You are currently browsing the tag archive for the ‘Der Tagesspiegel’ tag.

Für Sie im  Internet

Hier: Eine Information der Redaktion DER TAGESSPIEGEL:

„Wir müssen alles wissen“. Das war einer der Leitsätze von Stasi-Chef Erich Mielke. Er galt für das eigene Land, aber ebenso für das „Operationsgebiet“ – auch im Westteil Berlins und in der Bundesrepublik verfügte das MfS über ein dichtes Netz inoffizieller Mitarbeiter (IM). Eine Straßenkartei der Stasi verzeichnete akribisch, wo die West-Berliner Spitzel wohnten. In der Stasiunterlagenbehörde wird das Dokument derzeit systematisch ausgewertet. Der Tagesspiegel am Sonntag berichtet über das West-Berliner Spitzelnetz – und bildet es ab. Zu lesen ist von den Motiven der willigen Zuträger und darüber, wie die Tochter eines Spions aus dem Ruhrgebiet ihren Frieden mit ihrem Vater fand. Das alles auf einer Doppelseite in unserer Sonntagausgabe oder im ePaper unserer iPhone- und iPad-App bereits ab 19:30 Uhr.

Matthias Schlegel,  Politikredaktion

© 2012 DER TAGESSPIEGEL

Berlin, 23.02.2012/cw – Der einstige Pfarrer und DDR-Bürgerrechtler Hans-Jochen Tschiche, 1989 Gründungsmitglied des Neuen Forums, hat scharfe Kritik an der Nominierung Joachim Gaucks für das höchste Staatsamt geübt.

Gegenüber der Berliner Zeitung DER TAGESSPIEGEL (Autor: Matthias Schlegel) äußerte sich der einstige Leiter der Evangelischen  Akademie in Magdeburg nahezu erbost über seinen ehemaligen Kollegen im Pfarramt. So habe sich Gauck bei einer Preisverleihung in München mit den Geschwistern Scholl (die für ihren Widerstand gegen das NS-Regime zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden) vergleichen  lassen. Er, Gauck, „wurde noch nicht einmal schamrot“, führt Tschiche gegen den Kandidaten an, der „niemals zur DDR-Opposition gehört“ habe. Gauck reise vielmehr „ohne Skrupel“ auf dem Bürgerrechtler-Ticket durch die politische Landschaft. Tschiche: „Er ist kein Vater der protestantischen Revolution“, sondern gehöre zu denen, „die sie beendet haben“. Hans-Jochen  Tschiche war ebenfalls Abgeordneter in der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR und gehörte acht Jahre lang der Bündnisgrünen-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt als Fraktionsvorsitzender an.

http://www.tagesspiegel.de/politik/buergerrechtler-hans-jochen-tschiche-gauck-ist-die-falsche-person/6242562.html

Wird seine wilde Ehe zum Streitthema?

In  einem weiteren Artikel setzt sich die TSP-Autorin Antje Sirleschtov mit der Kritik an den Eheverhältnissen des nominierten Präsidenten-Kandidaten auseinander, ohne sich selbst in dieses heikle Thema einzubringen. Vielmehr stellt die Autorin den vielfachen Argumenten gegen die „ungeordneten Familienverhältnisse“ eines künftigen Präsidenten die Kritik an diesem „Wühlen in seinem Schlafzimmer“ gegenüber.

Skeptisch wird registriert, dass Gauck bereits vor seiner ersten Kandidatur die Heirat mit seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt öffentlich in Aussicht gestellt habe, ohne diese Absicht bisher umgesetzt zu haben. Auch könne man ja wohl erst heiraten, wenn man zumindest zuvor geschieden sei, oder? Pfui Teufel oder modern und zeitgemäß?

Bemerkenswert bleibt, dass sich langsam auch wieder Journalisten an ihre Pflichten erinnern und Fragen stellen, wo der Öffentlichkeit in lauter Euphorie die Fähigkeit zur Hinterfragung abhanden gekommen zu sein  scheint. „Gauck hat sich dazu entschieden, das höchste Staatsamt in der Republik zu übernehmen.“ Richtig. Das impliziert die Hinnahme, die Tolerierung kritischer Nachfragen, auch wenn es „nur“ um die Frage nach der künftigen First Lady und nicht um die Frage günstiger Kredite für das eigene Haus geht.

Diese Kritik mit den „Gauck bekannten Zersetzungsmethoden“ gleichzusetzen, wie das die einst kritische Zeitung DIE WELT erstaunlicherweise und trotzdem unflätig formuliert, ist nicht nur eine Beleidigung der Kritiker, zu denen immerhin ebenso einstige SED-Verfolgte wie einstige Bürgerrechtler gehören, diese Einordnung beleidigt auch posthum den großen Verleger und Zieh-Vater des einstigen Flagg-Schiffes des Medien-Konzerns Axel Cäsar Springer.

http://www.tagesspiegel.de/politik/joachim-gauck-wird-seine-wilde-ehe-zum-streitthema/6242016.html

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Tel.: 030-30207785 oder 0176-48061953

Berlin, 21.02.2011/cw – Die Opposition im Niedersächsischen Landtag will es jetzt genau wissen. Nach Presseberichten hat die SPD beim niedersächsischen Staatsgerichtshof Klage eingereicht um  die Frage klären zu können, ob die Staatsregierung unter Wulff wie unter seinem Nachfolger das Parlament belogen habe.

Eine von der SPD so nicht beabsichtigte Brisanz erhält der Vorgang durch heutige Presseberichte, nach denen auch der designierte Wulff-Nachfolger Joachim Gauck das Parlament, hier den Deutschen Bundestag, belogen hat. So schreibt DER TAGESSPIEGEL, Berlin, in seiner heutigen Ausgabe unter dem Titel „Der Wortbürger“ (Seite 3) unter anderem:

„Er (Gauck) hat seine Entscheidung (ehemalige Stasi-Mitarbeiter in der BStU zu beschäftigen) nicht nur verteidigt – mit der Notwendigkeit, die Wissensträger von gestern an der Aufarbeitung zu beteiligen. Er hat sie auch später noch gerechtfertigt. „Beim Bundesbeauftragten wurden am 1. Januar 1997 noch 15 ehemalige hauptamtliche Mitarbeiter des MfS als Angestellte bzw. als Arbeiter beschäftigt“, ließ er den Bundestag Ende der 90er wissen, obwohl die Zahl zu diesem Zeitpunkt weit höher lag. Gutachter haben später den Satz geschrieben: „Diese Auskunft war falsch.“ http://wikileaks.org/wiki/Stasi-in-bstu.pdf  Was, ins Politische übersetzt, nichts anderes heißen kann, als dass Joachim Gauck den Bundestag belogen hat. In Hannover hat eine Lüge vor dem Parlament gerade dazu beigetragen, Gaucks Vorgänger Christian Wulff aus dem Amt zu treiben.“ http://www.tagesspiegel.de/politik/praesidentschaftskandidat-joachim-gauck-der-wortbuerger/6232710.html

Brisantes BStU-Gutachten - bereits mehrfach im NET gesperrt...

 Was nun, SPD? Was nun, BILD (zum Beispiel)? Wie verträgt sich der moralische Anspruch, einen Präsidenten zum Rücktritt zwingen  zu müssen, weil er das Parlament belogen und eine zu große Nähe zu gewissen Geschäftsleuten gezeigt habe etc. mit dem jetzigen Totschweigen einer Parlamentslüge des Kandidaten, des „Präsidenten der Herzen“, mit dem geflissentlichen Übersehen seiner Nähe zu Wirtschaftsbossen? Das Foto von Christian Wulff mit Carsten  Maschmeyer und seiner attraktiven Monica Ferres kennt inzwischen  die ganze Republik. Es mußte als ein weiterer anrüchiger Beleg für die „mutmaßliche“ (Unschuldsvermutung!) Verkommenheit des Präsidenten herhalten. Das Foto Joachim Gaucks mit dem Ehepaar Ferres/Maschmeyer hingegen ist nur unter vielen Fotos im Internet auszumachen, hat hingegen  seinen Weg weder auf die (anklagenden) Vorderseiten noch sonst auf eine Seite in  den Druck-Medien gefunden.

Die „Text-Bild-Schere“, wie es einmal ein den Sozialdemokraten angehörender Journalist lässig seinen Zuhörern erklärte, funktioniert offenbar. So auch im sich kritisch gebenden TAGESSPIEGEL. Statt des angeführten Maschmeyer-Fotos wird unter dem Bild-Titel „Aufrecht stehen“ ein fast halbseitiges Fotos Joachim Gaucks vom Herbst 1989 in der Rostocker Marienkirche abgedruckt. Auch die kritische Anmerkung von der Lüge vor dem Bundestag wird nicht etwa unter dem Aufmacher „Der Wortbürger“ als Aufsatzmarkierung untertitelt, sondern brav im Gesamttext versteckt. Immerhin bleibt im Zweifelsfall so die Rechtfertigung, man habe doch sein Wächteramt ausgeübt und die kritischen Lebenspunkte des Kandidaten offen beleuchtet. Der kleine, aber entscheidende Unterschied: Christian Wulff gelangte mit seinen „Verfehlungen“ auf die Titelseiten und in die Aufmacher selbst. Joachim Gauck schafft es auch auf die Titelseiten, als umjubelter Wunschkandidat. Seine „Verfehlungen“ werden, wenn überhaupt, in den Texten der Innenseiten versteckt. Und die liest, erfahrungsgemäß, nur der Bürger intensiv, der ohnehin weiß, was gespielt wird.

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785

September 2021
M D M D F S S
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930  

Blog Stats

  • 755.811 hits

Um neue Beiträge per E-Mail zu erhalten, hier die E-Mail-Adresse eingeben.

Schließe dich 129 anderen Followern an