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Berlin, 18.06.2021/cw – Der Vorstand der Vereinigung 17. Juni nutzte die aus Anlass des Jahrestages erfolgten Ehrungen der Gefallenen des Volksaufstandes, um den dort anwesenden Politikern das Anliegen einer von der Vereinigung erneut angeregten „Peter-Fechter-Straße“ bis zum 13. August 2021 (60. Jahre Mauerbau) vorzutragen. Der Verein hatte in dieser naheliegenden Angelegenheit bereits die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus und in der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg angeschrieben.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) bei seiner Ansprache am 17. Juni 2021 auf dem Friedhof Seestraße – Foto: Thomas Platow, Landesarchiv Berlin

Der Vorstand zeigte sich über die positiven Reaktionen, an der Spitze der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD), erfreut: Müller erklärte dem Vorsitzenden, er unterstütze diesen „guten Vorschlag“ und wolle die Senatskanzleibeauftragen, den zuständigen Bezirk entsprechend anzuschreiben und darüber zu informieren. Der Regierende hatte zuvor in seiner Ansprache auf dem Friedhof Seestraße ausführlich „die jahrzehntelangen Verdienste der Vereinigung 17. Juni um die Erinnerungsarbeit“ mit klaren und unmißverständlichen Worten gewürdigt (https://www.youtube.com/watch?v=l9q-3ZhXa8c).

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Bündnis90/GRÜNE) erklärte, sie würde diesen Vorschlag unterstützen und dies auf Bitten des Vorstandes auch der Fraktion im Abgeordnetenhaus vermitteln.

Alfred Dregger, Vorsitzender der CDU-Fraktion, hatte zuvor bereits in dieser Sache brieflichen Kontakt zur Vereinigung aufgenommen und sicherte seinerseits eine entsprechende Unterstützung des Vorschlages zu.

Der bei der Kranzniederlegung vor dem Bundesfinanzministerium ebenfalls anwesende AfD-Fraktionschef Georg Pazderski übermittelte dem Vorstand seine Presseerklärung, die er aus Anlass des Gedenktages an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 veröffentlicht habe. In der PE habe er den Vorschlag der Vereinigung 17. Juni 1953 e.V. aufgegriffen und erklärt:

„Ein Teil der Zimmerstraße am Checkpoints Charlie soll in Peter-Fechter-Straße umbenannt werden. Es ist mehr als überfällig, einen jungen Deutschen zu ehren, der in die Freiheit fliehen wollte und dafür mit seinem Leben bezahlen musste.  Der erst 18 Jahre alte Fechter war am 17. August 1962 an der Mauer in Höhe Zimmerstrasse von DDR-Grenzsoldaten schwer verletzt und dann ohne medizinische Hilfe auf dem Todesstreifen liegen gelassen worden. Fechters grausamer Tod machte den Schießbefehl in der DDR weltweit zum Thema und offenbart bis heute die Menschenverachtung des Sozialismus.“

Sebastian Czaja, Vorsitzender der FDP-Fraktion, erklärte ebenfalls, den Vorschlag des Vereins zu unterstützen und versprach entsprechende Initiative.

Auch der bei dieser Gelegenheit angesprochene Berliner Beauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Tom Sello, sagte dem Vereinsvorsitzenden Holzapfel seine konstruktive Unterstützung zu und bat um entsprechende Übermittlung der an die Politiker gerichteten Initiative für eine „Peter-Fechter-Straße“.

Nach dieser „breiten, zunächst mentalen Zustimmung zu unserem Vorschlag“ sehe der Verein einer realen Umsetzung im Vergleich zu seiner Initiative vor zehn Jahren „hoffnungsvoll entgegen,“ erklärte der Vorstand in einer ersten Wertung der spontan geäußerten Zustimmung durch Politiker fast aller Fraktionen im Abgeordnetenhaus.

V.i.S.d.P.: Vereinigung 17. Juni 1953 e.V. / Redaktion Hoheneck – Mobil: 0176-48061953 (1.654).

Am 17. Juni 2012 vor dem Bundesfinanzministerium in der Wilhelmstraße: „Wir fordern Platz des 17. Juni 1953 jetzt“. Vor dem Transparent der Vereinigung 17. Juni (von links nach rechts): Horst Hertel, ehem.Teilnehmer; Joachim Fritsch, Zeitzeuge; Carl-Wolfgang Holzapfel, Vorsitzender „17.Juni“; Frank Henkel, Innensenator; Karl-Heinz Gebhardt, ehem. Teilnehmer; Klaus Wowereit, Reg.Bürgermeister und Tatjana Sterneberg, Vorstandsmitgl. „17. Juni“. – Foto: Landesarchiv Berlin/Platow

Berlin, 21. Juni 2012/cw – Gleich bei mehreren Gelegenheiten bekräftigte der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, die Forderung nach einem  „Platz des 17. Juni 1953“  in Berlin. Zusammen mit Innensenator Frank Henkel (CDU) und ehem. Teilnehmern am Volksaufstand von 1953 stellte sich Wowereit demonstrativ vor ein Transparent mit dieser Forderung, das die Vereinigung 17. Juni während der Kranzniederlegung vor dem einstigen Haus der Ministerien seit einige  Jahren demonstrativ platziert.

Vor dem heutigen Bundesfinanzministerim hatten zehntausende Arbeitnehmer der einstigen  DDR am 16. Juni 1953 die Rücknahme der Normenerhöhung, den Rücktritt der Regierung und  freie Wahlen gefordert und schließlich für den 17. Juni den Generalstreik ausgerufen: „Morgen früh, am Straußberger Platz“.

Nur die Vereinigung 17. Juni ehrte in diesem Jahr neben den Stalinismus-Opfern die Toten des NS-Regimes am Mahmal auf dem Steinplatz. Auf dem Bild von rechts:
MdA Joachim Krüger, C.W.Holzapfel und Tatjana Sterneberg – Foto: DeJab

Die Vereinigung 17. Juni erklärte dazu: „23 Jahre nach dem Fall der Mauer und 22 Jahre nach der Wiederherstellung der Deutschen Einheit ist es überfällig, das durch die Teilung historisch bedingte, ausschließlich in den einstigen  Westsektoren angesiedelte Erinnern an den Ort des Ursprungs dieses für Deutschland und Europa bedeutsamen Ereignisses zurückzuholen.“

Interesse am Platz des 17. Juni: Pirat Martin Delius im Gespräch mit Carl-W.Holzapfel – Foto: G.Gneist

Frank Henkel hatte diese Forderung bereits 2005 als Generalsekretär der Berliner CDU anlässlich eines neuntägigen Hungerstreikes vor dem Finanzministerium unterstützt, Angela Merkel als damalige Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU im Bundestag eine wohlwollende Erklärung abgegeben. Auch Klaus Wowereit hatte sich schon damals entsprechend zustimmend im Abgeordnetenhaus von Berlin geäußert, einzig der Bezirk Mitte widersetzte sich bis heute dieser historisch begründeten Forderung.

Während  Wowereit sowohl auf der Gedenkveranstaltung des Bundes und Berlins auf dem Friedhof Seestraße wie auch auf dem Empfang für die UOKG im  Roten Rathaus diese Forderung bekräftigte, signalisierten auch die anderen im  Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien Zustimmung. In Randgesprächen mit dem Vorsitzenden des Vereins äußerten sich sowohl PIRATEN-Vertreter Martin Delius und die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/DIE GRÜNEN Ramona Pop positiv. Selbst der Landeschef der Partei DIE LINKE und MdA Klaus Lederer signalisierte seine – noch persönliche – Zustimmung.

Angesichts dieser „offenbar vorhandenen breiten Mehrheit“ zumindest der Parteien im  Abgeordentenhaus und der „Träger der Regierungskoalition“ in Berlin sieht die Vereinigung die Realisierung der Platz-Benennung zum 60.Jahrestag des Volksaufstandes optimistisch: „Es ist kaum vorstellbar, dass sich der Bezirk Mitte angesichts dieses historischen „Bündnisses der Einheit“ weiterhin der Namenswidmung widersetzt“, sagte heute Vorsitzender Holzapfel in  Berlin. Auch der rechtliche Inhaber des Areals, das Bundesfinanzministerium, werde sich kaum dieses „vernünftigen und nachvollziehbaren Anliegens“ entziehen, zumal dessen derzeitiger Chef, Bundesminister Wolfgang Schäuble als einer der Architekten der Einheit „ein offenes Ohr für dieses Anliegen der ehemaligen Teilnehmer am Volksaufstand“ haben  dürfte.

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785 oder 0176-48061953

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