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Berlin, 9.04.2015/cw – Vor 100 Jahren fand einer der vielen und häufig verschwiegenen oder geleugneten Völkermorde statt: in Armenien. In einer Einladung des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises in Gera zum Jahrestag heißt es u.a.:

Am 24. April 1915 wurden in Istanbul zahlreiche Angehörige der armenischen Minderheit verhaftet, gefoltert und ermordet. Dies bildete den Auftakt zu einem Völkermord, der im Schatten des 1. Weltkrieges vollzogen wurde. Neben Armeniern wurden auch syrische und griechische Volksangehörige systematisch verfolgt. Den Massakern, Pogromen und Todesmärschen fielen ca. 1,5 Millionen Menschen zum Opfer. Der Deutsche Staat, damals Bündnispartner des Osmanischen Reiches, schwieg zu den Verbrechen und nahm den tausendfachen Tod von Zivilisten in Kauf. Dieser Genozid wird auch als eine der größten Christenverfolgungen der Neuzeit bewertet.“

Die Kirchengemeinde lädt aus diesem Anlass zu drei Veranstaltungen ein:

VA Gera 19.-27.04.2015_Auskünfte erteilt: Michael Kleim stellvertretender Superintendent
Talstraße 30, 0754 Gera, Tel.: (0365) 26843

Auch in Berlin geht der Jahrestag nicht spurlos vorüber. Vom 7.März bis zum 24. April zeigt das Berliner GORKI-Theater aus diesem Anlass „Es schneit im April – Eine Passion und ein Osterfest“. Nach einer Information des Theaters „wird sich das Gorki gemeinsam mit Gästen aus aller Welt 40 Tage lang thematisch dem Völkermord am armenischen Volk widmen. Erinnern und Überleben sind Formen von Widerstand, von diesem Widerstand, von Leid und Leidenschaft wollen wir erzählen.“

Erinnerung an den Völkermord: Gorki-Theater in Berlin

Erinnerung an den Völkermord: Gorki-Theater in Berlin

Mit „höchst unterschiedlichen künstlerischen Formen“ wollen sich die Veranstalter mit dem auch heute noch brisanten Thema auseinandersetzen. So werde beispielsweise das Schicksal von Aurora Mardiganian in drei unterschiedlichen Weisen präsentiert: Aurora Mardiganian flüchtete 14jährig vor dem Völkermord in die USA, wo sie ihre Lebensgeschichte und das Elend ihres Volkes 1918 in dem Buch Ravished Armenia veröffentlichte. Die Verfilmung des Buches war ein kommerzieller Erfolg, doch gingen große Teile im Laufe der Wirren der folgenden Jahre verloren. Heute sind nur noch etwa 22 Minuten davon erhalten. Der armenische Filmregisseur Atom Egoyan lässt in seiner Videoinstallation vor dem Gorki den Text Ravished Armenia von sieben Models sprechen. Er thematisiert damit, dass Aurora Mardiganian nach ihrem Zusammenbruch von sieben ähnlich aussehenden Auroras bei der Werbetour für den Film ersetzt wurde.

Im Zentrum der Aufführung auf der großen Bühne aber stehen zwei Theaterarbeiten: Franz Werfels Musa Dagh von Hans-Werner Kroesinger und das Musiktheater Komitas von Marc Sinan. Fred Kelemen kuratiert eine Filmreihe zum Thema. Über Ostern fand bereits ein fünftägiges Erzählfest statt, das unterschiedliche Stimmen und Geschichten der armenischen Diaspora im Gorki sammelte.

Die offizielle türkische Geschichtsschreibung und die Regierung der aus dem Osmanischen Reich hervorgegangenen Republik Türkei bestreiten bis heute, dass es überhaupt einen Völkermord gegeben habe. Die Deportationen werden als „kriegsbedingte Sicherheitsmaßnahmen“ bezeichnet, die notwendig geworden seien, da die Armenier „das Osmanische Reich verraten, seine damaligen Kriegsgegner unterstützt und ihrerseits Massaker an Muslimen begangen hätten.“ Die Auseinandersetzung um die Anerkennung des Genozids als historische Tatsache belastet bis heute die Beziehungen zwischen der Türkei und Armenien.
Dagegen sind die von den Armenien selbst als „Katastrophe“ bezeichneten Ereignisse durch umfangreiches dokumentarisches Material aus den unterschiedlichsten Quellen belegt. Weltweit erkennen die weitaus meisten Historiker diesen Völkermord als Tatsache an. (966)

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785

Von Michael Kleim*

Gera, 25.02.2015/mk – Ich habe – auch durch die Vereinigung 17. Juni – die entsprechende Auseinandersetzung um die theologischen bzw. besser ideologischen Positionen von Rainer Wagner wahrgenommen und im Grunde stehe ich weiterhin zu meiner Einschätzung. Diese kann ich in zwei Aspekte fassen:

1) Als Christ sehe ich die Äußerungen von Herrn Wagner sehr kritisch. Dabei orientiere ich mich an Person und Botschaft Jesu. Jesus hat Grenzen, die Menschen zwischen sich gezogen haben, überschritten und demonstrativ ignoriert. Es handelte sich dabei sowohl um soziale, kulturelle, geschlechtsspezifische Abgrenzungen, aber auch um Abgrenzungen nationalistischer und religiöser Art. Prägnantes biblisches Beispiel ist die Begegnung Jesu mit der Samariterin (Johannes 4). Jesus begegnet dieser Frau ohne Vorurteile. Er nimmt ihre Würde ernst und sie als vollwertigen Menschen wahr; obwohl sie als Samariterin eine andere Religion und Volkszugehörigkeit vertreten hat und eine für damalige Verhältnisse eine zweifelhafte Vorgeschichte hatte. Das radikale Liebesgebot Jesu stellt jeden eigenen Absolutheitsanspruch, jede Ausgrenzung auch religiöser Art, jede Fremdenfeindlichkeit in Frage. Wo Liebe in der Religion, wo Liebe im christlichen Glauben fehlt, da wird Religion und Glaube zur Ideologie.

Wer Menschen „verteufelt“, wird zum Hassprediger

Herr Wagner zeigt, dass er nicht nur keinen Respekt vor anderen Religionen und ihren Vertretern hat, sondern dass er auch gar keine Sachkenntnis besitzt. Begriffe wie „Götzendienst“, „Dämonen“ und „Teufelsanbetung“ sehe ich als Zeichen hoher Inkompetenz, aber eben auch als bösartige Polemik und Diffamierung an. Auch wenn ich Aussagen anderer Religionen inhaltlich nicht teile, so erwarte ich auch und gerade von Christen den „Respekt vor dem Heiligen der Anderen“. Herr Wagner wird zum Hassprediger, wenn er wortwörtlich Menschen auf Grund ihrer Religion „verteufelt“. Die blutige Geschichte der Inquisition, der christlichen Pogrome und kirchlichen Verfolgungen liegt als schwere Schuld auf den heutigen Generationen von Christen, die ganz bewußt sich dieser geistigen Hypothek stellen und in großer Mehrheit christliche Arroganz und Aggressivität ablehnen. Zudem sind die biblisch bezogenen Aussagen nach theologischen Gesichtspunkten nicht haltbar. Ein billiger Biblizismus entspricht nicht dem Stand heutiger Erkenntnis.

Als Opfervertreter unglaubwürdig

2) Als politischer Mensch, der bereits in der DDR für die Wahrnehmung der Stalinismus-Opfer gewirkt hat, ist Herr Wagner als Opfervertreter unglaubwürdig. Warum? Weil dem Terror Lenins und Stalins eben nicht nur Christen zum Opfer gefallen sind, sondern auch: jüdische Menschen, Schamanen in Sibirien, Muslime, Buddhisten, Agnostiker und Atheisten.

Auch Mao Zedong und Pol Pot ließen neben Christen auch Buddhisten, Muslime, Taoisten, Laotse-Anhänger, Schamanen, Agnostiker und Atheisten verfolgen, foltern und ermorden. Wer Angehörige anderer Religionen und philosophischen Richtungen abwertet, diffamiert, kann nicht gleichzeitig diese als Opfer würdigen. Das wäre grotesk. Das aber muss, ich sagte es bereits an anderer Stelle, der Opferverein mit sich selbst klären. An Glaubwürdigkeit hat er durch seine indifferente Haltung bereits heute eingebüßt, und das nicht nur bei mir. (951)

* Der Autor ist Pfarrer in der Kirchengemeinde St. Trinitatis in Gera.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785

Der Staat schweigt: Neo-Nazistische Umtriebe im Netz

Von Carl-Wolfgang Holzapfel

Gera/Berlin, 6.11.2014/cw – Michael Kleim, Pfarrer im Stadtjugendpfarramt in Gera ist besorgt. Wenige Tage vor dem 76. Jahrestag der sogen. Reichspogromnacht, findet der engagierte Geistliche im Internet zuhauf neonazistische und antisemitische Propaganda. Und kein Medium, keine staatliche Instanz nimmt offenbar davon Kenntnis, schreitet ein, sperrt den fragwürdige Autoren die Plattform für diese Hetze.

„Was nützt uns in wenigen Tagen der demonstrativ bekundete Abscheu gegen das seinerzeitige Geschehen, als im ganzen Dritten Reich Synagoge und Geschäfte von Juden in Flammen aufgingen, wenn heute wieder ungehindert die selbe antisemitische Propaganda verbreitet werden kann, wie einst?“, fragt der Pfarrer.

Jetzt sandte der Geraer auch der Redaktion Hohenecker Bote Ausschnitte dieser Internet-Hetze, die wir nachstehend in Auszügen in der Hoffnung auf Reaktionen aus Politik und Gesellschaft veröffentlichen. Nicht nur Michel Kleim sieht in diesen Veröffentlichungen den „Aufruf zu Straftaten und antisemitischen Bürgerkrieg, Volksverhetzung und polizeifeindliche Hetze.“ Er wirft der Internet-Plattform altermedia vor, sie „gießt Öl ins Feuer und profiliert sich als Zentralorgan der „neuen Unruhen.“

Unter http://altermedia-deutschland.info/content.php/8078-Mit-Hooligans-gegen-die-Grundrechte  ist u.a. zu lesen:

„Wie stark muss die Liebe zu Deutschland sein, wenn man sich genötigt fühlt ein Polizeiauto umzuschmeißen. Meinetwegen hätten sie die Karre ruhig auch noch anzünden können*!….
Vielleicht lernt die Bullerei ja auf diese Weise, daß sie offenbar diesmal an die Falschen geraten ist, d.h. an solche, die sich nicht von einer frech die Arbeit verweigernden BRD-Bullerei nach Hause schicken lassen.“ SD-Inland

„Juden aus Europa hinauswerfen“

„Hools interessieren keine „Verbote“! Es ist auch „verboten“, sich in der dritten Halbzeit gegenseitig und zusammen den Bullen die Fresse einzuschlagen. Sie machen es aber trotzdem! Wenn sie jetzt nur noch den Guties und den Bullen eine einschenken, ist das schon mal nicht mehr zu beherrschen. Wenn wirklich mal 5000 oder mehr Cler ins Rollen kommen, muß die Judenrepublik*schießen lassen, um die noch aufzuhalten. Besondrs dann, wenn die Bullen nicht wissen, daß die kommen, weil sie eben NICHTS „angemeldet“ haben.“ griesgram

* Hervorhebung durch Redaktion Hoheneck

„Wenn bei den kommenden Strassenschlachten deutsche Muttchen in den Seitengassen versprengten Kameraden mit Bullen oder Kanaken* am Arsch die Tueren oeffnen, dann haben wir – dann hat Deutschland – gewonnen!“ Heusinger, 28.10.2014
„Oder aber: Dass Kanakenbullen* verkommenden Muttchen in Seitengassen den deutschen Arsch sprengen …“ Schwarzer Krieger
….
vielleicht ist jetzt die Gelegenheit alle Streitigkeiten zu beenden und gemeinsam auch mit den englischen und russischen Hoolligans für Deutschlands und Europas Freiheit zu kämpfen und die Salafisten und JUDEN* aus Europa hinauszuwerfen……..“ Na und…
Die Hooligans haben die richtige Einstellung nur hat man ihnen das falsche Ziel gegeben.
Die Frage, wieso so viele Moslems nach Deutscland reingelassen werden, haben sie gar nicht gestellt. Sie müssen ihren Hass auf alles Semitische* ausdehnen, d.h. Juden* einschließen, ansonsten sind sie der Spielball der Krummnasen*. (siehe Ukraine) H.H.“ Hauke Haien

„Ausbeutung durch Juden“

„Wenn man Anfaengt Israel Flaggen zu verbrennen, dann kommt der Chef schon aus seinem Kabeus’chen. Die Fatima kriegt einen Klaps auf den muslimischen Allerwertesten und wird nach Hause geschickt. Das Verbrennen von Israel Flaggen* ist eine Provokation bei der alle Judenknechte* sich Emporen muessen, dann macht man eine Liste von Gegnern*, die man direkt bekaempfen* kann, durch Untersuchen, was fuer Leichen diese m Keller haben.

Wenn man das Verbrennen von Israel Flaggen noch mit Parolen wie ‚Adolf do it again‘ und Aehnlichem garniert, dann haste die Judensuppe* am kochen.
Dann kommen alle Moeglichen Verbote heraus und der Kampf beginnt*. dann muss Michel sich entscheiden, was er will, Perversion oder Sauberkeit, Ausbeutung durch Juden* Bankster oder Freiheit und Aufbau, Schuldensklaverei oder Freiheit.
Vermutlich ist der Zeitpunkt gut, weiter zu gehen und vorwärts zu schreiten, nun muss die Judensuppe* reagieren.Wenn die Hooligans genug Eier in der Hose haben, lassen die sich nicht stoppen. H.H.“

„Und im Moment sind Rassenunruhen in der BRDDR etwas, was wir als NAZIs begrüßen und fördern sollten! Also, Vorhang auf für Rassenunruhen!“ griesgram

Demonstration Aufgabe aller demokratische Parteien

Hier reicht auch aus Sicht der Vereinigung 17. Juni 1953 in Berlin kein Protest durch entsprechende Strafanzeigen, weil hier ohnehin die Strafverfolgungsbehörden gehalten sind, von „Amtswegen“ zu ermitteln. Hier müssten, auch und gerade im Glanz der bevorstehenden und begreiflichen Jubelfeiern zum 25. Jahrestag des Mauerfalls Hunderttausende vor dem Reichstag in Berlin und in anderen Städte unserer Republik (Leipzig, München etc.) ein unzweideutiges Bekenntnis ablegen: „Keine Gewalt!“, aber auch: „Nie wieder Antisemitismus, nie wieder Volksverhetzung!“ Das sei eine Pflichtaufgabe aller demokratischen Parteien, „denn nur diese können und mussten(!)  ihre Anhängerschaft entsprechend mobilisieren, sagte der Vereinsprecher heute in Berlin. (889)

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785 oder 0176-48061953

Berlin, 9.08.2014/cw – In den Kampf um die Erhaltung der Gulag-Gedenkstätte „Perm 36“ kommt Bewegung. Nachdem Tim Bohse, Wissenschaftsmanager und Politikwissenschaftler am Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften, zusammen mit der örtlichen Vertretung von „Memorial“ eine dringende Petition an den russischen Präsidenten Putin und den Gouverneur der Region Perm gerichtet hatte, die letzte vorhandene Gedenkstätte an den stalinistischen GULag zu erhalten, hat sich jetzt auch die bekannte Bürgerrechtlerin und Filmautorin Freya Klier der Petition angeschlossen und um dringende Unterstützung gebeten.

Die Redaktion Hoheneck hatte bereits im Hohenecker Boten vom 15. Juli 2014 über die Petition berichtet https://17juni1953.wordpress.com/tag/perm-36/. Am 22.07. berichtete Sven Felix Kellerhoff in DIE WELT ausführlich über die Hintergründe: „Schließen wird die Putin-Fraktion Perm 36 wohl eher nicht. Aber es wird umgewidmet: von der Gedenkstätte für die Opfer des Stalinismus zu einem Ort der nationalrussischen Ideologie,“ so seine Befürchtung – http://www.welt.de/geschichte/article130421686/So-ruiniert-Putin-das-Gedenken-an-den-Gulag.html.

Unter den Vielen haben sich auch die Vereinigung 17. Juni 1953, der Dachverband der Verfolgten und Opfer der zweiten Diktatur, UOKG, die bereits erwähnte Freya Klier,  Kathrin Franke und der bekannte Stadtjugendpfarrer aus Gera, Michael Kleim, der Petition angeschlossen. Alle bitten dringend darum, diese zu unterstützen.

Wer die Petition  unterzeichnen möchte, kann sich an Tim Bohse  unter:
timbohse@gmx.de oder Memorial Deutschland: info@memorial.de, Stichwort: Petition „Perm 36“, wenden. (837)

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785

Ein Einwurf von Michael Kleim*

Gera, 7.02.2014/SJP – Vor 80 Jahren rollte eine blutige „Säuberungs“welle durch Russland. Stalins unsäglicher Terror blieb weitgehend unwidersprochen.  Doch 2014 ist dies noch immer keine Vergangenheit. Nordkoreas Terror-Regime braucht sich auch keine Sorgen darüber zu machen, dass es internationalen Protest bekommt. Die Welt berichtet….und schaut zu! Nachstehend ein kleiner Auszug aus den Berichten über den praktizierten Staatsterrorismus, dem die politische Welt tatenlos zuschaut.

„Keine Spuren übrig“ Kim Jong-un ließ angeblich ganze Familie seines Onkels hinrichten

Mehrfach berichtete auch die FAZ über den Terror in Nordkorea, so am 26.01.2014:  Der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un hat angeblich nicht nur seinen in Ungnade gefallenen Onkel Jang Song Thaek hinrichten lassen, sondern dessen gesamte Familie. Das berichten südkoreanische Medien.

Nach der Hinrichtung des Onkels des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un gibt es nach Medienberichten Hinweise, dass auch dessen Familie ausgelöscht wurde. Jang Song Thaek, der in Ungnade gefallene Ehemann von Kims leiblicher Tante, war im Dezember wegen des Vorwurfs des Hochverrats und Putschversuchs exekutiert worden.

Südkoreas nationale Nachrichtenagentur Yonhap berichtete nun am Sonntag unter Berufung auf anonyme Informationsquellen, das Regime in Pjöngjang habe die engsten Verwandten des angeheirateten Onkels – unter ihnen selbst Kinder – auf Anweisung Kims ebenfalls hinrichten lassen. „Die Exekutionen bedeuten, dass von ihm (Jang) keine Spuren übrigbleiben sollen“, wurde ein Informant zitiert. Die „Säuberungen“ in dem weithin abgeschotteten Nachbarland dauerten an.

Unter den Hinrichtungen seien unter anderen zwei Botschafter Nordkoreas gewesen, hieß es. Der betroffene Botschafter in Kuba sei der Ehemann einer Schwester von Jang und der Gesandte in Malaysia ein Neffe gewesen. Die Söhne, Töchter sowie Enkel von Jangs beiden Brüdern seien ebenfalls vorsätzlich getötet worden. Dem Bericht zufolge waren die Verwandten Anfang Dezember aus dem Ausland zurückgerufen worden. Es sei wahrscheinlich, dass die Hinrichtungen kurz nach dem Tod Jangs (67) vollstreckt worden seien. Einige seien auch öffentlich erschossen worden.

Für die Berichte gab es aus Nordkorea keine Bestätigung. Die Berichte kommen zu einem Zeitpunkt, da Südkorea starke Zweifel hegt, dass Nordkorea seine Vorschläge für eine Entspannung auf der koreanischen Halbinsel auch ernst meint. Südkorea befürchtet nach den jüngsten politischen Säuberungen vor allem eine größere Instabilität im Nachbarland.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/keine-spuren-uebrig-kim-jong-un-liess-angeblich-ganze-familie-seines-onkels-hinrichten-12770438.html

Kim Jong-un rühmt sich nach Hinrichtungen

Die FAZ hatte zuvor am 1.01.2014 berichtet:   Nordkoreas Diktator Kim Jong-un hat in seiner Neujahrsrede die jüngsten politischen Säuberungen im Land als „resolute Aktion“ gelobt. Seinen hingerichteten Onkel bezeichnet er indirekt als Schmutz. Zugleich warnte er vor der Gefahr eines Nuklearkrieges.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un sieht nach der Hinrichtung seines in Ungnade gefallenen Onkels Jang Song-thaek sein Regime gestärkt. In einer Neujahrsansprache am Mittwoch bezeichnete Kim die jüngste politische Säuberung durch die herrschende Arbeiterpartei als „resolute Aktion“. Ohne Jang beim Namen zu nennen, sprach der rund 30 Jahre alte Diktator von der Beseitigung „sektiererischen Schmutzes“. Jang und einige seiner Gefolgsleute waren im Dezember hingerichtet worden.

Die Säuberung „von parteifeindlichen und konterrevolutionären Sektierern hat die Partei stärker gemacht“, sagte Kim im Staatsfernsehen. Der innere Zusammenhalt der Partei und des Landes habe sich um das „100-Fache“ verbessert.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/asien/nordkorea-kim-jong-un-ruehmt-sich-nach-hinrichtungen-12733113.html

Sogar die Russische Agentur für internationale Informationen RIA Novosti berichtete bereits am 25.10.2012 über die reale Wirklichkeit eines obskuren Staates im 21. Jahrhundert:

In Nordkorea ist der stellvertretende Verteidigungsminister Kim Chol aus Mörsern erschossen worden. Der General soll sich während der Trauer um den verstorbenen Herrscher Kim Jong Il Alkohol erlaubt haben, wie die südkoreanische Zeitung „Chosun Ilbo“ berichtet.

Die brutale Hinrichtungsweise sei auf Wunsch des Staatschefs Kim Jong Un gewählt worden, der den Sünder „bis auf das letzte Haar ausradieren“ wollte. Nach Angaben der Zeitung hatte Kim Jong Un während der 100-tägigen Trauer um seinen Vater, bei der das gesamte Volk auf sämtliche Freuden zu verzichten hatte, die Regierungsmitglieder observieren lassen, vermutlich um mögliche Gegner zu neutralisieren.

http://de.ria.ru/politics/20121025/264809068.html

* Michael Kleim ist Stadtjugendpfarrer in Gera

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785

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