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Berlin, 22.02.2011/cw – Der Vorstand der Vereinigung 17. Juni 1953 e.V. hat sich auf seiner jüngsten Sitzung aus aktuellem Anlass mit diversen öffentlichen  Auseinandersetzungen in der Verfolgten-Szene befasst. Besonders wurden diese Auseinandersetzungen durch den Diskurs zwischen dem Vorsitzenden der Vereinigung und dem Vorstand der VOS (Vereinigung der Opfer des Stalinismus)  geprägt. Auch wenn der Beschwerdeausschuss der VOS zwischenzeitlich einen Beschluss zum laufenden Ausschlussverfahren des 17. Juni-Vorsitzenden aus dem Verein der Stalinismus-Opfer gefasst hat und diesen demnächst veröffentlichen will, werden immer wieder Organisationen und Gruppierungen „zu Unrecht in diese Auseinandersetzungen einbezogen,“ bedauert der Vorstand.

Besonders unglücklich sei man über den Umstand, auf der vereinseigenen Homepage die SPD der Hauptstadt für den Ausschluss zweier ehemaliger politisch Verfolgter des DDR-SED-Regimes von einer Veranstaltung im Rathaus Schöneberg verantwortlich machen zu müssen:

„Diese Interpretation wurde uns durch den entsprechenden Antrag eines SPD-Mitgliedes per einstweiliger Verfügung durch das Landgericht Berlin aufgezwungen,“ sagte Vorstandssprecher Holzapfel in Berlin. Er selbst sei in diesem Jahr seit 50 Jahren politisch aktiv und sei überzeugt, dass die SPD seines Wissens „noch nie ehemals politisch Verfolgte von einer ihrer Veranstaltungen ausgeschlossen“ habe.

Da die Tatsache des Rauswurfes aus dem Rathaus Schöneberg am 27. Juli letzten Jahres aber gegeben sei und das ursprünglich dafür verantwortlich gemachte SPD-Mitglied eidesstattlich versichert habe, mit dem Rauswurf nichts zu tun  gehabt zu haben, müsse die Vereinigung die SPD „trotz gegenteiliger Überzeugung“ als Veranstalter verantwortlich machen, denn „eine Entfernung ehemals politisch Verfolgter durch imaginäre Geister erscheint ausgeschlossen.“

Eine Herausnahme der Berichterstattung über diesen „in der Tat nach wie vor unerhörten Vorgang“ könne andererseits nicht erfolgen, da es sich hier um eine gravierende Diskriminierung ehemals politischer Gefangener des DDR-Regimes gehandelt habe. „Wir hoffen,“ so der Vorstand in einer Erklärung vom Dienstag, „ dass sich nunmehr die SPD selbst an der Aufklärung der Vorgänge beteiligt, um sich nicht länger einem Vorwurf aussetzen zu müssen, der nach Überzeugung der Vereinigung „so nicht stehen bleiben sollte.“

Solange aber das Gegenteil nicht bewiesen sei, müsse sich der Vorwurf zwangsweise gegen den seinerzeitigen Veranstalter richten. „Und das war die SPD Berlin.“

V.i.S.d.P.: Vorstand Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785 oder 0176-48061953

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