You are currently browsing the tag archive for the ‘Holzkreuz’ tag.

Ein Einwurf von Carl-Wolfgang Holzapfel*

Berlin, 02.05.2019 – Am 05.April teilte uns Stadträtin Maren Schellenberg (GRÜNE) mit, dass das „Holzkreuz“ an der „Gedenkstätte 17. Juni 1953“ nach Beendigung der Bauarbeiten an der Brücke über der Autobahn am 16.04. erneuert werde, das „neue Holzkreuz sei bereits gefertigt.“ Am 26. April sagte uns das Vorzimmer der Zehlendorfer Stadträtin auf telefonische Nachfrage zu, uns über die beabsichtigte Erneuerung des „Holzkreuzes“ an der „Gedenkstätte 17. Juni 1953“ rechtzeitig zu informieren. Am 30.04. stellten wir gegen Abend fest: Das alte „Holzkreuz“ war bereits entfernt worden (siehe unseren Bericht unter https://17juni1953.wordpress.com/2019/05/02/gedenkstatte-17-juni-1953-holzkreuz-weg-gedenken-weg/).

Schlechter Ersatz für ein marode gewordenes Denkmal: Das schiefe Kreuz in Zehlendorf – Foto: LyrAg/RH

Heute, am 2.Mai, konnten wir gegen Mittag bereits das „neue Holzkreuz“ besichtigen: Es sah erbärmlich (billig) aus, der Stamm war schief, das Querkreuz offenbar ebenso leidenschaftslos zu tief angesetzt. Die Gedenkstätte sah nach der Installation mehr wie eine schlampig verlassene Baustelle denn wie eine Gedenkstätte aus. Der Boden um das Kreuz war nicht einmal ansatzweise gereinigt, ein Pflanzenschutzgitter lag verbogen zwischen den Grünpflanzen, die im Zuge der Bereinigung von Wildwuchs neu geordneten Steinplatten zum Gedenkkreuz und zum dortige „Russenstein“ waren offensichtlich durch eingesetzte schwere Fahrzeuge eingedrückt und aus ihren Verankerungen gedrückt worden.

Eine Gedenkstätte sieht anders aus

Einmal abgesehen davon, dass wir, die Vereinigung 17. Juni, über den Zeitpunkt der Erneuerung nicht – wie zugesagt – informiert worden waren (was, wie heutige Rückfragen bei BVV-Fraktionen ergaben, diesen nicht anders erging), meine ich, dass Gedenkstätten eines Landes anders aussehen, als wie die in Berlin-Zehlendorf.

Beschädigte Steinplatten zeugen vom schlampigen  Umgang mit einer Gedenkstätte – Foto: LyrAg/RH

Offensichtlich ist dem CDU-regierten Bezirk die historische Dimension des einzigen originären Denkmals in Deutschland, das seit dem 25. Juni 1953 an den Volksaufstand vom 17.Juni erinnert, nicht mehr bewusst (was unter dem einstigen CDU-Bürgermeister Herbert Weber – um nur ein Beispiel zu nennen – noch anders war. Allerdings war Weber Historiker…). Jedenfalls ist der schlampig zu nennende Umgang mit diesem Ort in Berlin und wahrscheinlich deutschlandweit ohne Beispiel. Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz in Zehlendorf.

Land Berlin, übernehmen Sie

Die seit Jahren angeführten Argumente der Verwaltung, dass nur „beschränkte Mittel“ für die Ausgestaltung und Pflege zur Verfügung ständen, ist unglaubwürdig. Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass der Bezirk für derartige Unterhaltungen Mittel aus den SED-Millionen beantragen könnte. Ferner handelt es sich um ein Denkmal von nationaler Bedeutung. Danach sind nicht nur Anträge auf den Einsatz von Landesmitteln zum Unterhalt der ausgewiesenen Gedenkstätte möglich. Auch Bundesmittel könnten einbezogen werden. Wo ein Wille, ist auch ein Weg. Wo kein Wille vorhanden ist, wird auch der Einsatz überörtlicher Mittel nicht erwogen.

Es scheint, dass hier ein Bezirk mit der Pflege eines überörtlichen Denkmals überfordert ist. Land Berlin, Herr Regierender Bürgermeister, Herr Kultursenator, übernehmen Sie.

* Der Autor ist seit 1963 Mitglied der Vereinigung 17. Juni 1953 und seit 2002 deren Vorsitzender.

V.i.S.d.P.: Der Autor und Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 030-85607953 (1.401).

Berlin, 2.05.2019/cw – In der Potsdamer Chaussee in Berlin-Zehlendorf steht das einzige originäre Denkmal, das an den Volksaufstand von 17. Juni 1953 erinnert. Wenige Tage nach dem Aufstand trugen Aufstandsteilnehmer und Berliner Jugendliche ein Holzkreuz durch mehrere Berliner Bezirke nach Zehlendorf. Dort stand seit 1945 ein sowjetischer Panzer, der bei dem Endkampf um Berlin nach der Legende als erster Panzer Berlin erreicht haben soll.

Das marode gewordene Gedenkkreuz soll erneuert werden – Foto: LyrAg/RH

Da die Westalliierten eine derartige Demonstration am sowjetischen Ehrenmal im West-Berliner Bezirk Tiergarten (nahe dem Brandenburger Tor) nicht zuließen, bot sich der auf einem steinernen Podest aufgesockelte Panzer in Zehlendorf an. Gegenüber der Panzerkanone wurde das Holzkreuz als Mahnzeichen des Kampfes gegen die Unfreiheit errichtet. Der Panzer wurde übrigens 1954/55 von den Sowjets entfernt, da es immer wieder zu Anschlägen gegen das Monument gekommen war. Zum Ausgleich wurde ein gleicher Panzer am Grenzkontrollpunkt Dreilinden, nahe dem ursprünglichen Standort, aufgestellt. Er war für Berlin-Besucher auf der rechte Seite weithin bis zum Mauerfall 1989 zu sehen.

Ebenso war das „Holzkreuz“ auf der Mitte der Potsdamer Chaussee (Autobahn-Kleeblatt) für Autofahrer beidseits schon von Weitem zu erkennen, ohne dass diese unbedingt um dessen Bedeutung wußten. Zwar wurden vor ca. 20 Jahren auf Betreiben der Vereinigung 17. Juni beidseits gut erkennbare Hinweisschilder „Gedenkstätte 17. Juni 1953“ aufgestellt. Allein die bis heute fehlende Parkmöglichkeit verhinderte einen Besuch der bzw. eine größere Aufmerksamkeit für die Gedenkstätte.

Nur vorübergehend ohne „Holzkreuz“: Die „Gedenkstätte 17. Juni 1953“ in Zehlendorf – Foto: LyrAg/RH

Eine seit Jahrzehnten vorgetragene Anregung, die an dieser Stelle vorhandenen Standspuren von den Außenseiten an den Mittelstreifen zu verlegen, wurde permanent mit der Begründung „Verkehrssicherheit“ vom zuständigen Bezirksamt abgelehnt. Eine im Zuge der Erneuerung der Autobahn-Brücken erneut angeregte Verschwenkung durch die notwendige neue Markierung der Fahrspuren wurde ebenfalls abgelehnt. Was den Verantwortlichen wahrscheinlich nicht bekannt war: Bereits zu Zeiten der Besatzung von Berlin war durch die verantwortlichen US-Amerikaner ein striktes Parkverbot auf einer Länge von 200 Metern am seinerzeitigen Russenpanzer angeordnet worden: „Auf dem am Denkmal vorbeiführenden Fahrbahnen der Potsdamer Chaussee ist allen Fahrzeugen für eine Strecke von 200 Metern ein Halteverbot erteilt worden.“ berichtete DER TAGESPIEGEL am 12. Juni 1953 auf der Seite 1. Handelt es sich also nicht um örtliche Bedenken um die Verkehrssicherheit sondern tatsächlich um ein (gewohntes) Relikt aus der Besatzungszeit?

Holzkreuz entfernt

Jetzt ist das sichtbare „Holzkreuz“ entfernt worden. Ende April wurde das Denkmal auf Veranlassung des Bezirksamtes entfernt, wie die Vereinigung 17. Juni bei ihrer regelmäßigen Inspektion am gestrigen 1. Mai feststellte. Allerdings habe die Entfernung des Gedenkkreuzes nichts mit einer Einschränkung oder gar Abschaffung der Erinnerung an den Volksaufstand zu tun. Vielmehr werde das inzwischen marode gewordene Kreuz nach einem einstimmigen Beschluss der BVV von 2015(!) „endlich erneuert,“ wie der Verein heute sichtlich erleichtert mitteilte. Man hoffe nun auf eine zügige Umsetzung aller Inhalte des mehrere Jahre zurückliegenden BVV-Beschlusses, nachdem auch auf einer Historientafel am Gedenkort die Geschichte der Gedenkstätte dargestellt und Hinweisschilder am Bahnhof Wannsee und an der Kreuzung Clayallee/Teltower Damm angebracht werden sollen. Und: Vielleicht lässt sich dann doch eine Lösung des Parkproblems finden. „Eine Gedenkstätte ohne Zugang verliert ihren Sinn,“ stellt dazu die Vereinigung fest.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 030-85607953 – 0176-48061953 (1.400).

Berlin, 16.04.2019/cw – Im Gegensatz zum berühmt berüchtigten Flughafen Schönefeld, dessen Inbetriebnahme seit Jahren immer wieder hinausgeschoben wird, hat die beauftragte Firma EUROVIA die Erneuerung der Autobahnbrücke über dem Zehlendorfer Kleeblatt überpünktlich fertiggestellt. Heute, um 13:30 Uhr, fand in Anwesenheit zahlreicher Prominenz im Schatten der extra aufgezogenen Bundes- und Berlin-Flagge die feierliche Übergabe und anschließende Freigabe der Fahrspuren statt.

Vorbereitung der feierlichen Brücken-Freigabe am 16. April 2019 – Foto: LyrAg/RH

Nach jahrelangen Bemühungen neues Kreuz

Mit der Fertigstellung der Brücken- und Straßenarbeiten stellt der Bezirk das inzwischen neu erstellte Holzkreuz an der einzigen originären Gedenkstätte, die an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 erinnert, auf. Dies teilte jüngst die Bezirksstadträtin Maren Schellenberg (GRÜNE) der Vereinigung 17. Juni auf Anfrage mit. Der Verein setzte sich seit Jahren für eine inzwischen teilweise erfolgte Renovierung der Gedenkstätte ein. Dazu gehörte die Forderung auf Erneuerung des marode gewordenen Kreuzes.

„Wir sind froh, daß unsere jahrelangen Bemühungen endlich Früchte tragen,“ stellte Vereinssprecher Carl-Wolfgang Holzapfel (75) erleichtert heute vor Ort fest. Somit könne „rechtzeitig vor dem 30. Jahrestag der Maueröffnung“ auch die Erinnerung an den 17. Juni 1953 den ihr zustehenden Platz erhalten.

Das marode gewordene Holzkreuz soll demnächst erneuert werden – Foto: LyrAg/RH

Aufständische und Berliner Jugendliche hatten 1953 ein Holzkreuz durch die Berliner Bezirke getragen und gegenüber einem in der Potsdamer Chaussee aufgebockten sowjetischen Panzer aufgestellt. Es war die erste Mahnstätte an den Volksaufstand. Der Panzer wurde auf Drängen der Westalliierten 1955 entfernt, weil es vor Ort immer wieder zu Aggressionen kam. Ein Jahr nach der Errichtung des Mahnkreuzes wurde in Anwesenheit des einstigen demokratisch gewählten russischen Ministerpräsidenten Alexander Fjodorowitsch Kerenski (1881 – 1970), der eigens aus New York eingeflogen worden war, gegenüber dem Mahnkreuz ein Gedenkstein an die russischen Soldaten errichtet, die sich nach der Legende geweigert haben sollen, auf deutsche Arbeiter zu schießen. Der sogen. „Russenstein“ ist seit den neunziger Jahren umstritten. Der Verein hatte aber erfolgreich dafür plädiert, diesen zumindest solange stehen zu lassen, bis sich die seinerzeitigen Vorgänge um die „standrechtlich erschossenen Soldaten der Roten Armee“ einwandfrei klären lassen würden. Anfragen des Vereins in dieser Sache an die Russische Militärstaatsanwaltschaft in Moskau seien „bisher unbefriedigend verlaufen,“ stellte der Verein klar.

Allerdings sind mit der Erneuerung des Holzkreuzes nicht alle Anregungen und Forderungen umgesetzt worden. So mahnt der Verein mittlerweile seit Jahrzehnten Hinweisschilder auf die Gedenkstätte „zumindest am Bahnhof Wannsee und im Zentrum von Zehlendorf (Clayallee/Teltower Damm)“ an (Holzapfel). Zuletzt seien diese auch durch die BVV Steglitz-Zehlendorf Ende 2015 beschlossen worden: „Zu sehen ist davon bisher nichts,“ kritisiert der Verein.

Auch die Informationstafeln an der Gedenkstätte selbst, die „bereits vor vielen Jahren mit der Senatskulturverwaltung besprochen worden sind“ harren der Umsetzung. Die amtierende Bürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) hatte bereits vor längerer Zeit einer solchen Aufstellung zugestimmt, allerdings dies zu einer „Bezirksangelegenheit“ erklärt. Man wolle keine Einmischung der Senatskulturverwaltung, weil diese „andere Schilder aufstelle, als diese im Bezirk üblich seien.“

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, berlimn – Tel.: 030-85607953 (1.395).

Berlin, 16.Juni 2018/cw – Berlins Kultursenator Klaus Lederer (LINKE) hat auf der Gedenkveranstaltung der Vereinigung 17. Juni am „Holzkreuz“ in Zehlendorf in einem Grußwort betont, dass es für seine Partei unerlässlich bleibe, sich „angesichts des Stalinismus als planmäßiges System der Vernichtung, Terrorisierung, der Freiheitsberaubung und Ausgrenzung, der Sicherung der Herrschaft einer Bürokratenkaste“ mit „dem langen Schatten des Stalinismus“ auseinanderzusetzen.

Lederer, der zu seinem Bedauern durch terminliche Zwänge verhindert war, persönlich an dem Gedenken teilzunehmen, wurde von der stv. Landesvorsitzenden Franziska Brychcy, MdA, vertreten, die das Grußwort verlas und im Auftrag der Parteiführung am Holzkreuz am Vorabend des 65. Jahrestages ein Blumengebinde für die „Opfer des Aufstandes vom 17. Juni 1953“ niederlegte.

Der Senator erklärte u.a., dass „die Tage um den 17. Juni 1953 eine einschneidende Zäsur in der deutschen Nachkriegsgeschichte markieren. Von Rostock bis Plauen erschütterten Streiks und Demonstrationen die DDR.“ Es seien vor allem Arbeiter gewesen, „die ihren angestauten Unmut spontan zum Ausdruck brachten. Alle Versuche der SED, Normenerhöhungen und Maßregelungen noch zurückzunehmen, scheiterten und konnten das Misstrauen nicht mehr ausräumen.“

Die sowjetische Besatzungsmacht präsentierte „ihre militärischen Instrumente. Der Aufstand wurde brutal niedergeschlagen,“ stellte Lederer fest. „Wenn DIE LINKE in Deutschland und in Berlin heute mit Ihnen, mit den Opfern des Stalinismus, hier an der ersten in Westberlin in direkter Konfrontation mit einem sowjetischen Panzer errichteten Gedenkstätte für die getöteten, verhafteten, aus dem Land getriebenen Menschen gedenkt, ist das zuerst ein Zeichen der Bitte um Vergebung dafür, dass dieser Tag und die Niederschlagung von Arbeiterprotesten im Namen eines vermeintlichen Sozialismus geschehen konnten.“

1989 notwendiger Untergang des Systems

Das politische System der Diktatur, das Fehlen grundlegender demokratischer Rechte und Freiheiten, die Unfähigkeit, gesellschaftliche Konflikte zu bewältigen, führte letztlich in den notwendigen Untergang des Systems von 1989/1990,“ so der stv. Bürgermeister.

Abschließend ließ Klaus Lederer den Anwesenden, unter ihnen ehemalige Teilnehmer am Volksaufstand, herzliche Grüße und den Dank für „Ihr immerwährendes Engagement für die Erinnerung an den 17. Juni 1953 und vor allem an die Opfer von Stalinismus, Willkür und Unrecht in der DDR aufrechtzuerhalten“ übermitteln und versicherte den Anwesenden seine Unterstützung.

Höhepunkt der diesjährigen Gedenkfeier in Zehlendorf war die Einweihung der erneuerten Gedenktafel am Holzkreuz, die der Verein aus eigenen Mitteln bewerkstelligt hatte. Man hoffe nun „auf die zügige Erneuerung des Gedenkkreuzes durch die zuständige Bezirksverwaltung, nachdem wir in Vorleistung getreten sind,“ erklärte der Vorsitzende vor Ort.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 030-30207785 (1.399).

VEREINIGUNG (AK) 17.JUNI 1953 e.V.

(Ehem. „Komitee 17.Juni“ von 1953)

Berlin, 16.Juni2018/cw – Am einzigen originären Denkmal des 17. Juni 1953 in Deutschland, am sogen. „Holzkreuz“ in Berlin-Zehlendorf (Höhe Kleeblatt) in der Potsdamer Chaussee (Mittelstreifen) enthüllt heute die Vereinigung 17. Juni um 18:00 Uhr anlässlich der seit Jahrzehnten vor Ort durchgeführten Gedenkfeier eine neue Gedenktafel, die an die Opfer des Volksaufstandes von 1953 und an die beiden ersten Vorsitzenden des Vereins erinnert.

Die Erneuerung war nach Jahrzehnten notwendig geworden. „Da sich die zuständige Bezirksverwaltung trotz entsprechende Beschlüsse der BVV aus dem Jahr 2015 nach wie vor damit schwer tut, die Gedenkstätte zu erneuern, wollten wir nicht jahrelang auf Entscheidungen warten,“ erklärte Vorstandssprecher Holzapfel. „Mit der Erneuerung der Gedenktafel haben wir auf eigene Kosten unseren Beitrag geleistet und hoffen nunmehr auf eine Bewegung der Verwaltung.“

Mit den beiden ersten Vorsitzenden der Vereinigung ehrt der Verein Friedrich Schorn, Streikführer der Leunawerke „Walter Ulbricht“ in Merseburg und Manfred Plöckinger, Bauarbeiter an der Stalinallee, der den Streik der Bauarbeiter, der in den Aufstand mündete, mitorganisierte. Plöckinger wurde zu einer Zuchthausstrafe verurteilt, Schorn gelang die Flucht nach West-Berlin.

Der Verein wurde unter seinem jetzigen Namen am 3. Oktober (!)1957 als Nachfolger des nach dem Aufstand gegründeten „Komitee 17.Juni“ in das Vereinsregister eingetragen.

An der heutigen Gedenkstätte stand bis 1955 ein sowjetischer sogen. „Stalin-Panzer“. Gegenüber der Panzerkanone errichteten Aufstandsteilnehmer und Jugendliche aus West-Berlin am 25.Juni 1953 das Holzkreuz, das zuvor durch die West-Berliner Bezirke getragen worden war.

Im Juni 1954 wurde vor Ort der sogen. „Russenstein“ in Anwesenheit des eigens aus New York angereisten letzten demokratischen Ministerpräsidenten Russlands, Alexander Fjodorowitsch Kerenski, eingeweiht. Er erinnert an die Soldaten und Offiziere der Roten Armee, die sich weigerten, 1953 auf deutsche Arbeiter zu schießen und – nach bisher nicht bestätigten Berichten – deswegen standrechtlich erschossen wurden. Bemühungen der Vereinigung, diesen Teil der Aufstandsgeschichte aufzuklären, scheiterten bisher am Desinteresse der Russischen Behörden und deutscher Institutionen, wie der Stiftung Aufarbeitung.

Der Vorstand

VEREINIGUNG (AK) 17.JUNI 1953 e.V.

Carl-Wolfgang Holzapfel

Vorsitzender

 

 

 

Mai 2019
M D M D F S S
« Apr    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  

Blog Stats

  • 630.662 hits

Um neue Beiträge per E-Mail zu erhalten, hier die E-Mail-Adresse eingeben.

Schließe dich 107 Followern an