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Berlin, 12.02.2012/cw – Diesen Termin sollten sich alle Bürger vormerken, die „die Schnauze voll haben“ von Hass und Gewalt gegen friedliche Bürger: Am Montag, 13.02., findet um  9:30 Uhr, Saal 500, im Kriminalgericht Berlin-Moabit die erste Verhandlung gegen die mutmaßlichen Mörder von Giuseppe Marcone statt. Marcone war in der Nacht vom 17. September 2011 von zwei in Berlin wohnenden türkischstämmigen Bürgern in der U-Bahn auf dem Nachhauseweg bedrängt worden. Um den Streit nicht eskalieren zu lassen, verließ Marcone und sein Freund die Linie 7 an der Station Kaiserdamm. Da sie verfolgt wurden, trennten sich die beiden Freunde, um  die Verfolger zu irritieren. Giuseppe Marcone querte im Laufschritt den Kaiserdamm. Auf dem Mittelstreifen angekommen, wurde er vermutlich von seinem Verfolger gestoßen und geriet so unter ein stadtauswärts fahrendes Fahrzeug mit Ingolstädter Kennzeichen. Er wurde gegen einen Ampelmast geschleudert und starb noch an der Unfallstelle in den Armen seines herbeigeeilten Freundes. Ohne sich um  das Geschehen zu kümmern, flüchteten  die Täter, konnten aber kurz darauf von der Polizei ermittelt und festgenommen werden. Ein Täter wurde wenige Tage später wieder entlassen, da nur eine mittelbare Tatbeteiligung – im Vorfeld – nachgewiesen werden konnte. Die Anklage lautet – wie leider häufig in solchen  Fällen – nicht auf Mord, sondern auf Körperverletzung mit Todesfolge, was die Täter nicht gerade abschrecken dürfte.

Das Logo der Stiftung erinnert an den Namensgeber

 An der Unfallstelle spielten sich in den folgenden Wochen bewegende Szenen ab. Ein Blumenmeer zeugte von der großen Anteilnahme, ein Kerzen-Teppich beleuchtete nahezu drei Monate lang den Ort des schrecklichen Geschehens. Leider ließ sich kein Politiker am Kaiserdamm sehen, der Wahlkampf war gerade mit den Wahlen zum Abgeordnetenhaus und den Bezirksvertretungen beendet worden, aber immerhin hat die BVV (BezirksVerordnetenVersammlung) Charlottenburg-Wilmersdorf in ihrer Sitzung am 19.01. beschlossen, den Antrag der Familie Marcone zu befürworten und die Bezirksverwaltung aufgefordert, zur Erinnerung an den 23jährigen Giuseppe Marcone auf dem Mittelstreifen eine „künstlerisch gestaltete und bepflanzte Schale an der Unfallstelle“ zu errichten (Drucksache – 0073/4).

Die Familie und Freunde streben eine Giuseppe-Marcone-Stiftung an und wollen im Sinne des verstorbenen Sohnes, Bruders und Freundes Initiativen gegen Hass und Gewalt fördern und „Begegnungen zwischen unterschiedlichen Ethnien, Religionen und Migranten“ unterstützen:http://de-de.facebook.com/pages/Giuseppe-Marcone-Stiftung/168617886564834.

V.i.S.d.P.: Carl-Wolfgang Holzapfel, Berlin, Tel.: 030-30207785

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