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DAS ERSTE kontert Maybrit Illner und Gesine Lötzsch

Berlin, 15.01.2011/cw – Es geht also – wenn man will. Während das ZDF nach heftigen Protesten schnell noch einen Trailer mit dem UOKG-Vorsitzenden Rainer Wagner in der Gedenkstätte Hohenschönhausen produzierte, um den Dachverband der SED-DDR-Opfer wenigstens in der Sendung sichtbar zu machen, geht die ARD einen anderen Weg. Für die Sendung „Anne Will“ (kommenden Sonntag, 16.Januar, um 21:45 Uhr) wurde der Berliner Landesvorsitzende der VOS, Dr. Frieder Weiße, und seine Stellvertreterin zur Sendung eingeladen. Bereits gestern wurden nach Angaben des VOS-Bundesvorstandes entsprechende Einspielungen mit den VOS-Vertretern gedreht, damit die Gäste der Talk-Runde

Rainer Brüderle (FDP), Bundeswirtschaftsminister, Oskar Lafontaine (Die Linke), saarländischer Fraktionsvorsitzender, Christoph Butterwegge, Politikwissenschaftler und Armutsforscher, Aelrun Goette, Regisseurin und Jan Fleischhauer, Journalist

auf die unerhörten Vorgänge vor der Berliner URANIA am Samstag vor einer Woche eingehen können. Besonders Oskar Lafontaine dürfte hier gefragt sein, nachdem seine Nachfolgerin als Bundesvorsitzende der LINKEn, Gesine Lötzsch, erbärmliche Mühe hatte, auf die kritischen Anwürfe bei Maybrit Illner (ZDF, 13.01., 22:15) halbwegs passable Antworten zu finden. Auch die Gelegenheit, sich für die brutalen Schläge von Links-Extremisten am Rande der Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung zu entschuldigen oder wenigstens ihr deutliches Bedauern zu bekunden, ließ Gesine Lötzsch ungenutzt verstreichen. Ob Oskar dazu Worte findet?

Die unglücklich agierende Vorsitzende hatte im Vorfeld der 16. Luxemburg-Konferenz die Weg-Suche nach dem Kommunismus „in der Opposition oder der Regierung“ formuliert. Gegen diese Gedanken, eine von Verbrechen ungeahnten Ausmaßes flankierte Ideologie erneut zu beleben, protestierte nicht nur eine empörte Öffentlichkeit. Mehrere Gruppen, so die Vereinigung 17. Juni und Pro Deutschland, hatten unabhängig voneinander bei der Polizei Protestveranstaltungen vor der URANIA angekündigt.  Auch die Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) wollte mitwirken und vereinbarte kurzfristig für den frühen Abend einen Presse-Termin, um die berechtigte Empörung der Diktatur-Opfer medienwirksam zum Ausdruck zu bringen. Als man sich zum Presse-Meeting aufbauen wollte, wurden die etwa sechs VOS-Funktionäre unerwartet von gewaltbereiten Links-Extremisten angegriffen und mit Faustschlägen traktiert. Die ebenfalls anwesende Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld wurde mit Stiefeln in den Bauch getreten. Während sich der verantwortliche Pressesprecher und die stellvertretende Landesvorsitzende in Sicherheit bringen konnten, wurde der VOS-Landesvorsitzende so schwer am Auge verletzt, dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Nun hoffen die Opfer und Verfolgten der SED-DDR-Diktatur, dass die anwesenden Vertreter der VOS nicht nur „eingespielt“ werden, sondern sich besonders Frieder Weiße selbst und unmittelbar zu den Vorgängen äußern darf. Immerhin nahm der stv. Bundesvorsitzende Hugo Diederich, der ebenfalls verletzte Rainer Buchwald und weitere VOS-Mitglieder an der anschließenden Demonstration bis zum polizeilich angesagten Ende teil.

V.i.S.d.P.: Vorstand Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785

Berlin, 13.01.2011/cw – Tatjana Sterneberg, einst Opfer des DDR-SED-Regimes und Vorstandsmitglied der Vereinigung 17. Juni wandte sich heute in  einer Mail an die bekannte ZDF-Talkerin Maybrit Illner. Die ehemalige Insassin des berüchtigten DDR-Frauenzuchthauses Hoheneck in  Sachsen und Mitglied im  Frauenkreis der ehemaligen Hoheneckerinnen stellt zur heute Abend um 22:15 Uhr geplanten Sendung im ZDF einige Fragen, die der beliebten Moderatorin nicht angenehm sein dürften.

Nachfolgend geben wir den Mail-Inhalt wieder:

„Sehr geehrte Frau Illner,

heute wurde ich auf Ihre Sendung mit Gesine Lötzsch durch einen Trailer aufmerksam. Dazu habe ich einige Fragen:

1. Gesine Lötzsch ist ja nicht nur wegen ihrer umstrittenen Weg-Suche nach dem Kommunismus unangenehm aufgefallen, sondern auch durch die Tatsache, dass sie sich bis heute nicht zu den linksextremistischen Schlägern vor der Berliner URANIA geäußert noch ihr Bedauern ausgesprochen  hat. Hätten Sie auch den Vorsitzenden der NPD eingeladen, wenn dieser sich zur Weg-Suche zum Nationalsozialismus geäußert hätte und am Rande einer Neo-Nazi-Veranstaltung NS-Opfer von Rechtsextremisten zusammengeschlagen worden wären?

2. Warum laden Sie zu einem solchen tatsächlich wichtigen Talk neben Lötzsch renommierte Theoretiker ein, aber kein einziges Opfer kommunistischer Gewalt?

3. Sind Ihnen keine derartigen DDR-SED-Opfer bekannt? Ein Blick in das Sende-Archiv hätte Ihnen sicherlich weiterhelfen können, z.B. „F“ wie Siegmar Faust, oder „L“ wie Vera Lengsfeld, oder „T“ wie Ellen Thiemann, um nur einige zu nennen.

So bleibt nicht nur bei mir, sondern bei den tausenden SED-Opfern der fade Verdacht, die Vertretung radikaler Positionen (wenn sie denn von LINKS kommen) ist für einen öffentlich-rechtlichen Sender allemal wichtiger, als Opfer der zweiten Diktatur im 50. Jahrestag des unseligen Mauerbaus. Oder irre ich mich?
Mit freundlichen  Grüßen

Tatjana Sterneberg

Vorstandsmitglied
Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V.

Mitglied im Frauenkreis ehem. Hoheneckerinnen
(ehem. Frauenzuchthaus der DDR)“

Kommentar:

So einfach ist das in diesem öffentlich-rechtlich organisierten Land: Man kündige die Suche nach dem (linken) Weg zum (durch den Begriff Kommunismus identifizierbaren) Verbrechen an, ignoriert das in NS- und Kommunismus-Manier der berüchtigten dreißiger Jahre praktizierte Zusammenschlagen von Demonstranten durch linksextreme Gewalttäter und schon ist die aktuelle Einladung zu einer renommierten Talk-Show im öffentlich-rechtlichen  Fernsehen perfekt.

Und die Opfer dieser letzten roten Schläger-Aktion? Die Opfer der zweiten, der kommunistischen Diktatur? Die bleiben wie selbstverständlich „vor der Tür“. Stattdessen lädt man, wie gewohnt, politische Theoretiker ein und versichert auf Anfrage, diese werden schon die Stalinismus- und Kommunismus-Opfer vertreten. Kann es sein, dass sich in den ZDF-Etagen auch schon der AntiFa-Bazillus breit macht? Die AntiFa, die sich mit zahlreichen K-Gruppen an der Wochenend-Veranstaltung in Berlin beteiligten, versteht nämlich unter „Kampf gegen Rechts“ die totale Ausblendung der Verbrechen und der Gewalt von Links.

In den zitierten dreißiger Jahren gab es viele zutreffende Sprüche. Einer davon: Gleiche Narren, gleiche Kappen. Oder eben „die rot-lackierten Faschisten“. Tragisch, dass das ZDF wieder einmal der Einseitigkeit Tor und Tür öffnet. Obwohl im Fernsehrat ein Vertreter der Opfer des Stalinismus sitzt. Aber das ist eine andere Geschichte…

Carl-Wolfgang Holzapfel

Letzte Meldung (15:35 Uhr):

Aufgrund der Proteste nimmt das ZDF einen Trailer mit dem UOKG-Vorsitzenden Rainer Wagner in der Gedenkstätte Hohenschönhausen auf, der im Verlauf der Sendung eingespielt werden soll.

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207778

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