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Rot-Rot-Grün laufen die Bürger davon – Ende der Fahnenstange für LINKE?

17.01.2009/cw – Was sich am sensationellen Ergebnis in Bayern abzeichnete, wurde in Hessen deutlich bestätigt: Es gibt offensichtlich (wieder) eine bürgerliche Mehrheit jenseits links-grüner Träume. Über 53 % der Wähler in Hessen bestätigten diesen Trend. Zwar konnte die CDU trotz vorhergehender Prognosen ihr bisher schlechtestes Ergebnis in dem ehemals roten Land nicht wirklich verbessern, mit Hilfe der FDP konnte das bürgerliche Lager trotzdem zulegen und eine absolute Mehrheit erringen.

Dieser Trend wird die nächsten Jahre unserer Republik prägen: Die (bisher) großen Parteien sind keine Garanten mehr für (eigene) stabile Mehrheiten. Die Lehre aus der Bayern-Wahl, nachdem man eine beherrschende Partei abwählen kann o h n e das politische Lager wechseln zu müssen, wurde in Hessen eindrucksvoll bestätigt. Es ist für den Wähler also möglich, innerhalb eines Lagers eine andere Partei zu wählen, ohne damit eine bisherige Mehrheit zu gefährden bzw. den politischen Gegner automatisch an die Macht zu bringen.

Damit sind die bisherigen Angst-Wahlkämpfe der „Großen“ nicht mehr möglich. Wenn ihr uns nicht mehr wählt, geht jede Stimme an den Gegner. Das wird zweifellos langfristige Konsequenzen haben. Der Wähler ist erwachsen, ist mündiger geworden. Dabei hat dem Wähler sicherlich die Verbreiterung des Angebotes auf ein Fünf-Parteien-System, weg von der langweiligen Entweder-Oder-Alternative des Drei-Parteien-Systems geholfen.

Rot-Rot-Grün laufen nun offensichtlich die Wähler davon. Selbst drei Parteien wiegen das Gegengewicht von zwei bürgerlichen Parteien nicht mehr auf. Und: Der CDU-Wähler ist flexibler geworden. Er hat offensichtlich erkannt, dass er seine Partei mit seiner Stimme durchaus rügen kann, ohne eine gewollte Mehrheit zu gefährden.

Die SPD hat um Linsengerichte (des Machterhaltes) eine kleine Partei (DIE LINKE) hofiert und damit die eigene Natter am Partei-Busen großgezogen. Die älteste Partei Deutschlands hat damit ihren Führungsanspruch für die politische Linke an den Parlamentsgarderoben abgegeben. Die Rechnung, mit der neo-kommunistischen LINKE-Partei den Bürgerlichen die Mehrheit abzujagen, ist nicht aufgegangen, hat sich sogar ins Gegenteil verkehrt.

Die LINKE hingegen hat zwar den erstmaligen Wieder-Einzug in ein West-Parlament geschafft, der propagierte Rückenwind aber ist deutlich ausgeblieben. Nicht nur die ehemaligen Verfolgten der einstigen DDR-SED-Diktatur werden aufmerksam beobachten, ob damit Rot-Rot, das Bündnis zwischen den Diktatur-Nostalgikern und der alten demokratischen Tante SPD das Ende der Fahnenstange erreicht hat.

©: Carl-Wolfgang Holzapfel, holzapfellyrag@aol.com , Tel.: 030-30207785

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