You are currently browsing the tag archive for the ‘BND’ tag.

Berlin, 15.01.2014/cw – In einem Offenen Brief hat das Internet-Portal TV-ORANGE den Bundespräsidenten aufgefordert, zu der seinerzeitigen  Übergabe geheimer Akten an den US-Nachrichtendienst Anfang der neunziger Jahre Stellung zu nehmen. Der Redakteur Wolfgang Theophil bezieht sich in  seinem Schreiben auf eine  Sendung des TV-Privatsenders 3-sat, der am 9. Januar in seiner Sendereihe „Kulturzeit“ über die Spionagetätigkeit der USA in Deutschland berichtet hatte. In dem Beitrag sei dokumentiert worden, dass „Sie, Herr Gauck, als Leiter der Stasi-Unterlagen-Behörde, sämtliche Unterlagen aus den Archiven des HVA unter Geleitschutz bewaffneter Bundesgrenzschützer wissentlich und ungesehen dem Bundesinnenminister übergeben ließen,“ schreibt Theophil.

Der spätere Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND), Hansjörg Geiger, und zum Zeitpunkt des Akten-Transfers leitender Mitarbeiter in der Gauck-Behörde,  gab „20 laufende Meter Akten an das Bundesinnenministerium heraus. Das schickte eigens bewaffnete Einheiten des Bundesgrenzschutzes zum Aktenabtransport. Darunter war auch jene “National Sigint Requirement List”. Sie trug die höchsten Geheimhaltungsstufe “Top Secret Umbra”, wurde gar von Hand zu Hand an den Innenminister gegeben. Der händigte die Akten 1992 dann ungesichtet den US-Amerikanern aus,“ so 3-sat in der Reportage. Geblieben seien allein die geschwärzten Übergabeprotokolle.

TV-ORANGE fordert in dem Offenen Brief Gauck zu einer Stellungnahme auf: „Ihr Vorgehen im Jahre 1992 erschüttert unser Vertrauen in Ihre Person zutiefst. Wir sind der Meinung, dass sie als Bundespräsident die Pflicht gegenüber dem deutschen Volk haben, für restlose Aufklärung zu sorgen.“  Das Portal sei gerne bereit, diese Stellungnahme zu publizieren.

Um  dem Vortrag an Gauck entsprechendes Gewicht zu geben, fordert das Portal dazu auf, einen gleichlautenden Brief an den Bundespräsidenten zu versenden oder den Offenen Brief entsprechend via Internet zu unterzeichen:

http://tv-orange.de/2014/01/us-spionage-wir-fordern-eine-oeffentiche-erklaerung-herr-bundespraesident-joachim-gauck/

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785

Berlin, 6.112013/cw – Über die  “NSA-BND-Abhör-Affäre” referiert Wolfgang Nescovic (Bundesrichter a.D.. ehem. Mitglied des Parlamentarischen  Kontrollgremiums „Nachrichtendienste“ des Deutschen Bundestages.

In einer Mitteilung des Veranstalters heißt es dazu: “Noch im  August hatte die Regierung Merkel die Angelegenheit für erledigt erklärt. Nun stellt sich heraus, daß selbst Angela Merkel überwacht wird.”

Veranstaltungsort: Ökumenisches Zentrum für Umwelt-, Friedens- und Eine-Welt-Arbeit, gem. e.V.,       Wilmersdorfer Str. 163 (U-Bhf. Bismarckstr.), in Berlin-Charlottenburg, Zeit:  7.11.2013, 19:00 Uhr.

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni  1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785

 

Berlin, 21.04.2013/cw – Mehrere Nachrichtenagenturen und  -dienste melden heute, daß die Bundesregierung 60 Jahre nach dem Volksaufstand von 1953 die Akten der „Organisation Gehlen“, dem Vorläufer des Bundesnachrichtendienstes (BND), zum Volksaufstand freigegeben habe. Sie beziehen sich übereinstimmend auf Meldunge des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL (http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/westdeutsche-geheimdienstakten-zu-ddr-aufstand-1953-freigegeben-a-895531.html).

Nach diesen ersten  Mitteilungen glaubte die Organisation Gehlen an einen von den Sowjets selbst inszenierten Putsch, der dann  außer Kontrolle geraten sei. Zwar habe die Organisation „mehrere hundert Agenten“ in der einstigen  DDR geführt, von diesen aber nur spärliche Informationen erhalten, da Westberlin während des Aufstandes abgeriegelt gewesen sei. Informationen seien aber überwiegend direkt in Westberlin übermittelt worden. So habe die Organisation Gehlen wohl eher spekuliert als über nachweisbare Informationen verfügt. Daher habe der Dienst „das Ausmaß der Rebellion unterschätzt“ und andererseits die „Zahl der Toten überschätzt.“

In einer ersten Reaktion teilte die in Berlin ansässige Vereinigung 17. Juni 1953 mit, es handele sich hier nicht um „exclusive Neuigkeiten.“ Einstige Aufstandsführer hätten schon damals – nach dem Aufstand – die „Mär von einem Putsch westdeutscher Agenten“ in das Reich der Fabel verwiesen. Allerdings wurde bereits nach dem Aufstand unter ehemaligen Teilnehmern über eine „indirekte Auslösung oder Beförderung der Unruhen durch interessierte sowjetische Kreise“ spekuliert. So wurden Gerüchte kolportiert, ein hoher sowjetischer Vertreter habe sogar politische Oppositionelle im Zuchthaus Bautzen kontaktiert, um über eine Ablösung Ulbrichts, des damaligen SED-Chefs und DDR-Diktators zu eruieren.

Friedrich Schorn, einst Streikführer in den Leuna-Werken, berichtete seinerzeit gar über „Angebote einer Sowjet-Delegation“, in eine neue DDR-Regierung eintreten zu können. Vorraussetzung sei die Akzeptanz von mindestens fünf durch die Sowjets bestimmte Minister. Schorn habe dieses „Diktat“ abgelehnt und war kurz darauf nach Westberlin geflüchtet.

Der Sprecher des Vereins, der Friedrich Schorn noch selbst gekannt hat, verweist allerdings darauf, daß zwar Verhandlungen mit einem sowjetischen Kommandeur vor Ort verifiziert seien, wohl die einzige Ausnahme während des Aufstandes, hingegen bisher nicht die von Schorn kolportierten Angebote bezüglich eines DDR-Kabinetts. „Das bleibt im Raum und harrt der Aufklärung,“ so der Sprecher. Begrüßenswert sei allemal die Öffnung des Gehlen-Archivs. Spezifischer würden allerdings die offenbar vorhandenen Tagebücher des seinerzeitigen  Geheimdienstchefs der UdSSR, Lawrenti Beria, Auskunft geben können. Ein Historiker und nachfolgender General in der jetzt ukrainischen Armee habe Ende der neunziger Jahre bei einem  Gespräch in  München erklärt, er habe Zugang zu diesen Tagebüchern und werde dem Wunsch entsprechend speziell nach Einträgen  zum 17. Juni 1953 forschen. Nach dessen Ernennung zum General sei der Kontakt des jetzigen Vorsitzenden der Vereinigung zu dem Historiker allerdings abgebrochen.

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Tel.: 030-30207785

 

 

Gastbeitrag – Aus anderen Blogs

tv-orange / 29. Juni 2012 – Nachdem die Zwickauer Terrorzelle “NSU” aufgeflogen war, landeten schnurstracks die Ermittlungsakten des Verfassungsschutzes im Schredder. Nur ein “Schleimbeutel” kann hier noch von Peinlichkeit, Panne oder schlimmen Versagen sprechen. Das erinnert doch genau an die letzten Tage der Stasi, als Stasi-Bedienstete 1989 brenzlige Akten vernichteten. Restliche Dokumente befinden sich bezeichnenderweise als Rosenholz-Dateien(1) in amerikanischen Händen.

Diese ganze “Informationspolitik” ist genauso anrüchig, wie die ursprüngliche Berichterstattung über die NSU, als man bei deren ersten Attentaten zwar einen roten Metallkoffer mit Hakenkreuz fand, aber eine Nähe zur rechten Szene ausschloß. Kann ja auch nicht anders sein, waren (sind?) doch führende Leute der “rechten Szene” bezahlte Informanten von BND oder Verfassungsschutz.

Aus Opfer-Sicht gar nicht lustig:       Haben die Methoden überlebt?          © tv-orange

Außer Exportweltmeisterschaft ist Bespitzelung in allen gesellschaftlichen Bereichen Deutschlands ein “Spitzenreiter”. Markenzeichen “Made in Germany”: Gestapo, Stasi, Blockwart, BND, Gehlen usw. usf…. Daß solche Methoden auch weltweit noch als “politisches Mittel” akzeptiert wird und immer neue Nachahmer findet, liegt wohl auch an einer besonderen Eigenschaft menschlichen Argwohns: “Das macht doch jeder Staat”.

Selbst unser Bundespräsident Gauck ist nicht vor den Verlockungen geheimdienstlicher Tätigkeit gefeit. (2) Ausgerechnet Joachim Gauck installierte etwa 50 ehemalige Stasi-Leute, darunter nachweislich zwei Stasi-Offiziere in der Stasi-Behörde BStU, weil deren Kenntnisse der Methoden bei der Aufdeckung der Stasi-verbrechen “hilfreich” sei! Ist dies Blauäugigkeit? Oder sind das Gedankengänge von Ideologen wie beim Chinesen Deng Xiaoping, der einmal sagte “egal ob die Katze weiss oder schwarz ist, Hauptsache sie fängt Mäuse”. (3)

Ein weiterer Aspekt der gesellschaftlichen und menschlichen Abgründigkeit der Bespitzelung und Spionage liefern Literatur- und Filmdokumentationen über Kriminalfälle. Die Recherchen der Autoren liefern ein sehr überraschendes Bild über die Szene von  Auftragstätern und “Sicherheitsfirmen”, die sich personell aus dem Profilager ehemaliger Staatsspitzel rekrutieren.(4)

Suche doch mal bei Google:  nach ehemalige Stasi beim Verfassungsschutz  Oder  hier

Liste ehemaliger Stasi-Mitarbeiter:
http://stasiopfer.de/component/option,com_simpleboard/Itemid,/func,view/id,993821944/catid,4/

(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Rosenholz-Dateien

(2) Artikel zu Stasi, Joachim Gauck, Roland Jahn

http://tv-orange.de/2012/01/wieviel-stasi-darfs-denn-sein/

http://tv-orange.de/2012/02/auf-ein-paar-worte-herr-joachim-gauck/

http://tv-orange.de/2012/01/jauchs-thema-der-woche-bespitzelung-von-wem-durch-wen/

http://www.bstu.bund.de/DE/BundesbeauftragteUndBehoerde/Bundesbeauftragter/Interviews/2012_01_15_chrismon.html

(3) Deng Xiao Ping führte China nach Mao zum heutigen “modernen” China.
http://de.wikipedia.org/wiki/Deng_Xiaoping

(4) Walküre von Craig Russell

http://www.bellaswonderworld.de/rezensionen/horbuch-rezension-walkure-von-craig-russell/

Oder Kriminalfilme wie: „Tod im See“ oder “Tod im Park”, Barbara Rudnik als Polizeipsychologin meint: „Der Westen hat wenig Ahnung vom Osten.“ http://www.tittelbach.tv/programm/reihe/artikel-416.html

V.i.S.d.P.: © tv-orange – http://tv-orange.de/   29.06.2012

Juni 2021
M D M D F S S
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930  

Blog Stats

  • 749.701 hits

Um neue Beiträge per E-Mail zu erhalten, hier die E-Mail-Adresse eingeben.

Schließe dich 128 anderen Followern an