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Berlin, 4.11.2013/cw – Meist schauen wir als einstige Opfer der DDR-Stasi-Diktatur sauertöpfisch drein, schimpfen auf vermeintliche oder tatsächlich Schuldige und machen mit jeder Geste deutlich: Schaut her,  wir  sind die Verlierer. Wer will mit uns Miesepetern etwas zu tun  haben?

Welches Menschenbild übermitteln wir da eigentlich mit diesem permanenten Pessimismus, unserem Frust auf alles? Klar, bei uns  handelt es sich um Menschen, die im Gegensatz zur Masse (unseres Volkes) schwere Zeiten durchgemacht haben. Unseren (einstigen?) Mut, frei zu sprechen, unseren (einstigen?) Antrieb, Mauer und Eingesperrt-sein hinter uns zu lassen, unsere (einstige?) Weigerung, mit dem (Partei-) Strom einfach mitzuschwimmen oder Freunde, Kameraden, Kollegen zu bespitzeln und zu verraten, mussten  wir mit oft vielen Jahren Freiheitsentzug, mit Aufenthalten in Folter-, Dunkel- und Wasserzellen teuer bezahlen.

Im Westen, per Ausreise oder Freikauf angekommen, mussten wir uns allerdings nicht der erträumten, sondern der wirklichen Freiheit stellen. Statt offener Arme bekamen wir oft Skepsis, häufig Ablehnung zu spüren. Durch den oft vergeblichen Kampf um die Anerkennung von erlittenen Traumata und gesundheitlichen Schäden wurden wir verbittert, zogen  uns in selbstgewählte Vereins-Schneckenhäuser zurück, um unsere Wunden zu lecken. Und dann verhedderten sich von uns gewählte Funktionäre auch noch in umstrittene Handlungen oder fingen aus sicher gemeinter Distanz an, erneut über Juden und andere Glaubensrichtungen herzuziehen, statt sich unserer Wundpflege anzunehmen. Diese Erinnerungen an überwunden geglaubte Vergangenheiten traumatisierten uns häufig erneut.

Ja, geht’s noch?  WIR  haben ein unmenschliches System bekämpft.  WIR  haben unseren Mund aufgemacht,  WIR  haben die Fluchttunnel durchquert, unter Lebensgefahr die Freiheit gesucht. Und schließlich waren  WIR  es, die die Menschen ermuntert haben, auf die Straße zu gehen, den Mund aufzumachen, das System zu stürzen, die Mauer zu erklimmen, zum Einsturz zu bringen. Und darauf sollten  WIR  stolz sein.  Darum lasst uns endlich   selbstbewusst durchs Leben gehen. Nicht gesenkten, sondern erhobenen Hauptes. Darum lasst uns  über die Miesepeter der Demokratie lachen, die noch immer (oder schon wieder?) nicht wissen, was Freiheit bedeutet.

Natürlich gibt es viel zu kritisieren, jeden Tag, jeden Monat jedes Jahr. Aber auch dafür haben WIR  gekämpft, dass diese Kritik möglich wurde. Klar, wir können die Gewohnheit an die Freiheit, mit der daraus erwachsenen Oberflächlichkeit, dem sich ausbreitenden Verdruss über die Freiheit, mit dem uns unsere Mitmenschen immer öfter begegnen, nur schwer ertragen. Vielleicht liegt das aber auch an unserer oft  demonstrativ gezeigten Sauertöpfigkeit, die eher Depressionen überträgt als von Werten überzeugt?

Lasst uns vermitteln, dass sich Freiheit lohnt. Durch eine neue und ansteckende Fröhlichkeit. Unser erreichtes Ziel, unsere erkämpfte Freiheit, sollte uns nicht müde, sondern fröhlich machen. Denn  was  WIR erreicht haben, ist nicht zu toppen, kann uns keiner mehr nehmen.

Kameraden, Mitstreiter, Weggefährten: Lacht mal wieder :-)))

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785

PRESSEMITTEILUNG

KP-Propaganda veranlasste Anwohner ihn bei der Polizei anzuzeigen, weil er über Falun Gong gesprochen hat

Berlin/New York (FDI) – Wie das Falun Dafa-Informationszentrum erfahren hat, starb ein Falun Gong-Praktizierender aus der Provinz Hebei am 20. Februar 2011, vier Tage nachdem ihn Beamte des Arbeitslagers nach brutaler Folter nach Hause geschickt hatten.

Berichten aus China zufolge wurde Herr Pei Yangqing (裴彦庆) am 16. Februar 2011 aus dem Arbeitslager Qinhuangdao nach Hause geschickt. Seine Brust war von Blutergüssen bedeckt und er war nicht mehr in der Lage, Blase und Darm zu kontrollieren. Er konnte sich von den lebensbedrohlichen Verletzungen, die ihm im Arbeitslager durch Folter zugefügt worden waren, nicht mehr erholen und starb vier Tage später.

Herr Pei, der aus Mutoudeng, Landkreis Qinglong, stammte, wurde von der Polizei am 1. September 2010 entführt. Er wurde in der Ortschaft Dahenan verhaftet, nachdem er mit Anwohnern über Falun Gong und über die Unterdrückung der Falun Gong-Praktizierenden gesprochen hatte. Einer der Anwohner, Herr Zhu Hongwei, zeigte Herrn Pei nach dem Gespräch bei der örtlichen Polizei an.

Herr Pei ist einer von vielen Falun Gong-Praktizierenden, die in den vergangenen Jahren inhaftiert und ermordet worden sind, nachdem sie nichts weiter getan hatten, als mit anderen über Falun Gong zu sprechen.

In einem ähnlichen Fall berichtete im Juli 2010 das Falun Dafa-Informationszentrum über den Tod einer älteren Frau aus Peking. Sie wurde im Frauenzwangsarbeitslager im Pekinger Stadtbezirk Daxing zu Tode gefoltert, nachdem sie von der Polizei abgeholt worden war, weil sie mit jemandem in einem öffentlichen Bus über Falun Gong gesprochen hatte. (Nachricht)

„Wegen der massiven Verfolgung und Lügenpropaganda der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) über Falun Gong klärte Herr Pei seine Mitmenschen im persönlichen Gespräch über die Verfolgung auf. Er wollte die Menschen wissen lassen, was Falun Gong ist, damit sie sich nicht an der Verfolgung beteiligen und sich selbst und dem eigenen Land keinen Schaden zufügen. Als Teil der seit über zehn Jahren andauernden Hetzjagd der KPCh auf Falun Gong, wird die Bevölkerung Chinas aufgefordert, die Praktizierenden bei den Behörden anzuzeigen. So sind viele Menschen, die den wahren Sachverhalt nicht kennen, zu Mittätern bei der Verfolgung von unschuldigen Falun Gong-Praktizierenden geworden,“ sagt Waltraud Ng, Sprecherin des Falun Dafa-Informationszentrums.

„Herr Pei hat sich unter Lebensgefahr für die Zig-Tausenden Falun Gong-Praktizierenden, die im Arbeitslager gequält werden, eingesetzt. Jetzt ist er selbst ein Folteropfer geworden. Wie werden die getäuschten Menschen sich fühlen, wenn sie eines Tages erkennen müssen, dass die KPCh sie zu Mittätern unmenschlicher Verbrechen gemacht hat?“

Herr Pei wurde auf der Polizeistation verhört, seine Wohnung wurde durchwühlt und seine Falun Gong-Bücher wurden beschlagnahmt. Auf Drängen von Herrn Zhu und seiner Angehörigen wurde Herr Pei von Agenten der Abteilung für innere Sicherheit des Landkreises Qinglong verhört und zum örtlichen Haftzentrum gebracht.

Zwei Tage später wurde Herr Pei außergerichtlich zu eineinhalb Jahren Arbeitslager verurteilt. Er wurde unmittelbar ins Arbeitslager der Stadt Qinhuangdao gebracht, wo er in nur sechs Monaten fast zu Tode gefoltert wurde.

Herr Pei war zuvor mehrere Male wegen des Praktizierens von Falun Gong verhaftet worden, die längste Haft dauerte 75 Tage. Während der Inhaftierung war er schlimmer Folter ausgesetzt. Unter anderem wurde er mit Stacheldraht ausgepeitscht und seine mit Handschellen gefesselten Hände wurden mit seinen Füßen zusammengekettet, sodass er aufgrund der unerträglichen Schmerzen das Bewusstsein verlor.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Falun Dafa Informationszentrum Deutschland
Lärchenweg 18 a, 69517 Gorxheimertal
Waltraud Ng Tel.: 06201-15672, Mobil: 0173-3135532
Internet: www.faluninfo.de; E-Mail: pm@falun-info.de

 

Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine traditionelle buddhistische Kultivierungsschule, die ursprünglich aus China stammt und in mehr als 100 Staaten der Welt praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.

Seit dem 20. Juli 1999 unterliegt Falun Dafa in China einer irrationalen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatspräsidenten Jiang Zemin initiiert wurde. Hunderttausende wurden seit dem Juli 1999 festgenommen, über 100.000 Praktizierende, möglicherweise aber wesentlich mehr, zu häufig jahrelangem Arbeitslager verurteilt, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Dafa Informationszentrum liegen bis heute Informationen von über 3.420 Todesfällen vor, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen.

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