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Wiesbaden: 25 Schicksale aus Hoheneck

Wiesbaden: 25 Schicksale aus Hoheneck

Wiesbaden, 4.12.2012/cw – Zur Ausstellungs-Eröffnung „Der dunkle Ort“ in der Hessischen Landeszentrale für Politische Bildung (HLZ) waren zahlreiche Zeitzeuginnen aus ganz Deutschland angereist. 25 von rund 10.000 der ehemaligen  Frauen von Hoheneck, dem einstigen berüchtigten Frauen-Zuchthaus der DDR, waren in dem gleichnamigen  Buch von Dirk von Nayhauß (Fotos) und Maggie Riepl (Text) eindrucksvoll portraitiert worden (be-bra-Verlag, 19,95 €). Die Heinrich-Böll-Stiftung Berlin hatte daraus eine Wanderausstellung konzipiert, die bereits in Berlin, Frankfurt/Oder, Rostock und jetzt in Wiesbaden (bis 31.01.2013 in der Taununsstraße

Begrüßung: Regina Labahn, catgarina Mäge, Inge Naumann, Direktor Dr.Bernd Heidenreich, Maggie Riepl und Dirk v. nayhauss (verdeckt, v.l.n.r.)

         Begrüßung:                   R.Labahn, C. Mäge, I.Naumann, Direktor Dr. B.Heidenreich, M. Riepl und D.v. Nayhauss (verdeckt, v.l.n.r.)

4-6, Mo./Fr. 10:00 – 15:00; Di./Do. 10:00 – 19:00; Mi. geschlossen) für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Das gesamte Projekt wurde finanziell auch von der Stiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur unterstützt.

In der Begrüßung erinnerte Jutta Fleck (vormals Gallus), als „Frau vom Checkpoint Charlie“ berühmt geworden, an die Leiden der Frauen von Hoheneck, die für ihren Wunsch, die DDR friedlich verlassen zu können oder weil sie sich in einen „Westler“ verliebt hatten, in das DDR-Zuchthaus eingesperrt wurden. Jutta Fleck freute sich besonders, dass neun der portraitierten Frauen  eigens angereist waren, um den Besuchern von ihren Schicksalen berichten  zu können.

Jutta Fleck und Tatjana Sterneberg: Grüsse aus Berlin

Jutta Fleck und T. Sterneberg: Grüsse aus Berlin

Dr. Bernd Heidenreich, Direktor der HLZ, mahnte in seiner Begrüßung, diese Geschehnisse niemals zu vergessen und sich jeden Tag des Wertes der Freiheit bewusst zu sein, die ohne den verfassten Rechtsstaat nicht funktionieren  könne.

Maggie Riepl und Dirk von Nayhauß lasen abschließend aus verschiedenen, in dem Buch dokumentierten Schicksalen vor. Danach nutzten die sehr zahlreich erschienenen Besucher die gegebene Möglichkeit, sich aus erster Hand über die unterschiedlichen Lebenslinien der einstigen Frauen von Hoheneck berichten zu lassen.

Buchautorin Ellen Thiemann ("Der Feind an meiner Seite" u.a.)

Buchautorin Ellen Thiemann („Der Feind an meiner Seite“ u.a.)

Bericht vor Ort: Birgit Schlicke aus Wiesbaden berichtet über Hoheneck

Bericht vor Ort: Birgit Schlicke aus Wiesbaden berichtet über Hoheneck

V.i.S.d.P.: Redaktion „Hohenecker Bote“, Tel.: 030-30207778 – hohenecker.bote@gmail.comFotos: © 2012 LyrAg

WiesbadenPE_NEWWiesbaden, 30.11.2012/cw – Jutta Fleck (frühere Gallus), berühmt geworden als „Frau vom  Checkpoint Charlie“ (in der Hauptrolle Veronica Ferres) wird am 4. Dezember um 17:00 Uhr in der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) in Wiesbaden, Taunusstraße 4-6, die Ausstellung „Der dunkle Ort – Das Frauengefängnis von  Hoheneck“ eröffnen.

Fleck war seinerzeit wegen RF (Republikflucht) verhaftet und verurteilt worden und hatte ihre zugedachte Strafe im berüchtigten Frauenzuchthaus Hoheneck verbüßt. Jutta Fleck wurde 2009 vom damaligen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) vielbeachtet zur Leiterin des neuen HLZ-Schwerpunktprojekts „Politisch-Historische Aufarbeitung der SED-Diktatur“ ernannt.

Die von der Heinrich-Böll-Stiftung mit Unterstützung der Stiftung SED-Aufarbeitung erstellte Ausstellung berichtet nach dem gleichnamigen Buch (be-bra-verlag, 19,95 Euro) über 25 Schicksale einstiger Insassinnen von  Hoheneck (Maggie Riepl /Text und Dirk von Nayhauß /Foto).  Die Ausstellung wurde bereits mit großem Erfolg u.a. in Berlin, Frankfurt/Oder und zuletzt in Rostock gezeigt.

In Wiesbaden werden sechs der 25 portraitierten Zeitzeuginnen anwesend sein (siehe Foto-Kollage):

Ehem. Hoheneckerinnen: Tatjana Sterneberg, Eva Aust, Katharina Mäge - Foto. LyrAg

Ehem. Hoheneckerinnen: Tatjana Sterneberg, Eva Aust, Katharina Mäge / Hier die Ausstellung in Rostock – Foto. LyrAg

Heidrun Breuer (nach diversen Ausreiseanträgen in  Hoheneck inhaftiert von 1984-1985); Regina Labahn (wegen  „Beeinträchtigung staatlicher und gesellschaftlicher Tätigkeit“ in  Hoheneck von 1984–1986); Tatjana Sterneberg (nach Ausreiseanträgen 1973 verhaftet, von 1974–1976 in Hoheneck); Catharina Mäge (wegen „Republikflucht“ von 1976–1977 in Hoheneck); Ellen Thiemann (Buchautorin >Der Feind an meiner Seite< u.a., wegen versuchter Republikflucht von 1973–1975 in Hoheneck) und Birgit Schlicke aus Wiesbaden (wegen „landesverräterischer Nachrichtenübermittlungen an eine Feindorganisation“ (IGFM) von 1988–1989 in  Hoheneck). Die Zeitzeuginnen werden anlässlich der Ausstellungs-Eröffnung über den erlebten  Horror im einstigen DDR-Frauengefängnis Hoheneck im Erzgebirge berichten.

http://www.hessen.de/irj/hessen_Internet?rid=HStK_15/hessen_Internet/sub/81e/81e20e5c-80e2-8321b30b-cd44e9169fcc,,,11111111-2222-3333-4444-100000005004%26_ic_uCon_zentral=81e20e5c-80e2-8321-b30b-cd44e9169fcc.htm

http://www.hlz.tu-darmstadt.de/uploads/tx_userhlzevent/20121204_ref5_hoheneck.pdf

http://www.blindad.de/events/Wiesbaden_ausstellung-4-dez2012-31jan-2013-der-dunkle-ort-das-frauengefaengnis-hoheneck_492872.php

http://hoheneck.wordpress.com/news/

V.i.S.d.P.: Förderverein Begegnungs- und Gedenkstätte (BuG) Hoheneck e.V., Tel.: 030-30207778

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