You are currently browsing the tag archive for the ‘PMOI’ tag.

Teheran/Wien, 6.04.2016/cw – Der Präsident des iranischen Parlamentes, Ali Larijani, hat jetzt eingeräumt, dass der für den 30.März angesetzte Besuch des Staatspräsidenten Hassan Rohani in Österreich wegen der angekündigten Kundgebung iranischer Oppositioneller abgesagt wurde. Die Organisation der Volksmodjahedin Iran (PMOI/MEK) wollte u.a. dagegen protestieren, dass seit Rohanis Amtsantritt im Jahre 2013 allein 2300 Menschen im Iran hingerichtet worden sind. Auch Amnesty International hatte jüngst in ihrem Bericht auf die internationale Spizenposition des Iran bei vollstreckten Todesstrafen hingewiesen. Rohani hatte die Hinrichtungen ausdrücklich als Beispiele für die Erfüllung der „Gebote Gottes“ und der „Gesetze des Parlaments, das dem Volk gehört“ gerechtfertigt.

Über die Gründe der Absage aus Teheran berichteten übereinstimmend die staatlichen iranischen Nachrichtenagenturen ISNA und Tasnim am vergangenen Samstag. Zuvor hatten österreichische Zeitungen die Ablehnung der Wünsche aus Iran durch die Wiener Regierung veröffentlicht.

Die iranischen Demonstranten hatten am Mittwoch letzter Woche andere europäische Regierungen und die Europäische Union dringend aufgefordert, ihre Beziehungen zum iranischen Regime von der Beendigung der Hinrichtungen und Menschenrechtsverletzungen im Iran abhängig zu machen. In Sprechchören riefen die Anhänger des iranische Wideratndes: „Rohani ist ein Terrorist“; „Khamenei ist ein Terrorist“ und „Nieder mit dem Prinzip der klerikalen Herrschaft im Iran“. Die Kundgebung wurde vom Menschenrechtszentrum für Opfer des Fundamentalismus organisiert, die die PMOI unterstützt, welche sich als Hauptopposition des Iran und als die zentrale Kraft des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI) versteht.

Shahin Gobadi vom Auswärtigen Ausschuss des Nationalen Widerstandsrates Iran, erklärte zur kurzfristigen Absage des Staats-Besuches, dass die Absage deutlich zeige, wie besorgt die Mullahs über den wachsenden Einfluss des iranischen Widerstandes im In- und Ausland sind. „Ihre Angst hat einen Punkt erreicht, an dem das Regime nicht einmal mehr seine Sorge über eine Demonstration des Widerstandes verbergen kann, die tausende Kilometer vom Iran entfernt stattfindet.“ Teheran sehe sich bereits gezwungen, höchste wichtige diplomatische Anlässe abzusagen.

Beobachter sehen indes ernshafte Probleme für das Selbstverständnis der Europäischen Union. Erst jüngst hatte der türkische Präsident versucht, durch die Einbestellung des Deutschen Botschafters in Ankara Einfluss auf kritische Berichterstattungen in Deutschland zu nehmen und diese untersagen zu lassen. Auf der anderen Seite ist die EU nicht zuletzt unter der Federführung Deutschlands bemüht, die Beziehungen zur Türkei wesentlich zu verbessern, um die akute Flüchtlingskrise in den Griff zu bekommen. Auch die Beziehungen zu dem autokratischen Mullah-Regime im Iran sollten nach dem erfolgreichen Abschluss der sogen. Atom-Gespräche auf eine neue Grundlage gestellt werden. Die jüngsten antidemokratischen Vorstöße aus Teheran und Ankara stellten nunmehr die Grundsätze der EU auf den Prüfstand. Diese würde auf der einen Seite die Vorstöße gegen Freiheit und Demokratie aus der Türkeit und dem Iran am liebsten ignorieren, auf der anderen Seite aber überdeutlich gegen eigene Mitglieder (der EU), wie z.B. Ungarn oder Polen Stellung beziehen, weil diese sich nicht an demokratische Standards hielten.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785 (1.097)

 

 

 

 

Berlin/Paris/Washington, 30.09.2012/cw – Die größte iranische Opposition hat einen wichtigen  Sieg auf dem Weg zur Befreiung ihres von den diktatorischen Mullahs unterdrückten Landes errungen. Die Regierung der USA hat nach einem bereits vor längerer Zeit ergangenen Beschluss des Obersten  Gerichtes der USA die vormaligen Volksmudschaheddin (PMOI) und den NCRI von der Liste der Terrororganisationen gestrichen. Entsprechend zeigte sich die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Maryam Rajavi, sehr glücklich und zufrieden über die Entscheidung von US-Außenministerin Hillary Clinton. In  einer in Paris verbreiteten Erklärung äußerte Rajavi Verständnis für die „schwierige Entscheidung, die politischen Mut“ erfordert habe. Sie erinnerte daran, dass die Mullahs mehr als zehn Jahre lang alle Anstrengungen unternommen hätten, um „die Aufhebung der Ächtung“ der iranischen Opposition zu verhindern.

Maryam Rajavi sprach ihre „tiefempfundene Anerkennung und Dank“ an die amerikanischen  und europäischen Politiker und Parlamentarier aus, die mit „großem Einsatz dem iranischen Volk und dem Widerstand in diesem langen und schweren Kampf“ zur Seite gestanden hätten. Es gelte nun, sich weiterhin „gemeinsam für Freiheit und Demokratie im Iran einzusetzen und gegen Fundamentalismus und den Export des Terrors einzutreten.“

In einer gemeinsamen Erklärung haben führende Persönlichkeiten in Deutschland und Europa die Entscheidung der US-Regierung begrüßt. Darin stellen Günter Verheugen, ehem. Vizepräsident der EU, Horst Teltschik, ehem. Präsident der Sicherheitskonferenz in München, Gerhard Baum, ehem. Bundesinnenminister, Jürgen Chrobog, ehem. Deutscher Botschafter in den USA und Otto Bernhardt, Vorstandsmitglied der Adenauer-Stiftung fest:

Mit ihrem jetzigen Beschluss „korrigiert die amerikanische  Regierung endlich ihre falsche, politische Entscheidung aus den 90er Jahren und rehabilitiert die demokratische Opposition des Iran, die auch im Camp Ashraf ihre Zuflucht fand. Wir begrüßen diese längst überfällige Kurskorrektur der USA ausdrücklich.“ Damit würden die USA dem Irak jegliche  Legiti-mationsgrundlage für „sein blutiges Vorgehen gegen die iranischen Oppositionellen im Irak entziehen.“ Die Politiker erinnerten daran, daß „der Preis für die späte  Korrektur der amerikanischen Position“  allerdings sehr hoch „war und ist: 49 Menschen starben aufgrund der militärischen Übergriffe des Irak, 1.100 wurden verletzt, die Überlebenden aus ihrem einstmals blühendem Zufluchtsort Ashraf vertrieben.“ Diese würden heute unter unwürdigen Bedingungen darauf warten, „dass die westliche Staatengemeinschaft ihnen als politisch Verfolgte eine sichere Zuflucht bietet.“

Auch die Vereinigung 17. Juni in Berlin, die sich seit Jahren als „Partner der Freiheitskämpfer für einen freien Iran“ versteht und die Organisation  bereits bei diversen Aktionen und Hungerstreiks in Berlin  unterstützt und begleitet hat, zeigte sich erleichtert über „dieses wichtige Etappenziel auf dem Weg zur friedlichen Demokratie im  Iran.“ Gerade in Deutschland wäre den Iranern immer wieder das Verdikt der USA vorgehalten worden und hätte diesen die Initiativen für ihr Land wesentlich erschwert. Man hoffe mit den iranischen Schwestern und Brüdern auf eine baldige Freiheitsparty in Teheran, „auch wenn  der Weg dorthin noch sehr steinig ist.“

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785

Internationale Iran-Konferenz in Berlin mit 6.000 Teilnehmern

In hundert Bussen aus ganz Europa: 6.000 Teilnehmer im ICC

Berlin, 19.03.2011/cw –  Über 6.000 Iraner und ihre deutschen  Freunde kamen am Samstag im Berliner ICC zur Internationalen Iran-Konferenz zusammen. Den größten Beifall erhielt die Präsidentin  des Iranischen Widerstandes, Maryam Rajavi, für ihre couragierte und programmatische Ansprache, die einige Redner bereits als Regierungserklärung für eine provisorische Regierung zur Vorbereitung von freien Wahlen werteten. Viele der Redner setzten sich für eine demokratische Revolution im  Iran und die endgültige Streichung der Volksmudschaheddin (PMOI) von der Liste der Terroristen in den USA ein. Die PMOI war bereits in den letzten beiden Jahren vom Europarat und den meisten europäischen Staaten als demokratische Widerstandsbewegung anerkannt worden. Auch im Verfassungsschutzbericht sind die Exil-Iraner seit 2009 nicht mehr aufgeführt.

Übergabe von 150 Unterschriften von MdB aller Fraktionen; von rechts: C.W. Holzapfel, Patrick Kennedy

Die umfangreiche Rednerliste ließ weitere Ansprachen  aus rein zeitlichen Gründen, die Veranstaltung dauerte über drei Stunden, nicht mehr zu. Neben der Präsidentin sprachen u.a. der Neffe John F.Kennedys, der US-Kongressabgeordnete Patrick Kennedy, die ehemaligen US-Generale Peter Pace und Hugh Shelton, der ehem. US-Justizminister Michael Muklasey, aber auch der ehemalige EU-Kommissar und Vizepräsident der EU, Günter Verheugen und Prof. Dr. Gesine Schwan aus Deutschland.

So gab der Vorsitzende der Vereinigung 17. Juni, der ebenfalls als Ehrengast auf dem Podium  Platz genommen hatte, seine Ansprache zu Protokoll, die wir nachfolgend leicht gekürzt wiedergeben:

Links von John-F.Kennedy: Der junge C.W. Holzapfel 1963 in Berlin

„Salam, Ashraf, Salam, Iran!

Verehrte Frau Präsidentin,                                   liebe Freunde aus Europa, aus Deutschland, aus Berlin,

Sie alle haben sich heute in der Hauptstadt der friedlichen  Revolution eingefunden, um  unsere Solidarität mit den Bewohnern von Ashraf, mit den Bürgern des Iran, mit Ihren Vätern, Brüdern, Müttern und Schwestern, zu bekunden.

Solidarität, liebe Freunde, ist keine Einbahnstraße. Über den Schmerz um  die Toten des brutalen Mullah-Regimes vergessen wir heute nicht unsere Solidarität mit dem stolzen Volk der Japaner, die von einer Sublimierung fürchterlicher Katastrophen getroffen worden sind:

Erdbeben, Tsunami, atomarer Gau! ….

Solidaritätsadresse von der UOKG

Gestatten Sie mir, dass ich an dieser Stelle besonders das Vorstandsmitglied der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG), das ist der Dachverband der Verfolgten  des DDR-SED-Regimes, dass ich hier ganz herzlich auch in  Ihrem Namen Lothar Scholz begrüße. Lothar Scholz musste schon als 19jähriger die Grausamkeiten der Lager in Sibirien erfahren und kam erst nach neun Jahren Gefangenschaft in Workuta nach Deutschland zurück. Seither ist auch er ein  unermüdlicher Kämpfer für die Menschenrechte auf unserem Planeten. Er trägt heute eine Kappe, die ihm einst ein Perser im fernen Sibirien zum Abschied nach Deutschland geschenkt hatte. Willkommen, Lothar Scholz!

Gleichzeitig habe ich die Ehre, Ihnen  die herzlichen  und solidarischen Grüße der UOKG zu übermitteln. Der Dachverband steht an Ihrer Seite im  Kampf um einen freien, demokratischen Iran!

In diesem Jahr, im fünfzigsten Jahr der Errichtung der Berliner Mauer, der Zementierung der Teilung Europas und dieser Welt, wollten wir uns in Teheran treffen, die Befreiung Ihrer Heimat feiern. Wir wissen noch nicht, ob uns dieses Vorhaben gelingt, das Jahr hat erst begonnen. Aber wir wissen, dass dieser Tag kommen wird, egal, wie dieses Jahr zu Ende geht.

Die Hoffnung auf die Freiheit macht uns stark

Und diese Hoffnung, liebe Freunde, vereint uns, macht uns so unglaublich stark gegen diese  religiösen Usurpatoren, die von tiefer Religiosität sprechen und Mord und Totschlag Andersdenkender meinen. Sie missbrauchen die Geschichte Ihrer großen Nation, um mit dem Ruhmeskleid Ihrer vieltausendjährigen Geschichte die blutbefleckte Kleidung von Terror und Geißelung des eigenen Volkes zu verdecken.

Maryam Rajavi begeisterte 6.000 Teilnehmer und zahlreiche Ehrengäste aus den USA, Deutschland und Europa

Diese Staatsverbrecher mögen sich heute sicher fühlen, so, wie sich einst die Diktatoren der Antike, die Diktatoren der Menschheitsgeschichte oder jüngst die Diktatoren im vorigen  Jahrhundert, an deren Spitze Hitler und Stalin standen, sicher gefühlt haben – und dann vom Sturm der Geschichte hinweggefegt wurden. Wie sagte Friedrich Schiller so unnachahmlich:

Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei und würde er in Ketten geboren. Lasst Euch nicht stören des Pöbels Geschrei und den Missbrauch rasender Toren. Vor dem Sklaven, der die Ketten bricht, vor dem freien Menschen erzittert nicht.“

Diese Stadt, dieses Land, dieses Europa, Sie alle hier in diesem Saal sind     f r e i .   Und so, wie wir uns jetzt der Freiheit erfreuen dürfen, so werden die Bürger von Ashraf, Ihre Brüder und Schwestern, Mütter und Väter, eines nicht fernen Tages ohne Angst vor dem Morgen frei atmen, frei aufatmen können, werden die Bürger des großen Iran den Jubel der Freiheit auch in den Straßen Ihrer Städte und Dörfer verkünden:

Das Heiligtum der Freiheit

Freude, Freiheit, schöner Götterfunke, Tochter aus Elysium, wir betreten freiheitstrunken, Himmlische Dein Heiligtum.“  Das Heiligtum der Freiheit, der Einheit, des Friedens unter den Völkern. Verzeihen Sie mir die leichte Abänderung der Schillerschen Worte, seiner von Beethoven vertonten  Ode an die Freude. Aber ich bin überzeugt, er hätte dies akzeptiert, er hätte sich richtig interpretiert gefühlt.

Frau Präsidentin, liebe Freunde.

Als ich als junger Mensch vor fünfzig Jahren erstmals vor der Berliner Mauer stand, festigte sich in der tiefen Erschütterung dieser durchlittenen Stunden, aus denen, wie wir alle wissen, viele Jahre und Jahrzehnte wurden, die Überzeugung, dass diese Mauer, diese Deadline, diese Todeslinie für über tausend Menschen, keinen  Bestand haben würde. Es war ein harter Kampf, eine Geduldsprobe, die oft genug an den Nerven, an der Gesundheit, am familiären Frieden, an den politischen Überzeugungen zehrte. Aber:

Der Sturm der Freiheit wehte durch Europa

Nach achtundzwanzig Jahren war es soweit, bekam diese Mauer Risse, stürzte diese Mauer in  sich zusammen. Und mit diesem Zusammenbruch stürzten die letzten diktatorischen Regime in Europa, wehte der Sturm der Freiheit durch diesen Kontinent.

Das, verehrte Frau Präsidentin, liebe Freunde, sollte Sie ermutigen! Diese Botschaft aus dieser Stadt heißt: Es lohnt sich, für seine Überzeugungen zu kämpfen. Es lohnt sich, Widerstand zu leisten nicht nur gegen die Diktatur in Iran, für ein Angst-freies Leben der Bürger von Ashraf, sondern auch Widerstand zu leisten gegen die Einflüsterer der sogen. Realität  („Gebt doch endlich Ruhe! Akzeptiert doch endlich die Realitäten!“)!  Und was es da sonst noch an weisen Ratschlägen der Leisetreter und Angepassten geben mag und gibt. Es waren damals Wenige, die diesen Einflüsterern widerstanden haben, zugegeben. Aber diese Wenigen haben gesiegt.

Diese Wenigen haben die Diktatur besiegt, die Mauer zum Einsturz gebracht. Nicht die Wankelmütigen, die Mutlosen, die Kriecher vor der Diktatur!

So sehr wir alle in diesem Saal die tiefe Sehnsucht teilen, lieber heute als morgen in Ihre Hauptstadt aufbrechen zu können, um  das Fest der Befreiung feiern zu können, so sehr möchten wir Ihnen heute Mut machen, nicht aufzugeben, weiter zu kämpfen, zu demonstrieren, einzutreten für die Befreiung Ihrer Heimat. Auch wenn  dieser Kampf noch länger als dieses Jahr, noch viele Monate oder Jahre dauern sollte.

Lasst uns die Fackel der Freiheit entzünden

Frau Präsidentin, liebe Freunde,

lasst uns in dieser Stadt hier und heute die Fackel der Freiheit entzünden. Lasst uns diese Fackel der Freiheit nach Ashraf, nach Teheran tragen, in die Städte und Dörfer ihres Landes, in die Städte und Dörfer dieser Welt!

Salam, Ashraf! Salam, Iran!“

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785 oder 0176-48061953 / Fotos: PMOI

Oktober 2021
M D M D F S S
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Blog Stats

  • 756.510 hits

Um neue Beiträge per E-Mail zu erhalten, hier die E-Mail-Adresse eingeben.

Schließe dich 128 anderen Followern an