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Berlin, 03.06.2018/cw – Am kommenden Dienstag, 5. Juni 2018, 18:00 Uhr findet in der Stiftung Aufarbeitung in der Kronenstr.5, 10117 Berlin eine weitere interessante Diskussionsveranstaltung zu der Veranstaltungsreihe „Das doppelte 1968“ statt. Zum vorgen. Thema diskutieren unter der Moderation des Berliner Journalisten Alfred Eichhorn

Prof. Dr. Helmut Müller-Enbergs (Syddansk Universitet, Odense); Dr. Knut Nevermann (Staatssekretär a. D. und Jurist, Berlin); Eva Quistorp (Theologin, Politologin und ehem. Mitglied des Europäischen Parlaments, Berlin) und Prof. Dr. Klaus Schroeder (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin).

Die Veranstaltung findet in bewährter Kooperation mit dem Berliner Landesbeauftragten für die Aufarbeitung der SED-Diktatur (Begrüßung: Stellvertreter Jens Schöne) und der Deutschen Gesellschaft e. V. statt.

In der Einladung des Landesbeauftragten heißt es u.a.: „Die Protestbewegungen des Jahres 1968 in Ost und West waren auf vielfältige Weise aufeinander bezogen oder gar miteinander verschränkt. Besondere Facetten steuerte das Ministerium für Staatssicherheit bei, indem es versuchte, die Interessen der SED in West-Berlin und der Bundesrepublik durchzusetzen und so letztlich die westlichen Demokratien zu schwächen. Bis heute ist umstritten, wie erfolgreich diese Versuche waren und welche Auswirkungen sich daraus ergaben.“

Bisher kein Stasi-Hinweis auf Gedenktafel

Im Juni 1967 erschoss ein der West-Berliner Polizeibeamte Karl-Heinz Kurras während einer Demonstration den Studenten Benno Ohnesorg. Wie sich erst viele Jahre später herausstellte, war Kurras zugleich Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit. Als Prof. Müller-Enbergs, der in der Einleitung ein Impuls-Referat hält, dieses brisante Material vor einigen Jahren der Öffentlichkeit zugänglich machte, herrschte in einschlägigen Kreisen Bestürzung. War Kurras doch über Jahrzehnte hinweg als Teil der “faschistischen Polizei in West-Berlin“ dargestellt worden. Bis heute fehlt auf der offiziellen Gedenktafel für den erschossenen Studenten Benno Ohnesorg in der Krumme Straße in Charlottenburg jeder Hinweis auf die Stasi-Tätigkeit des „Berliner Polizisten.“

Nach Information der Veranstalter „zeigt sich (hier) beispielhaft, wie intensiv das SED-Regime versuchte, auf die 68er-Bewegung und die von ihr angestoßene gesellschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik einzuwirken. Durch finanzielle und logistische Unterstützung, offizielle und inoffizielle Kontakte zum Sozialistischen Deutschen Studentenbund, Pressekampagnen oder geheimdienstliche Tätigkeit sollte die linke Studentenschaft beeinflusst und instrumentalisiert werden. Doch während Teile der außerparlamentarischen Opposition in den Genossen im Osten Bündnispartner im Kampf gegen den Kapitalismus sahen, standen führende Protagonisten wie Rudi Dutschke dem SED-Staat skeptisch gegenüber und lehnten ihn als »bürokratisch-autoritär« ab.“

Die dritte Veranstaltung der Reihe »Das doppelte 1968. Hoffnung – Aufbruch – Protest« will der Frage nachgehen, „welche Auswirkungen die West-Arbeit von SED und Staatssicherheit tatsächlich auf die »1968er« hatten. Dabei wird zu diskutieren sein, wie genau die Einflussnahme erfolgte, wie ertragreich sie war und welche Langzeitfolgen sich daraus ergaben. Ideologische Konfliktlinien finden dabei ebenso Berücksichtigung wie unterschiedliche Vorstellungs- und Erfahrungswelten der Protestierenden im Westen und der Herrschenden im Osten.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.:030-30207785 (1.390).

Berlin, 9. November 2012/cw – Im September 2010 starteten wir mit unserer neuen Homepage auf wordpress.com. Wir haben bis heute 550 Artikel veröffentlicht, davon allein 318 seit September 2010 (Start unserer neuen Seite). Wir sind überrascht über die seitherigen Zugriffeauf unsere Seiten.

Die Spitzenposition nimmt bis heute ungeschlagen  unsere Berichterstattung zum Thema Joachim Gauck, unserem jetzigen  Bundespräsidenten, ein. Allein am 20. Februar 2012 konnten wir 2.798 Zugriffe vermerken, bisher unerreichter Rekord. Das zeigt aber auch, welche Aufmerksamkeit die kontroverse Diskussion um Joachim Gauck in der Öffentlichkeit fand, auch wenn das Ergebnis der Abstimmung in  der Bundesversammlung aufgrund der parteipolitischen Konstellationen im Ergebnis einen anderen Eindruck vermittelte.

Aber auch andere Themen konnten wir transportieren oder gar anstoßen: Wir erinnern an unsere Anzeige gegen den Stasi-IM und Verantwortlichen für den Tod von Benno Ohnesorg, Karl-Heinz Kurras; an unsere Initiative in Sachen  Zwangsarbeit (IKEA, 2011), die Bemühungen um die Umbenennung der Zimmerstraße in „Peter-Fechter-Straße“ (2012) oder auch unser Herzensanliegen (seit 2005) auf Benenenung eines „Platz des 17. Juni“ vor dem Bundesfinanzministerium, seinerzeitiger Ausgangspunkt des Aufstandes von 1953. Diese Themen wurde aufgegriffen und – natürlich auch – kopiert, um als „eigene Initiative“ vermarktet zu werden. Uns ficht das nicht an, weil es uns um die Sache geht. Natürlich würden wir uns freuen, wenn hin und wieder der Wahrheit die Ehre gegeben werden würde und wir wenigstens als Urheber hin und wieder Erwähnung fänden, wie wir auch immer auf Initiatoren oder Urheber hinweisen. Das gebietet der Anstand. Waren diese Initiativen oder geistigen  Anstöße im Ergebnis erfolgreich, so verschwinden andere Denkanstöße – für uns unbegreiflich – immer wieder mal im Orkus des Schweigens. So die skandalösen und aus unserer Sicht einfach nicht hinnehmbaren Äußerungen eines führenden Verbands-Funktionärs, der schon mal so nebenbei Juden als „Knechte Satans“ bezeichnet oder unverantwortliche Stimmungen gegen andere Religionen transportiert: „Allah ist eine Erfindung und Mohammed sein  falscher Prophet“.

Dessen ungeachtet bleiben  wir auch an diesem Thema, fassen weiter „heiße Eisen“ an und leisten somit unseren Beitrag für unsere bitter errungene Demokratie und gegen jede Form von Extremismen (die oft ihren Anfang im verbalen Extremismus nimmt).

Insgesamt konnten wir im genannten Zeitraum 118.743 Zugriffe verzeichnen, das waren im  Durchschnitt pro Monat 4.750 und pro Tag im Durchschnitt 158 Zugriffe. Auf die Kalender-Jahre bezogen konnten wir einen kontinuierlichen Anstieg der Interessenten vermerken:

Waren es 2010 > 8.915  (Tagesdurchschnitt 28), griffen bereits 2011 > 39.667 (109) und 2012 bisher 70.186 (229 / 10 Monate) Interessenten auf unsere Seiten  zu.

Bei dieser Gelegenheit möchten sich alle am Erfolg dieser Seite Beteiligten herzlich bei Ihnen, unseren interessierten Besuchern, bedanken. Immerhin kommen diese aus aller Welt (Schweiz, Russland, USA, Kanada, Australien, Österreich, Tschechien, Spanien, Israel, Schweden, Großbritannien, Irland, Niederlande, Brasilien etc.).

Wir möchten unsere Besucher, Leser, Interessenten ermuntern, sich weiterhin einzubringen, sich an kontroversen Diskussionen zu beteiligen (Kritik ist als Fundament der Demokratie immer willkommen) und – auch das ist möglich – eigene Beiträge zu den hier angeführten Themen einzureichen. Auch wenn wir sicherlich nicht jeden Beitrag veröffentlichen  können: Alle Meinungen, Beiträge und Stellungnahmen werden sorgfältig gelesen und fließen in unsere Arbeit ein.

DerVorstand                                                                                                                                                                                    Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V.

 

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785

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