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Gerüchte um „Zeugnisse der Geschichte“ nie verstummt

AMos – Die Gerüchte halten sich hartnäckig, ja wurden durch ehemalige Mitarbeiter des Museums „Haus am Checkpoint Charlie“ in den vergangenen Jahren regelmäßig genährt: Die im Museum mit großem Erfolg verkauften Unikate von Brocken der Berliner Mauer seien erst im Nachhinein für den Verkauf produziert worden. Das Museum hat dieser Darstellung stets energisch widersprochen. Die eine noch die andere Darststellung konnte nie bewiesen werden.

Neben dem Uniform-Mantel des ungarischen Aufstands-Helden von 1956, Pal Maleter, zeigte das Museum am weltberühmten ehemaligen Checkpoint Charlie unter anderem auch Rock und Sandalen des indischen Freiheitskämpfers Mahatma Gandhi. … Das Museum … zog … nun strittig gewordene historische Trophäen aus der Ausstellung zurück, sie verschwanden in den Asservaten. Ob sich das Museum nun von diesen …. Zeugnissen der Geschichte trennt, ist derzeit nicht bekannt.

Redaktionelle Anmerkung: Ursprüngliche Passagen bezüglich historischer Zeugnisse Gandhis
im Artikel vom 14.12.2008 sind auf Wunsch der Erben Gandhis einstweilen gelöscht worden
(….), da die rechtliche Auseinandersetzung n i c h t beendet ist. 23.12.2008/CWH

Doch weiteres Ungemach scheint am Horizont aufzuziehen. Nicht nur soll die Finanzbehörde mit der Museums-Erbin um erhebliche Millionensummen streiten – was bei den erzielten Einnahmen noch wegzustecken sein dürfte – schlimmer sind die Vorwürfe um die „Rainer-Hildebrandt-Stiftung“, die seit einiger Zeit in Insider-Kreisen kursieren und, wenn sie denn halbwegs wahr wären, das AUS für das weltberühmte Museum bedeuten könnten. Noch am 12.Dezember diesen Jahres verlieh die Hildebrandt-Witwe die nach ihrem Mann benannte Medaillie für Verdienste um die Menschenrechte an den DRK-Präsidenten Rudolf Seiters. Anstelle des zunächst verpflichteten Innenministers Dr. Wolfgang Schäuble hatte der ehemalige Umwelt-Kommissar der Vereinten Nationen Klaus Töpfer die Laudatio auf den vormaligen Minister-Kollegen gehalten. Wohl kaum einer in der im Museum versammelten Festgesellschaft ahnte von den unheilvollen Gerüchten um die Stiftung, die als Verleiher des Menschenrechtspreises seit einigen Jahren auftrat. Sollten sich diese Gerüchte als Wahrheit herausstellen, wäre auch dies wohl die letzte Preisverleihung in diesem Rahmen gewesen.

Denn nicht erst seit gestern flüstern die Auguren von seltsamen Begebenheiten um die seinerzeitige Stiftungs-Gründung in der Schweiz. So soll Rainer Hildebrandt die Gründungsurkunde in der Schweiz drei Tage vor seinem Tod selbst unterschrieben haben, während ihn der beauftragte Pflegedienst just in Berlin in seinem Haus versorgt haben soll. Wer die im Rollstuhl in das Schweizer Notariat hereingerollte Person indes gewesen ist, bleibt im Ungewissen. Vorgebliche Zeugen berichten lediglich, ein Hut sei so tief in das Gesicht des Rollstuhl-Geschobenen gezogen gewesen, dass man unmöglich eine bestimmte Person hätte bezeugen können.

Drei Tage nach der Unterschrift verstarb der Begründer des weltberühmten Museums in Berlin; nur wenige Tage später waren seine sterblichen Überreste verbrannt. Seitdem steht nicht nur eine Urne in einem Krematoriums-Regal, immerhin fünf Jahre nach dem Tod Rainer Hildebrandts. Es scheint, als würde sich auch die Witwe angesichts der dunklen Wolken über der Friedrichstraße und dem lauter werdenden Geraune über allerlei Begebenheiten um eines der meist besuchten Museen Berlins zunehmend nach Ruhe und Frieden sehnen.

Die nach wie vor zahlreichen Besucher bleiben derweil mehr oder weniger ehrfurchtsvoll vor dem Bildnis des einstigen Gründers in einer Museums-Ecke stehen, lesen die Bekundungen im seit fast fünf Jahren ausgelegten Beileidsbuch und fügen, ergriffen oder pflichtbewusst die eigene Unterschrift hinzu. Die neben dem Bildnis angezündete Kerze flackert ob der Bewegung einer schreibenden Hand, als fürchte sie, ihr Licht könne verlöschen.

* Dr. Rainer Hildebrandt wäre heute 94. Jahre alt geworden.

Der Autor dieses Artikels ist der Vereinigung 17.Juni bekannt.

V.i.S.d.P.: Vereinigung 17.Juni 1953 e.V., Tel.: 030-30207785 oder 0176-48061953, http://www.17juni1953.de , holzapfellyrag@aol.com

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