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Stollberg/Berlin, 13.12.2017/cw – Der Verein „Frauenkreis der ehemaligen Hoheneckerinnen“ hat jetzt eine neue Seite im Internet eingerichtet: http://www.frauenkreis-hoheneckerinnen.de/vorstand/. Neben der inhaltlichen Vorstellung des nach jahrelangen Auseinandersetzungen neu formierten Vereins wird auch der „neue“, 2016 auf einer Mitgliederversammlung in Stollberg gewählte Vorstand vorgestellt. Der ist allerdings von ursprünglich sieben Mitgliedern auf drei Mitglieder geschrumpft.

Überraschend wird jetzt auf der zitierten Homepage die zur Schriftführerin gewählte Monika Schneider als „stellvertretende Vorsitzende“ präsentiert, nachdem die gewählte Stellvertreterin Catharina Mäge aus bisher nicht bekannten Gründen (ebenfalls) ihren Rücktritt erklärt hatte. Fraglich ist die Form dieser „Neugestaltung“. Nach dem für alle Vereine verbindlichen Vereinsrecht und der Satzung des Vereins wird der Vorstand jeweils von der Mitgliederversammlung gewählt. Hingegen ist von einer neuerlichen Mitgliederversammlung, auf der eine Nachfolgerin für Catharina Mäge gewählt worden wäre, zumindest in Mitgliederkreisen nichts bekannt.

Bereits die Mitgliederversammlung in 2016 verlief ungewöhnlich. Von den offiziell ausgewiesenen rund 30 Mitgliedern waren, wie seinerzeit aus Teilnehmerkreisen zu hören war, lediglich sechs ehemalige Hoheneckerinnen angereist. Obwohl erst in der Mitgliederversammlung (neu) aufgenommen, durfte lediglich Inge Naumann als „Kassiererin“ von Beginn an an der Mitgliederversammlung teilnehmen. Eine weitere Hoheneckerin durfte, neben dem ebenfalls aufgenommenen Ehemann der neuen Vorsitzenden auch nach deren in der Versammlung beschlossenen Aufnahme nicht an der MV teilnehmen. Die so verbliebene Rumpfversammlung (fünf Teilnehmerinnen) wählte dann den siebenköpfigen Vorstand.

Auf der im Oktober d.J. durchgeführten Versammlung des Dachverbandes UOKG in Berlin wurde denn auch nicht die von Regina Labahn vorgeschlagene (bisherige) Schriftführerin Monika Schneider, sondern die Sprecherin der Vereinsabspaltung „Süddeutscher Freundeskreis der Hoheneckerinnen“, Konstanze Helber, in den UOKG-Vorstand gewählt. Wann wieder ein vereinsrechtlich nicht zu beanstandender Vorstand gewählt wird, ist derzeit nicht bekannt. Wieweit die jetzige Konstellation im Vorstand des Frauenkreises vom zuständigen Vereinsregister in Darmstadt akzeptiert wird, ist ebenfalls derzeit nicht bekannt.

© 2017 Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 030-30207785 (1.328).

 

 

Titel HB 2014Nr.055 –Einigkeit und Recht und Freiheit 15. 07. 2016

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Hoheneck: Start mit neuer Frauschaft

Zwönitz/Hoheneck/Stollberg, 14.07.2016/cw – Es ist vollbracht: Nach jahrelangen Auseinandersetzungen im Frauenkreis der ehemalige Hoheneckerinnen hat der vom Registergericht in Darmstadt eingesetzte Notvorstand am vergangenen Freitag in Zwönitz einen neuen Vorstand gewählt. Auf einer eigens zu diesem Zweck einberufenen Mitgliederversammlung wurde Regina Labahn aus Wülfrath (NRW) zur Vorsitzenden und Catharina Mäge (Berlin) zur Stellvertreterin gewählt. Weiter im Vorstand als Kassiererin: Inge Naumann (Hohnstein/Sachsen); als Schriftführerin: Monika Schneider (Berlin); als BeisitzerIn (im erweiterten Vorstand): Edith Fiedler (Berlin) und Birgit Krüger (Berlin).

Die neue Vorsitzende des Frauenkreises: Regina Labahn -Foto: LyrAg

Die neue Vorsitzende des Frauenkreises: Regina Labahn – Foto: LyrAg

Mit Inge Naumann wurde eine ehemalige Vorsitzende wieder in den Vorstand gewählt. An deren Abwahl im Jahr 2012 hatten sich ursprünglich die Auseinandersetzungen entzündet. Naumann war in der Folge aus dem Verein ausgetreten, war aber vom Registergericht im Mai d.J. in den zunächst dreiköpfigen Notvorstand berufen worden.

Über die Versammlung selbst und deren Ablauf hüllt sich der neue Vorstand bislang in Schweigen. So ist bislang nicht bekannt, wie viele der noch rund 60 Mitglieder des Vereins eingeladen wurden und wie viele Frauen der Einladung gefolgt waren, also an den Wahlen teilgenommen haben. Dieses Verhalten steht in einem deutlichen Kontrast zu der einst geübten Kritik am seinerzeitigen Vorgehen des vormaligen Vorstandes, wie kritische Beobachter vermerken. Dem Vorstand war u.a. mangelnde Transparenz bei den Wahlen 2012 vorgehalten worden.

Mit der erfolgreichen Wahl hofft der neue Vorstand auf ein Ende der langanhaltenden Krise um den Verein. Er will sich nun aktiv in die Gestaltung der Gedenkstätte in Hoheneck einbringen und die „aufgebrochenen Wunden“ unter seinen Mitgliedern durch eine „kompetente und konsequente Arbeit“ des Vorstandes schließen. Die neue Vorsitzende Regina Labahn hatte als Sprecherin der Frauen, die gegen die 2013 satzungswidrig beschlossene Auflösung des Vereins erfolgreich geklagt hatten, durch den langen juristischen Rechtsstreit geführt.

Auch im Förderverein Notvorstand

Auch der Förderverein Gedenkstätte Hoheneck in Stollberg hat einen Notvorstand, der jetzt vom Registergericht in Chemnitz ebenfalls mit dem Ziel eingesetzt wurde, ordentliche Wahlen zum Vorstand durchzuführen. Der Förderverein war unter seinem bisherigen Vorsitzenden Dietrich Hamann (Stollberg) nach dessen Rücktritt und unter bestrittenen Umständen erfolgten Wiederwahl ebenfalls in Turbulenzen geraten. Die Große Kreisstadt Stollberg hatte daraufhin unter Oberbürgermeister Marcel Schmidt die Realisierung der Gedenkstätte vorerst an sich gezogen, um das Projekt nicht zu gefährden.

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Stiftung in Bonn: Leistungen für DDR-Häftlinge bleiben erhalten

 Bonn/Berlin, 14.07.2016/cw – „Personen mit weniger als 180 Tagen Haftzeit erhalten bei Vorliegen einer wirtschaftlichen Bedürftigkeit weiterhin Leistungen bei der Stiftung für ehemalige politische Häftlinge in Bonn.“ Dies bestätigte das Bundesinnenministerium (BMI) auf eine Anfrage der Vereinigung 17. Juni 1953 in Berlin. Vorstandsmitglied Tatjana Sterneberg hatte Grund für ihre Nachfrage. Nach Veröffentlichungen im Internet war der Eindruck entstanden, dass die Stiftung ihre bisherigen Leistungen an bedürftige Opfer der zweiten Diktatur mit einer Schlusszahlung (bis zu 3.000 Euro) einstellen würde. Danach wären nur noch Antragstellungen bis zum 30.06.2016 möglich gewesen. Diese Information hatte zu erheblicher Unruhe bei Betroffenen und zu Rückfragen auch bei der Vereinigung 17.Juni geführt. Der Verein führt im Rahmen seiner sozialen Arbeit auch Beratungen für Hilfesuchende durch. Diese Arbeit erfolgt seit dem Mauerfall ohne staatliche Unterstützung auf rein ehrenamtlicher Basis.

Nun stellte das Innenministerium klar: „Die Änderung des HHG betrifft ausschließlich Personen, die nach dem zweiten Weltkrieg außerhalb des SBZ/DDR-Gebietes in Gewahrsam genommen wurden und Leistungen nach § 18 HHG erhalten.“

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Erneut Strafantrag gegen VOS-Vorstandsmitglied

Berlin, 14.07.2016/cw – Gegen ein Vorstandsmitglied der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) ist erneut Strafantrag bei der Berliner Staatsanwaltschaft gestellt worden. Nach Informationen der Redaktion begründet ein Mitglied der VOS seine Anzeige damit, dass das betroffene Vorstandsmitglied als Geschäftsführer, Schatzmeister und vormaliger stv. Bundesvorsitzender die Vorenthaltung von Sozialbeiträgen an die Rentenversicherung persönlich zu verantworten habe. Seine Darstellung vor dem Sozialgericht im März diesen Jahres, er habe diese Vorenthaltung nicht vorsätzlich, sondern aus Unkenntnis der gesetzlichen Bestimmungen im Rahmen seiner ehrenamtlichen Tätigkeit allenfalls fahrlässig gehandhabt, sei wissentlich falsch. Schließlich, so der Anzeigeerstatter, weise sich das Vorstandsmitglied selbst als Diplom-Kaufmann und Finanzmakler aus. Die Einlassungen des überdies früher als Bankkaufmann in leitender Stellung (nach eigenen Angaben als Filialleiter) in einer Stasi-Sparkasse* tätig gewesenen Finanz-Fachmannes vor dem Sozialgericht seien daher als schlicht falsch einzustufen.

Als Motiv für seinen Strafantrag gibt das VOS-Mitglied an, er sei empört, mit welcher Dreistigkeit ein persönliches Fehlverhalten und eine wahrscheinliche Pflichtverletzung jetzt auf dem Rücken der Mitglieder bereinigt werden solle. Mit schon penetrant wirkenden Spendenaufrufen soll durch die Mitglieder die durch persönlich zu verantwortende Fehler entstandene finanzielle Schieflage des Vereins ausgebügelt werden. Vor einigen Jahren hatte bereits das Finanzamt für Körperschaftssteuer in Berlin dem Verein bescheinigt, dass die Gemeinnützigkeit gefährdet sei. Das Finanzamt hielt einigen Vorstandsmitgliedern vor, diese hätten persönlich zu verantwortende Gerichts- und Anwaltskosten aus der Vereinskasse bezahlt statt diese selbst zu begleichen.

Anzeigeerstatter und Angezeigten verbinden einstige Funktionen im VOS-Verein: Beide waren in der Vergangenheit Bundesvorsitzende des ältesten und einst größten Verfolgtenverbandes.

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* Die „Stasi-Sparkasse“ wurde bereits in einigen Publikationen erwähnt, so im DER SPIEGEL, Nr. 93 vom 1.03.1993: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13687998.html

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UOKG: CDU baut Einfluss auf Diktatur-Opfer aus

Berlin, 14.07.2016/cw – Der seit Herbst letzten Jahres amtierende UOKG-Vorsitzende Dieter Dombrowski (CDU) baut den Einfluss seiner Partei auf die Organisationen der Diktatur-Opfer offenbar konsequent aus. Der Politiker, auch Vizepräsident des Landtages in Brandenburg, installierte jetzt als Pressesprecher der Dachorganisation Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft den CDU-Jungpolitiker aus Potsdam, Joshua Acheampong (22). Dies geht aus einer Mitteilung auf der Internetseite „politik & kommunikation“ (http://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/acheampong-ist-pressesprecher-der-uokg-1277408203 ) hervor, nach der Acheampong „seit dem 1.Juli Pressesprecher“ der UOKG ist: „In dieser Position wird er den Verband in den Bereichen der Politischen Kommunikation, PR und Pressearbeit unterstützen. Er berichtet an den Vorstand um den Bundesvorsitzenden Dieter Dombrowski (CDU). Die UOKG ist der Dachverband von mehr als 30 Opferverbänden, Menschenrechtsorganisationen und Aufarbeitungs-initiativen aus dem Osten und Westen Deutschlands,“ heißt es in der Verlautbarung.

Der neue Presssprecher der UOKG

Der neue Presssprecher der UOKG

Der Student für Politik, Verwaltung und Organisation an der Universität Potsdam, hat bereits eine steile politische Karriere in der Partei zurückgelegt. Seit seinem 16.Lebensjahr ist er Mitglied der CDU und der Jungen Union. Nach seinem Schulabschluss 2013 absolvierte der Jungpolitiker zunächst ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Bereich des Rettungsdienstes und hospitierte bereits ab 2014 als studentischer Mitarbeiter im Berliner Büro des Parlamentarischen Staatssekretärs und Bundestagsabgeordneten Hans-Jochim Fuchtel. Der ursprünglich aus Calw/Freudenstadt stammende nunmehrige Pressesprecher war dort Mitgliederreferent im Kreisvorstand der JU und stv. Vorsitzender des Gebietsverbands Nord-West-Oberes Enztal, bis zum Studienbeginn außerdem für kurze Zeit bereits Mitglied im Gemeinderat. Der Beisitzer im CDU-Ortsverband Bad Wildbad ist seit Aufnahme seines Studiums in Potsdam auf Anhieb zum Vorsitzenden des Rings Christlich Demokratischer Studenten (RCDS) an der Uni Potsdam gewählt worden, dessen stv. Landesvorsitzender Acheampong seit 2016 ist.

Die UOKG selbst hat ihren neuen Pressesprecher erst heute öffentlich gemacht, nachdem auf der Seite des Verbandes seit einiger Zeit der Posten unbenannt war Dies verwundert Insider insoweit, als erst im Frühjahr als Pressesprecher der Journalist Eike Kienecker auf der UOKG-Seite präsentiert worden war. Allerdings war Kienecker wie jetzt sein überraschender Nachfolger ohne vorherige Information der Mitglieder installiert worden (Siehe auch: https://17juni1953.wordpress.com/2016/03/16/uokg-holt-profi-fuer-presse-und-information/).

Daher sind auch die Gründe für den schnellen Wechsel in der Sprecher-Funktion nicht bekannt.

Auch die VOS fest in CDU-Hand

Der bislang grösste und älteste Verein der Diktatur-Opfer, die Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) ist seit Jahrzehnten ebenfalls fest in der Hand von Mitgliedern der CDU. War die Union in den fünfziger Jahren bis zum Ende der DDR aufgrund ihrer klaren Linie gegenüber den Opfern der zweiten Diktatur fast natürlicher Partner der SED-DDR-Verfolgten, verwundert Insider diese Treue und die Hinnahme des jetzigen Ausbaus des Einflusses der Partei. Die heutige CDU habe sich längst von den berechtigten Interessen der einstigen Verfolgten abgewandt, stellen Kritiker fest. Aktuelles Beispiel sei die skandalöse Rolle der CDU in Sachen „Rentenbetrug“. Die Union hatte zusammen mit dem ursprünglichen Antragsteller SPD erneut einen durch GRÜNE und LINKE eingebrachten Antrag auf Rücknahme einer Gesetzesänderung im Bundestag abgelehnt, nach der einstige Flüchtlinge aus der DDR entgegen ursprünglicher Zusagen und Praxis mit Rentnern der DDR gleichgestellt worden waren.

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UOKG jetzt Familienbetrieb?

Berlin, 14.07.2016/cw – Dieter Dombrowski, UOKG-Vorsitzender, ist bereits als CDU-Politiker in Brandenburg durch seine oft hemdsärmelige Politik bekannt geworden. Jetzt setzt er sich zunehmend, offensichtlich ohne großen Widerstand, mit seine Vorstellungen auch in der UOKG durch. So wurde heute, 14.Juli, bekannt, dass seine Ehefrau Petra, ebenfalls  CDU-Politikerin in Brandenburg, neuerdings als Projektmanager(in) im Dachverband installiert wurde. Petra Dombrowski ist für die CDU Vorsitzende des Ortsbeirates in Bahnitz, Milower Land.

Kommentar:

Es reicht

Nach den Turbulenzen in der UOKG, ausgelöst durch den Dombrowski-Vorgänger und spirituellen Prediger Rainer Wagner, erwarteten nicht nur die Mitglieder des Dachverbandes durch die Wahl des Politprofis Dombrowski zum Vorsitzenden Ruhe und Professionalität. Jetzt, ein gutes Jahr nach dem Rücktritt Wagners, sehnen sich bereits erste Mitglieder nach dem Prediger aus Neustadt zurück. Grund ist der selbstherrlich wirkende Durchgriff des Brandenburger CDU-Politikers auf die Struktur des Dachverbandes, ohne offenbar die Mitglieder einzubeziehen.

So erfuhren diese im Frühjahr und erst nach der Mitgliederversammlung im März d.J. durch eine entsprechende Veröffentlichung auf der UOKG-Seite im Internet von der Installation eines Pressesprechers. Auch über den vermutlichen Rücktritt (?) oder Absetzung (?) von Eicke Kienecker erfuhren die Mitglieder erst durch die Bekanntgabe von Joshua Acheampong als Pressesprecher über ein anderes Portal (politik&kommunikation), ehe der Dachverband diese neuerliche Personalie am 14.07. veröffentlichte.

Eine weitere, allerdings nach Skandal riechende Personalie wurde heute ebenfalls bekannt gegeben (http://www.uokg.de): Dombrowskis Ehefrau wurde offenbar in den Apparat des Dachverbandes als „Projektmanager(in)“ integriert. Die möglichen (finanziellen) Bedingungen sind derzeit nicht bekannt. Andernorts mussten sich schon ganz andere Persönlichkeiten aus der Politik unangenehmen Fragen wegen der Verquickung zwischen familiären Strukturen und politischen Ämtern stellen oder gar ihren Abschied nehmen. Zweifellos hat sich Dombrowski gewisse Meriten erworben, zum Beispiel im Brandenburger Landtag oder als Vorsitzender des Menschenrechtszentrum in Cottbus. Mit dem unsensiblen, ja dreist wirkenden Einbau seiner Politiker-Ehefrau in die UOKG-Organisation scheint er aber jetzt den Bogen zu überspannen. Es reicht!

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Hinweis: Die bisherigen Ausgaben des Hohenecker Boten können unter http://www.17juni1953.de abgerufen oder direkt bei der Redaktion gegen Kostenbeitrag bestellt werden (Redaktion: Siehe Impressum). Die Vereinigung 17. Juni 1953 e.V. hat der Redaktion Gastrecht auf der Homepage eingeräumt, der Verein ist für die Inhalte nicht verantwortlich. Namentlich gezeichnete Artikel geben die Meinung des/der Verfasser/Verfasserin wieder (1.133)
Impressum: Der „Hohenecker Bote“ ist einzig der demokratischen Auseinandersetzung und den Anliegen der Verfolgten beider Diktaturen verpflichtet, parteipolitisch und vereinsrechtlich unabhängig und erscheint in der Mitte eines jeden Monats. Beiträge dürfen b.a.W. kostenlos unter Zurverfügungstellung von Nachweisen (Belegen) insbesondere von gemeinnützigen Vereinen der Verfolgten- und Opferszene beider Diktaturen in Deutschland genutzt oder weiterverbreitet werden. Fotos dürfen grundsätzlich nur unter ausdrücklicher Zustimmung bzw. zu den Bedingungen der Redaktion verwandt werden. Redaktion: Carl-Wolfgang Holzapfel (cw) – verantwortlich; redaktion.hoheneck@gmail.com ; Kaiserdamm 9, D-14057 Berlin, Tel.: 030-30207778 oder 0176-48061953; Fax: 030-30207786 (derzeit außer Betrieb). Anzeigen auf Anfrage.

 

 

 

In dem Film "Es ist nicht vorbei" (ARD) durchlebten Monika Schneider (2.v.li.) u. Tatjana Sternberg (4.v.li.) als Komparsen noch einmal den Alltag von Hoheneck - Foto: LyrAg

In dem Film „Es ist nicht vorbei“ (ARD) durchlebten Monika Schneider (2.v.li.) u. Tatjana Sternberg (4.v.li.) als Komparsen noch einmal den Alltag von Hoheneck – Foto: LyrAg

Stollberg (Hoheneck)/Berlin, 20.04.2016/cw – Die ARD zeigt am 26. April um 22:45 Uhr in  einer Wiederholung den dramatischen Spielfilm „Es ist nicht vorbei“ (Erstsendung: 11. November 2011). Regie: Franziska Meletzky; Drehbuch: Kristin Derfler und Clemens Murath.

Die schlimmste Zeit ihres Leben hat Carola Weber (Anja Kling) tief in sich vergraben: Ihre Haftzeit nach der gescheiterten Flucht aus der DDR. Bis sie glaubt, einem ihrer Peiniger aus dem Frauengefängnis Hoheneck gegenüberzustehen … Von nun an setzt sie alles daran, dem Arzt seine Verstrickung nachzuweisen.

Jochen Weber (Tobias Oertel), der Personalreferent des Karden-Klinikums in Koblenz, gewinnt Professor Wolfgang Limberg (Ulrich Noethen) aus Chemnitz als neuen Chefarzt für die neurologische Abteilung.
Nachdem sich Limberg und seine Ehefrau Monika (Melika Foroutan) in Koblenz eingerichtet haben, laden sie das Ehepaar Weber und zwei weitere Gäste zum Essen ein. Carola bringt kaum einen Bissen hinunter und bittet ihren Mann nach kurzer Zeit, sie nach Hause zu bringen.
Am nächsten Tag sucht sie Limberg in der Klinik auf und beschuldigt ihn, der anonyme Arzt gewesen zu sein, der sie während ihrer Haftzeit im Frauengefängnis Hoheneck in Stollberg mit verschiedenen Psychopharmaka traktierte. Limberg leugnet, jemals in Hoheneck gewesen zu sein.

Jochen, der nicht wusste, dass Carola Ende der Achtzigerjahre drei Jahre und zwei Monate wegen versuchter Republikflucht im Gefängnis gewesen war, stellt sie am Abend aufgebracht zur Rede. Sie habe ihn an der Stimme wiedererkannt, behauptet die Musikerin, ohne ihren Mann überzeugen zu können.

Carola fährt nach Chemnitz und sucht Helga Gramski (Kirsten Block) in der Dienststelle des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) auf. Der externe Arzt, der im Frauengefängnis Hoheneck die Psychopharmaka verabreichte, heißt in den Stasi-Unterlagen „IM Tim“, sein Führungsoffiziers ist bekannt: Horst Weihe (Ernst-Georg Schwill).

Am Set in Adlershof: Anja Kling, Tatjana Sterneberg und Drehbuchautorin Kristin Derfler (v.li.) im Gespräch - Foto: LyrAg

Am Set in Adlershof: Anja Kling, Tatjana Sterneberg und Drehbuchautorin Kristin Derfler (v.li.) im Gespräch – Foto: LyrAg

Von Helga Gramski hat Carola auch noch den Namen einer Frau, die ebenfalls in Hoheneck eingesperrt war und inzwischen Führungen im ehemaligen Gefängnis durchführt. Renate Förster (Marie Gruber) zeigt ihrer Besucherin eine Reihe von Fotos. Auf einem davon erkennt Carola Wolfgang Limberg. Die Aufnahme sei 1988 in Hoheneck gemacht worden, erklärt Renate Förster. Carola zeigt Limberg bei der Ärztekammer an.

Sie fährt nochmals nach Chemnitz. Anhand der Originalakte prüft Helga Gramski, was in den gestohlenen Unterlagen steht und stößt dabei auf einen Hinweis, demzufolge ein Gespräch des IM Tim mit seinem Führungsoffizier am 15. März 1988 mitgeschnitten wurde. Sie lässt die Aufnahme auf eine CD kopieren, um sie Carola mitgeben zu können.

Limberg, der ihr folgte, wartet vor dem Gebäude im Auto. Bei der Heimfahrt im Dunkeln bedrängt Limberg Carola kurz vor Koblenz mit aufgeblendetem Fernlicht. Sie verliert die Kontrolle über ihren Wagen und kracht gegen einen Baum. Carola wird ins Karden-Klinikum gebracht.
Limberg kommt zu ihr ins Einzelzimmer und gibt zu, sie sofort erkannt zu haben, als sie mit ihrem Mann zum Essen kam. Er hat eine Spritze dabei, aber bevor er sie setzen kann, reißt Jochen die Türe auf. Limberg wird verhaftet. Die Spritze enthält Kaliumchlorid. Die Injektion wäre tödlich gewesen.

Realer Hintergrund

Kristin Derfler verarbeitete tatsächliche Geschehnisse in und um das einstige DDR-Frauengefängnis Hoheneck. Der Film-Story liegt die Aufdeckung der Rolle des leitenden Anstaltsarztes Peter Janata (1972 – 1982) als Stasi-IM „Pit“ durch die ehemalige Hoheneckerin Tatjana Sterneberg (1973 – 1976) zugrunde. Sterneberg, die in dem Film zusammen mit Monika Schneider, ebenfalls ehemalige Hoheneckerin, als Statistin zu sehen ist, hatte auch die Verabreichung von Psychopharmaka an Gefangene durch Janata aufgedeckt. Ihre Anzeige bei der Ärztekammer blieb jedoch ohne Erfolg. Janata durfte weiter in seiner Praxis in Ahrensfelde bei Berlin praktizieren.
Janata setzte seine DDR-Karriere nach 1982 als Medizinischer Leiter aller DDR-Haftanstalten im Innenministerium fort. Zusammen mit dem einstigen leitenden Arzt in der DDR-Haftanstalt Rummelsburg, Erhard Jürgen Zels (IM „Nagel“) durfte er nach dem Mauerfall Erich Mielke und Erich Honecker auf ihre Haft- und Verhandlungsfähigkeit begutachten.

Wiederholung: 27.04.2016, 02:00 Uhr.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785 (1.107)

Berlin, 11.08.2013/cw – Neben der offiziösen alljährlichen Gedenkfeier in der Bernauer Straße (10:30 Uhr Gedenkgottesdienst in der Versöhnungskapelle mit Rainer Wagner, Vorsitzender der UOKG und Prediger aus Neustadt an der Weinstraße, anschließend (11:00 Uhr) Kranzniederlegung und Gedenken am „Mahnmal Berliner Mauer“) finden an verschiedenen Orten in Berlin weitere, eher stillere Gedenkfeiern statt.

Gedenken an den Mauerkreuzen am Reichstag

So gestaltet die Vereinigung 17. Juni am 13. August ab 12:00 Uhr an den Gedenkkreuzen für die Mauertoten in der Ebertstraße (gegenüber dem Reichstag) eine „alternative Gedenkfeier“ an die Toten der Mauer. Jeder, der dem Getöse und dem Gedränge   offizieller Veranstaltungen  entgehen möchte, hat hier die Gelegenheit, in „sensitiver Stille des Mauerbaus am 13. August 1961 und seiner schmerzlichen Opfer zu gedenken,“ heißt es dazu in einem Aufruf der Vereinigung.

Einladung der CDU Reinickendorf

Einladung der CDU Reinickendorf

Brücken-Benennung in Reinickendorf

Am selben Tag (Dienstag, 13. August 2013) findet um 17:30 Uhr in der Klemkestraße am dortigen Kreuz eine Gedenkfeier der örtlichen CDU (Reinickendorf) statt. Aus diesem Anlass wird eine der Bahn-Brücken nach dem Mauer-Toten Horst Frank benannt. Zwei Frauen aus dem einstigen berüchtigten Frauenzuchthaus Hoheneck in Stollberg/Erzgebirge, Birgit Krüger und Monika Schneider, werden u.a. als Zeitzeugen vor Ort sprechen. Der Bläserchor der Ev. Johanneskirche wird die Gedenkfeier musikalisch umrahmen.

Horst Frank hatte am 29. April 1962 kurz nach Mitternacht zusammen mit einem Freund versucht, die Mauer in Wilhelmsruh in  der Nähe der dortigen Kleingartenkolonie „Schönholz“ im nördlichen Berlin zu überwinden. Nach Angaben seines Freundes Detlef W., dem die Flucht gelang, brauchten die beiden Männer über vier Stunden, um  unbemerkt die verschiedenen Barrieren, u.a. den an dieser Stelle 80 Meter breiten  Todesstreifen unbemerkt zu überwinden. Horst Frank verfing sich schließlich kurz vor dem letzten Hindernis in einer Stacheldrahtrolle, wurde entdeckt und unter Feuer genommen. Er verstarb gegen 4 Uhr früh im Vokspolizei-Krankenhaus.

Der Weg zum Gedenkkreuz für Horst Frank

Der Weg zum Gedenkkreuz für Horst Frank

Die drei Todesschützen wurden 1995 vom Landgericht Berlin wegen „gemeinsamen Totschlags“ zu Freiheitsstrafen „auf Bewährung“ zwischen 15 und 18 Monaten verurteilt.

Gedenken in  Treptow

Auch im Bezirk Treptow wird am  13. August der Opfer erinnert,  die die Grenzregime an der Grenze zu Neukölln und Kreuzberg verschuldeten. An das letzte Opfer von Gewehrsalven, Chris Goeffroy, wird um 11:30 Uhr der Bürgermeister, Oliver Igel und sein Kollegium erinnern. Ort: Gedenkstele am Britzer Zweigkanal in Höhe der Kleingartenanlage Harmonie.

Erinnerung an die toten Kinder

Für die jüngsten Maueropfer, die 10 bzw. 13jährigen Kinder  Jörg Hartmann und Lothar Schleusener wird der Bezirksverordnetenvorsteher der Bezirksversammlung Treptow-Köpenick,  Siegfried Stock und Kinder aus der Bouché- und Sonnenblumengrundschule ein Gebinde ablegen. Ort: Mahnmal für die Opfer in der Kiefholzstr. (Nähe Dammweg. hinter der Kleingartenanlage Kuckucksheim), 13:00 Uhr.

Mauer-Film im RBB

Am Abend des 13. August sendet der RBB ab 20:15 Uhr die Doku „Geheimsache Mauer – Die Geschichte einer Deutschen Grenze“ in seinem TV-Programm. „Der Film gewährt einen tiefen Einblick in die innere Logik des ‚Systems Mauer‘ und zeigt wie die Grenze funktionierte und was sie war – Symbol und traurige Realität des Kalten Krieges,“ heißt es dazu in der Programmmitteilung des Senders.

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785

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