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Berlin, 26.03.2019/cw – Das „Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn“ hat erneut zu einer Groß-Demo am 6. April ab 12:00 Uhr auf dem Alexanderplatz in Berlin-Mitte aufgerufen. Vor einigen Monaten waren auf dem Potsdamer Platz immerhin über 12.000 Menschen dem Aufruf gefolgt. Das Bündnis hofft nun auf eine notwendige Steigerung der Teilnehmer-Zahl, um der Politik „endlich Beine zu machen.“

Plakatiert: Der Aufruf zur Mieter-Demo

Obwohl der Zorn über den sogen. Mietenwahnsinn immer mehr zunimmt, beteiligen sich in Relation zu den tatsächlich Betroffenen immer noch zu wenige Menschen an den Protesten. Das mag einerseits an vielfachen Befürchtungen liegen, von „radikalen oder extremen Gruppen“ vereinnahmt zu werden, wie auch an der außergewöhnlichen Personalisierung, sprich Reduzierung akuter Probleme um die Miete auf die eigene Situation. Das Bündnis möchte hingegen deutlich machen, dass es sich bei der Mietengestaltung inzwischen um ein breites gesellschaftliches Problem handelt, dem die Politik augenscheinlich mit untauglichen Ansätzen hinterher taumelt, statt ernsthafte Lösungen zu suchen und umzusetzen.

Ausnutzung gegebener Marktmöglichkeiten

Ein aktuelles Beispiel aus dem Kapitel MIETENWAHNSINN: Carla H.* und Tom S.* bewohnten seit 2008 am Kaiserdamm nahe dem Lietzensee eine Vier-Zimmer-Wohnung. Nachdem die Mieter (nach langen und vergeblichen Bitten an den Vermieter) in der Durchgangsküche auf eigene Kosten (1.800,00 €) ein modernes Fenster einbauen ließen kündigte der Vermieter wegen „Eingriffs in die Eigentumsrechte“ das bislang nicht beanstandete Mietverhältnis fristlos. Anzumerken ist, dass der Vermieter im Rahmen von Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten in den vorangegangenen Jahren nahezu 100 % der alten Fenster im Anwesen erneuern ließ. Auch in der Wohnung von Carla H. und Tom S.; bis auf das Küchenfenster und ein schon vor dem Einzug erneuertes Fenster. Nach Eingang der Kündigung erhöhte der Vermieter die Kaltmiete um 125,00 Euro, die die Mieter allerdings nicht zahlten.

Im Januar d.J. zog das Paar um. Die bisherige Kaltmiete bis zum Umzug: 775,00 €, die Warmmiete belief sich auf 1.125,00 €. Eineinhalb Monate nach dem Auszug bietet jetzt der Vermieter die Wohnung für eine Kaltmiete i.H.v. 1.490,00 € (Warmmiete 1.818,00 €) an. Das entspricht einer Steigerung um 92,25 %.

Dies ist kein Einzelfall, wie immer wieder von Betroffenen in den Medien berichtet wird, auch wenn es sich hier am Kaiserdamm um den Höhepunkt einer gewissenlosen Ausnutzung der gegebenen „Marktmöglichkeiten“ handeln dürfte.

Kommentar:

Angesprochene Politiker äußern sich in der Regel hilflos, verweisen auf die „unzureichende Gesetzeslage, die geändert werden müsse“. Nur werden die Gesetze von eben diesen Politikern beschlossen. An dieser Tatsache kommen langfristig auch die schönsten Sprechblasen und Wahlkampf-bedingten Absichtserklärungen nicht vorbei. Die Mieter hingegen brauchen keine Versprechungs-Phrasen. Sie benötigen ein glaubwürdiges und umsetzungsfähiges Programm, um den ausgebrochenen MIETENWAHNSINN zu stoppen. Die Gesellschaft braucht neue Ideen, neue Impulse. Zum Beispiel wurde bereits vor Jahrzehnten der Vorschlag eingebracht, die Miethöhe auf 30% des verfügbaren Einkommens zu beschränken. Ein Ausgleich der durch einen öffentlichen Mietspiegel festgelegten Ansprüche des Vermieters würde durch Besserverdienende erfolgen; etwaige Überschüsse (durch die überwiegende Vermietung an Besserverdiener) müssten an eine Ausgleichskasse abgeführt werden. Diese wäre umgekehrt für den Ausgleich von Mindereinnahmen des Vermieters (durch die überwiegende Vermietung an Geringverdienende) zuständig.

Auf diese Petition wurde damals und heute nicht reagiert. Wenn sich die Betroffenen dieser Ignoranz-Politik nicht spürbar zu Wort melden, wird auch die (vor den Wahlen aufgescheuchte) Politik (nach den Wahlen) gewohnt wieder zum Alltag zurückkehren. Die Lasten bleiben da, wo sie bereits jetzt liegen. Und die Politiker? Erhöhen sich (zum Beispiel) ihre Bezüge weiterhin regelmäßig und reiben sich verwundert die Augen, wenn ihnen „eine Unbezahlbarkeit der Mieten“ offeriert wird. Das ist bei deren Einkommen (aus dem Topf der Steuerzahler) wenig verwunderlich. Die brennenden Probleme in der Bevölkerung werden allerdings ob dieser Tatsachen nicht gelöst.

Zeigen Sie Mut. Oder holen Sie sich den erforderlichen Mut durch die Solidarität vieler Tausender, die die gleichen Probleme wie Sie haben: 6. April, Alexanderplatz, ab 12:00 Uhr. Gegen den MIETENWAHNSINN.
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* Namen geändert. Die tatsächlichen Namen und der beschriebene Vorgang selbst liegen der Redaktion vor.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Mobil: 0176-48061953 (1.392).

Munster/Stade/Berlin, 14.09.2018/cw – Am Montag, 24. September, beginnt knapp sieben Jahre nach der Insolvenz der in Munster ansässigen Unternehmensgruppe Curanis-Holding das Verfahren gegen den Chef der von der Insolvenz nicht betroffenen operativen Curanis-Gesellschaften Dr. Rafael K. Um 9:15 Uhr erfolgt die Eröffnung mit der Verlesung der Anklage. Derzeit hat die 5. große Strafkammer (Wirtschaftsstrafkammer) des Landgerichts Stade 20 Verhandlungstage (bis zum 20. Dezember) terminiert. Vor der Strafkammer müssen sich neben K. ein Sohn  und eine ehemalige Holding-Geschäftsführerin  u.a. gegen die Vorwürfe „wegen Bankrotts“ (500 KLs 131 Js 4771/11 (37/15)< verteidigen.

Angela W. hatte 2010 für die Curanis Holding beim Amtsgericht Lüneburg Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Nach einem Bericht der IMMOBILIENZEITUNG vom 18.08.2010 hatte K. sen. vor Mitarbeitern erklärt, dass Holding-Geschäftsführerin Angela W. den Insolvenzantrag habe stellen müssen. Unbeschadet davon gehe „das Geschäft des Gebäudeverwalters unverändert und mit konstanter Beschäftigtenzahl weiter.“ Curanis hatte zu diesem Zeitpunkt mehr als 550 Beschäftigte und verwaltete einen Bestand von mehr als 50.000 Einheiten (darunter gemessen in Fläche rund 70% Wohnungen) und etwa 40.000 Stellplätzen. „Die erst am 23. April 2010 eingesetzte Holding-Chefin sei für die Gründe, die zur Insolvenz führten, jedoch nicht verantwortlich,“ hatte K. seinerzeit betont.

Insolvenz statt führender Immobiliendienstleister

Für die Insolvenz wurden seinerzeit offenkundige „hohe Außenstände gegenüber Gläubigerbanken und Leasinggesellschaften“ verantwortlich gemacht. Zudem hätten Kunden Haftungsansprüche in Millionenhöhe vorgetragen. Dennoch kündigte K. sen. an, Curanis zu einem der führenden Immobiliendienstleister in Europa machen zu wollen. Er habe das Ziel, die Zahl der verwalteten Einheiten schon im nächsten Jahr (also 2011) auf 100.000 zu erhöhen. Spätestens 2013 sollen 200.000 Einheiten verwaltet werden – darunter zunehmend auch Gewerbeflächen.

Seit Jahren Baugerüst am Kaiserdamm: Vortäuschung von Arbeiten? – Foto:LyrAg

Auch diese Pläne gingen wohl „in die Hose.“ Jedenfalls berichtete die Böhme-Zeitung (28.02.2017), dass das Unternehmen Curanis Wohnimmobilien (sechs Jahre zuvor) „mit mehr als 300 Beschäftigten – hinter der Bundeswehr zweitgrößter Arbeitgeber in Munster – ins Wanken geraten sei und betriebsbedingte Kündigungen“ vorgenommen habe. Das Unternehmen habe seine Zahlungen weitgehend eingestellt. Arbeitnehmer mussten ihre Löhne und Gehälter einklagen.

Ende 2009 galt die Curanis als florierende Unternehmensgruppe und spielte „in der ersten Liga der Wohnimmobilien-Verwalter mit“ (Böhme-Zeitung), „wurde 2008 sogar als zweitgrößter in der Branche gehandelt, der für Jahrsüberschüsse von zwei bis drei Millionen Euro gut war.“ Nach dem zitierten Bericht hatte K. Ende 2009 mit seiner Consus Property Group die 80%-Beteiligung der in Köln ansässigen Vivacon AG an Curanis übernommen. Allerdings war die Vivacon bereits wirtschaftlich angeschlagen und hatte den Verkauf offensichtlich getätigt, um eigene Gläubiger bedienen zu können. Nur acht Monate danach war die Muttergesellschaft Curanis Holding insolvent. Dem Insolvenzantrag folgten weitere Pleiten, das „ganze Curanis-Firmengeflecht fiel in sich zusammen.“ Schließlich wurde auch die Wohnimmobiliengesellschaft abgewickelt.

Aktivitäten nach Berlin verlegt?

Aus Berliner Sicht ist in diesem Zusammenhang interessant, dass K., der auch als Herausgeber einer Zeitung firmiert, nach seiner Pleite in Munster offensichtlich seine Aktivitäten auf die Hauptstadt konzentriert. Hier ist seine Familie an mehreren Immobilien-Objekten „beteiligt“, wie Recherchen unserer Redaktion ergaben. Ein Firmenkonglomerat von diversen GmbHs ist in mehreren Etagen eines Charlottenburger Wohnhauses untergebracht, weitere Immobilien unterhält der Clan u.a. in Charlottenburg am Kaiserdamm oder in der Schönhauser Alle im Prenzlauer Berg. Beiden gen. Immobilien eigen sind unübersehbare Baugerüste (Stand Sept.2018), die seit Jahren die Fassaden verdecken, ohne dass dort irgendwelche Bauarbeiter gesichtet werden. Auch stehen seit Jahren Wohnungen leer, ohne dass sich die zuständigen Bauverwaltungen der Bezirke veranlasst sehen, hier „nach dem Rechten“ zu sehen.

     Auch in der Schönhauser Alle:   Baugerüste – Foto: LyrAg

In Charlottenburg gab der zuständige Baustadtrat auf Nachfrage die Auskunft, dass „der Wohnungsleerstand bis zum 31.07.2018“ wegen Renovierungsarbeiten bewilligt worden sei. Seither ist von einem etwaigen Nachhaken des Bezirkes ebenso wenig bekannt wie die Tatsache, dass der zitierte Leerstand zumindest für einige Wohnungen bereits seit zehn Jahren vorliegt. Ob die Berliner Volksbank wegen des Dauergerüstes vor ihrem Eingang ihre Filiale am Kaiserdamm aufgegeben hat, ist nicht bekannt. Tatsächlich fühlen sich Geschäftsinhaber an der Schönhauser Allee durch das dortige seit Jahren stehende Gerüst in ihrem Geschäftsbetrieb geschädigt, zumal eine Ende der „dekorierten Bauarbeiten“ nicht abzusehen ist, wie ein Betroffener, der seinen Namen „wegen möglicher Folgen nicht im Internet sehen will“ uns gegenüber erklärte.

Die einschlägigen bzw. verantwortlichen Behörden sollten den nun anstehenden Prozess in Stade zumindest zum Anlass nehmen, die Aktivitäten und offensichtlichen Ungereimtheiten des nunmehrigen Berliner Immobilien-Moguls unter die Lupe zu nehmen.

Nachtrag:

Stade, 26.09.2018/cw – Auftakt im Curanis-Prozess – Vorwürfe bestritten

Heute begann nach jahrelangen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Stade der Curanis-Prozess. Curanis galt in der Immobilien-Branche lange als einer der größten Verwalter – bis vor acht Jahren überraschend die Insolvenz kam. Sollte die Anklage Erfolg haben, drohen dem ehem. Geschäftsführer  bis zu 10 Jahren Haft. Der Angeklagte und sein Sohn haben über ihre Anwälte die Vorwürfe bestritten. Das Verfahren gegen die ehem. Geschäftsführerin Angela W. war vor Beginn der Verhandlung abgetrennt worden.

Quelle: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/niedersachsen_1800/Auftakt-im-Curanis-Prozess,ndsmag26996.html

Weiterer Nachtrag vom 3.08.2019:

Nach unserer Redaktion vorliegenden neuesten Informationen ist das Verfahren gegen den Sohn  des Hauptangeklagten vor dem Landgericht Stade (Wirtschaftsstrafkammer) gegen Zahlung einer monetären Auflage eingestellt worden. Über die Fortführung des Verfahrens in der Hauptsache können zur Zeit keine Angaben gemacht werden, da dem Gericht ein ärztliches Attest über die Verhandlungsunfähigkeit des Hauptangeklagten vorgelegt wurde.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 030-30207785 (1.425).

Portrait.02Berlin, 22.02.2014/cw – Die Giuseppe-Marcone-Stiftung setzte heute leuchtende Signale für Toleranz. LichterToleranz 22.02.2014 007Am Charlottenburger Lietzensee wurde in den Abendstunden eine beispiellose Licht-Orgel eingeweiht. Vier Wochen lang sollen die eindrucksvollen und künstlerisch gestalteten Licht-Unikate Passanten am Kaiserdamm und Parkbesucher unaufdringlich mahnen, über Toleranz, ein  friedliches Miteinander statt an ein gewalttätiges Gegeneinander nachzudenken.

Unterschiede LichterToleranz 22.02.2014 012müssen nicht bis zu Exzessen eskalieren, Unterschiede können  uns auch die faszinierende Vielfalt unterschiedlicher Ideen und Gedanken vermitteln. LichterToleranz 22.02.2014 011Die Giuseppe-Marcone-Stiftung ging aus einem Gewaltakt hervor, wurde von den Eltern nach dem erschreckenden Tod ihres Sohnes am Kaiserdamm am 17. September 2011 gegründet. Sie setzten  damit ein  ermutigendes Zeichen, dass an die Stelle von Rache innovatives Denken , an die Stelle gewalttätiger Auseinandersetzung die gemeinsame kreative Umsetzung unterschiedlicher Gedanken setzt. Jugendliche, Kinder und

Giuseppe war in vielen Kunstwerken gegenwärtig ... Alle Fotos: LyrAg

Giuseppe war in vielen Kunstwerken gegenwärtig …
Alle Fotos: LyrAg

Erwachsene haben sich dieser Idee geöffnet und wunderschöne Licht-Elemente geschaffen. Sehenswert!

Die Unikate sollen voraussichtlich nach Beendigung der Toleranz-Wochen zu Gunsten  der Stiftung LichterToleranz 22.02.2014 030versteigert werden.LichterToleranz 22.02.2014 033

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785

Berlin, 18.09.2012/cw – Zu einer bewegenden Erinnerung an den vor einem Jahr nach einer Verfolgungsjagd am Kaiserdamm  tödlich verunglückten Giuseppe Marcone (23) trafen sich die Familie, Freunde und anteilnehmende Bürger am Ort des Geschehens.

Vater, Mutter und Großmutter (von links) gedachten am Unfallort ihres Sohnes und Enkels – Foto: LyrAg

Marcone war in den Morgenstunden des 17. September 2012 auf der Flucht vor Gewalttätern auf der Höhe des U-Bhf-Kaiserdamm über diesen gelaufen und nach Passieren des Mittelstreifens von einem Fahrzeug aus Fürth/Nürnberg erfasst und gegen einen Ampelmast geschleudert worden. Giuseppe starb noch am Unfallort in den Armen seines Freundes, ehe Rettungskräfte eingetroffen waren.

Die Täter waren ein halbes Jahr später zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Zuvor hatten sich die Eltern immer wieder im Sinne ihres verstorbenen Sohnes „gegen Hass und Gewalt“ ausgesprochen. Zu diesem Zweck haben sie zu Beginn des Jahres die „Giuseppe-Marcone-Stiftung“ gegründet, die Projekte gegen Hass und Gewalt und Projekte zum gegenseitigen Verständnis von Menschen, unterschiedlichen Kulturen und Religionen anregen, fördern und unterstützen will.

Wer dieses Vorhaben unterstützen möchte, kann  sich an die Giuseppe Marcone Stiftung, Leibnitzstr. 33, 10625 Berlin (www.giuseppe-marcone.de) wenden.

Memorial gegen Hass und Gewalt: Die 2 Meter hohe Hülle eines Baumes, ohne seine Äste, ohne Laub – Entwurf: Stiftung Giuseppe Marcone

Ein in Auftrag gegebenes und beeindruckendes Denkmal (Foto) konnte aus Kostengründen nicht – wie ursprünglich geplant – zum ersten Todestag fertiggestellt werden. Die Skulptur kostet ca. 20.500 Euro; es fehlen derzeit noch rund 12.000 Euro. Wer dieses Vorhaben, ein  sichtbares Memorial gegen Hass und Gewalt zur Erinnerung an Giuseppe Marcone unterstützen möchte, kann sich auch über die Vereinigung 17. Juni an der Finanzierung beteiligen.

Wenn 0,35 Prozent der Berliner 1 Euro stiften

„Wenn von 3,5 Millionen Einwohnern nur 12.000 Bürger je einen Euro überweisen würden, das wären weniger als 0,35 Prozent der Bevölkerung, könnte das Denkmal noch in diesem Jahr aufgestellt werden,“ so Tatjana Sterneberg, die im Vorstand  für diesen Bereich zuständig ist. Der Verein versichert, „jeden gespendeten  Euro ungeschmälert an die Marcone-Stiftung“ weiterzuleiten.

Eine Rose erinnert an Giuseppe – Foto: LyrAg

Spenden werden unter dem Kennwort: „Memorial Marcone“ an die Vereinigung 17. Juni, Konto: 632902,  Ammerseebank, BLZ 700 916 00 erbeten.

Über den jeweiligen Spendenstand wird der Verein regelmäßig über diese Homepage informieren.

Gegen Abend entzündet Vater Marcone Lichter für seinen toten Sohn – Foto: LyrAg

Eltern, Brüder, Freunde und anteilnehmende Bürger gedenken des Toten – Foto: LyrAg

Ein Ampelmast stand einem Leben im Wege … – Foto: LyrAg

HASS ist auch MORD – Die Würde des Menschen ist unantastbar – Foto: LyrAg

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785

Montag, 17. September, von 14:00 – 15:00 Uhr, Höhe U-Bhf. Kaiserdamm

Berlin, 16.09.2012/cw – Am 17. September vor einem Jahr kam Giuseppe Marcone nach einer Hetzjagd durch Jugendliche bei seiner Flucht über den Kaiserdamm ums Leben. Die Täter wurden zwztl. zu Bewährungsstrafen verurteilt.

Symbol der gegründeten Stiftung: Giuseppe Marcone – © 2012 Guiseppe-Marcone-Stiftung

Die Familie, Freunde und Sympathisanten wollen am ersten Todestag (kommenden Montag, 17.09.) zwischen 14:00 und 15:00 Uhr am Sterbeort am Fußgängerüberweg (Höhe U-Bhf. Kaiserdamm) auf dem Mittelstreifen des Sohnes und Freundes gedenken.

Ein bereits geplantes und genehmigte Denkmal konnte nicht zeitgerecht fertiggestellt werden und wird zu einem  späteren Zeitpunkt auf dem Mittelstreifen installiert.

Giuseppe Marcone wurde als Sohn bulgarischer und italienischer Immigranten in Deutschland geboren. Er wuchs in Berlin Charlottenburg auf. In einem Nachruf der Jüdische Gemeinde zu Berlin schrieb Yves Arievitch u.a.:

Er war ein mehr als aufgeschlossener und toleranter Junge, welcher Freunde jeder Nationalität und Religionszugehörigkeit hatte. Da sein bester Freund jüdisch war, verbrachte Giuseppe häufiger den Schabbat mit ihm und seiner Familie und bekam so den ersten Einblick in die jüdische Kultur, die Religion und Tradition. … Da die (israelische) Armee sein Traum blieb schrieb er sich in der Bundeswehr ein …  Er freute sich trotzdem euphorisch auf seinen neuen, selbstständigen Lebensabschnitt, den er ohne Probleme gemeistert hätte. Giuseppe starb am Morgen des 17. Septembers, als er vor Angreifern flüchte und dabei von einem herannahendem Auto angefahren wurde. Er wird überlebt von seiner Familie, seinen Freunden und sehr vielen dankbaren Menschen, die das Glück hatten ihn gekannt zu haben.

Die Eltern Marcones und seine Brüder fielen durch ihre stille und sensible Trauer auf, die auf jeden Ruf nach Vergeltung und Hass auf die Täter verzichtete. Stattdessen gründeten sie die Giuseppe Marcone Stiftung (Leibnitzstr. 33, 10625 Berlin, Tel.: 0177 / 829 01 28), deren Ziel es ist, im Sinne ihres Sohnes und Bruders für Verständigung und Menschlichkeit zwischen den Kulturen und Religionen einzutreten und entsprechende Projekte zu unterstützen.

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785

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