You are currently browsing the tag archive for the ‘Buddhisten’ tag.

Ostern 2015

Foto: LyrAg 2009

Foto: LyrAg 2009

Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde DEIN Name
als Jahwe, als Gott oder Allah.
DEIN Reich möge kommen
und uns in unserer Unvollkommenheit erleuchten.
DEIN Wille, nicht unser Wille, geschehe
wie bei DIR im Himmel, so bei uns auf Erden.
Das tägliche Brot erbitten wir
für alle Menschen auf dieser Erde,
ob sie Juden, Christen, Muslime,
Buddhisten, Hindus oder Andersgläubige,
ob sie weiß, schwarz, braun oder gelb sind.
Vergib uns HERR unsere Schuld
gegenüber unseren Nächsten in dem Maße,
wie wir bereit sind, denen zu vergeben,
die uns Leid zugefügt haben.
Verweigere uns die Versuchung,
uns über andere Menschen zu erheben.
Wir bitten DICH um Erlösung von allem Bösen,
mit dem wir andere in Wort oder Tat verletzen.
Denn DEIN ist auch unser Reich,
DEIN ist auch die uns verliehene Kraft,
DEIN ist auch die Herrlichkeit
unseres von Dir verliehenen Lebens
bis hin in DEINE Ewigkeit. Amen.

Tag für Tag - Für alle Menschen... - Foto: LyrAg

Tag für Tag – Für alle Menschen… – Foto: LyrAg

Wir wünschen allen Freunden und Kameraden, aber auch allen Menschen, die glauben, uns feindlich gesinnt sein zu müssen, ein frohes und gesegnetes Osterfest. Möge uns alle die Einsicht leiten, dass wir alle Menschen sind, denen nur ein Leben auf dieser wundervollen Erde geschenkt wurde. Bedenken wir, das auch wir sterben müssen, ob reich oder arm, groß oder klein, weiß oder schwarz, ob Christ, Jude, Muslim, Buddhist oder auch Ungläubiger, auf das wir klug werden und die Chancen, die uns auf Zeit verliehen wurden, nutzen.

Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V.
und Redaktion Hoheneck

Politisch Verfolgte als „Knechte Satans“ diffamiert

Berlin, 7.07.2013/cw – Alles hat er aufgeboten, um dem schlimmen Verdacht zu widersprechen, religionsfeindliche, gar antisemitische Äußerungen formuliert zu haben.

Als Leiter der Stadtmission in Neustadt an der Weinstraße hatte er im  dortigen „Stadtmissionsbrief“ schwadroniert, „Juden, Heiden und Nichtchristen“ sind „Knechte Satans“. Dem Islam warf er vor, einen  erfundenen Allah zu verehren und in Mohammed einen  falschen Propheten  zu haben. Auch Buddhisten und Hindus bekamen den religiösen Bannstrahl des „Ayatollahs aus Neustadt“, wie er seither auch schon benannt wird, zu spüren.

Rainer Wagner ist aber nicht nur Leiter der Stadtmission, sondern auch Vorsitzender der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG). Diese ehrenamtliche Funktion verträgt sich wohl schlecht mit den religiösen Eifererfloskeln. Und so verteidigte sich der durch die Kirche Rheinland ordinierte Prädikant im  Wesentlichen damit, dass seine Äußerungen ausschließlich theologisch begründet gewesen seien und darum nichts mit seiner durchaus politischen Funktion als UOKG-Vorsitzender zu tun  hätten. Sogar eine im Übrigen gefahrlose Selbstanzeige bei der Staatsanwaltschaft wurde bemüht, um seine umstrittenen Äußerungen rechtlich abzusichern. Denn  die Staatsanwaltschaft Frankenthal hatte bereits vor Jahren in dieser Sache „Religionsfreiheit“ attestiert und eine strafrechtliche Würdigung abgelehnt. Nach dem Grundsatz „in dubio pro reo“ folgten auch die UOKG-Verbände ihrem Vorsitzenden und sprachen  ihm das Vertrauen aus.

Auch Tatjana Sterneberg ein Knecht Satans

Am vergangenen Wochenende verließ Wagner wohl diese eisern verteidigte Linie und ging zwei ehemalige politische Häftlinge in einer Pause der von der Stiftung Aufarbeitung geförderten UOKG-Veranstaltung frontal an. Ausgerechnet im einstigen  Zentrum der Stasi erklärte er der bekannten ehemaligen Hoheneckerin Tatjana Sterneberg, auch sie sei ein „Knecht Satans“, weil sie sich nicht bekehren ließe. Dem Vorsitzenden der Vereinigung 17. Juni attestierte er, ebenfalls ein „Knecht Satans“ zu sein, weil dieser nicht bereue. Wagner bestätigte auf Befragen mehrfach dieses Urteil und erwiderte auf die Frage, ob diese Äußerung zitiert werden dürfe: „Sie können das gerne zitieren, aber nur im Zusammenhang, sonst müsste ich Sie als Lügner bezeichnen.“ Der Zusammenhang:

Nach einem Vortrag des Psychotherapeuten und Liedermachers Karl-Heinz Bomberg hatte Tatjana Sterneberg die anschließende Pause genutzt, um Wagner auf die Bibelstellen anzusprechen, die er als Beleg für seine kritisierten Äußerungen über die „Knechte Satans“ angegeben hatte. Sterneberg meinte, diese Stellen würden mit „keinem Satz“ seine hetzerischen Äußerungen untermauern.

Rainer Wagner entgegnete, die zitierten Verse würden sehr wohl Aussagen über die Erbsünde, der wir alle unterliegen, machen. In  diesem Sinne sei auch sie, Tatjana Sterneberg, „ein Knecht Satans“. Es sei seine Pflicht als Seelsorger, ihr diese Wahrheit so ungeschminkt und offen zu sagen.  Auf die Frage nach der Begründung führte Wagner aus, Sterneberg ließe sich nicht bekehren. Nachdem er den entfernt sitzenden Vorsitzenden der Vereinigung 17. Juni „einen  Lügner“ genannt hatte, stellte ihn  der einstige Bautzen-Häftling zur Rede und fragte Wagner direkt, ob er ihn, Holzapfel, auch als „Knecht Satans“ bezeichnen würde. Der Neustädter Ayatollah antwortete mehrfach bejahend, auch Holzapfel sei „ein  Knecht Satans“, weil er nicht bereue, ohne diese Feststellung näher zu begründen. Holzapfel, der sich erschrocken zeigte über diese „Diffamierung“ durch einen  „Seelsorger“, fragte, warum er, Wagner, niemals seine „theologischen Thesen“, wie vor der Veröffentlichung erbeten, erläutert hätte. Möglicherweise wären dadurch Debatten im Internet vermieden worden. Wagner: „Ich schreibe nicht in  Ihrem Forum.“

Joachim Gauck: Wagner trifft staatspolitische Entscheidungen

Der UOKG-Chef hatte zuvor der staunenden Versammlung am Sonntagvormittag berichtet, kein Geringerer als der Bundespräsident selbst habe jüngst auf einem „Staatsakt“ für Zeitzeugen des 17. Juni im Schloss Bellevue, zu dem er auch eingeladen war, zu seiner Überraschung gesagt, der UOKG-Vorsitzende treffe sogar „Staatspolitische Entscheidungen.“ Wagner habe ihm (Gauck) im Vorfeld seiner (zweiten) Kandidatur einen Brief geschrieben und ihn dringend gebeten, für das Amt zu kandidieren. Dieser Brief habe schließlich den Ausschlag für seine, Gaucks, Entscheidung gegeben, sich einer erneuten Kandidatur zu stellen.

Wagner führte aus, wie sehr ihn  diese „öffentlichen Äußerungen“ bewegt hätten. Bewiesen diese doch auch, wie sehr die UOKG an Bedeutung gewonnen hätte, nachdem der Verband vor Jahren praktisch „am Boden gelegen“ und „kurz vor der Auflösung“ gestanden habe.

Ob der Bundespräsident, den Wagner als „Bruder“ bezeichnete, über dessen quasi zweite Funktion  als Ayatollah von Neustadt informiert war, ließ Wagner (natürlich) offen. Dass er möglicherweise den Bundespräsidenten durch die dargestellte Nähe zum Staatsoberhaupt mit seinen Thesen in Schwierigkeiten bringen könnte, scheint den theokratischen  Fanatiker von der Weinstraße wenig zu berühren. Die ausbleibende öffentliche Kritik an diesen Äußerungen und seine jüngste (erneute) Einladung in den Präsidentensitz scheint ihn darin zu bestärken, das einem überzeugten  Ayatollah alles möglich ist, selbst die religiös begründete Diffamierung anderer Religionen, einschließlich der Juden.

Der Ordnung halber sei noch einmal darauf hingewiesen, dass Wagner einkömmliche Reisen in das Land Abrahams nach Israel organisiert und durchführt und selbst in seinen Äußerungen keine Diffamierung, sondern eine theokratisch begründete Einstufung von Nicht-Christen in die Erbsünde sieht. Warum er diese harschen, von ihm theologisch begründeten Äußerungen nunmehr auch in Versammlungen der UOKG trägt, bleibt bislang sein Geheimnis. Das wiederum erscheint „den Knechten  Satans“ erklärungsbedürftig.

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785

 

Berlin, 22.11.2012/hobo – Die Evangelische Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) hat den Prediger der Stadtmission Neustadt a.d. Weinstraße, Rainer Wagner, „aufgefordert, sich künftig gegenüber anderen Religionen oder Lebensweisen so zu äußern, dass jeglicher Eindruck von Diskriminierung Anderer vermieden wird.

Kirchenrat Wolfgang Schumacher teilte dem Hohenecker Boten in einem Schreiben vom 20.11.2012 im Auftrag des Kirchenpräsidenten Christian Schad auf Anfrage mit, die Landeskirche sehe „keine Möglichkeit, Herrn Wagner disziplinarisch zu belangen.“ Herr Wagner wurde „jedoch in seiner Aufgabe als ordinierter Prädikant unser Landeskirche“ zu vorstehender Zurückhaltung bei seinen künftigen  Äußerungen aufgefordert.

Einstellung des Verfahrens ein  Freibrief?

Wagner war als gleichzeitiger Vorsitzender der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) wegen  seiner im  monatlich erscheinenden Stadtmissionsbrief verbreiteten Äußerungen in  die Kritik geraten. Dort hatte er u.a. gegen  die Errichtung einer Moschee am Stadtrand von Neustadt postuliert, (Der islamische Gott) „Allah ist eine Erfindung und Mohammed sein falscher Prophet.“ In gleicher Tonlage griff er Buddhisten und Hindus in der Umgebung seiner Stadtmission an, die „Götzen“ verehrten und einem „Geisterkult“ huldigten. Bereits früher hatte der Stadt-Prediger „Juden (u.a.) als Knecht Satans“ bezeichnet (siehe u.a. WIKIPEDIA > „Rainer Wagner“). Auch der Umgang der Evangelischen Kirche mit Homosexuellen provoziere die „Spaltung der Kirche“, formulierte Wagner und sprach sich in diesem Zusammenhang für die „Umkehr von der Sünde“ aus.

Seine Kritiker werfen dem UOKG-Vorsitzenden nun  vor, die Einstellung eines seinerzeitigen Ermittlungsverfahrens „wegen  Volksverhetzung“ nicht als Mahnung  sondern offenbar als Freibrief  empfunden zu haben, „mit der Bibel begründete Hetze“ ungestraft fortsetzen zu können. Die Staatsanwaltschaft Frankenthal hatte seinerzeit in der Einstellungsverfügung attestiert, die Äußerung Wagners (über die Juden u.a.) sei „von der Religionsfreiheit“ gedeckt.

Mit der gleichen Begründung wurde nun ein aktuelles Ermittlungsverfahren (nach einer Selbstanzeige Wagners wegen „Volksverhetzung“) wegen dessen Äußerungen zum Islam, zu Buddhisten  und Hindus ebenfalls eingestellt.

Akzeptanz radikaler Äußerungen

Wagner hatte diese Einstellung am Wochenende auf der Mitgliederversammlung der UOKG in Berlin genutzt, Kritiker an seinen Äußerungen „als Lügner“ zu diffamieren und die Vertrauensfrage gestellt. Rund zwei Drittel der Verbandsmitglieder sollen am Wochenende erschienen sein und  („offenbar mangels vorgelegter Sachinformationen“) mit 21 zu 2 Stimmen ihrem Vorsitzenden das Vertrauen ausgesprochen haben, was ein  zwiespältiges Echo fand. So erklärten Teilnehmer gegenüber unserer Redaktion, der Dachverband hätte mit der „kritiklosen Hinnahme der skandalösen Äußerungen Wagners“ den Verfolgten  der SED-Diktatur „einen Bärendienst“ geleistet. Denn nun könne „straffrei behauptet werden, die UOKG unterstütze extremistische, islam- und religionsfeindliche Positionen.“ Auch sei die durch die Vertrauensabstimmung dokumentierte „Akzeptanz dieser diskriminierenden Äußerungen und des dadurch gegebenen Verstoßes gegen  die eigene Satzung (§ 1)* ein fatales Signal an Extremisten in unserem Land,“ die sich künftig nicht nur auf den Vorsitzenden, sondern „durch die Abstimmung auch auf den ganzen  Verband“ berufen könnten.

Bis heute keine inhaltliche Stellungnahme

Rainer Wagner selbst hatte die Veröffentlichung seiner umstrittenen Äußerungen durch die Ablehnung einer Stellungnahme oder Richtigstellung provoziert. Auch in der letzten UOKG-Versammlung nahm er nach Angaben von Teilnehmern zu seinen Äußerungen inhaltlich keine Stellung, obwohl seine Kritiker zumindest eine „Distanzierung oder zumindest Klarstellung“ erwartet hatten. Auch der Redaktion ist bis heute eine inhaltliche Auseinandersetzung des UOKG-Vorsitzenden mit seinen Äußerungen   nicht bekannt.

*Anmerkung: §1, Satz 2 der UOKG-Satzung lautet: „Die UOKG tritt mit aller Entschiedenheit gegen linken und rechten Extremismus, sowie Antisemitismus ein. Dies setzt sie auch bei allen Mitgliedsverbänden voraus.“

V.i.S.d.P.: Redaktion „Hohenecker Bote“, Tel.: 030-30207778, hohenecker.bote@gmail.com

Dieser Artikel wurde aufgerufen aus: Germany, Switzerland, Spain, Austria, United States, Italy, Russian Förderation, Netherlands, Canada, Luxembourg, Algerien, Chile.

Berlin, 14.11.2012/cw – Die anhaltende Kritik an den Juden- und Religionsfeindlichen Bibel-Exegesen des Predigers Rainer Wagner werden vermutlich auf der bevorstehenden Mitgliederversammlung des Dachverbandes der SED-Opferverbände UOKG am Wochenende in Berlin debattiert werden. Das erfuhr unsere Redaktion aus Kreisen der Mitglieder.

Umstrittene Bibel-Exegesen des Predigers Rainer Wagner (Auszug)

Rainer Wagner hatte in Ausgaben des monatlich erscheinenden Missionsbriefes der von ihm geleiteten  Stadtmission in Neustadt an der Weinstraße unter Herbeiziehung entsprechender Bibelstellen verbreitet, der „Jude (u.a.) sei ein Knecht Satans“ (siehe auch WIKIPEDIA / Rainer Wagner), Allah sei ein Götze und „Mohammed sein falscher Prophet“, die Buddhisten (in der Umgebung von Neustadt) betrieben „Geisterkult“ und Hinduisten verehrten ihre „Dämonen“ als „Götzen“. Inzwischen zeigen diese Thesen im Umfeld von Neustadt zumindest indirekt Wirkung. Auf einer Internet-Plattform im Raum Neustadt wird unverhohlen gefordert, „Schweine durch die Moschee“ zu treiben. Wer das religiös-bestimmte Verhalten von Muslimen zu dieser Tierart kennt, weiß die brisante Beleidigung des Islam richtig einzustufen. Der Leiter der Stadtmission hatte mit seinen Thesen gegen die Errichtung der Moschee nahe Neustadt Stellung bezogen.

Die Kritik an den teilweise auch im Internet verbreiteten Äußerungen entzündet sich vornehmlich an Wagners Position als bundesweiter Chef des Dachverbandes der DDR-Opfer-Vereine, was die Kritiker für unvereinbar halten. Auch wird Wagner vorgeworfen, dass er seit Beginn der Vorwürfe zwar heftige Anklagen gegen seine Kritiker verbreite, bisher aber „mit keiner Silbe“ von seinen umstrittenen Äußerungen  Abstand genommen oder diese „glaubwürdig relativiert“ hätte. Damit stände die Frage im  Raum, ob Wagner seine religiösen Thesen durch beharrliches Schweigen verteidige bzw. sich weigere, Korrekturen vorzunehmen. Diese seien  aber für eine Fortführung seiner UOKG-Funktion unabdingbar, so die Kritiker.

Beleidigungen auf Neustädter Internet-Forum (Auszug)

In der Neustädter Stadtmission zeigen sich hingegen offenbar  erste Auswirkungen der laut gewordenen Kritik. In den Oktober- und Novemberausgaben des Missionsbriefes schrieb der Prediger entgegen den Gepflogenheiten nicht mehr das „Wort zum Monat“. Insofern müssen die Kritiker zumindest gegenwärtig keine neuerlichen aufwühlenden Exegesen befürchten.

V.i.S.d.P.: C.W.Holzapfel, Berlin, Tel.: 030-30207785 oder 0176-48061953

Frankenthal/Neustadt/Berlin, 17.09.2012/cw – Der wegen seiner umstrittenen religiös begründeten Äußerungen als Prediger in die Kritik geratene Vorsitzende der UOKG (wir berichteten), hat bereits vor fünf Jahren Rückendeckung durch die Staatsanwaltschaft Frankenberg (Pfalz) erhalten (Az: 5036 Js 007414/07).

Auf eine Strafanzeige wegen  des Verdachtes der Volksverhetzung teilte Oberstaatsanwalt Schmölz dem Anzeigenden mit, daß der Tatbestand der Volksverhetzung gem § 130 StGB ausscheide, „da der fragliche Text (Anmerkung: „Jude … ein Knecht Satans“) weder geeignet noch dazu bestimmt ist, zum Haß gegen Teile der Bevölkerung oder zu Gewaltmaßnahmen gegen diese aufzufordern.“ Im übrigen, so der Oberstaatsanwalt, „ist der fragliche Text durch die Freiheit der Religionsausübung gedeckt.“

„Jude – ein Knecht Satans“ – Keine Volksverhetzung

Werden Extremisten beflügelt?

Erste Reaktionen auf diese Entscheidung sprechen von einem Skandal. Nach diesem staatsanwaltlichen Freispruch, der erst jetzt der Redaktion übermittelt wurde, erklärt sich allerdings die offenbare Gelassenheit des UOKG-Vorsitzenden gegenüber den neuerlichen Vorwürfen. Kritisch bleibt dennoch anzumerken, dass durch diese Entscheidung womöglich Extremisten  beflügelt werden, ihrerseits mit eben diesen Hass-Formeln öffentlich zu agieren, da hier amtlich bestätigt keine Volksverhetzung vorliege. Denn  der Oberstaatsanwalt sah die – in  diesem Zusammenhang fragwürdige – „Freiheit der Religionsausübung“ ergänzend und nicht als Hauptbegründung für die Ablehnung eines entsprechenden Verfahrens an.

 Juristisch scheint für die UOKG damit die Sache erledigt, wären da nicht die jüngsten Äußerungen gegen Muslime, Buddhisten, Hindus und Homosexuelle, die eine andauernde mangelnde Sensibilität des Predigers und UOKG-Vorsitzenden gegenüber Andersdenkenden belegen. Ob der Oberstaatsanwalt in Kenntnis der neueren Publikationen ebenfalls Ermittlungen abgelehnt hätte, bleibt offen.

Offen bleibt damit auch für den Vorstand und die Mitglieder der UOKG, welche Konsequenzen der Dachverband aus den Wort-Aktivitäten des hauptberuflichen Predigers und nebenberuflichen Bundesvorsitzenden ziehen will. Die Frage bleibt  – unabhängig von juristischen Beurteilungen – im  Raum, ob beide Tätigkeiten kompatibel sind oder grundsätzlich dem § 1 der UOKG-Satzung widersprechen: „Die UOKG tritt mit aller Entschiedenheit gegen linken und rechten Extremismus, sowie Antisemitismus ein. Dies setzt sie auch bei allen Mitgliedsverbänden voraus.

 Bei dem Vorsitzenden selbst offenbar nicht, oder?

V.i.S.d.P.: Redaktion „Hohenecker Bote“, Berlin, Tel.: 030-30207785

Oktober 2021
M D M D F S S
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Blog Stats

  • 756.510 hits

Um neue Beiträge per E-Mail zu erhalten, hier die E-Mail-Adresse eingeben.

Schließe dich 128 anderen Followern an