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Der Staat schweigt: Neo-Nazistische Umtriebe im Netz

Von Carl-Wolfgang Holzapfel

Gera/Berlin, 6.11.2014/cw – Michael Kleim, Pfarrer im Stadtjugendpfarramt in Gera ist besorgt. Wenige Tage vor dem 76. Jahrestag der sogen. Reichspogromnacht, findet der engagierte Geistliche im Internet zuhauf neonazistische und antisemitische Propaganda. Und kein Medium, keine staatliche Instanz nimmt offenbar davon Kenntnis, schreitet ein, sperrt den fragwürdige Autoren die Plattform für diese Hetze.

„Was nützt uns in wenigen Tagen der demonstrativ bekundete Abscheu gegen das seinerzeitige Geschehen, als im ganzen Dritten Reich Synagoge und Geschäfte von Juden in Flammen aufgingen, wenn heute wieder ungehindert die selbe antisemitische Propaganda verbreitet werden kann, wie einst?“, fragt der Pfarrer.

Jetzt sandte der Geraer auch der Redaktion Hohenecker Bote Ausschnitte dieser Internet-Hetze, die wir nachstehend in Auszügen in der Hoffnung auf Reaktionen aus Politik und Gesellschaft veröffentlichen. Nicht nur Michel Kleim sieht in diesen Veröffentlichungen den „Aufruf zu Straftaten und antisemitischen Bürgerkrieg, Volksverhetzung und polizeifeindliche Hetze.“ Er wirft der Internet-Plattform altermedia vor, sie „gießt Öl ins Feuer und profiliert sich als Zentralorgan der „neuen Unruhen.“

Unter http://altermedia-deutschland.info/content.php/8078-Mit-Hooligans-gegen-die-Grundrechte  ist u.a. zu lesen:

„Wie stark muss die Liebe zu Deutschland sein, wenn man sich genötigt fühlt ein Polizeiauto umzuschmeißen. Meinetwegen hätten sie die Karre ruhig auch noch anzünden können*!….
Vielleicht lernt die Bullerei ja auf diese Weise, daß sie offenbar diesmal an die Falschen geraten ist, d.h. an solche, die sich nicht von einer frech die Arbeit verweigernden BRD-Bullerei nach Hause schicken lassen.“ SD-Inland

„Juden aus Europa hinauswerfen“

„Hools interessieren keine „Verbote“! Es ist auch „verboten“, sich in der dritten Halbzeit gegenseitig und zusammen den Bullen die Fresse einzuschlagen. Sie machen es aber trotzdem! Wenn sie jetzt nur noch den Guties und den Bullen eine einschenken, ist das schon mal nicht mehr zu beherrschen. Wenn wirklich mal 5000 oder mehr Cler ins Rollen kommen, muß die Judenrepublik*schießen lassen, um die noch aufzuhalten. Besondrs dann, wenn die Bullen nicht wissen, daß die kommen, weil sie eben NICHTS „angemeldet“ haben.“ griesgram

* Hervorhebung durch Redaktion Hoheneck

„Wenn bei den kommenden Strassenschlachten deutsche Muttchen in den Seitengassen versprengten Kameraden mit Bullen oder Kanaken* am Arsch die Tueren oeffnen, dann haben wir – dann hat Deutschland – gewonnen!“ Heusinger, 28.10.2014
„Oder aber: Dass Kanakenbullen* verkommenden Muttchen in Seitengassen den deutschen Arsch sprengen …“ Schwarzer Krieger
….
vielleicht ist jetzt die Gelegenheit alle Streitigkeiten zu beenden und gemeinsam auch mit den englischen und russischen Hoolligans für Deutschlands und Europas Freiheit zu kämpfen und die Salafisten und JUDEN* aus Europa hinauszuwerfen……..“ Na und…
Die Hooligans haben die richtige Einstellung nur hat man ihnen das falsche Ziel gegeben.
Die Frage, wieso so viele Moslems nach Deutscland reingelassen werden, haben sie gar nicht gestellt. Sie müssen ihren Hass auf alles Semitische* ausdehnen, d.h. Juden* einschließen, ansonsten sind sie der Spielball der Krummnasen*. (siehe Ukraine) H.H.“ Hauke Haien

„Ausbeutung durch Juden“

„Wenn man Anfaengt Israel Flaggen zu verbrennen, dann kommt der Chef schon aus seinem Kabeus’chen. Die Fatima kriegt einen Klaps auf den muslimischen Allerwertesten und wird nach Hause geschickt. Das Verbrennen von Israel Flaggen* ist eine Provokation bei der alle Judenknechte* sich Emporen muessen, dann macht man eine Liste von Gegnern*, die man direkt bekaempfen* kann, durch Untersuchen, was fuer Leichen diese m Keller haben.

Wenn man das Verbrennen von Israel Flaggen noch mit Parolen wie ‚Adolf do it again‘ und Aehnlichem garniert, dann haste die Judensuppe* am kochen.
Dann kommen alle Moeglichen Verbote heraus und der Kampf beginnt*. dann muss Michel sich entscheiden, was er will, Perversion oder Sauberkeit, Ausbeutung durch Juden* Bankster oder Freiheit und Aufbau, Schuldensklaverei oder Freiheit.
Vermutlich ist der Zeitpunkt gut, weiter zu gehen und vorwärts zu schreiten, nun muss die Judensuppe* reagieren.Wenn die Hooligans genug Eier in der Hose haben, lassen die sich nicht stoppen. H.H.“

„Und im Moment sind Rassenunruhen in der BRDDR etwas, was wir als NAZIs begrüßen und fördern sollten! Also, Vorhang auf für Rassenunruhen!“ griesgram

Demonstration Aufgabe aller demokratische Parteien

Hier reicht auch aus Sicht der Vereinigung 17. Juni 1953 in Berlin kein Protest durch entsprechende Strafanzeigen, weil hier ohnehin die Strafverfolgungsbehörden gehalten sind, von „Amtswegen“ zu ermitteln. Hier müssten, auch und gerade im Glanz der bevorstehenden und begreiflichen Jubelfeiern zum 25. Jahrestag des Mauerfalls Hunderttausende vor dem Reichstag in Berlin und in anderen Städte unserer Republik (Leipzig, München etc.) ein unzweideutiges Bekenntnis ablegen: „Keine Gewalt!“, aber auch: „Nie wieder Antisemitismus, nie wieder Volksverhetzung!“ Das sei eine Pflichtaufgabe aller demokratischen Parteien, „denn nur diese können und mussten(!)  ihre Anhängerschaft entsprechend mobilisieren, sagte der Vereinsprecher heute in Berlin. (889)

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785 oder 0176-48061953

Predigt zum Gedenken an den Volksaufstand

Gera, 17. Juni 2012/cw – Der Geraer Jugendpfarrer Michael Kleim widmete seine Predigt am vergangene Sonntag der Erinnerung an den Volksaufstand vor 59 Jahren und den Opfern des Kommunismus. Wir gene nachfolgend den Text leicht gekürzt wieder.

„ … Immer wieder, wenn das Wort eine zutiefst menschliche Sprache findet und zur Liebe mahnt, wenn es inmitten der Herrschaft des Todes vom Leben zeugt, dann wird das Wort Fleisch und wohnt unter uns. Das Wort wird Licht und scheint in der Finsternis.

Bis heute versuchen Schwätzer und Propagandisten das Wort zum Schweigen zu bringen. Schriftseller und Journalisten sind die am stärksten bedrohte Berufsgruppe, was die Freiheit des Wortes betrifft. Publikationsverbot, Mordaufrufe, Einschüchterung und Haft sind die Methoden, mit denen Schwätzer und Propagandisten auf das Wort reagieren. Sie haben Angst vor dem Wort und wollen es töten. Es soll verstummen, das Wort, und nicht einmal mehr durch sein Schweigen reden dürfen.

Stalins Herrschaft kostete Millionen Menschen Freiheit, Würde und Leben. Sein Hass galt den Schriftstellern in besonderem Masse. Gorki setzte er unter Druck, Majakowski und Jessenin trieb er in den Selbstmord. In den Lagern mussten zahllose Literaten sterben, andere wurde gezielt ermordet. Verordnetes Schweigen, eine kulturelle Grabesstille, in die hinein nur noch Geschwätz plärren und Propaganda tönen durfte. Mit den Schriftstellerinnen und Dichtern sollten auch deren Gedichte und Balladen, Geschichten und Lieder für immer verschwinden. Vergessen machen wollte Stalin die Namen und Erinnerungen an Menschen ebenso wie an deren die Verse und Sprache. Das Wort ward Fleisch, und es sollte erstickt und zertreten werden.

Und doch entstanden gerade in dieser Zeit ganz tiefe, menschliche, ehrliche Texte. Die Gedichte von Anna Achmatowa und Ossip Mandelstam wurden von vielen Menschen auswendig gelernt und von Mund zu Mund weitergegeben. Unsichtbar für die Häscher blieben sie aufbewahrt und überdauerten den Terror. Menschen in den Lagern raunten sich flüsternd Lyrik ins Ohr und fanden dadurch Halt und innere Würde zurück. Das Wort, das scheinbar schutzlos den Schwätzern und Propagandisten ausgeliefert ist, war nicht totzukriegen.

„Gott war das Wort. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen.“

Der 17. Juni erinnert an das Wort, das sich wehrlos dem lautstarken Getöse entgegenstellt. Menschen gingen auf die Straße, auf denen bereits die Panzer rollten. Der Diktator war tot, war es nun nicht an der Zeit, das Wort wieder aus der Haft zu entlassen? Stattdessen wurden Menschen erneut zum Schweigen gebracht, Grabesstille; und Schriftsteller, Schriftstellerinnen erhielten Publikationsverbot, wurden eingesperrt, nahmen sich das Leben oder wanderten aus.

Erinnerungen sind bitter notwendig.

Die Schicksale der Stalinzeit, aber auch die trotz allen Terrors lebendigen Worte dieser Menschen dürfen nicht vergessen werden. Es geht um das Leben. Um nichts Geringeres als das Leben.

Das Wort wohnt unter uns. Und sie stehen bereits wieder auf der Matte, die Schwätzer und Propagandisten. Im neuen, manchmal sogar altem Gewand. Der Hass auf das Wort ist geblieben. Leider. Doch das Wort ist eine schöpferische Kraft. Das Wort ist schärfer als ein zweischneidiges Schwert, um damit das Gespinst aus Geschwätz und Propaganda zu durchschneiden.

 Es geht um das Leben. Um nichts Geringeres als das Leben:

„Gott war das Wort. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen. Amen.

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Tel.:030-30207785 oder 0176-48061953

Von  Michael Kleim *

– Wie Kriminelle zu „Gesinnungsgefangene“ umfunktioniert werden und der 17. Juni missbraucht wird –

Gera, 14.06.2012/MK – Die Neo-Nationalsozialisten behaupten lautstark, gegen „den Kommunismus“ zu sein und beklagen dessen Opfer. Wenn es aber konkret wird, sind ihnen Opfer politischer Diktaturen völlig egal.
Auf den rechtsextremen Altermedia-Seiten ist ein Bericht zu dem Film über Ai Weiwei (Quelle:  http://altermedia-deutschland.info/content.php/1514-Ai-WeiWei-never-sorry-Ich-schon) zu lesen. Da wird u.a. behauptet, dass es im Film „vor allem darum geht, sich in innere Angelegenheiten der souveränen Volksrepublik China einzumischen und gegen deren Menschenrechts-Politik zu hetzen.“

Im Gegenzug wird Horst Mahler zu einem „Dissidenten“ und „Gesinnungsgefangen“ hochstilisiert. Der Unterschied zwischen beiden Männern ist augenfällig:

Ai Weiwei setzt sich für künstlerische Freiheit, demokratische Reformen und Achtung der Menschenrechte ein. Horst Mahler dagegen ist bekennender Antisemit, will das Grundrecht auf Meinungsfreiheit abschaffen und den Weg zu einer neuen Diktatur ebnen.

Missbrauch des Volksaufstandes

In diesen Zusammenhang steht auch ein Aufruf der NPD und militanten Kameraden zu einem Aufmarsch am 17. Juni in Gera, in dem u.a. steht:

„Am 17.06.1953 erhoben sich hunderttausende Männer und Frauen in der DDR um für die Freiheit Deutschlands zu kämpfen. Anlass waren die ständigen Erhöhungen der Arbeitsnormen, die schlechte Versorgungslage und die andauernde Verfolgung / Verschleppung Andersdenker bzw. vermeintlicher Regimegegner. Auch heute gibt es ähnliche Entwicklungen, die Ziehsöhne der ehemaligen Machthaber sitzen noch heute an den Schalthebeln der Macht und unterdrücken mit Hilfe der konservativen Feiglinge politische Dissidenten.“ (Quelle:  Aufruf der NPD Gera zu finden unter  http://www.npd-thueringen.de/?p=1487)

Hier werden die politischen Verhältnisse in unserer Demokratie mit denen in der DDR gleichgesetzt – und die einzig wirkliche Opposition sei das rechtsextreme Lager.

Als Aktivist der DDR-Menschenrechtsbewegung halte ich es für unerträglich, dass sich Personen und Gruppen, die sich auf politische Ideen beziehen, in denen Menschenrechte, Demokratie und Freiheit klar abgelehnt werden, nun als „Dissidenten“ und „Kämpfer der Meinungsfreiheit“ in der Nachfolge des Widerstandes gegen die DDR/Diktatur aufspielen.

Die Opposition in der DDR war sehr vielschichtig und bunt. Oft war man sich untereinander nicht einig. Doch darin stimmte man überein:

Der Kampf galt den Freiheits- und Menschenrechten, einer demokratische Gesellschaft. Eine neue Diktatur, Menschenverachtung im neuen Gewand – welcher Art auch immer – war per se im Widerspruch zu den Zielen wirklicher Dissidenten.

Im Widerspruch zu dieser Übereinstimmung stehen die extremen Ergüsse derer, die nicht nur den 17. Juni für sich vereinnahmen wollen, sondern sich mit der selben Dreistigkeit die Fortführung demokratischen  Widerstandes anmaßen.  So schreibt ein Dr. Frank Kretzschmar zu besagtem Film über den chinesischen Dissidenten auf der Rechtsextremen Webseite altermedia :

Einmischung in die Inneren Angelegenheiten Chinas

„Exzellenz, Damen und Herren,

Ai WeiWei never sorry ist der Titel des Films, der übermorgen in die deutschen Kinos kommt. Ich allerdings bin sorry. Warum? Ich muss ertragen, wie der Film über diesen Bürgerrechtler flächendeckend beworben wird. Vom „Porträt einer der wichtigsten Persönlichkeiten des 21. Jahrhundert“ ist die Rede. Ai WeiWei wird als Konzeptkünstler, als Blogger, als Architekt, als Verleger und als Kritiker des chinesischen Regimes gefeiert. Dass es im Film vor allem darum geht, sich in innere Angelegenheiten der souveränen Volksrepublik China einzumischen und gegen deren Menschenrechts-Politik zu hetzen, liegt auf der Hand.

Im Gegenzug sollten Sie einen Film über einen der wichtigsten politischen Gefangenen des 21. Jahrhunderts, HORST MAHLER drehen. Sein Verbrechen bestand darin, einen anderen als den strafrechtlich gebotenen Blick auf die jüngere deutsche Geschichte zu wagen. Zutreffend oder nicht. Als ob es darauf ankäme. Allein für seine Meinungsäußerungen erhielt Horst Mahler eine 12 jährige Freiheitsstrafe, die, seinem Alter geschuldet, LEBENSLÄNGLICH bedeutet. Bemühungen, seine Begnadigung zu erwirken, blieben ohne Erfolg. Und das, obwohl das Menschenrechts-Komitee der Vereinten Nationen anlässlich seiner 102. Tagung in Genf vom 11. bis 29.07.2011 die für alle UNO-Mitgliedsstaaten verbindliche Grundsatzerklärung CCPR/C/GC/34 Absatz 49 zur Menschenrechtskonvention abgab:

„Gesetze, welche den Ausdruck von Meinungen zu historischen Fakten unter Strafe stellen, sind unvereinbar mit den Verpflichtungen, welche die Konvention den Unterzeichnerstaaten hinsichtlich der Respektierung der Meinungs- und Meinungsäußerungsfreiheit auferlegt. Die Konvention erlaubt kein allgemeines Verbot des Ausdrucks einer irrtümlichen Meinung oder einer unrichtigen Interpretation vergangener Geschehnisse.“ In der Fußnote 166 wird ausdrücklich auf das französische Holocaust-Verfolgungsgesetz „das sogenannten Erinnerungs-Gesetze wie im Fall Faurisson gegen Frankreich, Nr. 550/93“ Bezug genommen.

Dass Sie Horst Mahler in der Justizvollzugsanstalt Brandenburg besuchen und interviewen können, bleibt in der „freisten Demokratie auf deutschem Boden“ nicht zu erwarten. Auch nicht, dass er, wie Ai WeiWei, unter Auflagen freigelassen wird. Und das, obwohl er sich im Gegensatz zu diesem nicht 81 Tage sondern seit Jahren in Haft befindet.

Nie wieder Gesinnungsjustiz! Freiheit für Horst Mahler! Ihr Dr. Frank Kretzschmar    

dottorefrank@hotamil.com


Kommentar:
Die mediale Aufmerksamkeit, die ein vollkommen unbekannter Chinese während seiner kurzen Haft hier in Mitteleuropa genoß, legt den Verdacht nahe, daß dieser Mensch kein gewöhnlicher Mann sondern Angehöriger einer weltweiten Gruppe von Gleichgesinnten war. Daß er gleichsam kein normales Mitglied dieser Gruppe war zeigt sich daran, daß die Person des Herrn Weiwi, den hier niemand kennt, in einem Filmstreifen gewürdigt wird, wobei dieser seltsame Film an allen Ecken und Enden der Stadt beworben wird.

Ai WeiWei ein „vollkommen unbekannter Chinese“

Ein eindeutiges Beispiel dafür daß, wenn zwei Männer die Wahrheit sagen, der eine für 12 Jahre hinter Gittern verschwindet und der andere sofort seinen Wohnsitz in die USA wechseln kann. Erstaunlich nur, daß der Verurteilte in einer Demokratie zu leben glaubte und der andere, nach landläufiger Meinung, aus einem autoritären Staat mir nichts, dir nichts frei ausreist.

Daß dieser spannende Film, in dem mehr verdeckt als aufgedeckt werden wird, zum Reinfall wird bedarf keines Nachdenkens.“

Meine Kritik an diesem Beitrag im Konkreten und an dem verlogenen Missbrauch des Begriffes „Dissidenten“ für rechtsextreme kriminelle Strafgefangene im Allgemeinen wurde postwendend mit nachstehender e-Mail beantwortet:

„Offensichtlich, gemainstreamtes Pfäfflein,

finden Sie es gut, dass in der „freisten Demokratie auf deutschem Boden“ Menschen allein  deshalb lebenslang  eingekerkert werden, weil sie es wagten, einen anderen als den strafrechtlich befohlenen Blick auf die jüngere deutsch Geschichte zu werfen. Zutreffend oder nicht. Als ob es darauf ankäme. Kein Wunder, dass Sie, Hirte im Teufelsgewand der Gesinnungsjustiz, die Schäflein fliehen. Auf der Schleimspur, die Sie legen, schlittert Ihre Kirche in die absolute Bedeutungslosigkeit.
Der HERR kann Ihnen nicht vergeben, denn Sie wissen, was Sie tun. Ich aber, Herr KLEIM, werde für Sie beten und den Christenmensch Horst Mahler bitten, das ebenfalls zu tun. Niemand, der dessen mehr bedürfte als Sie in Ihrer abgrundtiefen Verkommenheit.

Ihr tief besorgter Dr. Frank Kretzschmar, Hans-Driesch-Straße 20, 04179 Leipzig dottotrefrank@hotmail.com

Antisemitismus pur anno 2012

Übrigens findet sich in den Kommentarspalten zu besagtem Artikel auch folgender Eintrag:
„Mich würde es nicht wundern, wenn das kein 100%iger Chinese ist, sondern er irgendeine jüdische Urgroßmutter hat oder so … “ (Quelle:  http://altermedia-deutschland.info/content.php/1514-Ai-WeiWei-never-sorry-Ich-schon)

Ein weitere Kommentar auf meine WeiWei-Artikel:

Unregistriert – 13.06.2012, 21:03:

 „Die total unterwanderte evangelische Kirche Mitteldeutschlands hat sich aus der Ecke des Sektierertums nie zu befreien vermocht. Als die Wende kam waren die Herren Pfarrer rat- und sprachlos angesichts der schwarzen Schafe in ihren Reihen. Besser hätte man 1989 die weißen Schafe der Kirche gezählt, das wäre einfacher und schneller gegangen als umgekehrt.

Nachdem sich die Pastoren vom ersten Schreck erholt hatten und Abstand nahmen von irgendwelchen Traumtänzen zur Erhaltung einer besseren DDR war ein neues, unverfängliches Thema angesagt. Zumal die Schäfchen in Massen der Heilslehre der Stolpe und Genossen den Rücken kehrten. Und da war plötzlich der Kampf gegen rechts gerade recht und in seinem Verfolg der Allerweltsbegriff Menschenrechte.

 Auf diesem Humus gediehen nicht nur die neuen Pfarrer der evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, nein, man war gleichsam in der Mitte aller Gutmenschen angekommen und fühlte sich dort pudelwohl. Das Nachtschattengewächs Menschenrecht gedieh zu einer Heilpflanze für das eigene unerfreuliche Dasein. Was kümmerte denn da die eigene Klientel und deren Sorgen? Das war doch gar nicht mehr wichtig. Denn sie riefen laut und erhielten die passende Antwort aus dem mitteldeutschen Pfarrhäusern, die Todeskandidaten aus amerikanischen Zuchthäusern, die sogenannten Dissidenten aus aller Herren Länder, die Kinderschänder und Vaterlandsverräter. Ihnen galt die neue Zuwendung, dort war das Heil zu finden.

Bonhoeffer und all die bibelfesten Halunken

Da war ein Nachdenken über einen Mann wie Horst Mahler nur lästig. Der war doch abgestempelt und gehörte nicht mehr zu den Gerechten unter den Völkern. Diese Rolle war anderen angeboren und denen galt es zu dienen und zu kriechen.

 Wie schön lebt es sich da in der Erinnerung an einen Bonhoeffer und all die bibelfesten Halunken des vergangenen Jahrhunderts. Das sind sie, die vorgeblichen Helden der Kirche, alle anderen sind Störenfriede im evangelischen Seelenfrieden.

 Sie, Herr Kleim, sind einfach nur ein Bettler trauriger Gestalt, gefangen im Komplex ihre Jugend in Gera aufzuhetzen. Auch Sie werden eines Tages vor ihrem Richter stehen und zeugen müssen.“

* Der Autor ist Stadtjugendpfarrer in Gera / Zwischenüberschriften durch die Redaktion eingefügt

V.i.S.d.P.: Michael Kleim, Gera – Rückfragen über 030-30207785 / Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V.

Termine in Berlin, Strausberg und anderswo zum 59. Jahrestag des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953

Berlin, 27.05.2012/cw -Nachfolgend geben wir die uns bekannten, gemeldeten oder von der Vereinigung selbst geplanten Termine zum 59. Jahrestag bekannt.

14.06.2012,  15:00 Uhr: Kreuze am Reichstag: Enthüllung Gedenkkreuz                                            „Den Helden des 17. Juni 1953“ mit Kranzniederlegung (Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V.)

Der Thüringer Landtag eröffnet die Wanderausstellung „Der Schrei nach Freiheit Der 17. Juni 1953 in Thüringen„. Bis zum 30 Juni können sich insbesondere auch Schulklassen die Mischung aus Text und Zeitdokumenten anschauen.

16.06.2012,  14:00 Uhr:  Strausberg, Tor zur Kaserne: Kranzniederlegung am Gedenkstein  (Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V.)

                            14:00 Uhr:  Eisleben, Gedenktafel für die Opfer des Stalinismus, Sangerhäuser Straße, Erinnerung an Kurt Arndt, Opfer des 17. Juni 1953. Teilnehmer: Die Söhne von Arndt und Johannes Rink, Landesvorsitzender des Bundes der Stalinistisch Verfolgten (BSV), Magdeburg. (Quelle: mz-web.de  „Auf der Flucht erschossen“ 09.06.2012)

                       18:00 Uhr:   Holzkreuz in Zehlendorf (Einziges originäres Denkmal an den Volksaufstand in  Deutschland): Gedenkfeier, Kranzniederlegung (Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V.)                

17.06.2012,  09:00 Uhr:   Gedenkstein am Steinplatz (Hardenbergstraße): Gedenkfeier , Kranzniederlegung (Vereinigung der Opfer des Stalinismus –VOS-, BezA. Charlottenburg-Wilmersdorf. Hinweis: Auf Initiative der Vereinigung 17. Juni werden seit einigen Jahren im  Anschluss auch die Opfer der NS-Diktatur am dortigen Gedenkstein geehrt.

                       10:00 Uhr:  Bundesfinanzministerium: Kranzniederlegung Regierender Bürgermeister von Berlin, Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V.

10:00 Uhr:  Stadt Strausberg: Kranzniederlegung am Gedenkstein (Einfahrt Kaserne), Bürgermeisterin und Stadtverordnetenversammlung Strausberg

10:30 Uhr:  Stadt Selb: Kranzniederlegung auf dem Goldberg.

10:30 Uhr: Stadt Gera, Trinitatiskirche, Gedenkgottesdienst an den Volksaufstand

16:30 Uhr: Gera-Frankenthal, Gedenkgottesdienst

11:00 Uhr: CDU-Gemeindeverband Rothenburg/Hähnichen: Gedenkveranstaltung Gedenktafel Ecke Bahnhofstraße/Schmiedegasse in Rothenburg . Als Gäste werden CDU-Landtagsabgeordneten Lothar Bienst und die Rothenburger Bürgermeisterin Heike Böhm (SPD) erwartet.

                       11:00 Uhr:  Staatsakt Friedhof Seestraße: Bundesregierung, Senat, Vereinigung (AK). 17. Juni 1953 e.V.

                       11:45 Uhr:  Friedhof Seestraße: Ehrung der verstorbenen Mitglieder  (10. Todestag Manfred Plöckinger, ehem. Vorsitzender Vereinigung 17. Juni 1953 e.V.)

13:00 Uhr:  20 Jahre Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG): Empfang im Roten Rathaus (Reg.Bürgermeister)

17:00 Uhr: Leipzig – Straße des 17. Juni 2, Gedenkfeier mit Kranzniederlegung. Es spricht der Sächsische Landesbeauftragte und Lyriker Lutz Rathenow. Veranstalter: Museum Runde Ecke, VOS Leipzig u.a. Opferverbände

Änderungen vorbehalten. Besucher der Seite werden gebeten, die Termine entsprechend in ihren Foren und Medien bekannt zu geben.

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785 – Fax: 86 oder 0176-48061953

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