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Eilmeldung – VEREINIGUNG 17. JUNI 1953

Berlin, 17.05.2021/cw – Edith Fiedler, Architektin und Zeitzeugin des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 ist heute gegen 18:00 Uhr nach langer schwerer Krankheit im Krankenhaus verstorben. Mit ihr verliert der historische Verein nach dem Tod ihres langjährigen Geschäftführers Joachim Fritsch innerhalb von sechs Wochen ein weiteres wichtiges und langjähriges Mitglied, teilte der Vorstand am heutigen Abend mit.

Edith Fiedler, *01.09.1935 + 17.05.2021

Edith Fiedler hätte am 1. September ihr 86. Lebensjahr vollendet. Die gelernte Architektin hatte ihre berufliche Laufbahn mit 17 Jahren als Lehrling in der Stalin-Allee begonnen. Auf einem Foto aus dieser Zeit im Cafe „Sibylle“ in der heutigen Karl-Marx-Alle sieht man das junge Mädchen auf einem Baugerüst stehen, offensichtlich begeistert eine Fahne mit einer Friedenstaube schwenkend. Dann  kam der 17. Juni 1953. Edith wurde mit anderen Lehrlingen zwei Tage lang in einer Baubude eingesperrt, „interniert“, wie sie später sagte. So konnte sie den Volksaufstand nur „mit den Ohren“ erleben und der Angst, die sie und die anderen Eingesperrten um ihr Leben erfasste.

Obwohl späterhin bis zur Architektin in die weitere Bauplanung an der Stalin-Allee involviert – auf diese Tätigkeit war sie auch später immer stolz -, hatte der 17. Juni seine Spuren bei der jungen Frau hinterlassen. Sie begann seither, die gewohnte Polit-Propaganda des Arbeiter- und Bauernstaates kritisch zu hinterfragen. Sie hatte, wie sie es später in ihrer stets direkten Sprache ausdrückte, in diesen Juni-Tagen „ihre Unschuld verloren.“

Schließlich wurde das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) auf die geistfreie Frau aufmerksam und legte bereits 1961 eine „Zersetzungsakte“ zu Edith Fiedler (31) an, wie sie später – nach der Wiedervereinigung – durch die möglich gewordene Akteneinsicht erfuhr. 1975 wurde sie schließlich verhaftet und 1976 zu mehreren Jahren Haft im berüchtigte Frauenzuchthaus Hoheneck im Erzgebirge verurteilt.

Erst Ende 1977 wurde sie freigekauft und, wie sie es ausdrückte, „aus der Haft in den Westen abgeschoben.“  Mit ihrem damals 10-jährigem Sohn Daniel wurde Edith erst im Mai 1978 „wiedervereint.“ Wie sie später aus den MfS-Akten erfuhr, wurde die junge nun ehemalige Hoheneckerin bei der Übergabe Daniels in der Halle des Bahnhofs Zoo auch an neue „informelle Mitarbeiter“ (IM’s) der Stasi übergeben. „Die Zersetzung >vierter Teil< begann, wie sie später berichtete. Aber damals wußte sie von diesen Dinge noch nichts.

Seit vielen Jahren Ehrengast auf der Gedenkfeier zum 17. Juni: Edith Fiedler im Gespräch mit dem Rgeierenden Bürgermeister Michael Müller
(vorn re.). Davor Günther Dilling, Aufstandsteilnehmer, und seine Frau – Foto: Lyrag-Press

Edith versuchte, in der für sie neuen Umgebung einen beruflichen Neuanfang. Daneben war es für sie selbstverständlich, sich für ehemalige Strafgefangene einzusetzen. Allerdings machte sie dabei auch bittere Erfahrungen. Ziemlich schnell erfuhr sie eine nicht zu verstehende mangelnde Unterstützung in  diversen sogen. Opferverbänden in ihrer engagierten Arbeit, so zum Beispiel für ihre ehemalige Haftkameradin Gisela M. Erst später – nach dem Fall der Mauer – erfuhr sie von den zahlreiche Spitzeln und IMs, die in  die Verbände eingeschleust worden waren, um deren Arbeit auszuspionieren und zu zersetzen. Auf Anraten „kompetenter Stellen“ zog sich Edith Fiedler Mitte der 80iger Jahre von allen Verbänden und ihrer bisherigen Sozialarbeit zurück. Später bezeichnete sie dies als „ihre Rettung.“ Denn zu dieser Zeit – was sie erst rund zehn Jahre später erfuhr – war schon wieder ein „Operativen Vorgang“  gegen sie in Gang gesetzt worden. Aus den Akten ging hervor, dass Edith der „Spionage im schweren Fall“ überführt werden sollte.

So war es eigentlich nicht verwunderlich, dass sie erst fünfzehn Jahre nach der Wiedervereinigung den Weg in die Vereinigung 17. Juni fand. Nach einem Zwischenspiel im Frauenkreis der ehem. Hoheneckerinnen fühlte sie sich zuletzt in der Vereinigung ausgesprochen wohl. Die dort gepflegte Kameradschaft und die Pflege des Andenkens an den Volksaufstand beeindruckte Edith tief. Seither besuchte sie trotz aufkommender gesundheitlicher Beeinträchtigungen regelmäßig die Gedenkveranstaltungen auf dem Friedhof Seestraße und anderen Gedenkorten, wie in der ehemaligen Stalin-Allee oder in Strausberg.

Im letzten Jahr begleitete Edith trotz eigener schwerer Beeinträchtigungen ihren schwer erkrankten Sohn Daniel, der sogar für längere Zeit im Koma lag. Sie durfte seine Genesung und Heimkehr in das kleine bewohnte Haus in  Treptow noch erleben, ehe sie kurz darauf – im Juli 2020 – selbst schwer erkrankte.

Trotz der oft schwer zu verstehenden Einschränkungen durch CORONA gelang es dem hartnäckig um sein Rechte kämpfenden Vorstand des Vereins, Edith im Dezember sogar auf einer CORONA-Station eines Krankenhauses zu besuchen. Spätere Versuche, die in ein Altenheim verlegte Kameradin zu besuchen, scheiterten im  März diesen Jahres an der Hartnäckigkeit des dort eingesetzten Pförtner-Personals. So konnte Edith keinen „begleitenden Besuch“ mehr durch ihre Kameraden erfahren. Ein weiteres Opfer einer auch hier kalt wirkenden administrativen Bestimmungslage, die selbst eine Begleitung im Sterben liegender Menschen ausschließt, stellte der Vereinsvorstand in seine  Nachruf fest.

Edith Fiedler wird ihre letzte Ruhe auf dem Friedhof Seestraße an der Seite ihrer einstigen Kameraden vom Volksaufstand des 17. Juni 1953 finden.

Die Beisetzung der Urne findet im Anschluss an den Staatsakt am 17. Juni 2021, ab 12:00 Uhr statt.

V.i.S.d.P.: Vorstand VEREINIGUNG (AK) 17. JUNI 1953 e.V., Berlin (1.642).

Titel HB 2014Nr.055 –Einigkeit und Recht und Freiheit 15. 07. 2016

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Hoheneck: Start mit neuer Frauschaft

Zwönitz/Hoheneck/Stollberg, 14.07.2016/cw – Es ist vollbracht: Nach jahrelangen Auseinandersetzungen im Frauenkreis der ehemalige Hoheneckerinnen hat der vom Registergericht in Darmstadt eingesetzte Notvorstand am vergangenen Freitag in Zwönitz einen neuen Vorstand gewählt. Auf einer eigens zu diesem Zweck einberufenen Mitgliederversammlung wurde Regina Labahn aus Wülfrath (NRW) zur Vorsitzenden und Catharina Mäge (Berlin) zur Stellvertreterin gewählt. Weiter im Vorstand als Kassiererin: Inge Naumann (Hohnstein/Sachsen); als Schriftführerin: Monika Schneider (Berlin); als BeisitzerIn (im erweiterten Vorstand): Edith Fiedler (Berlin) und Birgit Krüger (Berlin).

Die neue Vorsitzende des Frauenkreises: Regina Labahn -Foto: LyrAg

Die neue Vorsitzende des Frauenkreises: Regina Labahn – Foto: LyrAg

Mit Inge Naumann wurde eine ehemalige Vorsitzende wieder in den Vorstand gewählt. An deren Abwahl im Jahr 2012 hatten sich ursprünglich die Auseinandersetzungen entzündet. Naumann war in der Folge aus dem Verein ausgetreten, war aber vom Registergericht im Mai d.J. in den zunächst dreiköpfigen Notvorstand berufen worden.

Über die Versammlung selbst und deren Ablauf hüllt sich der neue Vorstand bislang in Schweigen. So ist bislang nicht bekannt, wie viele der noch rund 60 Mitglieder des Vereins eingeladen wurden und wie viele Frauen der Einladung gefolgt waren, also an den Wahlen teilgenommen haben. Dieses Verhalten steht in einem deutlichen Kontrast zu der einst geübten Kritik am seinerzeitigen Vorgehen des vormaligen Vorstandes, wie kritische Beobachter vermerken. Dem Vorstand war u.a. mangelnde Transparenz bei den Wahlen 2012 vorgehalten worden.

Mit der erfolgreichen Wahl hofft der neue Vorstand auf ein Ende der langanhaltenden Krise um den Verein. Er will sich nun aktiv in die Gestaltung der Gedenkstätte in Hoheneck einbringen und die „aufgebrochenen Wunden“ unter seinen Mitgliedern durch eine „kompetente und konsequente Arbeit“ des Vorstandes schließen. Die neue Vorsitzende Regina Labahn hatte als Sprecherin der Frauen, die gegen die 2013 satzungswidrig beschlossene Auflösung des Vereins erfolgreich geklagt hatten, durch den langen juristischen Rechtsstreit geführt.

Auch im Förderverein Notvorstand

Auch der Förderverein Gedenkstätte Hoheneck in Stollberg hat einen Notvorstand, der jetzt vom Registergericht in Chemnitz ebenfalls mit dem Ziel eingesetzt wurde, ordentliche Wahlen zum Vorstand durchzuführen. Der Förderverein war unter seinem bisherigen Vorsitzenden Dietrich Hamann (Stollberg) nach dessen Rücktritt und unter bestrittenen Umständen erfolgten Wiederwahl ebenfalls in Turbulenzen geraten. Die Große Kreisstadt Stollberg hatte daraufhin unter Oberbürgermeister Marcel Schmidt die Realisierung der Gedenkstätte vorerst an sich gezogen, um das Projekt nicht zu gefährden.

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Stiftung in Bonn: Leistungen für DDR-Häftlinge bleiben erhalten

 Bonn/Berlin, 14.07.2016/cw – „Personen mit weniger als 180 Tagen Haftzeit erhalten bei Vorliegen einer wirtschaftlichen Bedürftigkeit weiterhin Leistungen bei der Stiftung für ehemalige politische Häftlinge in Bonn.“ Dies bestätigte das Bundesinnenministerium (BMI) auf eine Anfrage der Vereinigung 17. Juni 1953 in Berlin. Vorstandsmitglied Tatjana Sterneberg hatte Grund für ihre Nachfrage. Nach Veröffentlichungen im Internet war der Eindruck entstanden, dass die Stiftung ihre bisherigen Leistungen an bedürftige Opfer der zweiten Diktatur mit einer Schlusszahlung (bis zu 3.000 Euro) einstellen würde. Danach wären nur noch Antragstellungen bis zum 30.06.2016 möglich gewesen. Diese Information hatte zu erheblicher Unruhe bei Betroffenen und zu Rückfragen auch bei der Vereinigung 17.Juni geführt. Der Verein führt im Rahmen seiner sozialen Arbeit auch Beratungen für Hilfesuchende durch. Diese Arbeit erfolgt seit dem Mauerfall ohne staatliche Unterstützung auf rein ehrenamtlicher Basis.

Nun stellte das Innenministerium klar: „Die Änderung des HHG betrifft ausschließlich Personen, die nach dem zweiten Weltkrieg außerhalb des SBZ/DDR-Gebietes in Gewahrsam genommen wurden und Leistungen nach § 18 HHG erhalten.“

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Erneut Strafantrag gegen VOS-Vorstandsmitglied

Berlin, 14.07.2016/cw – Gegen ein Vorstandsmitglied der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) ist erneut Strafantrag bei der Berliner Staatsanwaltschaft gestellt worden. Nach Informationen der Redaktion begründet ein Mitglied der VOS seine Anzeige damit, dass das betroffene Vorstandsmitglied als Geschäftsführer, Schatzmeister und vormaliger stv. Bundesvorsitzender die Vorenthaltung von Sozialbeiträgen an die Rentenversicherung persönlich zu verantworten habe. Seine Darstellung vor dem Sozialgericht im März diesen Jahres, er habe diese Vorenthaltung nicht vorsätzlich, sondern aus Unkenntnis der gesetzlichen Bestimmungen im Rahmen seiner ehrenamtlichen Tätigkeit allenfalls fahrlässig gehandhabt, sei wissentlich falsch. Schließlich, so der Anzeigeerstatter, weise sich das Vorstandsmitglied selbst als Diplom-Kaufmann und Finanzmakler aus. Die Einlassungen des überdies früher als Bankkaufmann in leitender Stellung (nach eigenen Angaben als Filialleiter) in einer Stasi-Sparkasse* tätig gewesenen Finanz-Fachmannes vor dem Sozialgericht seien daher als schlicht falsch einzustufen.

Als Motiv für seinen Strafantrag gibt das VOS-Mitglied an, er sei empört, mit welcher Dreistigkeit ein persönliches Fehlverhalten und eine wahrscheinliche Pflichtverletzung jetzt auf dem Rücken der Mitglieder bereinigt werden solle. Mit schon penetrant wirkenden Spendenaufrufen soll durch die Mitglieder die durch persönlich zu verantwortende Fehler entstandene finanzielle Schieflage des Vereins ausgebügelt werden. Vor einigen Jahren hatte bereits das Finanzamt für Körperschaftssteuer in Berlin dem Verein bescheinigt, dass die Gemeinnützigkeit gefährdet sei. Das Finanzamt hielt einigen Vorstandsmitgliedern vor, diese hätten persönlich zu verantwortende Gerichts- und Anwaltskosten aus der Vereinskasse bezahlt statt diese selbst zu begleichen.

Anzeigeerstatter und Angezeigten verbinden einstige Funktionen im VOS-Verein: Beide waren in der Vergangenheit Bundesvorsitzende des ältesten und einst größten Verfolgtenverbandes.

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* Die „Stasi-Sparkasse“ wurde bereits in einigen Publikationen erwähnt, so im DER SPIEGEL, Nr. 93 vom 1.03.1993: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13687998.html

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UOKG: CDU baut Einfluss auf Diktatur-Opfer aus

Berlin, 14.07.2016/cw – Der seit Herbst letzten Jahres amtierende UOKG-Vorsitzende Dieter Dombrowski (CDU) baut den Einfluss seiner Partei auf die Organisationen der Diktatur-Opfer offenbar konsequent aus. Der Politiker, auch Vizepräsident des Landtages in Brandenburg, installierte jetzt als Pressesprecher der Dachorganisation Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft den CDU-Jungpolitiker aus Potsdam, Joshua Acheampong (22). Dies geht aus einer Mitteilung auf der Internetseite „politik & kommunikation“ (http://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/acheampong-ist-pressesprecher-der-uokg-1277408203 ) hervor, nach der Acheampong „seit dem 1.Juli Pressesprecher“ der UOKG ist: „In dieser Position wird er den Verband in den Bereichen der Politischen Kommunikation, PR und Pressearbeit unterstützen. Er berichtet an den Vorstand um den Bundesvorsitzenden Dieter Dombrowski (CDU). Die UOKG ist der Dachverband von mehr als 30 Opferverbänden, Menschenrechtsorganisationen und Aufarbeitungs-initiativen aus dem Osten und Westen Deutschlands,“ heißt es in der Verlautbarung.

Der neue Presssprecher der UOKG

Der neue Presssprecher der UOKG

Der Student für Politik, Verwaltung und Organisation an der Universität Potsdam, hat bereits eine steile politische Karriere in der Partei zurückgelegt. Seit seinem 16.Lebensjahr ist er Mitglied der CDU und der Jungen Union. Nach seinem Schulabschluss 2013 absolvierte der Jungpolitiker zunächst ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Bereich des Rettungsdienstes und hospitierte bereits ab 2014 als studentischer Mitarbeiter im Berliner Büro des Parlamentarischen Staatssekretärs und Bundestagsabgeordneten Hans-Jochim Fuchtel. Der ursprünglich aus Calw/Freudenstadt stammende nunmehrige Pressesprecher war dort Mitgliederreferent im Kreisvorstand der JU und stv. Vorsitzender des Gebietsverbands Nord-West-Oberes Enztal, bis zum Studienbeginn außerdem für kurze Zeit bereits Mitglied im Gemeinderat. Der Beisitzer im CDU-Ortsverband Bad Wildbad ist seit Aufnahme seines Studiums in Potsdam auf Anhieb zum Vorsitzenden des Rings Christlich Demokratischer Studenten (RCDS) an der Uni Potsdam gewählt worden, dessen stv. Landesvorsitzender Acheampong seit 2016 ist.

Die UOKG selbst hat ihren neuen Pressesprecher erst heute öffentlich gemacht, nachdem auf der Seite des Verbandes seit einiger Zeit der Posten unbenannt war Dies verwundert Insider insoweit, als erst im Frühjahr als Pressesprecher der Journalist Eike Kienecker auf der UOKG-Seite präsentiert worden war. Allerdings war Kienecker wie jetzt sein überraschender Nachfolger ohne vorherige Information der Mitglieder installiert worden (Siehe auch: https://17juni1953.wordpress.com/2016/03/16/uokg-holt-profi-fuer-presse-und-information/).

Daher sind auch die Gründe für den schnellen Wechsel in der Sprecher-Funktion nicht bekannt.

Auch die VOS fest in CDU-Hand

Der bislang grösste und älteste Verein der Diktatur-Opfer, die Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) ist seit Jahrzehnten ebenfalls fest in der Hand von Mitgliedern der CDU. War die Union in den fünfziger Jahren bis zum Ende der DDR aufgrund ihrer klaren Linie gegenüber den Opfern der zweiten Diktatur fast natürlicher Partner der SED-DDR-Verfolgten, verwundert Insider diese Treue und die Hinnahme des jetzigen Ausbaus des Einflusses der Partei. Die heutige CDU habe sich längst von den berechtigten Interessen der einstigen Verfolgten abgewandt, stellen Kritiker fest. Aktuelles Beispiel sei die skandalöse Rolle der CDU in Sachen „Rentenbetrug“. Die Union hatte zusammen mit dem ursprünglichen Antragsteller SPD erneut einen durch GRÜNE und LINKE eingebrachten Antrag auf Rücknahme einer Gesetzesänderung im Bundestag abgelehnt, nach der einstige Flüchtlinge aus der DDR entgegen ursprünglicher Zusagen und Praxis mit Rentnern der DDR gleichgestellt worden waren.

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UOKG jetzt Familienbetrieb?

Berlin, 14.07.2016/cw – Dieter Dombrowski, UOKG-Vorsitzender, ist bereits als CDU-Politiker in Brandenburg durch seine oft hemdsärmelige Politik bekannt geworden. Jetzt setzt er sich zunehmend, offensichtlich ohne großen Widerstand, mit seine Vorstellungen auch in der UOKG durch. So wurde heute, 14.Juli, bekannt, dass seine Ehefrau Petra, ebenfalls  CDU-Politikerin in Brandenburg, neuerdings als Projektmanager(in) im Dachverband installiert wurde. Petra Dombrowski ist für die CDU Vorsitzende des Ortsbeirates in Bahnitz, Milower Land.

Kommentar:

Es reicht

Nach den Turbulenzen in der UOKG, ausgelöst durch den Dombrowski-Vorgänger und spirituellen Prediger Rainer Wagner, erwarteten nicht nur die Mitglieder des Dachverbandes durch die Wahl des Politprofis Dombrowski zum Vorsitzenden Ruhe und Professionalität. Jetzt, ein gutes Jahr nach dem Rücktritt Wagners, sehnen sich bereits erste Mitglieder nach dem Prediger aus Neustadt zurück. Grund ist der selbstherrlich wirkende Durchgriff des Brandenburger CDU-Politikers auf die Struktur des Dachverbandes, ohne offenbar die Mitglieder einzubeziehen.

So erfuhren diese im Frühjahr und erst nach der Mitgliederversammlung im März d.J. durch eine entsprechende Veröffentlichung auf der UOKG-Seite im Internet von der Installation eines Pressesprechers. Auch über den vermutlichen Rücktritt (?) oder Absetzung (?) von Eicke Kienecker erfuhren die Mitglieder erst durch die Bekanntgabe von Joshua Acheampong als Pressesprecher über ein anderes Portal (politik&kommunikation), ehe der Dachverband diese neuerliche Personalie am 14.07. veröffentlichte.

Eine weitere, allerdings nach Skandal riechende Personalie wurde heute ebenfalls bekannt gegeben (http://www.uokg.de): Dombrowskis Ehefrau wurde offenbar in den Apparat des Dachverbandes als „Projektmanager(in)“ integriert. Die möglichen (finanziellen) Bedingungen sind derzeit nicht bekannt. Andernorts mussten sich schon ganz andere Persönlichkeiten aus der Politik unangenehmen Fragen wegen der Verquickung zwischen familiären Strukturen und politischen Ämtern stellen oder gar ihren Abschied nehmen. Zweifellos hat sich Dombrowski gewisse Meriten erworben, zum Beispiel im Brandenburger Landtag oder als Vorsitzender des Menschenrechtszentrum in Cottbus. Mit dem unsensiblen, ja dreist wirkenden Einbau seiner Politiker-Ehefrau in die UOKG-Organisation scheint er aber jetzt den Bogen zu überspannen. Es reicht!

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Hinweis: Die bisherigen Ausgaben des Hohenecker Boten können unter http://www.17juni1953.de abgerufen oder direkt bei der Redaktion gegen Kostenbeitrag bestellt werden (Redaktion: Siehe Impressum). Die Vereinigung 17. Juni 1953 e.V. hat der Redaktion Gastrecht auf der Homepage eingeräumt, der Verein ist für die Inhalte nicht verantwortlich. Namentlich gezeichnete Artikel geben die Meinung des/der Verfasser/Verfasserin wieder (1.133)
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Hoheneck/Stollberg, 11.07.2016/cw – Zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde auf dem Aktionstag in Hoheneck die Begegnung mit der 93jährigen Anne-Rose Matz-Donath. 1948 vom sowjetische NKWD verhaftet und von einem Sowjetischen Militärtribunal zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt, verbrachte die einstige Journalistin (u.a. Deutsche Welle)  fast 12 Jahre Gefangenschaft im „Roten Ochsen“ in Halle, im „gelben Elend“ in Bautzen, im ehemaligen Nazi-KZ Sachsenhausen, in Brandenburg-Görden und im Frauenzuchthaus Hoheneck.

Die Grand Dame der ehemaligen Hoheneckerinnen war eigens aus ihrem Alterssitz in Bonn zu dem Treffen in Hoheneck angereist, um im Rahmen eines Zeitzeugenforums vor ca. 60 Besuchern über das Drama aus ihrer eigenen Lebensgeschichte zu berichten.

Alter Konflikt wurde schmerzlich sichtbar

Allerdings brach hier ein alter Konflikt zwischen den einstigen SMT-Verurteilten und den späteren, durch die DDR-Justiz verurteilten Frauen aus. Matz-Donath erklärte ziemlich unverblümt: „“Ich sitze hier am falschen Tisch. Über das, was ihr hier erzählt, könnte ich fast lachen.“ Eine Äußerung, die schmerzlich  die differenzierte Haltung der SMTler gegenüber den DDR-Verurteilten skizzierte  und dennoch die Leiden der in den nachfolgenden Jahrzehnten inhaftierten Frauen unzulässig verharmloste.

Matz-Donath versuchte, diesen Unterschied zwischen den Haftgruppen zu begründen: Sie sei unschuldig und plötzlich verhaftet worden. Sogen. Republikflüchtlinge aber wußten, dass sie eine unter Strafe gestellte Handlung begingen und hätten sich gewissermaßen darauf einstellen können.

Während sich dieser Konflikt allein aus Altersgründen wohl nicht mehr lösen lässt, versuchten die weiteren Zeitzeuginnen Catharina Mäge, Edith Fiedler und Inge Naumann unter der Moderation von Regina Labahn, den gespannt lauschenden Zuhörern den Alltag in Hoheneck bis zum Ende der DDR zu erläutern. In anschließenden Führungen durch die im  Umbau befindliche ehemalige Haftanstalt wurden diese Berichte eindrücklich an den einzelnen Orten der einstigen Gefangenschaft vertieft.

Zu Beginn des Aktionstages gedachten  die Frauen am Gedenkstein vor den Toren des einstigen Frauenzuchthauses der toten, in der Haft verstorbenen Kameradinnen. Nach der sogen. Wende waren auf dem Boden der Haftanstalt diverse Urnen verstorbener Frauen aufgefunden worden, die skandalös nach dessen Tod dort deponiert worden waren. Die Urnen wurden danach in einem feierlichen Akt in einem Ehrengrab auf dem Friedhof in Chemnitz beigesetzt.

Ergebnis der durchgeführten Neuwahlen noch offen

Über die einen Tag zuvor in Zwönitz durchgeführten Neuwahlen, mit denen nach jahrelangen Auseinandersetzungen ein neuer Vorstand für den Frauenkreis der ehemaligen Hoheneckerinnen gewählt werden sollte, schwiegen sich die Teilnehmer an der Mitgliederversammlung bislang aus. Auch vom durch das Amtsgericht Darmstadt eingesetzten Notvorstand lag bis Redaktionsschluss kein Ergebnisbericht vor.

Siehe auch: http://www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGEBIRGE/STOLLBERG/Annerose-Matz-Donath-sass-als-gefaehrliche-Deutsche-ein-artikel9572386.php

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785 (1.132)

 

Kommentar von Edith Fiedler

Berlin, 5.10.2013/ef – Bitte, bitte, kneife mich jemand! Wo war ich, wo waren acht- bis zehntausend Frauen aus politischen Gründen denn eigentlich eingesperrt? Kaum zu glauben, was in den beiden Beiträgen: „Orden für Wunsch-Kinder“ und „Glückwunsch, Frau Stötzer“ zu lesen war. Ich bekam in Hoheneck keine Erdbeeren, sondern „Janata’s Gallendiät“ für RFler (Republikflüchtige). Ellen Thiemann berichtet über diese „Diät“ auch in ihrem Buch „Die Toten von Hoheneck“.  Wie sah die reale Versorgung aus?

Frühstück: 10 gr. Butter, Marmelade, 2 Scheiben saures Schwarzbrot. Von diesen knabberte ich die Rinde ab und gönnte mir noch zwei Stück Zwieback und strich darauf etwas Marmelade. Dazu holte ich mir mit einem  Alutrinkbecher aus einem großen Thermobehälter eine dunkle Flüssigkeit, genannt „Muckefuck“, die sehr merkwürdig schmeckte, aber heiß und abgekocht war. Die Butter und die restliche Marmelade wurde von Mahlzeit zu Mahlzeit geschoben und gesammelt für die gemeinsame „Knasttorte“ am Sonntag.

Rezept: 4 Zwieback kurz in Muckefuck titschen und auf  einen Teller legen. Darauf eine Schicht Marmelade, wieder und wieder schichtweise getitschten Zwieback und Marmelade. Im Alutrinkbecher etwas Schokolade und Butter,  angeschrägt unter dem Heißwasserhahn haltend, schmelzen und gut verrühren. Die entstandene Creme rund um den Zwiebackturm  mit einem kleinen Löffel mehrmals verstreichen. Fertig ist die „Knasttorte“.

Mittag: Wahlessen! Entweder nahm man es nicht an oder kippte es nach dem Probieren in den Abfallkübel. Der war immer sehr schnell voll und die Wachfrauen schimpften mit uns ob dieser „Vergeudung“. Einmal im Monat roch es zur Mittagszeit durch das ganze Haus nach „Hammel“.  Die Einen schrieen: „Hii“ und die Anderen: „Hmm“. Ich gebe es zu, ich freute mich auf Hammelgulasch und zwei Portionen. Seither habe ich es nie wieder gegessen.

Abendbrot: 10 gr. Butter, 20 gr. fettige Leber- oder Mettwurst, auch Streich – oder Stinkerkäse, Brotrinde und 2 Scheiben Knäckebrot. Zwieback und Knäckebrot kaufte ich mir an der Kioskluke von den monatlich zugeteilten 15.00 M für Eigenbedarf.

Erinnerungen an SS und Gestapo

Im März 1977 bekam ich durch die erwähnte „Diät“ erhebliche gesundheitliche Probleme. Meine Gesichtsfarbe war gelblich und ich meldete mich zum Arztbesuch. 48 Stunden später wurde ich aus dem Arbeitsraum abgeführt und dem Assistenzarzt Hauptmann Dr. Lange vorgeführt. Da stand er da in seiner militärischen „Herrlichkeit“. Dunkle Uniform des Strafvollzuges, die gespreizten Beine in plustierischen Stiefelhosen und schwarzen, gewienerten Schaftstiefeln, schwarzer Gürtel und glänzendes Koppelschloss. Ängstliche Erinnerungen aus meinen Kindertagen krochen in mir hoch. Erinnerungen an SS und Gestapo, die immer wieder mal hinter meinen Eltern her waren. Eingeschüchtert von dem für mich abstoßenden Anblick bat ich höflich um Wurstaustausch. Er schaute mich verduzt an, stemmte seine Arme in die Seiten, lachte mich aus und fragte mich, ob ich glaubte, in einem FDGB-Heim zu sein und mir die Kost aussuchen zu können. Ich hatte doch nur an etwas Quark oder eine Scheibe Hartkäse gedacht und erntete nichts als Hohn und Beschimpfungen…

In die Haftakte trug er damals ein: „1 Reistag“ und zwischen zwei dick gekritzelten Balken: „Äußerst freches Benehmen, um Wurstaustausch zu erreichen. Wurde abgelehnt!“ Der verordnete Reistag ist nie bei mir angekommen.

So war das in Hoheneck im Jahr 1977.

Wenn Gabriele Stötzer andere Erinnerungen an Hoheneck hat, an einen sogenannten erleichterten Strafvollzug, muß sie sich fragen lassen, womit sie die bevorzugte Behandlung verdient hatte. Vielleicht fallen ihre Schilderungen auch unter die Rubrik „schriftstellerische Freiheiten“, sind gar  Träume oder Wünsche, das Buch ein Kunstwerk?

Während meines  Aufenthaltes vom Okt. 1976 bis Nov. 1977 habe ich nichts von einem „erleichterten Strafvollzug“, gar von Zuwendungen paradiesischer Früchte gehört oder gesehen. Hoheneck war nach meinen Kenntnissen ein Frauenzuchthaus für Langstraferinnen, Gewaltverbrecherinnen und politischen Häftlingen des MfS. Für diese blieben  die geschilderten stötzerschen Zustände allenfalls Träume an eine Zeit „danach“.

Meine Erinnerungen decken sich eher mit denen vieler leidgeprüfter Frauen, die unter unmenschlichen Bedingungen in Hoheneck gedemütigt und entehrt wurden.

V.i.S.d.P.: Edith Fiedler, Berlin – Redaktion Hoheneck

Von Edith Fiedler

Eingangs darf ich die Wortbedeutung aus vorgestelltem Zitat anführen: Ruinieren (jemanden oder sich selbst) in den Ruin treiben, arm machen (vor allem finanziell oder geschäftlich), zugrunde richten (eine Sache) unbrauchbar machen, vernichten oder zerstören und zersetzen.

Zwanzig Jahre interessierten sich nur Wenige für das erlittene Leid der Frauen in Hoheneck. Auch „Bruder Rainer“ kam dies bisher nicht in den Sinn. Das brachte von oben nichts, keine Empfänge und keine Medaillen. Erst 2011, nach dem die Vorsitzende Inge Naumann mit dem Konzept von Tatjana Sterneberg und Wolfgang Holzapfel, den Altbundespräsidenten und in jenem Jahr amtierenden Bundespräsidenten, Christian Wulff, dazu bewegen konnten, die Stätte, die die Frauen „Hölle Hoheneck“ oder “ ein dunkler Ort“ nennen, zu besuchen und zu erleben, weckte dies verbreitet Begehrlichkeiten, Neid und  – leider –  die Lust zur Zersetzung.

Nicht Marcel Schmidt hat sein  Wort gebrochen

Nicht Marcel Schmidt, der Oberbürgermeister (OB) von Stollberg, hat sein Wort gebrochen, sondern die Damen, die an jener Veranstaltung „Das Frauenzuchthaus gestern – heute – morgen“ im Mai 2013 im Carl-von-Bach-Gymnasium in Stollberg, meist mit hängenden Köpfen im Präsidium saßen.

Edda Sch. und Mechthild G. verschwiegen, dass sie am nächsten Tag (also nach der zitierten Veranstaltung mit Marcel Schmidt) „mit rollenden Tränen“ den „Frauenkreis der ehemaligen Hoheneckerinnen e.V.“  zur Auflösung führen wollten. Die Dritte im Bunde, Constanze H., wollte den Verein gar nicht erst als „e.V.“  sehen, wie jetzt durch Akteneinsicht bekannt wurde.  Mit wem und auf wessen Kosten sollte danach der OB die Gedenkstätte realisieren?

Mit den Bestattern des Frauenkreises oder mit der freien „Fraueninitiative“ im Verein, die den Fortbestand durch einen mühsamen Klageweg vor dem AG Darmstadt erstreiten möchte?

Nun zu der Meldung des angeblichen Rücktritts des Vorsitzenden des 2. Fördervereins „Schloss Hoheneck“ in Stollberg, Dietrich H. Er versprach bei der Veranstaltung des Frauenkreises im Mai 2013 in Stollberg nicht, dass im Zellenhaus auch nur ansatzweise ein mindestens teilweiser Rückbau der Zustände in den Zeiten der SBZ und der DDR beabsichtigt sei. Das Objekt bliebe so, wie es nach dem Umbau zur JVA besenrein vom Land Sachsen verkauft und vom jetzigen Eigentümer für die Besichtigungen mit bunten Hochbetten in den Zellen ausgestattet wurden.

Wie sollen eigentlich in diesen baulich veränderten, geschönten Räumlichkeiten zukünftige Generationen nachvollziehen können, warum die ehemaligen Insassen das Gefängnis „Hölle Hoheneck“ nannten?

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Ich verstehe den OB von Stollberg, der zunächst einen Teil der Gebäudekomplexe für das Projekt „Lern- und Erlebniswelt Phänomenia“ für Kinder und Jugendliche verwirklichen möchte, weil dafür bereits Finanzmittel zur Verfügung stehen  und in nächsten Schritten – step for step – (hoffentlich nicht erst durch seinen Nachfolger) die Sanierungsaufgaben für eine Gedenkstätte umsetzen möchte (für die erst noch Finanzierungsmittel akquiriert werden müssen) .

Das werden zwar im negativen Fall die ehemals Inhaftierten der Jahrgänge vor 1940 kaum noch erleben, wie es sich der Vorsitzende des (zweiten) Fördervereins wünschte. Diese vom OB und dem Sonderstadtrat von Stollberg verschobene, aber nicht aufgegebene realistische Zeitschiene für die Errichtung einer  Gedenkstätte in der Burg Hoheneck führte aber wohl nicht zu einem Rücktritt des Vorsitzenden aus „Enttäuschung“.

Bereits bei der Buchlesung der Autorin Ellen Thiemann aus dem Buch, „Die Toten von Hoheneck“ in Stollberg am 04. Mai 2013 gab es Randgespräche mit Mitgliedern des Fördervereins, die  Differenzen mit dem Führungsstil ihres Vorsitzenden durchblicken ließen. Der Beschluss des Sonderstadtrates war offenbar nur ein Anlass für den Rücktritt und nicht der Grund.

Als ehemalige Hoheneckerin hoffe ich, daß die Auflösungserscheinungen im  Frauenkreis den engagierten OB nicht entmutigen. Es bleiben  genügend ehemalige Frauen von Hoheneck, die den Einsatz für eine Gedenkstätte goutieren und mit deren Unterstützung der Stadtrat von Stollberg nach wie vor rechnen kann.

V.i.S.d.P.: Redaktion „Hohenecker Bote“, Edith Fiedler / Berlin, 27.08.2013, Tel.: 030-30207785

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