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Paris/Villepinte, 24.06.2013/cw – Vorrübergehend wirkte der Vorort Villepinte von Paris wie eine Klein-Ausgabe der iranischen Hauptstadt Teheran. Zehntausende Exil-Iraner aus Europa und Übersee waren in das seit Jahren zelebrierte Mekka des iranischen  Widerstandes gegen  die Mullahs gereist, um erneut ihren unbändigen Freiheitswillen zu bekunden und ihren  Anspruch auf Rückkehr in eine Theokratie-freie und demokratische Heimat anzumelden. Es war die weltweit größte Kundgebung für die Befreiung des Iran.

Otto Bernhard und Javad Dabiran vom NRWI (v.li.). Foto: LyrAg

Otto Bernhard und Javad Dabiran vom NRWI (v.li.).
Foto: LyrAg

Politische Würdenträger aus der ganzen Welt waren angereist, um dem Treffen das notwendige internationale Flair zu geben. Aus den USA: Patrick Joseph Kennedy, Neffe des     berühmten und unvergesslichen JFK, Rudolph „Rudy“ Giuliani, Ex-Bürgermeister von New York (1994-2001), Newt Gingrich, Ex-Sprecher der Republikaner im Capitol und im  letzten Jahr ansetzender Präsidentschaftskandidat gegen Obama, Ex-Generale der US-Army, Kongressabgeordnete und und und. Aus Europa waren Abgeordnete des Europaparlamentes, aus Deutschland gar die einstige Präsidentin des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Rita Süssmuth und der Ex-Bundestags-Abgeordnete Otto Bernhardt erschienen. Auch die Medien waren prominent durch Klaus Bresser, 1988-2000 Chefredakteur des ZDF, vertreten. Rita Süssmuth durfte ebenfalls, wenn auch ziemlich am Ende der unendlich langen Rednerliste, zu Wort kommen und geißelte unter dem Jubel der Zehntausenden die Unfreiheit im Iran.

Goldener Konfetti-Regen unterstrich wichtige Reden. Foto: LyrAg

Goldener Konfetti-Regen unterstrich wichtige Reden. Foto: LyrAg

Gleich zu Beginn erschien die gewählte Präsidentin des Iranischen Widerstandes, die im Pariser Exil lebende Maryam Rajavi, um den Anspruch des Nationalen Widerstandsrates Irans (NWRI) auf die Bestimmung der Zukunft in einem freien und demokratisch orientierten Iran zu unterstreichen. Wie zahlreiche Redner nach ihr griff Rajavi den neu gewählten Präsidenten Hassan Ruhani als erprobte Marionette des Mullah-Regimes an. Keineswegs sei dieser ein Liberaler oder gar Erneuerer. Im  Gegenteil sei Ruhani an der Ermordung von Oppositionellen beteiligt und in führenden Positionen Träger des verhassten Mullah-Systems gewesen (der studierte Rechtswissenschaftler Ruhani war u.a. Oberkommandierender der Streitkräfte und der Luftwaffe, von 1989 – 2005 Mitglied des Nationalen Sicherheitsrates, Geheimdienstchef, stv. Präsident des Parlamentes und Chefunterhändler in den sogen. Atomgesprächen mit der EU). Für den NWRI sei der neugewählte Präsident, der im August sein Amt antreten wird, kein akzeptabler Vertreter des Iran, rief Rajavi unter dem Jubel und Gold-Konfetti-Regen  ihrer Anhänger aus.

Generationen demonstrierten für die Zukunft ihrer Heimat.      Foto: LyrAg

Generationen demonstrierten für die Zukunft ihrer Heimat. Foto: LyrAg

Mit dem absolvierten sechsstündigen  Redner-Programm (bis 21:00 Uhr) stellten die Veranstalter die von weit her angereisten Sympathisanten auf eine harte, wenn  auch gewohnte und mit anfänglich großer Begeisterung getragene Geduldsprobe, die dann doch auf natürliche Weise gegen Ende Ermüdungserscheinungen aufwies.

Beobachter stellten dennoch eine gewisse Ernüchterung fest. Auch Maryam Rajavi erschien vielen ihrer Anhänger gebremster, nicht mehr in euphorischer Jubel-Stimmung, die in den Vorjahren stets eine „unmittelbar bevorstehende Revolution“ vermittelte. In der Tat erschöpft sich nach vielen Jahren unermüdlichen Kampfes für die Befreiung des Landes nicht nur der Wortschatz.

Interessant wäre die Wirkung gewesen, wenn in Villepinte als Überraschungsgast der Sohn des letzten  Schah aufgetreten wäre. Reza Pahlavi hatte im April diesen Jahres auf

Delegation aus Berlin: Chr.Zimmermann, Glyas.Sayan, Inge Kuntzendorff u. C.W.Holzapfel (v.re.) mit New Yorks Ex-Bürgermeister Rudolph  Giuliani (Mitte). Foto: LyrAg

Delegation aus Berlin: Chr.Zimmermann, Glyas.Sayan, Inge Kuntzendorff u. C.W.Holzapfel (v.re.) mit New Yorks Ex-Bürgermeister Rudolph Giuliani (Mitte). Foto: LyrAg

 einem Gründungskongress eine »Charta des Iranischen Nationalrats für Freie Wahlen« unterzeichnet. Zweihundert von fünfhundert über das Internet gewählte Delegierte waren in das Maison de la Chimie, einem Kongresszentrum in der Rue Saint-Dominique, nahe dem Place des Invalides in Paris gekommen, um ihrerseits über die Zukunft des Iran abzustimmen. Die dreihundert nicht anwesenden Delegierten stimmten über Netz ab.

Pahlavi, der mit siebzehn  Jahren mit seinen Eltern ins Exil gehen  mußte, strebt vordergründig keine Monarchie an. Er engagiert sich als Kopf einer ebenfalls oppositionellen Bewegung für die demokratische Befreiung seines Landes, wobei große Übereinstimmungen  zwischen  dem von Rajavi vorgestellten Zehn-Punkte-Programm und der Charta des Schah-Sohnes feststellbar sind.

Auf dem Podium (v.re.): Andy Jauch (SPD-MdA), Otto Bernhard (CDU-Ex-MdB), Rita Süssmuth (CDU-Ex-Bundestags-Präsidentin), Schulz-Jacobs (NRWI), Bernd Häusler (Rechtsanw.) und Klaus Bresser (Ex-Chefred. ZDF). Foto: LyrAg

Auf dem Podium (v.re.): Andy Jauch (SPD-MdA), Otto Bernhard (CDU-Ex-MdB), Rita Süssmuth (CDU-Ex-Bundestags-Präsidentin), Schulz-Jacobs (NRWI), Bernd Häusler (Rechtsanw.) und Klaus Bresser (Ex-Chefred. ZDF). Foto: LyrAg

Die in Villepinte auftretende Abordnung der syrischen Opposition erschien da fast als Menetekel, als symbolischer Beweis für die bekannte Zerstrittenheit oppositioneller Kräfte gegen die Diktatur ihrer jeweiligen  Länder. Am Rande der großartig zelebrierten Kundgebung bei Paris wurde in Gesprächen dann doch immer wieder der Wunsch geäußert, an die Stelle vehementer Angriffe die Anbahnung von Kontakten anzustreben. Und zumindest die Opposition im Ringen um die Freiheit zu einen. Es war eine neue, aber bemerkenswerte Stimmungslage im vorübergehenden Klein-Teheran bei Paris.

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785

Berlin, 24.06.2013/cw – Ja, er war unser Traum: JFK – John F. Kennedy. Und wann schon hatte ein Politiker in der Nachkriegszeit dieses Postulat für sich in Anspruch nehmen können? James Dean – als Schauspieler, ja. Aber ein  Politiker?

Im Kennedy-Saal im Rathaus Schöneberg Erinnerung an einen großen Tag -            Foto: LyrAg

Im Kennedy-Saal im Rathaus Schöneberg Erinnerung an einen großen Tag – Foto: LyrAg

Strahlend, gut aussehend, intelligent. Eine schöne Frau an seiner Seite. Und dann sagt er Dinge, die einer nach dem Weltkrieg aufstrebenden Jugend Visionen vermittelte, die dieser Generation aus dem Herzen sprachen: „Fragt nicht, was Euer Land für Euch tun kann. Fragt, was Ihr für Euer Land tun könnt.“

Klar, da kam das Schweinebucht-Fiasko, die missglückte Invasion Kubas. Dann der Mauerbau in Berlin, den Kennedy abzusegnen schien. Doch dann hatte dieser junge Präsident seine Lektionen gelernt. Die Kuba-Krise. Jung und unerfahren? Ganz im  Gegenteil. Die Welt hielt den Atem an. Und dieser junge Präsident steuerte uns durch diese schwerste Krise seit dem Weltkrieg, als hätte er ein  Leben lang nichts anderes getan, als Krisen zu bewältigen.

Und nun  kam unser Held nach Berlin. Kurz vor Mitternacht fanden sich einige Unentwegte vor den Stufen des Schöneberger Rathauses ein, darunter auch ich. Die Überlegung war einfach: Irgendwo am Straßenrand würde man allenfalls einen kurzen  Blick erhaschen, auf die Limousine,  auf den Präsidenten, wenn überhaupt (in dem zu erwartenden Gedränge). Aber vor dem Schöneberger Rathaus hatten wir die Chance, eine ganze Kundgebung mit diesem Mann zu erleben, aus nächster Nähe. Voraussetzung: ein exzellenter Platz.

Der Autor weist auf die Stelle, wo er vor fünfzig Jahren stand. - Foto: LyrAg

Der Autor weist auf die Stelle, wo er vor fünfzig Jahren stand. – Foto: LyrAg

Nicht zu dicht, dann würde der Hals starr werden von der Verrenkung, und man würde möglicherweise nur die Wand der Tribüne anstarren. Und nicht zu weit weg, da wäre der Präsident nur ein Stecknadel-Kopf in der Ferne. Es kam also auf den richtigen Abstand an.

Und so verbrachte ich die erste mitternächtliche Stunde damit, einen  guten Punkt zu finden, ehe ich dann den vermeintlich richtigen Platz besetzte. Wie ich das ausgehalten habe, zwölf Stunden lang, ohne Toilette, ohne Decke, ohne jeden Komfort?  Das darf man einen heute fast Siebzigjährigen nicht fragen. Es war einfach so. Die begeisternde Erwartung, diesen Mann bald aus nächster Nähe erleben zu können, und das auch noch relativ lange, das reichte.  Wir, ca. 30 junge Leute, vertrieben uns die Nacht mit Gesprächen, mit Diskussionen über unsere Erwartungen, an mögliche Inhalte seiner Rede.

Der Neunzehnjährige: Vierter nach li., im  weißen Hemd mit Brille. Foto: LyrAg

Der Neunzehnjährige:  Im weißen Hemd mit Brille (Von JFK Vierter n.li.).
Foto: LyrAg

Gegen Morgen  füllte sich der Rudolph-Wilde-Platz, erst langsam, dann rasant. Lange vor dem Eintreffen des Präsidenten war der Platz überfüllt. Doch immer mehr Menschen  drängten zu diesem historischen Ereignis, füllten die Seitenstraßen. Die Euphorie überstrahlte alles, ließ die Menschen freundschaftlich miteinander umgehen, verhinderte verbale stressgeprägte Vokabeln.

Dann kam er. Ein unbeschreiblicher Jubel brach aus: „Kennedy, Kennedy“-Rufe. Stakkato. Persönlichkeiten, wie Konrad Adenauer, wurden zu Randfiguren. Man bemerkte sie allenfalls, aber der junge Präsident war in  diesen Minuten  das Maß aller Dinge.

Nach seiner Rede, die mit dem wohl berühmtesten Satz unserer Zeit endete („Ich bin aein Beerliner!“) brachen alle Dämme. Niemals vor oder nach dem Mauerbau waren wir so euphorisch, ließen wir nicht den kleinsten Zweifel an der unzerbrechlichen Freundschaft zwischen den Vereinigten Staaten und uns zu. Selbst die Mauer schien für einen kurzen Augenblick zu einer absehbaren Episode zu werden. Das würden wir mit diesem Präsidenten alles bewältigen…

Ein Foto vom Besuch 1963 in Berlin: Der Autor mit JFK-Neffen Patrick Kennedy (Mitte) am 22. Juni 2013 in Paris. Foto: LyrAg

Mit einem Foto vom Besuch 1963 in Berlin: Der Autor (li) mit JFK-Neffen Patrick Joseph Kennedy (Mitte) am 22. Juni 2013 in Paris.
Foto: LyrAg

Viele Träume enden in Ernüchterung. Und manchmal auch im blinden Entsetzen, in Tränen, die nicht versiegen  wollen. Kein halbes Jahr nach diesem Triumph standen wir wieder vor dem Schöneberger Rathaus, die ersten Nachrichten über das Attentat von Dallas im Ohr, die fürchterliche Bestätigung: Der Präsident ist tot. Tage später die Trauerfeier am Ort des erlebten  Triumphes. Nur Kerzen in den Fenstern der umliegenden Häuser. Weinende, schluchzende Menschen, denen gleichsam in tiefer Trauer die Erinnerung erstand an einen Tag auf diesem Platz, der in der Erinnerung niemals entführbar ist und bleibt: Der 26. Juni 1963.

Siehe auch: http://www.bz-berlin.de/john-f-kennedy-berliner/ich-stand-direkt-vor-jfk-hier-der-beweis-article1699422.html (B.Z. vom 26.06.2013).

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., C.W.Holzapfel, Berlin, Tel.: 030-30207785

 

Internationale Iran-Konferenz in Berlin mit 6.000 Teilnehmern

In hundert Bussen aus ganz Europa: 6.000 Teilnehmer im ICC

Berlin, 19.03.2011/cw –  Über 6.000 Iraner und ihre deutschen  Freunde kamen am Samstag im Berliner ICC zur Internationalen Iran-Konferenz zusammen. Den größten Beifall erhielt die Präsidentin  des Iranischen Widerstandes, Maryam Rajavi, für ihre couragierte und programmatische Ansprache, die einige Redner bereits als Regierungserklärung für eine provisorische Regierung zur Vorbereitung von freien Wahlen werteten. Viele der Redner setzten sich für eine demokratische Revolution im  Iran und die endgültige Streichung der Volksmudschaheddin (PMOI) von der Liste der Terroristen in den USA ein. Die PMOI war bereits in den letzten beiden Jahren vom Europarat und den meisten europäischen Staaten als demokratische Widerstandsbewegung anerkannt worden. Auch im Verfassungsschutzbericht sind die Exil-Iraner seit 2009 nicht mehr aufgeführt.

Übergabe von 150 Unterschriften von MdB aller Fraktionen; von rechts: C.W. Holzapfel, Patrick Kennedy

Die umfangreiche Rednerliste ließ weitere Ansprachen  aus rein zeitlichen Gründen, die Veranstaltung dauerte über drei Stunden, nicht mehr zu. Neben der Präsidentin sprachen u.a. der Neffe John F.Kennedys, der US-Kongressabgeordnete Patrick Kennedy, die ehemaligen US-Generale Peter Pace und Hugh Shelton, der ehem. US-Justizminister Michael Muklasey, aber auch der ehemalige EU-Kommissar und Vizepräsident der EU, Günter Verheugen und Prof. Dr. Gesine Schwan aus Deutschland.

So gab der Vorsitzende der Vereinigung 17. Juni, der ebenfalls als Ehrengast auf dem Podium  Platz genommen hatte, seine Ansprache zu Protokoll, die wir nachfolgend leicht gekürzt wiedergeben:

Links von John-F.Kennedy: Der junge C.W. Holzapfel 1963 in Berlin

„Salam, Ashraf, Salam, Iran!

Verehrte Frau Präsidentin,                                   liebe Freunde aus Europa, aus Deutschland, aus Berlin,

Sie alle haben sich heute in der Hauptstadt der friedlichen  Revolution eingefunden, um  unsere Solidarität mit den Bewohnern von Ashraf, mit den Bürgern des Iran, mit Ihren Vätern, Brüdern, Müttern und Schwestern, zu bekunden.

Solidarität, liebe Freunde, ist keine Einbahnstraße. Über den Schmerz um  die Toten des brutalen Mullah-Regimes vergessen wir heute nicht unsere Solidarität mit dem stolzen Volk der Japaner, die von einer Sublimierung fürchterlicher Katastrophen getroffen worden sind:

Erdbeben, Tsunami, atomarer Gau! ….

Solidaritätsadresse von der UOKG

Gestatten Sie mir, dass ich an dieser Stelle besonders das Vorstandsmitglied der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG), das ist der Dachverband der Verfolgten  des DDR-SED-Regimes, dass ich hier ganz herzlich auch in  Ihrem Namen Lothar Scholz begrüße. Lothar Scholz musste schon als 19jähriger die Grausamkeiten der Lager in Sibirien erfahren und kam erst nach neun Jahren Gefangenschaft in Workuta nach Deutschland zurück. Seither ist auch er ein  unermüdlicher Kämpfer für die Menschenrechte auf unserem Planeten. Er trägt heute eine Kappe, die ihm einst ein Perser im fernen Sibirien zum Abschied nach Deutschland geschenkt hatte. Willkommen, Lothar Scholz!

Gleichzeitig habe ich die Ehre, Ihnen  die herzlichen  und solidarischen Grüße der UOKG zu übermitteln. Der Dachverband steht an Ihrer Seite im  Kampf um einen freien, demokratischen Iran!

In diesem Jahr, im fünfzigsten Jahr der Errichtung der Berliner Mauer, der Zementierung der Teilung Europas und dieser Welt, wollten wir uns in Teheran treffen, die Befreiung Ihrer Heimat feiern. Wir wissen noch nicht, ob uns dieses Vorhaben gelingt, das Jahr hat erst begonnen. Aber wir wissen, dass dieser Tag kommen wird, egal, wie dieses Jahr zu Ende geht.

Die Hoffnung auf die Freiheit macht uns stark

Und diese Hoffnung, liebe Freunde, vereint uns, macht uns so unglaublich stark gegen diese  religiösen Usurpatoren, die von tiefer Religiosität sprechen und Mord und Totschlag Andersdenkender meinen. Sie missbrauchen die Geschichte Ihrer großen Nation, um mit dem Ruhmeskleid Ihrer vieltausendjährigen Geschichte die blutbefleckte Kleidung von Terror und Geißelung des eigenen Volkes zu verdecken.

Maryam Rajavi begeisterte 6.000 Teilnehmer und zahlreiche Ehrengäste aus den USA, Deutschland und Europa

Diese Staatsverbrecher mögen sich heute sicher fühlen, so, wie sich einst die Diktatoren der Antike, die Diktatoren der Menschheitsgeschichte oder jüngst die Diktatoren im vorigen  Jahrhundert, an deren Spitze Hitler und Stalin standen, sicher gefühlt haben – und dann vom Sturm der Geschichte hinweggefegt wurden. Wie sagte Friedrich Schiller so unnachahmlich:

Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei und würde er in Ketten geboren. Lasst Euch nicht stören des Pöbels Geschrei und den Missbrauch rasender Toren. Vor dem Sklaven, der die Ketten bricht, vor dem freien Menschen erzittert nicht.“

Diese Stadt, dieses Land, dieses Europa, Sie alle hier in diesem Saal sind     f r e i .   Und so, wie wir uns jetzt der Freiheit erfreuen dürfen, so werden die Bürger von Ashraf, Ihre Brüder und Schwestern, Mütter und Väter, eines nicht fernen Tages ohne Angst vor dem Morgen frei atmen, frei aufatmen können, werden die Bürger des großen Iran den Jubel der Freiheit auch in den Straßen Ihrer Städte und Dörfer verkünden:

Das Heiligtum der Freiheit

Freude, Freiheit, schöner Götterfunke, Tochter aus Elysium, wir betreten freiheitstrunken, Himmlische Dein Heiligtum.“  Das Heiligtum der Freiheit, der Einheit, des Friedens unter den Völkern. Verzeihen Sie mir die leichte Abänderung der Schillerschen Worte, seiner von Beethoven vertonten  Ode an die Freude. Aber ich bin überzeugt, er hätte dies akzeptiert, er hätte sich richtig interpretiert gefühlt.

Frau Präsidentin, liebe Freunde.

Als ich als junger Mensch vor fünfzig Jahren erstmals vor der Berliner Mauer stand, festigte sich in der tiefen Erschütterung dieser durchlittenen Stunden, aus denen, wie wir alle wissen, viele Jahre und Jahrzehnte wurden, die Überzeugung, dass diese Mauer, diese Deadline, diese Todeslinie für über tausend Menschen, keinen  Bestand haben würde. Es war ein harter Kampf, eine Geduldsprobe, die oft genug an den Nerven, an der Gesundheit, am familiären Frieden, an den politischen Überzeugungen zehrte. Aber:

Der Sturm der Freiheit wehte durch Europa

Nach achtundzwanzig Jahren war es soweit, bekam diese Mauer Risse, stürzte diese Mauer in  sich zusammen. Und mit diesem Zusammenbruch stürzten die letzten diktatorischen Regime in Europa, wehte der Sturm der Freiheit durch diesen Kontinent.

Das, verehrte Frau Präsidentin, liebe Freunde, sollte Sie ermutigen! Diese Botschaft aus dieser Stadt heißt: Es lohnt sich, für seine Überzeugungen zu kämpfen. Es lohnt sich, Widerstand zu leisten nicht nur gegen die Diktatur in Iran, für ein Angst-freies Leben der Bürger von Ashraf, sondern auch Widerstand zu leisten gegen die Einflüsterer der sogen. Realität  („Gebt doch endlich Ruhe! Akzeptiert doch endlich die Realitäten!“)!  Und was es da sonst noch an weisen Ratschlägen der Leisetreter und Angepassten geben mag und gibt. Es waren damals Wenige, die diesen Einflüsterern widerstanden haben, zugegeben. Aber diese Wenigen haben gesiegt.

Diese Wenigen haben die Diktatur besiegt, die Mauer zum Einsturz gebracht. Nicht die Wankelmütigen, die Mutlosen, die Kriecher vor der Diktatur!

So sehr wir alle in diesem Saal die tiefe Sehnsucht teilen, lieber heute als morgen in Ihre Hauptstadt aufbrechen zu können, um  das Fest der Befreiung feiern zu können, so sehr möchten wir Ihnen heute Mut machen, nicht aufzugeben, weiter zu kämpfen, zu demonstrieren, einzutreten für die Befreiung Ihrer Heimat. Auch wenn  dieser Kampf noch länger als dieses Jahr, noch viele Monate oder Jahre dauern sollte.

Lasst uns die Fackel der Freiheit entzünden

Frau Präsidentin, liebe Freunde,

lasst uns in dieser Stadt hier und heute die Fackel der Freiheit entzünden. Lasst uns diese Fackel der Freiheit nach Ashraf, nach Teheran tragen, in die Städte und Dörfer ihres Landes, in die Städte und Dörfer dieser Welt!

Salam, Ashraf! Salam, Iran!“

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785 oder 0176-48061953 / Fotos: PMOI

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