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Berlin, 27.07.2018/*11.01.2019/cw – Aufgrund einer rechtlichen Auseinandersetzung wurde der vorstehende Artikel eintweilen gelöscht.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 0176-48061953 (1.414).


Das „lukrative“ Museum, hier im Dezember 2014. – Foto: LyrAg

Berlin, 9.10.2017/cw – Das weltberühmte Museum „Haus am Checkpoint Charlie“ feiert am 19. Oktober sein 55jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass findet bereits am kommenden Donnerstag (12.Oktober) in den Räumen des Museums eine Feier mit eigens geladenen Gästen, unter diesen Roland Jahn, Leiter der BStU und Alexander Graf Lambsdorff, MdB und derzeit Vizepräsident des Europäischen Parlaments, statt.

Das Museum widmet seine Arbeit nach eigener Darstellung „nicht nur der einstigen Teilung Berlins, Deutschlands und Europas sondern auch dem internationalen gewaltfreien Kampf für Menschenrechte.“ Dieser Kampf wird durch die Hervorhebung   verdienter Persönlichkeiten wie Mahatma Gandhi und Martin Luther King dokumentiert. Besonderen Raum nimmt dabei die Dokumentation des Befreiungskampfes der Staaten Ost- und Mitteleuropas vom sowjetischen Imperialismus ein, insbesondere die Volksaufstände in der DDR vom 17. Juni 1953, in Ungarn im Herbst 1956, dem „Prager Frühling“ und seine blutige Niederschlagung 1968 und der erfolgreiche Kampf der freien Gewerkschaft Solidarnosc in Polen. Auch die Rehabilitierung mehrerer in der DDR hingerichteter Menschen erreichte die Arbeitsgemeinschaft 13. August. 2013 konnte die Arge schließlich die Freilassung des Pution-Gegners Michail Chodorkowskis wesentlich miterarbeiten. Die Darstellung des Kampfes für Freiheit und Unabhängigkeit in der Ukraine gibt einen Einblick in die aktuelle Menschenrechtsarbeit der ebenfalls von Rainer Hildebrandt gegründeten Arbeitsgemeinschaft 13. August.

Start in einer Wohnung im Wedding

Das von Rainer Hildebrandt begründete Mauermuseum war zunächst unter bescheidenen Verhältnissen im 1. Stock in einer Wohnung in der Wolliner-/Ecker Bernauer Straße eingerichtet und im Oktober 1962 eröffnet worden. Von einem Austritt konnte man direkt über die gegenüberliegende Mauer in den Osten Berlins schauen. Aber auch auf das Gedenkkreuz für den 22jährigen Bernd Lünser, der am 4.Oktober 1961 vom gegenüberliegenden Dach in den Tod sprang. Er hatte das von der Westberliner Feuerwehr aufgespannte Sprungtuch bei seinem Sprung in die Freiheit verfehlt.

Hildebrandt warb eigens den  jungen Maueraktivisten Carl-Wolfgang Holzapfel, der die Ausstellung ab 1.12.1961 leitete, unterstützt von der ehemaligen Hoheneckerin Anneliese Kirks. Kirks war zweimal in der DDR wegen staatsfeindlicher Tätigkeit verurteilt worden und verbüßte zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr insgesamt 10 Jahre in dem berüchtigten Frauenzuchthaus Hoheneck im Erzgebirge. Ab Mai 1963 wurde das Museum von Michael Mara, einem geflüchteten ehem. DDR-Grenzer und späteren Redakteur beim Berliner TAGESSPIEGEL geleitet, da Holzapfel sich am Bau eines Fluchtstollens (Oderberger Straße) beteiligte.

„Im Westen nichts Neues“

Bereits im Frühjahr 1963 hatte Hildebrandt in Begleitung von Holzapfel nach Örtlichkeiten am Checkpoint Charlie Ausschau gehalten, um das Museum weiter ausbauen zu können, was in den beengten Verhältnissen einer Wohnung nicht möglich war. Das zunächst avisierte und stillgelegte Kino an der Ecke Friedrich-/Kochstraße (Die letzte Reklame prangte noch immer an der Fassade: „Im Westen nichts Neues“.) ließ sich nicht verwirklichen. Dafür fand der einstige Begründer der „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit (KgU)“ schräg gegenüber einen kleinen Eckladen, in dem er seine Ideen einer weltweit einmaligen Dokumentation über das Mauer-Regime umsetzen konnte. Noch im selben Jahr wurde das Museum am Checkpoint Charlie in Anwesenheit des Förderers und Sonderbeauftragten des Bundeskanzlers, Ernst Lemmer, eingeweiht.

In den Folgejahren wurde das Museum permanent erweitert und erstreckt sich inzwischen auf die ganze Häuserfront zwischen der jetzigen Rudi-Dutschke- (einst Koch-)Straße und der Zimmerstraße. Nach dem Tod von Rainer Hildebrandt (9.01.2004) übernahm Alexandra Hildebrandt, seine Frau aus Kiew, die Führung des Hauses. Zusammen mit ihrem jetzigen Ehemann Daniel Dormann führt Alexandra Hildebrandt seither eines der besucherstärksten Museen der Stadt. Dormann war 1999 zusammen mit Alexandra Hildebrandt erstmals in den Vorstand der Arbeitsgemeinschaft 13. August gewählt worden. Er leitet mit dieser die am 6. Januar 2004 gegründete Rainer-Hildebrandt-Stiftung mit Sitz in der Schweiz.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 030-30207785 (1.295).

19.12.2016 – 19.02.2017

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Sebastian Berlin

* 20. 09.1984 in Belzig (32 Jahre)
19.12.2016 in Berlin

Ingenieur. Am Abend des Anschlags feierte er eine bestandene Prüfung.

Anna Bagratuni

* 1972 in Kiew/Ukraine (44)                                                                                                                                                                                                                                             19.12.2016 in Berlin

Ingenieurin. Hinterlässt ihre 22-jährige Tochter Valeriya.

Gregoriy Bagratuni     

* 1972 in Kiew/Ukraine (44)                                                                                                                                                                                                                                              19.12.2016 in Berlin

Ingenieur. Hinterlässt seine 22-jährige Tochter Valeriya.

Dr. Christoph Herrlich

* 1976 Düsseldorf (40)                                                                                                                                                                                                                                                       19.12.2016 in Berli

Jurist. Gründer Start-Up-Firma „Naon Smart Living“. Schubste seine Freundin aus dem Weg des Todesfahrers.

Nada Cizmarova

* 1982 Sobeslav/CSR (34)                                                                                                                                                                                                                                                 19.12.2016 in Berlin

Hinterlässt ihren Mann Petr und Sohn David (5).

Fabrizia Di Lorenzo

* 1985 Sulmona, Italien (31)                                                                                                                                                                                                                                             19.12.2016 in Berlin

Hinterlässt ihre Eltern Gaetano und Giovanna und Bruder Gerardo. „Wir dürfen die Einwanderer nicht mit Terroristen in einen Topf werfen,“ sagte sie kurz vor ihrem Tod.  

Dalia Elyakim

* 1956 Herzliya, Israel (60)                                                                                                                                                                                                                                               19.12.2016 in Berlin

Hinterlässt Sohn Or (28), Tochter Chen (26) und Ehemann Rafi (60). Rafi Elyakim erwachte selbst erst am 30.12. aus dem Koma.                                                                                                                                           

Lukasz Urban

* 1979 Banie, Polen (37)                                                                                                                                                                                                                                                     19.12.2016 in Berlin

Hinterlässt seine Frau Zuzanna (37) und Sohn Adam (17). Sein Lkw wurde für den Anschlag entführt, nach dem er ermordet worden war.

Peter Volker

* 1944 Harlingen, Texas (72)                                                                                                                                                                                                                                            19.12.2016 in Berlin

War mit seinem Partner Richard Ramirez (62) aus den USA nach Berlin gezogen. Ramirez überlebte verletzt.

Dorit Krebs

* 1963 Eichwalde (Spreewald) (53)                                                                                                                                                                                                                                 19.12.2016 in Berlin

Hinterlässt zwei erwachsene Kinder und ein Enkelkind. Wurde als erstes Opfer überrollt, konnte nur anhand der DNA identifiziert werden.

Angelika Klösters

* 1963 Lanzerath (Neuss) (65                                                                                                                                                                                                                               † 19.12.2016 in Berlin

Engagierte sich in vorbildlicher Weise für die Belange der Dorfgemeinschaft Lanzerath (NRW).

Bisher Unbekannt

*   ???                                                                                                                                                                                                                                                                       † 19.12.2016 in Berlin

Niemand kennt den Namen, niemand das Gesicht …

Vor der Gedächtniskirche am 19. Feburar 2017 - Foto: LyrAg

Vor der Gedächtniskirche am 19. Feburar 2017 – Foto: LyrAg

V.i.S.d.P.: redaktion.hoheneck@gmail.com – Berlin, Tel.: 030 – 30207785 (1.224).

Moskau/Kiew/Berlin, 19.04.2016/cw – Nach einem Bericht des Korrespondenten Allison-Quinn aus Moskau vor wenigen Stunden soll die ukrainische Pilotin und politische Gefangene Russlands, Nadya Savchenko, möglicherweise in Kürze in die Freiheit entlassen werden.

Nach einem nächtlichen Gespräch zwischen dem russischen Präsidenten Vladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroshenko  soll die im März in einem umstrittenen Prozess zu 22 Jahren Freiheitsentzug Verurteilte aus dem russischen Gefängnis entlassen werden. „Wir haben es geschafft, einen bestimmten Algorithmus für die Freigabe von Nadya zu vereinbaren“, teilte der ukrainische Präsident am Dienstag Nachmittag mit.

Poroschenko kündigte den möglichen Deal einen Tag nach der Verurteilung von zwei russischen Bürgern durch ein Ukrainisches Gericht an. Diese waren unter dem Vorwurf des Terrorismus zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Poroschenko räumte ein, dass die Verurteilung der zwei Russen, Alexander Alexandrov und Yevgeny Yerofeyev, „bestimmte Möglichkeiten zur Nutzung der Austauschmechanismen“ eröffneten. „Ich habe wiederholt erklärt, dass ich bereit bin, alle Räder in Bewegung zu setzen, die ich als Präsident der Ukraine für die sofortige Freilassung Savchenkos in Bewegung setzen kann,“ erklärte der Präsident auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Kiew mit dem dänischen Ministerpräsidenten Lars Rasmussen. Er, Poroschenko, sei bereit, das Präsidenten-Flugzeug zu nutzen, damit Nadya Savchenko in die Ukraine zurückkehren könne.

Der Kreml weicht gegenwärtig einer konkreten Stellungnahme aus. In einer Erklärung vom späten Montag teilte der Kreml lediglich mit, dass das Problem in dem Telefongespräch „zwischen Herrn Putin und Herrn Poroshenko“  besprochen worden sei.

Für die Freilassung Savchenkos waren weltweit zahlreiche Aktionen und Demonstratione veranstaltet worden. In Berlin hatte der einstige politische Gefangene der DDR, Ronald Wendling (57), seit 2014 über 100 Mahnwachen  vor der Russischen Botschaft in Berlin durchgeführt. Nach Savchenkos Verurteilung hatte Wendling zusätzlich für jedes Jahr des im Urteil festgelegten Freiheitsentzuges eine tägliche Mahnwache gehalten.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785 (1.106)

 

Kiew/Hamburg/Berlin, 8.12.2013/cw – Empörung bei den Verfolgten  der kommunistischen Diktatur löste die Berichterstattung über den heute in Kiew/Ukraine erfolgten Sturz der lebensgroßen Lenin-Statue aus. Tagesthemen-Moderatorin Caren Miosga (ARD) moderierte den Bericht aus Kiew mit einem Bedauern über den Sturz der Lenin-Statue an: „Wieso denn ausgerechnet der arme Lenin, was kann der denn  dafür?“ twitterte heute ein  russischer Journalist, „die hätten doch eher Luxuskarossen zertrümmern sollen.“

Dieser mangelnde Respekt vor der symbolischen Trennung vom Vater der blutigsten Epoche im 20. Jahrhundert in der einstigen UdSSR löste bei einstigen  politischen Gefangenen Protest und Empörung aus. So erklärte die in Berlin ansässige Vereinigung 17.Juni: „Wir sind entsetzt über diese instinktlose Geschichtskommentierung in einem öffentlich-rechtlichen Medium. Wir haben in  diesem Jahr des 60. Jahrestages des Volksaufstandes gegen die kommunistisch-stalinistische Diktatur gedacht und uns vor den Toten des roten Terrors verneigt. Es ist nicht hinnehmbar, wenn jetzt im moderierenden Plauderton der Sturz eines Denkmals an einen roten Diktators bedauert wird. Das ist ein verheerendes und falsches Signal an  die nachgewachsene Generation, die Dank des Einsatzes ihrer Mütter und Väter heute in Frieden und Freiheit leben dürfen,“ erklärte heute der Vorstand in Berlin. Man erwarte eine Entschuldigung für diese Wort-Entgleisung. Gerade gegenüber der mutigen Bevölkerung in  Kiew sei ein  erklärendes Wort notwendig: „Die Ukrainer brauchen in diesen Stunden, Tagen und Wochen Ermutigung,  auch wenn dies durch einen öffentlich-rechtlichen Sender nur in Form solider Berichterstattung geschehen kann. Was die Ukrainer nicht gebrauchen können, sind leichtfertige verbale und zumindest missverständliche Kotaus vor den Begründern ihrer jahrzehntelangen Unfreiheit.“

V.i.S.d.P.:Vorstand Vereinigung 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785

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