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Titel HB 2014Nr.055 –Einigkeit und Recht und Freiheit 15. 07. 2016

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Hoheneck: Start mit neuer Frauschaft

Zwönitz/Hoheneck/Stollberg, 14.07.2016/cw – Es ist vollbracht: Nach jahrelangen Auseinandersetzungen im Frauenkreis der ehemalige Hoheneckerinnen hat der vom Registergericht in Darmstadt eingesetzte Notvorstand am vergangenen Freitag in Zwönitz einen neuen Vorstand gewählt. Auf einer eigens zu diesem Zweck einberufenen Mitgliederversammlung wurde Regina Labahn aus Wülfrath (NRW) zur Vorsitzenden und Catharina Mäge (Berlin) zur Stellvertreterin gewählt. Weiter im Vorstand als Kassiererin: Inge Naumann (Hohnstein/Sachsen); als Schriftführerin: Monika Schneider (Berlin); als BeisitzerIn (im erweiterten Vorstand): Edith Fiedler (Berlin) und Birgit Krüger (Berlin).

Die neue Vorsitzende des Frauenkreises: Regina Labahn -Foto: LyrAg

Die neue Vorsitzende des Frauenkreises: Regina Labahn – Foto: LyrAg

Mit Inge Naumann wurde eine ehemalige Vorsitzende wieder in den Vorstand gewählt. An deren Abwahl im Jahr 2012 hatten sich ursprünglich die Auseinandersetzungen entzündet. Naumann war in der Folge aus dem Verein ausgetreten, war aber vom Registergericht im Mai d.J. in den zunächst dreiköpfigen Notvorstand berufen worden.

Über die Versammlung selbst und deren Ablauf hüllt sich der neue Vorstand bislang in Schweigen. So ist bislang nicht bekannt, wie viele der noch rund 60 Mitglieder des Vereins eingeladen wurden und wie viele Frauen der Einladung gefolgt waren, also an den Wahlen teilgenommen haben. Dieses Verhalten steht in einem deutlichen Kontrast zu der einst geübten Kritik am seinerzeitigen Vorgehen des vormaligen Vorstandes, wie kritische Beobachter vermerken. Dem Vorstand war u.a. mangelnde Transparenz bei den Wahlen 2012 vorgehalten worden.

Mit der erfolgreichen Wahl hofft der neue Vorstand auf ein Ende der langanhaltenden Krise um den Verein. Er will sich nun aktiv in die Gestaltung der Gedenkstätte in Hoheneck einbringen und die „aufgebrochenen Wunden“ unter seinen Mitgliedern durch eine „kompetente und konsequente Arbeit“ des Vorstandes schließen. Die neue Vorsitzende Regina Labahn hatte als Sprecherin der Frauen, die gegen die 2013 satzungswidrig beschlossene Auflösung des Vereins erfolgreich geklagt hatten, durch den langen juristischen Rechtsstreit geführt.

Auch im Förderverein Notvorstand

Auch der Förderverein Gedenkstätte Hoheneck in Stollberg hat einen Notvorstand, der jetzt vom Registergericht in Chemnitz ebenfalls mit dem Ziel eingesetzt wurde, ordentliche Wahlen zum Vorstand durchzuführen. Der Förderverein war unter seinem bisherigen Vorsitzenden Dietrich Hamann (Stollberg) nach dessen Rücktritt und unter bestrittenen Umständen erfolgten Wiederwahl ebenfalls in Turbulenzen geraten. Die Große Kreisstadt Stollberg hatte daraufhin unter Oberbürgermeister Marcel Schmidt die Realisierung der Gedenkstätte vorerst an sich gezogen, um das Projekt nicht zu gefährden.

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Stiftung in Bonn: Leistungen für DDR-Häftlinge bleiben erhalten

 Bonn/Berlin, 14.07.2016/cw – „Personen mit weniger als 180 Tagen Haftzeit erhalten bei Vorliegen einer wirtschaftlichen Bedürftigkeit weiterhin Leistungen bei der Stiftung für ehemalige politische Häftlinge in Bonn.“ Dies bestätigte das Bundesinnenministerium (BMI) auf eine Anfrage der Vereinigung 17. Juni 1953 in Berlin. Vorstandsmitglied Tatjana Sterneberg hatte Grund für ihre Nachfrage. Nach Veröffentlichungen im Internet war der Eindruck entstanden, dass die Stiftung ihre bisherigen Leistungen an bedürftige Opfer der zweiten Diktatur mit einer Schlusszahlung (bis zu 3.000 Euro) einstellen würde. Danach wären nur noch Antragstellungen bis zum 30.06.2016 möglich gewesen. Diese Information hatte zu erheblicher Unruhe bei Betroffenen und zu Rückfragen auch bei der Vereinigung 17.Juni geführt. Der Verein führt im Rahmen seiner sozialen Arbeit auch Beratungen für Hilfesuchende durch. Diese Arbeit erfolgt seit dem Mauerfall ohne staatliche Unterstützung auf rein ehrenamtlicher Basis.

Nun stellte das Innenministerium klar: „Die Änderung des HHG betrifft ausschließlich Personen, die nach dem zweiten Weltkrieg außerhalb des SBZ/DDR-Gebietes in Gewahrsam genommen wurden und Leistungen nach § 18 HHG erhalten.“

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Erneut Strafantrag gegen VOS-Vorstandsmitglied

Berlin, 14.07.2016/cw – Gegen ein Vorstandsmitglied der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) ist erneut Strafantrag bei der Berliner Staatsanwaltschaft gestellt worden. Nach Informationen der Redaktion begründet ein Mitglied der VOS seine Anzeige damit, dass das betroffene Vorstandsmitglied als Geschäftsführer, Schatzmeister und vormaliger stv. Bundesvorsitzender die Vorenthaltung von Sozialbeiträgen an die Rentenversicherung persönlich zu verantworten habe. Seine Darstellung vor dem Sozialgericht im März diesen Jahres, er habe diese Vorenthaltung nicht vorsätzlich, sondern aus Unkenntnis der gesetzlichen Bestimmungen im Rahmen seiner ehrenamtlichen Tätigkeit allenfalls fahrlässig gehandhabt, sei wissentlich falsch. Schließlich, so der Anzeigeerstatter, weise sich das Vorstandsmitglied selbst als Diplom-Kaufmann und Finanzmakler aus. Die Einlassungen des überdies früher als Bankkaufmann in leitender Stellung (nach eigenen Angaben als Filialleiter) in einer Stasi-Sparkasse* tätig gewesenen Finanz-Fachmannes vor dem Sozialgericht seien daher als schlicht falsch einzustufen.

Als Motiv für seinen Strafantrag gibt das VOS-Mitglied an, er sei empört, mit welcher Dreistigkeit ein persönliches Fehlverhalten und eine wahrscheinliche Pflichtverletzung jetzt auf dem Rücken der Mitglieder bereinigt werden solle. Mit schon penetrant wirkenden Spendenaufrufen soll durch die Mitglieder die durch persönlich zu verantwortende Fehler entstandene finanzielle Schieflage des Vereins ausgebügelt werden. Vor einigen Jahren hatte bereits das Finanzamt für Körperschaftssteuer in Berlin dem Verein bescheinigt, dass die Gemeinnützigkeit gefährdet sei. Das Finanzamt hielt einigen Vorstandsmitgliedern vor, diese hätten persönlich zu verantwortende Gerichts- und Anwaltskosten aus der Vereinskasse bezahlt statt diese selbst zu begleichen.

Anzeigeerstatter und Angezeigten verbinden einstige Funktionen im VOS-Verein: Beide waren in der Vergangenheit Bundesvorsitzende des ältesten und einst größten Verfolgtenverbandes.

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* Die „Stasi-Sparkasse“ wurde bereits in einigen Publikationen erwähnt, so im DER SPIEGEL, Nr. 93 vom 1.03.1993: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13687998.html

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UOKG: CDU baut Einfluss auf Diktatur-Opfer aus

Berlin, 14.07.2016/cw – Der seit Herbst letzten Jahres amtierende UOKG-Vorsitzende Dieter Dombrowski (CDU) baut den Einfluss seiner Partei auf die Organisationen der Diktatur-Opfer offenbar konsequent aus. Der Politiker, auch Vizepräsident des Landtages in Brandenburg, installierte jetzt als Pressesprecher der Dachorganisation Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft den CDU-Jungpolitiker aus Potsdam, Joshua Acheampong (22). Dies geht aus einer Mitteilung auf der Internetseite „politik & kommunikation“ (http://www.politik-kommunikation.de/personalwechsel/acheampong-ist-pressesprecher-der-uokg-1277408203 ) hervor, nach der Acheampong „seit dem 1.Juli Pressesprecher“ der UOKG ist: „In dieser Position wird er den Verband in den Bereichen der Politischen Kommunikation, PR und Pressearbeit unterstützen. Er berichtet an den Vorstand um den Bundesvorsitzenden Dieter Dombrowski (CDU). Die UOKG ist der Dachverband von mehr als 30 Opferverbänden, Menschenrechtsorganisationen und Aufarbeitungs-initiativen aus dem Osten und Westen Deutschlands,“ heißt es in der Verlautbarung.

Der neue Presssprecher der UOKG

Der neue Presssprecher der UOKG

Der Student für Politik, Verwaltung und Organisation an der Universität Potsdam, hat bereits eine steile politische Karriere in der Partei zurückgelegt. Seit seinem 16.Lebensjahr ist er Mitglied der CDU und der Jungen Union. Nach seinem Schulabschluss 2013 absolvierte der Jungpolitiker zunächst ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Bereich des Rettungsdienstes und hospitierte bereits ab 2014 als studentischer Mitarbeiter im Berliner Büro des Parlamentarischen Staatssekretärs und Bundestagsabgeordneten Hans-Jochim Fuchtel. Der ursprünglich aus Calw/Freudenstadt stammende nunmehrige Pressesprecher war dort Mitgliederreferent im Kreisvorstand der JU und stv. Vorsitzender des Gebietsverbands Nord-West-Oberes Enztal, bis zum Studienbeginn außerdem für kurze Zeit bereits Mitglied im Gemeinderat. Der Beisitzer im CDU-Ortsverband Bad Wildbad ist seit Aufnahme seines Studiums in Potsdam auf Anhieb zum Vorsitzenden des Rings Christlich Demokratischer Studenten (RCDS) an der Uni Potsdam gewählt worden, dessen stv. Landesvorsitzender Acheampong seit 2016 ist.

Die UOKG selbst hat ihren neuen Pressesprecher erst heute öffentlich gemacht, nachdem auf der Seite des Verbandes seit einiger Zeit der Posten unbenannt war Dies verwundert Insider insoweit, als erst im Frühjahr als Pressesprecher der Journalist Eike Kienecker auf der UOKG-Seite präsentiert worden war. Allerdings war Kienecker wie jetzt sein überraschender Nachfolger ohne vorherige Information der Mitglieder installiert worden (Siehe auch: https://17juni1953.wordpress.com/2016/03/16/uokg-holt-profi-fuer-presse-und-information/).

Daher sind auch die Gründe für den schnellen Wechsel in der Sprecher-Funktion nicht bekannt.

Auch die VOS fest in CDU-Hand

Der bislang grösste und älteste Verein der Diktatur-Opfer, die Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) ist seit Jahrzehnten ebenfalls fest in der Hand von Mitgliedern der CDU. War die Union in den fünfziger Jahren bis zum Ende der DDR aufgrund ihrer klaren Linie gegenüber den Opfern der zweiten Diktatur fast natürlicher Partner der SED-DDR-Verfolgten, verwundert Insider diese Treue und die Hinnahme des jetzigen Ausbaus des Einflusses der Partei. Die heutige CDU habe sich längst von den berechtigten Interessen der einstigen Verfolgten abgewandt, stellen Kritiker fest. Aktuelles Beispiel sei die skandalöse Rolle der CDU in Sachen „Rentenbetrug“. Die Union hatte zusammen mit dem ursprünglichen Antragsteller SPD erneut einen durch GRÜNE und LINKE eingebrachten Antrag auf Rücknahme einer Gesetzesänderung im Bundestag abgelehnt, nach der einstige Flüchtlinge aus der DDR entgegen ursprünglicher Zusagen und Praxis mit Rentnern der DDR gleichgestellt worden waren.

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UOKG jetzt Familienbetrieb?

Berlin, 14.07.2016/cw – Dieter Dombrowski, UOKG-Vorsitzender, ist bereits als CDU-Politiker in Brandenburg durch seine oft hemdsärmelige Politik bekannt geworden. Jetzt setzt er sich zunehmend, offensichtlich ohne großen Widerstand, mit seine Vorstellungen auch in der UOKG durch. So wurde heute, 14.Juli, bekannt, dass seine Ehefrau Petra, ebenfalls  CDU-Politikerin in Brandenburg, neuerdings als Projektmanager(in) im Dachverband installiert wurde. Petra Dombrowski ist für die CDU Vorsitzende des Ortsbeirates in Bahnitz, Milower Land.

Kommentar:

Es reicht

Nach den Turbulenzen in der UOKG, ausgelöst durch den Dombrowski-Vorgänger und spirituellen Prediger Rainer Wagner, erwarteten nicht nur die Mitglieder des Dachverbandes durch die Wahl des Politprofis Dombrowski zum Vorsitzenden Ruhe und Professionalität. Jetzt, ein gutes Jahr nach dem Rücktritt Wagners, sehnen sich bereits erste Mitglieder nach dem Prediger aus Neustadt zurück. Grund ist der selbstherrlich wirkende Durchgriff des Brandenburger CDU-Politikers auf die Struktur des Dachverbandes, ohne offenbar die Mitglieder einzubeziehen.

So erfuhren diese im Frühjahr und erst nach der Mitgliederversammlung im März d.J. durch eine entsprechende Veröffentlichung auf der UOKG-Seite im Internet von der Installation eines Pressesprechers. Auch über den vermutlichen Rücktritt (?) oder Absetzung (?) von Eicke Kienecker erfuhren die Mitglieder erst durch die Bekanntgabe von Joshua Acheampong als Pressesprecher über ein anderes Portal (politik&kommunikation), ehe der Dachverband diese neuerliche Personalie am 14.07. veröffentlichte.

Eine weitere, allerdings nach Skandal riechende Personalie wurde heute ebenfalls bekannt gegeben (http://www.uokg.de): Dombrowskis Ehefrau wurde offenbar in den Apparat des Dachverbandes als „Projektmanager(in)“ integriert. Die möglichen (finanziellen) Bedingungen sind derzeit nicht bekannt. Andernorts mussten sich schon ganz andere Persönlichkeiten aus der Politik unangenehmen Fragen wegen der Verquickung zwischen familiären Strukturen und politischen Ämtern stellen oder gar ihren Abschied nehmen. Zweifellos hat sich Dombrowski gewisse Meriten erworben, zum Beispiel im Brandenburger Landtag oder als Vorsitzender des Menschenrechtszentrum in Cottbus. Mit dem unsensiblen, ja dreist wirkenden Einbau seiner Politiker-Ehefrau in die UOKG-Organisation scheint er aber jetzt den Bogen zu überspannen. Es reicht!

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Hinweis: Die bisherigen Ausgaben des Hohenecker Boten können unter http://www.17juni1953.de abgerufen oder direkt bei der Redaktion gegen Kostenbeitrag bestellt werden (Redaktion: Siehe Impressum). Die Vereinigung 17. Juni 1953 e.V. hat der Redaktion Gastrecht auf der Homepage eingeräumt, der Verein ist für die Inhalte nicht verantwortlich. Namentlich gezeichnete Artikel geben die Meinung des/der Verfasser/Verfasserin wieder (1.133)
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Erinnerung an eine finstere Zeit: Der einst weltberühmte Grenzübergang Marienborn, hier 2015 - Foto: LyrAg

Erinnerung an eine finstere Zeit: Der einst weltberühmte Grenzübergang Marienborn, hier im Juni 2015 – Foto: LyrAg

Marienborn/Stollberg, 30.06.2015/cw – Deutschland im Jahr 25 nach dem Einigungsvertrag. In der Gedenkstätte „Deutsche Teilung“ im ehemaligen Grenzübergang Marienborn (Helmstedt) wurde kürzlich die Ausstellung „Der Dunkle Ort“ eröffnet, in Stollberg (Erzgebirge) diffamierte unterdessen der Vorsitzende des Fördervereins Gedenkstätte Frauengefängnis Hoheneck einstige politische Gefangene der DDR-Diktatur.

In Marienborn wurde am 17. Juni die Wanderausstellung der Heinrich-Böll-Stiftung „Der Dunkle Ort“ eröffnet (bis 31. Juli). Die von Dirk von Nayhauß und Maggie Riepl nach dem gleichnamigen Buch (bebra-Verlag Berlin) konzipierte Ausstellung, in der 25 Schicksale von Frauen gezeigt werden, die zwischen 1950 und 1989 in dem einstigen Frauenzuchthaus Hoheneck aus politischen Gründen ihrer Freiheit beraubt worden waren, wurde in Anwesenheit von sieben ehemaligen Hoheneckerinnen mit einer Diskussion im vollbesetzten Veranstaltungsraum der Gedenkstätte eröffnet.

Anne Gabel, einstige SMT-Verurteilte - Foto: LyrAg

Anne Gabel, einstige SMT-Verurteilte – Foto: LyrAg

SMT- und DDR-Verurteilte

Auf dem Podium schilderten Anne Gabel und Helga Müller, beide aus Berlin angereist, ihre dunklen Erlebnisse in den Gemäuern der einstigen Burg über der Großen Kreisstadt Stollberg im Erzgebirge.

Die im Dezember 1927 geborene Gabel war im März 1947 als vermeintliches Mitglied einer Untergrundorganisation verhaftet worden. Nach 16 Monaten Untersuchungshaft (Friedrichsfelde, Prenzlauer Berg und Hohenschönhausen) wurde die 21jährige von einem sowjetischen Militärtribunal (SMT) zu 25 Jahren Freiheitsentzug und „Besserungsarbeitslager“ verurteilt. Über Bautzen und das einstige NS-KZ Sachsenhausen, dass von den Sowjets bis 1950 ebenfalls für die Unterbringung politischer Gefangener genutzt wurde, kam Gabel mit über 1.100 Frauen nach Hoheneck. Erst 1955, acht Jahre nach ihrer Verhaftung, wurde Anne Gabel zusammen mit 23 anderen Frauen entlassen. Nach einem kurzen Zwischenspiel im Ost-Berliner Stadtteil Lichtenberg flüchtet sie „panikartig“ in den Westteil der Stadt, nachdem drei russische Soldaten den Laden betreten hatten, in dem die junge Frau als Hilfsverkäuferin tätig war. Die gerade überwunden geglaubte Vergangenheit hatte sie wieder eingeholt.

Helga Müller, DDR-Verurteilte - Foto: LyrAg

Helga Müller, DDR-Verurteilte – Foto: LyrAg

Helga Müller, im Februar 1934 geboren, wohnte ursprünglich in West-Berlin. Nach dem Aufstand vom 17. Juni 1953 blieb sie bei ihrem Freund in Ost-Berlin und heiratete diesen „spontan“. Der Bau der Mauer am 13.August 1961 war für die 27jährige „ein Schock.“ Sie fühlte sich schon länger eingeengt, ihr fehlte „die individuelle Entfaltungsmöglichkeit.“ Mehrere Fluchtversuche scheitern. Im Mai 1963 schlägt die Stasi zu, Zusammen mit ihren Freunden wird sie am „Tag der Befreiung“ inhaftiert, bleibt ein Jahr in U-Haft, meist in Einzelhaft. Ein Jahr später wird Müller wegen „gemeinschaftlicher fortgesetzter planmäßiger gefährdender Hetze, Verbindung zu verbrecherischen Organisationen, Verleitung zum illegalen Verlassen der DDR“ zu vier Jahren Haft verurteilt. Auch ihr Mann wurde verhaftet und verurteilt, gelangte aber 1966 durch Freikauf in den Westen, während Helga Müller nach zwei Jahren Haft, darunter in Hoheneck zunächst nach Ost-Berlin entlassen worden war. Nachdem ihr Mann einen Antrag auf Familienzusammenführung gestellt hatte, konnte Müller 1967 nach West-Berlin ausreisen.

Zur Eröffnung angereist: Die ehem. Hoheneckerinnen Catharina Mäge, Birgit Krüger, Tatjana Sterneberg, Edda Sperling (v.li.) - Foto: LyrAg

Zur Eröffnung angereist: Die ehem. Hoheneckerinnen Catharina Mäge, Birgit Krüger, Tatjana Sterneberg, Edda Sperling (v.li.) – Foto: LyrAg

Moderiert wurden die dramatischen, in eine atemlose Stille referierten Schilderungen der beiden Frauen von Dr. Sascha Möbius, dem Leiter der Gedenkstätte Marienborn, und Mechthild Günther, einstige Leiterin des Archivs in der Stasi-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und selbst bis zu einer Amnestie kurzfristig in Hoheneck. Im Anschluß konnten sich die knapp 100 Besucher in der von der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin finanzierten und ausgeliehenen Ausstellung über weitere Schicksale in dem berüchtigten Frauenzuchthaus der DDR informieren. Catharina Mäge, Tatjana Sterneberg, beide selbst in der Ausstellung vertreten,  Birgit Krüger und Edda Sperling konnten als ehemalige Hoheneckerinnen Fragen beantworten. Sie waren ebenfalls eigens aus Berlin zur Ausstellungseröffnung angereist.

Verbale Rundumschläge in Stollberg

Ganz anders stellt sich derzeit das Geschehen am einstigen Ort der vielfältige Leiden von acht- bis zehntausend aus politischen Gründen inhaftierter Frauen dar.

Weil sie sich verliebt hatte, landete sie in  Hoheneck: Tatjana Sterneberg - Foto. LyrAg

Weil sie sich verliebt hatte, landete sie in Hoheneck: Tatjana Sterneberg – Foto. LyrAg

Der dortige Förderverein einer Gedenkstätte in Hoheneck ist seit der letzten Vorstands-Wahl in heftige Turbulenzen geraten. Im Fokus der Auseinandersetzungen im Verein steht dabei offenbar der Vorsitzende des Vereins, der sich nach einem Rücktritt „aus gesundheitlichen Gründen“ vor Jahresfrist erneut zum Vorsitzenden hatte wählen lassen. Dem Optiker-Meister und einstigen Verbandsfunktionär der Optiker-Innung wird u.a. vorgehalten, er widersetze sich einer Überprüfung auf Unbedenklichkeit, was mit der Funktion als Vereinsvorsitzender des Förderereins einer Gedenkstätte Hoheneck nicht vereinbar wäre.

Nun schlägt der Vorsitzende verbal um sich, wobei sich seine umstrittenen Angriffe ausgerechnet gegen einstige aus politischen Gründen verurteilte Menschen richten. So greift der einst in die Versorgung der gefangenen Frauen in Hoheneck mit optischen Geräten einbezogene Optiker namentlich die ehemalige Hoheneckerin Tatjana Sterneberg an, der er in gestreuten Mails u.a. unterstellt, möglicherweise für die Stasi gearbeitet zu haben. Auch ihrem Lebensgefährten, der einst wegen seines Einsatzes für „14.000 politische Gefangene“ in Ost-Berlin zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt worden war, unterstellte der eigentlich dem Gedächtnis an Unrecht und Gewalt verpflichtete Vorsitzende eine „Umdrehung zu Gunsten der Stasi.“

1976-1977 in Hoheneck: Catharina Mäge (Mitte) schildert aufmerksamen Zuhörern ihre dunklen Erlebnisse - Foto: LyrAg

1976-1977 in Hoheneck: Catharina Mäge (Mitte) schildert aufmerksamen Zuhörern ihre dunklen Erlebnisse – Foto: LyrAg

Beobachter vor Ort sind über diese „unnötigen, weil diffamierenden Ausfälle“ des Wiedergewählten entsetzt und empört. Statt einer sachlichen Auseinandersetzung um „berechtigte Kritikpunkte“, der sich im Grundsatz „jeder Verein stellen“ müsse, würde anstelle einer Deeskalation eine „unverantwortliche Zuspitzung“ betrieben, die nicht nur dem Verein schade, längerfristige Ziele wie die Schaffung einer Gedenkstätte gefährde sondern auch geeignet sei, den Ruf von Stollberg, in dessen Grenzen sich Hoheneck befinde, zu beschädigen. Das sei nach dem vielfach beachteten Besuch des seinerzeitigen Bundespräsidenten Christian Wulff, den Sterneberg im Mai 2011 maßgeblich initiiert und programmiert hatte und dem seitherigen großen Engagement der Stadtspitze unter Führung von Marcel Schmidt „nicht mehr nachvollziehbar.“

Tatjana Sterneberg, die seinerzeit eigens den Optikermeister zum Besuch des Bundespräsidenten eingeladen hatte: „Hier muß dringend ein Runder Tisch vor Ort her, die Konflikte ausdiskutiert werden.“ Jede Verlängerung dieser „die Grenzen des Anstandes überschrittenen Auseinandersetzung“ schade unserem gemeinsamen Anliegen der Schaffung einer würdevollen Gedenkstätte in Hoheneck, so die engagierte einstige Hoheneckerin (1974 –1976). Sterneberg hat inzwischen den Vereinsvorstand aufgefordert, sich für die „verbalen Entgleisungen“ zu entschuldigen. (1.005)

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785

Berlin, 23.08.2014/cw – Wenn sie sich zurückerinnert, kämpft sie jedes Mal mit den Tränen:
„Was wir erlebt und durchlebt haben, verliert sich nicht mehr, das bleibt,“ sagt sie und schluckt. In aller Bescheidenheit bezieht sie das nicht allein auf sich. Mit „Wir“ meint die heute neunundsechzigjährige schlanke Frau alle Kameradinnen und Kameraden, die für das „Urrecht auf Freiheit“ Verfolgung und Haft inkauf nehmen mussten.

Birgit K. (Mitte) 2014 bei einem Treffen mit Leidensgenossinnen - Foto LyrAg

Birgit K. (Mitte) 2014 bei
einem Treffen mit Leidensgenossinnen
– Foto LyrAg

Birgit Krüger erinnert sich 37 Jahre später an ihren ersten Besuch in der „Ständigen Vertretung der BRD“ in Ost-Berlin, der einstigen >Hauptstadt der DDR<: “Insgesamt waren wir drei mal dort. An das erste mal erinnere ich mich gut. Im Dezember 1976 war das.“ Rückblickend wundert sich Birgit K., dass sie jedes Mal ungehindert in das Gebäude an der Hannoverschen Straße kam. Andere berichten ja von den Schikanen, den Versuchen, diese an einem Betreten der bei den Machthabern verhassten Vertretung zu hindern. „Wir wurden erst nach dem Verlassen erfasst. Man verlangte unsere Ausweise, und wir mussten unsere Personalien trotzdem noch einmal in ein Mikrofon sprechen, das einem der Wachhabenden um den Hals hing.“

Meine erste Begegnung mit einem Cola-Automaten

Das Ehepaar wollte ausreisen, endlich die zur Qual gewordenen DDR verlassen dürfen. Einen Monat zuvor, im November, hatten sie ihren ersten Ausreiseantrag gestellt. „Nachdem uns sehr schnell klar war, wir würden das ohne Hilfe von außen nicht schaffen, entschlossen wir uns, die Ständige Vertretung aufzusuchen. Für Viele, auch für uns, war die Vertretung der letzte Anker in unserer Hoffnung auf Freiheit,“ erinnert sich Birgit K. und wischt eine Träne aus ihrem Auge.
„Wir wurden sehr herzlich empfangen, so, als wären wir schon lange bekannt und gern gesehene Gäste sein. Es war meine erste Begegnung mit einem Cola-Automaten und einem wunderbaren und unvergesslichen Jacobs-Kaffee,“ schwärmt sie. Man habe der Familie geduldig zugehört und versprochen, ihre Anliegen zu verfolgen. „Der Unterschied bestand darin, daß mit dieser „Verfolgung“ die Weiterreichung an die damit befassten Hilfestellen im Westen gemeint waren, während die Staatssicherheit unter Verfolgung die Kriminalisierung berechtigter Anliegen verstand.“

Noch zwei Mal waren die Krügers in der Hannoverschen Straße, erneuerten unermüdlich ihren Antrag auf Ausreise nach jeder Ablehnung. Dann schlug die Staatsmacht in Gestalt der Stasi zu. Am 21.10.1977 wurde der Operative Vorgang (OV) „Schlosser“ durch die Bezirksverwaltung Berlin des MfS angelegt. Grund: Weil „die wegen eines rechtswidrigen Ersuchens auf Entlassung aus der Staatsbürgerschaft der DDR und Übersiedlung nach der BRD seit November 1976 bereits mehrfach operativ relevant in Erscheinung getretenen waren und deswegen in der KK erfassten Personen am 7.10.1977 ein weiteres rechtswidriges Ersuchen an den Minister des Innern, Gen. Dickel, richteten, in dem sie für den Fall einer weiteren Ablehnung ihres Ersuchens androhten, sich an die Öffentlichkeit zu wenden.“

Verhaftung am 24.10.1977

Am 23.10.1977 wurde die Festnahme für den folgenden Tag angeordnet: In der Vorlage für den beantragten Haftbefehl hieß es u.a.: Das Ehepaar Krüger sei „seit November 1976 mindestens einmal im Monat durch das Versenden von rechtswidrigen Ersuchen … an den Rat des Stadtbezirkes Berlin Prenzlauer Berg, Abt. Innere Angelegenheiten und als Eingaben deklarierten darauf Bezug nehmenden Hetzschreiben an den Magistrat von Berlin, das Ministerium des Innern und den Staatsrat der DDR in Erscheinung getreten. In den rechtswidrigen Ersuchen wie auch in den vorgenannten Schriften diskriminieren sie die sozialistische Staats- und Gesellschaftsordnung, indem sie behaupten, in der DDR sei eine ständige Verletzung der Menschenrechte zu verzeichnen und es herrsche Gesinnungsterror gegen Andersdenkende vor.“

Ausschnitt aus Abschlussbericht des MfS - Quelle: BStU

Ausschnitt aus Abschlussbericht des MfS
– Quelle: BStU

Akribisch verzeichnete die Stasi auch die Briefe an die „Gesellschaft für Menschenrechte“ in Frankfurt/Main vom Januar 1977, von deren „staatsfeindlicher gegen die DDR gerichteter Tätigkeit“ die Beschuldigten „durch Sendungen des BRD-Fernsehens Kenntnis erlangt“ hätten, ebenso wie einen Brief an den Generalsekretär der Uno und das Ministerium für Innerdeutsche Angelegenheiten der BRD.

„Danke! – Und jetzt lächelt sie

Im März 1978 wurde das Ehepaar schließlich verurteilt. Birgit K. erhielt 2 Jahre und 3 Monate, ihr Ehemann 2 Jahre und 6 Monate. Birgit wurde umgehend in das berüchtigte Frauenzuchthaus Hoheneck verbracht und gehört nicht zuletzt aus diesem Grund dem Verein „Frauenkreis der ehemaligen Hoheneckerinnen“ an.
Die Krügers hatten Glück: Bereits am 5.07.1978 „wurde das Ehepaar Krüger aus der Strafhaft in die BRD entlassen,“ wie es im Abschlussbericht über den OV „Schlosser“ heißt. Zuvor war am 29. Juni „eine ständige Einreisesperre eingeleitet“ worden.

„Ohne die Besuche in der Ständigen Vertretung und deren versprochenes und eingehaltenes Wirken wären wir nicht so schnell in die Freiheit entlassen worden,“ sagt Birgit Krüger bestimmt, „Danke!“. Und jetzt lächelt sie.

Podiumsdiskussion: „Das Versprechen der Freiheit“

In der ehemaligen Ständigen Vertretung findet am 29. August ab 18:30 Uhr im ersten OG des Gartenhauses aus Anlass des 25. Jahrestages der Maueröffnung eine Podiumsdiskussion statt (U6 bis „Oranienburger Tor“, von dort ca. 350 m Fußweg). Teilnahme (leider) nur gegen Voranmeldung beim Bundesministerium für Bildung und Forschung, 11055 Berlin.(841)

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785

Berlin, 11.08.2013/cw – Neben der offiziösen alljährlichen Gedenkfeier in der Bernauer Straße (10:30 Uhr Gedenkgottesdienst in der Versöhnungskapelle mit Rainer Wagner, Vorsitzender der UOKG und Prediger aus Neustadt an der Weinstraße, anschließend (11:00 Uhr) Kranzniederlegung und Gedenken am „Mahnmal Berliner Mauer“) finden an verschiedenen Orten in Berlin weitere, eher stillere Gedenkfeiern statt.

Gedenken an den Mauerkreuzen am Reichstag

So gestaltet die Vereinigung 17. Juni am 13. August ab 12:00 Uhr an den Gedenkkreuzen für die Mauertoten in der Ebertstraße (gegenüber dem Reichstag) eine „alternative Gedenkfeier“ an die Toten der Mauer. Jeder, der dem Getöse und dem Gedränge   offizieller Veranstaltungen  entgehen möchte, hat hier die Gelegenheit, in „sensitiver Stille des Mauerbaus am 13. August 1961 und seiner schmerzlichen Opfer zu gedenken,“ heißt es dazu in einem Aufruf der Vereinigung.

Einladung der CDU Reinickendorf

Einladung der CDU Reinickendorf

Brücken-Benennung in Reinickendorf

Am selben Tag (Dienstag, 13. August 2013) findet um 17:30 Uhr in der Klemkestraße am dortigen Kreuz eine Gedenkfeier der örtlichen CDU (Reinickendorf) statt. Aus diesem Anlass wird eine der Bahn-Brücken nach dem Mauer-Toten Horst Frank benannt. Zwei Frauen aus dem einstigen berüchtigten Frauenzuchthaus Hoheneck in Stollberg/Erzgebirge, Birgit Krüger und Monika Schneider, werden u.a. als Zeitzeugen vor Ort sprechen. Der Bläserchor der Ev. Johanneskirche wird die Gedenkfeier musikalisch umrahmen.

Horst Frank hatte am 29. April 1962 kurz nach Mitternacht zusammen mit einem Freund versucht, die Mauer in Wilhelmsruh in  der Nähe der dortigen Kleingartenkolonie „Schönholz“ im nördlichen Berlin zu überwinden. Nach Angaben seines Freundes Detlef W., dem die Flucht gelang, brauchten die beiden Männer über vier Stunden, um  unbemerkt die verschiedenen Barrieren, u.a. den an dieser Stelle 80 Meter breiten  Todesstreifen unbemerkt zu überwinden. Horst Frank verfing sich schließlich kurz vor dem letzten Hindernis in einer Stacheldrahtrolle, wurde entdeckt und unter Feuer genommen. Er verstarb gegen 4 Uhr früh im Vokspolizei-Krankenhaus.

Der Weg zum Gedenkkreuz für Horst Frank

Der Weg zum Gedenkkreuz für Horst Frank

Die drei Todesschützen wurden 1995 vom Landgericht Berlin wegen „gemeinsamen Totschlags“ zu Freiheitsstrafen „auf Bewährung“ zwischen 15 und 18 Monaten verurteilt.

Gedenken in  Treptow

Auch im Bezirk Treptow wird am  13. August der Opfer erinnert,  die die Grenzregime an der Grenze zu Neukölln und Kreuzberg verschuldeten. An das letzte Opfer von Gewehrsalven, Chris Goeffroy, wird um 11:30 Uhr der Bürgermeister, Oliver Igel und sein Kollegium erinnern. Ort: Gedenkstele am Britzer Zweigkanal in Höhe der Kleingartenanlage Harmonie.

Erinnerung an die toten Kinder

Für die jüngsten Maueropfer, die 10 bzw. 13jährigen Kinder  Jörg Hartmann und Lothar Schleusener wird der Bezirksverordnetenvorsteher der Bezirksversammlung Treptow-Köpenick,  Siegfried Stock und Kinder aus der Bouché- und Sonnenblumengrundschule ein Gebinde ablegen. Ort: Mahnmal für die Opfer in der Kiefholzstr. (Nähe Dammweg. hinter der Kleingartenanlage Kuckucksheim), 13:00 Uhr.

Mauer-Film im RBB

Am Abend des 13. August sendet der RBB ab 20:15 Uhr die Doku „Geheimsache Mauer – Die Geschichte einer Deutschen Grenze“ in seinem TV-Programm. „Der Film gewährt einen tiefen Einblick in die innere Logik des ‚Systems Mauer‘ und zeigt wie die Grenze funktionierte und was sie war – Symbol und traurige Realität des Kalten Krieges,“ heißt es dazu in der Programmmitteilung des Senders.

V.i.S.d.P.: Vereinigung (AK) 17. Juni 1953 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785

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