttern und über eintausend Frauen in das dadurch völlig überbelegte Frauenzuchthaus Hoheneck im Erzgebirge eingepfercht. Nur einige Monate durften Neugeborene bei ihren Müttern bleiben. Dann wurden sie auf Kinderheime in der DDR verteilt, ohne dass die Mütter in irgendeiner Form über den Verbleib ihrer Kinder informiert oder in die Entscheidungen über die Unterbringung einbezogen wurden. Diese Kinder wurden nicht einmal standesamtlich registriert; Unterlagen, z.B. in Form von Notizen in den Gefängnisunterlagen existieren eher zufällig.

Wie Mütter und Kinder die Geburt ohne Hebamme und Arzt überstanden haben, ist heute schwer nachzuvollziehen. Wie groß die Zahl der geborenen Kinder tatsächlich ist, ist bis heute unklar. Zu gründlich sind die Spuren von Wachpersonal, Volkspolizei und Staatssicherheit verwischt worden. Seit 1997 kommen die Betroffenen regelmäßig zusammen, haben gemeinsam ihre bis dahin unsichtbare frühe Kindheit recherchiert und verglichen. Große Verdienste um die Aufarbeitung,  frühe Recherche und Sicherstellung wichtiger Unterlagen erwarb sich dabei die Hallenserin Waltraud Thiele, selbst einst in der Haft geboren, deren Ergebnisse allerdings auf bis heute ungeklärte Weise abhanden gekommen waren.

Das Leben dieser Frauen und ihrer Kinder ist bis heute  von dem Leben hinter Gittern gezeichnet. Sie wurden zum Spielball der Politik, gnadenlos, ohne jede menschliche Rücksichtnahme.  Bereits früh erkannte das zu dieser Zeit gegründete MfS die Möglichkeit, betroffene Frauen unter Ausnutzung dieser Notsituation für deren schmutzige Arbeit (Spitzeltätigkeit oder Spionage im Westen) zu rekrutieren.

Film von Hans-Dieter Rutsch; Erstausstrahlung am 01.03.2016/rbb 23:15 in der Reihe Doku & Reportage

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785 (1.081)

 

 

 

Berlin, 28.01.2016/cw – Mit einer kleinen medialen Sensation macht die konservative Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT diese Woche (Donnerstag) auf: „Die linke „tageszeitung“ (taz) erschleicht sich in Berlin ein Baugrundstück zum Schleuderpreis. Der Subventionsskandal ist jetzt ein Fall für den Staatsanwalt.“
Chefredakteur Dieter Stein dazu: „Stolz verkündete die linke Tageszeitung „taz“ vor einem Jahr, an ein Baugrundstück in der feinen Friedrichstraße gekommen zu sein. Und zwar „vergünstigt“. Das Grundstück sei nämlich per „Direktvergabe“ unter Wert über den Tresen gegangen.“ Nach Recherchen der JF wurde das Grundstück für mindestens 1 Million Euro unter Wert an die „taz“ verkauft. Stein: „Ein Skandal, der jetzt nach einer Anzeige der JF zum Fall für den Staatsanwalt geworden ist. Die zusätzliche Subvention des „taz“-Neubaus mit Fördermitteln aus einem Regionalfond in Höhe von 3,8 Millionen Euro wird zum Prüffall der EU-Kommission.“

„Der Kaufpreis ist deutlich zu gering“

In der aktuellen JF berichtet die Wochenzeitung unter THEMA auf Seite 17 über den neuesten Berliner Subventionsskandal: „Der Berliner Senat finanziert die Expansion der linken Tageszeitung „taz“ und „Laut Gutachten wurde ein Grundstück zu günstig verkauft.“

Interessant dabei scheint die Tatsache, dass weder die sogen. Hauptstadtpresse noch TV-Formate (z.B. RBB/Abendschau, KONTRASTE etc.) bisher über den Vorgang berichtet haben. Die JUNGE FREIHEIT ist in der Regel im Zeitschriftenhandel zu erwerben.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785 (1.066).

Nicht Pack - Wir sind das Volk. Losungen auf der AfD-Demo - Foto: LyrAg

Nicht Pack – Wir sind das Volk. Losungen auf der AfD-Demo – Foto: LyrAg

Berlin, 8.11.2015/cw – Die in Berlin ansässige Vereinigung 17. Juni hat am Rande der AfD-Demonstration in Berlin „die Wiederbelebung der politischen Kultur“ angemahnt. Die gegenseitige „aggressive Ausgrenzung von Menschen in Deutschland durch Diffamierung anderer Meinungen“ müsse schnellstens beendet werden. „Wenn wir die Demokratie ernst nehmen und verteidigen und vor allem Weimarer Verhältnisse vermeiden wollen, dann müssen wir wieder miteinander statt übereinander reden,“ appellierte der Vorstandssprecher des nach dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 gegründeten Vereins. In Anlehnung an die vielgerühmte Praxis während der DDR-Agonie fragt die Vereinigung an die Bundeskanzlerin gerichtet: „Frau Merkel, wann laden Sie zum Runden Tisch ein?

Meinung? Viele ware erschrocken über den gezeigten Hass gegen die Demonstranten - Foto: LyrAg

Meinung? Viele waren erschrocken über den gezeigten Hass gegen die Demonstranten – Foto: LyrAg

Die „Alternative für Deutschland (AfD)“ hatte am 7. November zu einer Demonstration durch die Innenstadt Berlins mit anschließender Kundgebung auf dem Gelände vor dem Hauptbahnhof in Sichtweise des Bundeskanzleramtes aufgerufen. Nach Polizeiangaben (Nachfrage der Redaktion) waren dem Aufruf ca. 5.000 Teilnehmer aus allen Teilen der Bundesrepublik gefolgt. Auf der Gegenseite (AntiFa) waren lt. dieser Angaben zwischen 800 und 1.100 Aktivisten erschienen.

AfD: Gewalt kein Mittel der Politik

Die AfD-Europaabgeordnete Beatrix von Storch hatte bereits zu Beginn an die Demonstranten appelliert: „Wenn Sie gegen Ausländer demonstrieren wollen und Gewalt für ein Mittel der Politik halten, dann bleiben sie zuhause, dann haben sie bei uns nichts zu suchen.“ Sie hatte allen Grund dafür, denn in der Nacht zum Freitag hatten Unbekannte von Storchs Parteibüro in Berlin-Mitte mit Farbe beschmiert und Fensterscheiben beschädigt. Bereits Ende Oktober war das Auto der Europa-Abgeordneten Auto von derzeit ebenfalls Unbekannten durch Brandstiftung zerstört worden.

Frauke Petry:

Frauke Petry: „das Sozialsystem hat endliche Kapazitäten!“  – Foto: LyrAg

Während allenthalben am Rande des Demonstrationszuges offensichtlich Hass-erfüllte Gegner den AfD-Demonstranten ihr programmiertes „Nazis raus“ entgegen brüllten und „Deutschland ist Scheiße“ skandierten, drehten sich Teilnehmer der AfD-Demo um, zeigen mit dem Finger auf die Gegendemonstranten und riefen ebenfalls „Nazis raus„. Sie lösten damit verdutzte Blicke jenseits der Absperrungen aus. Auf Seite der Gegendemonstranten blieb die Stimmung aufgebracht und wütend, auf der AfD-Seite betont lässig. Einige Demonstranten winkten den AntiFa-Aktivisten sogar zu. Ein typisches Beispiel am Rande: „Nazis raus„, schreien zwei Mädchen eine Oma an. Die ruft freundlich zurück: „Alles Gute für Sie.

Anschläge linker Extremisten werden verharmlost

Ein massives Polizeiaufgebot verhinderte

Ein massives Polizeiaufgebot verhinderte „Weimarer Verhältnisse“ – Foto: LyrAg

Gauland dagegen ruft später aus: „Wir zeigen kein freundliches Gesicht mehr, Merkel soll sich ein neues Volk suchen.“ Tief sitzt hier der nachvollziehbare Frust über die anhaltenden Diffamierungen anderer, der offiziellen Partei(en)-Linie widersprechenden Meinungen. Die Medien halten nicht etwa dagegen, sondern schüren eher eine sehr einseitig wirkende Beeinflussung von Meinungen. So wird im Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf den Pkw der Europaabgeordneten von Storch verharmlosend über eine „Beschädigung“ gesprochen, obwohl Fotos einen anderen Sachverhalt belegen oder es werden vorgebliche „klar erkennbare Neonazis im Pulk der AfD-Demo“ beschrieben, wobei weder die Merkmale der Erkennung noch die unterschiedlichen (nicht abgesprochenen?) Ziffern über deren Anzahl kolportiert werden: Bei rbb sind es gleich 40, bei ntv immer noch 20 „klar erkennbare Neonazis.“ Nimmt es angesichts dieser Berichterstattung Wunder, wenn es Menschen gibt, die den (trotzdem falschen) Begriff der „Lügenpresse“ kreieren? Noch gibt es in diesem aufgewühlten Deutschland Medien, die sich einer wie immer gearteten Lenkung – und sei es nur über einen abgesprochenen „Konsens“ – widersetzen und tagtäglich eigene oder sogar gegensätzliche Meinungen zulassen und abdrucken.

Der AntiFa-Kämpe Dirk Stegemann im Einsatz: Hauptbahnhof Berlin - Foto: LyrAg

Der AntiFa-Kämpe Dirk Stegemann im Einsatz: Hauptbahnhof Berlin – Foto: LyrAg

In ihrer Rede auf der Abschlusskundgebung warf die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry den übrigen (etablierten) Parteien vor, die „nationale Identität Deutschlands durch eine Massenzuwanderung zu gefährden“. Das Sozialsystem habe endliche Kapazitäten, das müsse allen klar sein, rief die Vorsitzende aus. Wahrheiten? Rechtspopulismus oder gar Neo-Nazismus? Auch die Europaabgeordnete von Storch unterstrich in ihrem Beitrag, dass sich der Protest gegen die Regierung und nicht gegen die Flüchtlinge selbst richte.

Das hielt freilich die aufgebrachten AfD-Gegner nicht davon ab, den Abzug der Demonstranten nach dem Ende der Kundgebung massiv zu behindern. Der Polizei gelang es durch massiven Einsatz, die AntiFa zurückzudrängen und den Weg zu den S- und Regionalbahnen frei zu machen. Lange nach dem Ende der friedlich verlaufenen Kundgebung hallten durch die Bahnhofshallen noch die skandierten Rufe der ob ihres Abdrängens wohl wutentbrannten AfD-Gegner: „Nazis raus aus Berlin! Nazis raus aus Berlin!“

Rassismus ist keine Meinung

Wir fragten den bekannten Organisator linker Demos in Berlin, Dirk Stegemann, den wir, ständig sein Mobiltelefon traktierend im Getümmel der Gegendemonstranten im Hauptbahnhof antrafen: „Wie würde wohl die Öffentlichkeit reagieren, wenn nicht linke, sondern rechte Demonstranten Teile des Hauptbahnhofs besetzen oder lahm legen würden?“

Stegemann: „Rassismus ist keine Meinung!“ Nachfrage. Stegemann: „Rassismus ist keine Meinung!“ Erinnerung an eine sachliche Antwort auf eine sachliche Frage. Stegemann: „Rassismus ist keine Meinung!“ Nach der achten stereotypen Wiederholung gaben wir den Versuch auf, in einen (offensichtlich nicht möglichen) Dialog einzutreten.

„Verehrter Präsident Putin, machen Sie von Ihren Rechten Gebrauch – Beseitigen Sie den Faschismus in Deutschland!“ – Foto: LyrAg

Dieser auch von der Vereinigung 17. Juni angemahnte Dialog scheint auch anderswo nicht mehr möglich. Ausgerechnet die ob ihrer bisherigen eher liberalen Haltung anerkannte Bundesbildungsministerin Prof. Johanna Wanka ließ durch ihr Haus eine Presseerklärung verbreiten, in der doktriniert wurde: „Die Rote Karte sollte der AfD und nicht der Bundeskanzlerin gezeigt werden.“ Die Bundesministerin erhielt jetzt auf Antrag der AfD durch das Bundesverfassungsgericht selbst die „Rote Karte.“ Das BVG verbot in einer einstweiligen Anordnung die weitere Verbreitung der Erklärung: Die Ministerin habe „durch Nutzung der Ressourcen ihres Ministeriums für den politischen Meinungskampf“ das Recht der AfD auf Chancengleichheit im politischen Wettbewerb verletzt.

Putin soll Deutschland vom Faschismus befreien

Passend zum Offenen Brief an Putin: Die russische Fahne vor dem Reichstag - Foto: LyrAg

Passend zum Offenen Brief an Putin: Die russische Fahne vor dem Reichstag – Foto:
LyrAg

Auf dem Weg zur AfD-Kundgebung stießen wir unweit des Reichstages auf großflächige Transparente, auf denen in deutscher und russischer Sprache ein offener Brief an den russischen Präsidenten Putin abgedruckt war. Darin wurde Putin aufgefordert, alliiertes Recht anzuwenden und Deutschland und Europa vom Faschismus zu befreien. Das kann als eine Aufforderung verstanden werden, in Deutschland einzumarschieren und die ggw. staatliche Ordnung zu beseitigen (§ 90b StGB ff.). Während also im Schatten des Reichstages der rechtswidrige Eingriff einer fremden Staatsmacht gegen Deutschland unwidersprochen gefordert werden darf und offensichtlich auf keinerlei Widerstand trifft, verbreiten sich Politiker, Medien und extreme Kräfte gegen eine zugelassene Partei und diffamieren diese als „Nazi-Partei.“

Man muss nicht immer einer Meinung sein, das tötet jeden Diskurs (Broder: „Die Demokratie besteht aus falschen Ansichten.„). Aber wir sollten verstärkt unser demokratisches Erbe aus den fünfziger und sechziger Jahren (oder auch von 1990) wieder beleben und der Diskussionskultur einen neuen und breiten Raum öffnen. Nur so kann eine Demokratie konflikt f ä h i g  bleiben und Konflikte bewältigen (1.056).

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785

Berlin, 26.09.2015/cw – Zum Jubiläum „25 Jahre Deutsche Einheit“ bieten die öffentlich-rechtlichen TV-Sender ein interessantes Programm. Folgend einige ausgewählte, weil sehr interessante Sendetermine – Die Redaktion.

Kategorie Spielfilm:

Fortsetzung Reihe

„Weißensee“

ARD – Das Erste, Dienstag, 29.09.2015 | 20:15 Uhr

Folge 13: Eine Nacht im November
Martin Kupfer leidet unter Albträumen. Der Tod seiner geliebten Julia liegt bereits zwei Jahre zurück, doch der Schmerz darüber lässt ihn nicht los. Seit er herausgefunden hat, dass ihre gemeinsame Tochter Anna nicht wie behauptet bei der Geburt gestorben ist, sondern vom behandelnden Arzt vertauscht wurde, lässt ihn die Suche nach ihr nicht mehr los. Als er zum Haus der Familie, bei der Anna jetzt lebt, kommt, erfährt er, dass die Simkows über Ungarn in den Westen geflohen sind. Martin ist am Boden zerstört.
http://www.daserste.de/unterhaltung/serie/weissensee/sendung/13-eine-nacht-im-november-102.html

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Kategorie TALK-Runde (mit dokumentarischen Einspielungen)

BR-Magazin Kontrovers extra
25 Jahre Deutsche Einheit:

Deutschland – einig Vaterland?    

Mittwoch, 30.09.2015

20:15 bis 21:45 Uhr                 

Der BR interviewte für den Beitrag auch eine ehem. Hoheneckerin, hier vor dem einstigen DDR-Gericht in der Littenstraße - Foto: LyrAg

Der BR interviewte für den Beitrag auch eine ehem. Hoheneckerin, hier vor dem einstigen DDR-Gericht in der Littenstraße – Foto: LyrAg

Wie einig ist Deutschland 25 Jahre nach der Wiedervereinigung? Was ist gut gelaufen, welche Fehler wurden gemacht? Sind wir tatsächlich ein Volk oder unterscheidet sich der Wessi immer noch vom Ossi? Welche persönlichen Erfahrungen haben die Bürger auf beiden Seiten der ehemaligen Grenze gemacht?

Darüber wird in einer Sondersendung aus Neustadt bei Coburg diskutiert mit dem ehemaligen Bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, Horst Teltschik, dem ehemaligen Berater von Helmut Kohl, Stephan Hilsberg, Gründungsmitglied der sozialdemokratischen Partei der DDR und interessierten Bürgern vor Ort.

http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/programmkalender/ausstrahlung-455268.html

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Kategorie Dokumentation

ZDF-Info: Mittwoch, 30. September 2015, 17:15 Uhr

Die Macht der Stasi

Jagd auf einen Staatsfeind

Wolfgang Welsch ist 1964 gerade 20 Jahre alt, als er die Flucht aus der DDR versucht. Er wird festgenommen und ins Stasi-Gefängnis nach Schwerin gebracht, von dort aus nach Berlin-Pankow. Vier Monate später wird er zu zwei Jahren Haft verurteilt und ins Gefängnis Rummelsburg überstellt. Ein weiterer Prozess folgt, der Vorwurf lautet „Spionage für den CIA“. 1967 soll Welsch freigekauft werden. Er lehnt jedoch ab, denn er will in der DDR Widerstand leisten, einen DDR-kritischen Film drehen. Ende 1967 wird er erneut festgenommen und im Juli 1968 zu fünf Jahren Haft verurteilt. Ein freigekaufter Mitgefangener setzt sich bei Amnesty International für ihn ein, Welsch wird „Gefangener des Jahres“, erhält erneut ein Freikauf-Angebot und kann im März 1971 die gehasste DDR verlassen. In der Bundesrepublik betätigt er sich als Fluchthelfer, nun macht die Stasi „Jagd“ auf ihn. Der IM Peter Haack wird auf ihn angesetzt. Zwei Mordversuche misslingen, einen dritten überlebt Welsch nur knapp. Er erzählt seine Geschichte weitestgehend an den Original-Orten, dazu hören wir ehemalige Stasi-Mitarbeiter, einen ehemaligen Mithäftling, Gespräche von Wolfgang Welsch mit Roland Jahn (BStU Berlin) und Silke Klewin, Leiterin der Gedenkstätte Bautzen. Außerdem gibt es Archiv-Material, soweit vorhanden. Wolfgang Welsch hat seine Geschichte im Buch „Ich war Staatsfeind Nr.1“ veröffentlicht.

http://www.rtv.de/sendungsdetails/9108391/die-macht-der-stasi.html

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Kategorie Dokumentation

RBB – Reihe „Tatort Berlin“:  Dienstag, 13. Oktober 2015 (20.15 Uhr):

Die Sekretärin und das Fallbeil

In der Doku über Elli Barczatis , alias „Gänseblümchen“, der einstigen Sekretärin des DDR-Ministerpräsidentin Otto Grotewohl liest die Schauspielerin Ulrike Folkerts die Stasi-Überwachungsberichte, hört die Tonband-Mitschnitte vom Gerichtsprozess und sieht sich die Zelle von Barczatis im Stasi-Knast in Hohenschönhausen an.
Barczatis verliebte sich in den Journalisten Karl Laurenz, der ihre Berichte an einen westlichen Geheimdienst verriet. 1955 wurden Barczatis und Laurenz wegen Landesverrats zum Tode verurteilt und in Dresden durch das Fallbeil hingerichtet.
Für den westdeutschen Geheimdienst war Elli Barczatis eine Top-Agentin. Für die DDR-Regierung die perfekte Sekretärin vom Ministerpräsidenten Otto Grotewohl – und dann eine Verräterin. Vor 60 Jahren wurde Elli Barczatis in einem Geheimprozess in Berlin zum Tode verurteilt. 6 Jahre Liebe in Zeiten des Kalten Krieges soll die Sekretärin von Otto Grotewohl mit dem Tod bezahlen. Sie ist die letzte Frau, die in der DDR hingerichtet wurde. Wer diese Frau war und warum sie sterben musste, ergründet die Schauspielerin Ulrike Folkerts.

http://www.rbb-online.de/fernsehen/programm/13_10_2015/15733153762.html

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785 – (1.034)

(Die Inhalte der Sendungen liegen außerhalb unserer bzw. in der alleinigen Verantwortung der jeweiligen Sendeanstalten.)

Berlin, 26./29.05.2015/cw – Am 2.06.2015, um 21:00 (-21:45) Uhr sendet der rbb erstmals den Film „Meine Oderberger Straße“, http://mediathek.rbb-online.de/tv/Dokumentation-und-Reportage/Meine-Oderberger-Stra%C3%9Fe/rbb-Fernsehen/Video?documentId=28649626&topRessort=radio&bcastId=3822114 ,  eine Gemeinschaftsproduktion des Duos Freya und Nadja Klier (Mutter und Tochter).

Auch der  Tunnelbau von 1963 wurde thematisiert: Freya u. Nadja Klier im Gespr. mit einem Fluchthelfer - Foto: LyrAg

Auch der Tunnelbau von 1963 wurde thematisiert:
Freya u. Nadja Klier (von li.) im Gespr. mit einem der Tunnelbauer  (re.) – Foto: LyrAg

Am 26.Mai wurde der Filmstreifen in der Gedenkstätte „Berliner Mauer“ an der Bernauer Straße uraufgeführt. Das Interesse überraschte sowohl die Filmemacherinnen wie den Veranstalter, so die stv. Direktorin der Stiftung Berliner Mauer, Dr. Maria Nooke, in ihrer Begrüßung; der Veranstaltungsraum war überfüllt. Der Co-Produzent rbb schaltete zudem life in die laufende Sendung von „Zuhause in Berlin-Brandenburg“ (zibb) (bis 3.06.2015 im Internet unter http://www.rbb-online.de/doku/m-n/meine-oderberger-strasse-.html).

Vom Güterbhf. (West) sendete der 20jährige C.W.Holzapfel 1964 auch in die Oderberger Straße: Hier spricht Studio Freies Deutschland - Sender am Stacheldraht - Archiv: cwh

Vom Güterbhf. (West) sendete der 20jährige C.W.Holzapfel 1964 auch in die Oderberger Straße:
Hier spricht Studio Freies Deutschland – Sender am Stacheldraht – Archiv: cwh

Die Autorinnen gingen auf Spurensuche in einer Straße, schildern sensibel in beeindruckender Weise die leidvollen aber auch erinnerungsfreudigen Geschichten dieser Straße im Zentrum Berlins, deren Höhen und Tiefen. Dabei verzichten die beiden Frauen auf den erhobenen Zeigefinger, auf die sonst bei diesem Sujet beliebte Belehrung über vermeintliche oder tatsächliche Versäumnisse durch die jeweilig politisch Verantwortlichen. Sie erzählen fast liebevoll aus Jahrzehnten der Historie der Oderberger Straße, die ihnen selbst über zehn Jahre bis zur erzwungenen Ausreise zum Kiez, zur Heimat geworden war.

Seit 1961 durch Mauer und Stacheldraht getrennt, gelingt es Nadja Klier als unaufgeregte, stellenweise durchaus in die Straße verliebte Moderatorin (diese Metapher erscheint in diesem Fall angebracht) gerade über diese Mauer zu springen, eine Brücke zwischen der in West-Berlin an dieser Stelle errichteten Aussichtsplattform und der abgeriegelten Straße im Osten der Stadt herzustellen. Ihre Mutter Freya, bekannte einstige Bürgerrechtlerin und Regisseurin, fasst die Symbiose zwischen einfühlsamer Beschreibung und Bild durch eine unaufdringliche Regie. Die Aussichtsplattform, über Jahrzehnte ein wichtiger Kommunikations- und Sichtbogen zwischen beiden Stadtteilen an dieser Stelle, wurde übrigens zunächst einzig für die (West-Berliner) Polizei errichtet. Erst nach einem engagierten Artikel durch den Autor dieser Zeilen im „7-Uhr-Blatt“, einer sonntäglich erscheinenden Wochenzeitung, wurde die Plattform thematisiert und schließlich für die unzähligen Besucher in der Bernauer Straße öffentlich zugänglich gemacht.

Nach dem "7-Uhr-Blatt" griff auch die Berliner Morgenpost das Thema auf. Im Hintergrund die Mauerschrift von C.W.Holzapfel: "Trotz Mauer ein Volk" - Archiv: cwh

Nach dem „7-Uhr-Blatt“ griff auch die Berliner Morgenpost das Thema auf. Im Hintergrund die Mauerschrift von C.W.Holzapfel: „Diese Schande muss weg“ – Archiv: cwh

Das familiäre Film-Duo lässt auch zahlreiche Zeitzeugen zu Wort kommen, die zumindest zeitweise ihr Lebensschicksal mit dieser Straße verbanden oder durchlebten: Fluchthelfer, Künstler, mutige Outsider oder einfach jahrzehntelange Bewohner dieser Straße.

Fazit: Ein bemerkenswerter Film, der 45 Minuten lang fesselt, Geschichte durch den Bezug zu dort lebenden Menschen lebendig werden lässt und neugierig macht auf diese Straße im Herzen des seit nunmehr 25 Jahren wiedervereinigten Berlin. Unbedingt „in die Röhre“, heute: „auf den Schirm“ schauen. (994)

Freya Klier und Nadja Klier. „Meine Oderberger Straße“ (2015), RBB, gefördert von der Bundesstiftung Aufarbeitung.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785 oder 0176-48061953

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