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Neustadt/Berlin, 2.01.2016/cw – Nein, leider kein Silvesterscherz, sondern schwarz auf weiß ein im Dezember-Missionsbrief der Stadtmission Neustadt (a.d. Weinstraße) wort-wörtlich unter dem Titel: „Dr. Theo Lehmann spricht Klartext – Eine eindringliche Botschaft zu uns Christen“ (S.6) so formulierter Skandal: „Was wir brauchen, sind bibelfeste und notfalls auch feuerfeste, KZ-fähige Christen.“

Nun ja, werden wohl einige Wagner-Fans sagen, das hat ja ein gewisser Lehmann geschrieben und dafür kann ja der Ayatollah von Neustadt nichts. Wirklich? In seinem Wort zum Monat im selbigen Missionsbrief zitiert Wagner diesen evangelikalen Pfarrer Dr. Theo Lehmann gleich zweimal. Keine Übereinstimmung? Distanzierung sieht anders aus.

Und Wagner wäre nicht der Prediger, dem gerade deswegen auch die Bezeichnung Ayatollah zugeschrieben werden darf, weil er es nicht lassen kann, seine Darstellungen zum Islam – diesmal in seiner Weihnachtsbotschaft – erneut zu artikulieren:

Durch die starke Präsenz des Islam ist uns in Deutschland eine Diskussion aufgedrängt, die wir nicht gesucht hätten. Natürlich ist der Koran nur ein menschliches Buch, das keinesfalls über der deutschen Verfassung stehen kann. Sein Autor nannte sich zwar Prophet, hat aber nichts mit den Propheten der Bibel gemein. Er lehrte einen Gottesglauben, der zwar auf biblische Episoden und Personen Bezug nimmt, aber dem wirklichen Gott in jeder Hinsicht widerspricht. Da der Koran Jesus als Gottessohn und Messias (griechisch: Christos) und Gott als dreieiniges Wesen leugnet, ist er im biblischen Sinn antichristlich.  Schreibt doch Johannes:
„Wer ist ein Lügner, wenn nicht, der da leugnet, dass Jesus der Christus sei? Das ist der Widerchrist, der den Vater und den Sohn leugnet.“ (1Joh 2,22)
Dazu kommt, dass sich Mohammed, der Autor des Koran, vieler Sünden und menschlicher Schandtaten schuldig gemacht hat. So lebte er mit den ersten Muslimen in Medina vom Straßenraub an den Geschäftsleuten aus Mekka. Er ließ seine Gegner erbarmungslos ermorden und beging ähnliche Taten wie die Terroristen des Islamischen Staates oder die Herrscher von Saudi-Arabien heute. Da er dafür nie Buße tat, kann der Koran, seine Schrift, nicht heilig sein.“

Zuvor rechnet der durch die Kirche Rheinland-Pfalz ordinierte Prediger mit dem Evangelischen Kirchenboten ab: „Unter der Überschrift „Grundgesetz steht über Bibel und Koran“ findet sich ein Kommentar im „Evangelischen Kirchenboten“ (41/15). Wenn Politiker derartige Meinungen äußern, werden wir dies akzeptieren müssen. Der Staat ist neutral und orientiert sich nicht an den Normen unseres Glaubens. Wenn aber die pfälzische Kirchenzeitung derartige Meinungen äußert, freue ich mich darüber, dass dieses Blatt nur von einem überschaubaren Kreis gelesen wird. Diese Aussage mag zwar politisch korrekt sein, widerspricht aber dem christlichen Glauben. Sie kann nur von Menschen vertreten werden, die Jesus als persönlichen Heiland nicht kennen und die die Bibel nicht wirklich ernst nehmen.“

Nach diesen neuerlichen Veröffentlichungen dürften nicht nur einige Politiker froh sein, dass der Stadtmissionsbrief nur von einem überschaubaren Kreis gelesen wird. Sie dürften auch froh darüber sein, dass der seinen Ruf erneut bestätigende Ayatollah nicht mehr auf der offiziellen Seite des Bundestages aufgeführt wird und seine politischen Ämter „auf Anraten seiner hochrangigen politischen Freunde“ aufgegeben hat.
Nur in der UOKG trauern einige Unentwegte nach wie vor ihrem einstigen Vorsitzenden nach. Jetzt auch noch?

Siehe auch: http://www.stadtmission-neustadt.de/smb/stadtmissionsbrief_2015-12.pdf

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785 (1.068)

Berlin, 3.06.2015/cw – Der Rücktritt des langjährigen Vorsitzenden der UOKG „von allen politischen Ämtern“ hat wohl nicht nur bei Rainer Wagner postoperative Schmerzen ausgelöst. Auch die UOKG tut sich schwer mit dem vor sechs Wochen „aus gesundheitlichen Gründen“ erklärten Schritt zurück. Jedenfalls schob jetzt der Bundesvorstand am 1. Juni eine Erklärung nach, die mehr Fragen aufwirft als Antworten gibt http://www.uokg.de/cms/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=30&Itemid=28.

Hatte Wagner unglückseligerweise seine gesundheitlichen Gründe relativiert und vorgebliche Pressionen gegen ihn dosiert ggüb. Presseagenturen angeführt, standen hinter diesen „Rücktrittsforderungen“ wenig später bereits „rechtsextreme Kreise.“ Hier konnte wohl einer mit dem eigenen Schritt (zurück) nicht Schritt halten und schien nun seine Entscheidung, die zunächst allgemein Respekt auslöste, zu bereuen.

Der wortstarke und als „Ayatollah von Neustadt“ bezeichnete evangelikale Prediger rang erkennbar plötzlich selbst um Worte. Ähnlich die UOKG (und auch die VOS). Beide Verbände begnügten sich zunächst mit einem Kurzzeiler, in dem man „Respekt und Verständnis“ äußerte, Punkt. Jetzt folgte (am 1. Juni) auf eineinhalb Seiten eine Erklärung des UOKG-Bundesvorstandes, in der kaum verhohlen Kritik an den Medien geübt wird, weil, zu „vermissen ist, dass diejenigen, die sich berechtigt fühlen, jetzt über Rainer Wagner zu richten, ganz offensichtlich die Zusammenhänge nicht kennen oder auch nicht wahrhaben wollen und über die notwendigen theologischen Kenntnisse nicht verfügen.

Kirchliche Agenturen ohne „theologische Kenntnisse“?

Wer immer diese Erklärung im Namen des Bundesvorstandes verfasst hat: Der oder die Autoren scheinen selbst wenig Ahnung von der Materie zu haben. Denn es waren vornehmlich die kirchlich ausgerichteten Nachrichtenagenturen idea und epd, die den Rücktritt und – was besonders wichtig erscheint – die von Wagner selbst nachgereichten Begründungen verbreiteten. Die übrigen Medien haben diese Verlautbarungen – wie allgemein üblich – lediglich übernommen. Und diesen kirchlichen Agenturen kann man ja nach Gusto einiges unterstellen, aber mangelnde Kenntnis?

Wagner hat den Dachverband offensichtlich verstört. Wie anders ist zu verstehen, wenn der Bundesvorstand einerseits einräumt, „Die evangelikale Haltung Rainer Wagners war dem Vorstand wie auch den Mitgliedsverbänden seit Jahren bekannt,“  zuvor aber feststellt, es handele sich um eine „bislang unbekannte Rede“?
Bei den Äußerungen,“ so der Vorstand, „die man Rainer Wagner anlastet, handelt es sich erkennbar um theologische und nicht um politische Aussagen.“ Wagner habe aufgrund der Entscheidungen nach „zwei Selbstanzeigen auf die Rechtmäßigkeit der durch die Staatsanwaltschaft ergangenen Entscheidungen … vertrauen“ dürfen.“ (Eine Anzeige war nach Kenntnis der Redaktion von einem jüdischen VOS-Mitglied in 2007 erstattet worden, die zweite Anzeige hatte Wagner nach Aufkommen neuerlicher Kritik selbst auf den Weg gebracht.)

Aussagen aus politischer Sicht nicht zu akzeptieren

Das mag ja alles sein. Die UOKG selbst hätte aber rechtzeitig auf die Unvereinbarkeit derartiger Äußerungen mit den politischen Mandaten Wagners hinweisen müssen. In der vorliegenden Erklärung stellt der Vorstand (nach dem Rücktritt!) selbst fest: „Was man Rainer Wagner vorwerfen kann ist, dass er als Vorsitzender eines politischen Vereins wie der UOKG damit rechnen musste, dass seine beanstandeten theologischen Aussagen einer politischen Bewertung und Deutung unterzogen werden und aus politischer Sicht nicht zu akzeptieren sind.“ Nichts anderes hatten die Kritiker vorgetragen. Und wenn der Bundesvorstand nun konstatiert, „Rainer Wagner hat inzwischen selbst eingeräumt, er würde sich in einer solchen Weise heute nicht wieder äußern“, warum hat man dann nicht verhindert, dass Wagner sogar gerichtlich gegen eine Erklärung vorgegangen ist, in der genau das postuliert wurde?

Die Kritiker waren offenbar doch nicht auf „infame Internetmobbing-Attacken“ ausgerichtet, wie der Vorstand recht dreist unterstellt. Der oder die Verfasser der vermeintlichen Erklärung von Rainer Wagner wollten offensichtlich einen gangbaren Weg aus der Theo-politischen Sackgasse finden, in die sich der Neustädter Prediger hineingepredigt hatte. Wagner wollte diesen Weg nicht gehen und scheiterte nun wohl selbst an dem bisher von außen behauptetem Widerspruch zwischen religiös motivierter Überzeugung und politischem Amt.

Wagners Rücktritt war unausweichlich und gut so. Weder er noch der Bundesvorstand sollten diesen richtigen Schritt relativieren, sondern nach vorne blicken und durch die Wahl eines kompetenten Nachfolgers dieses (auch durch die nachfolgenden Erklärungen) unrühmlich gewordene Kapitel schnell hinter sich lassen. Der Vorstand: „Die Angelegenheit (sollte) damit ihr Bewenden haben.“ Eben. (997)

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785

Von Carl-Wolfgang Holzapfel

Neustadt a.d. Weinstraße/Berlin, 18.12.2014/cw – Weihnachtszeit – stille Zeit? Wer den tagtäglichen Trubel vor dem Fest auf unseren Straßen oder in den Kaufhäusern erlebt, hat da so seine berechtigten Zweifel. Aber muß man dem heutigen Leben gleich abschwören und sich womöglich nach den goldenen Zeiten des Glaubens im Mittelalter sehnen? Die Inquisition verbrannte Hexen, die sich dem Teufel verschworen hatten, folterte Glaubensabtrünnige und sorgte so für die Aufrechterhaltung des rechten Glaubens.

Gegen diese Ordnung war einst Martin Luther aufgestanden. Dennoch gibt es gerade in dieser protestantischen Kirche mit den Evangelikalen eine Bewegung, die sich aus Überzeugung wohl noch vor Luther zurück bewegen will, mit ihren Bibel-Auslegungen die Katholische Kirche von Heute in einem wahren liberalen und menschenfreundlichen Licht erscheinen lassen.

Moderne Theologie: Sentimentale Weihnachtsgefühle

Als einer der Vorreiter dieser „bibeltreuen Christen“ versteht sich der bereits als „Ayatollah von Neustadt“ bezeichnete Prediger Rainer Wagner, dessen Bekenntnis zur „wortgetreuen Auslegung der Heiligen Schrift“ vernachlässigt werden könnte, wenn nicht gerade Wagner in vielfachen weltlichen Positionen, also mitten im Bereich der „Wirkungsstätte Satans“, vertreten wäre.
Der Ayatollah schleudert wie gewohnt auch zu Weihnachten wieder seine Wort-Blitze in die Welt der Verlorenen, wirft der Amtskirche vor, dass „die moderne Theologie diese biblische Wahrheit zugunsten eines bloßen innerweltlichen Vernunftglaubens, der mit etwas sentimentalen Weihnachtsgefühlen gespickt ist, aufgegeben“ hat. http://www.stadtmission-neustadt.de/smb/stadtmissionsbrief_2014-12.pdf

In seinem Weihnachtsbrief der Stadtmission Neustadt stimmt der Prediger und Vorstandsmitglied der evangelikalen „Evangelischen Allianz“ zunächst auf die Weihnachtzeit ein, beschreibt die „ANKUNFT Jesu“ um dann fortzufahren: „Diese ANKUNFT hat zwei Aspekte die wir immer im Auge behalten sollten. Der Weihnachtsaspekt: Gott kam in Christus in die Welt, um uns zu erlösen“, aber: „Der Aspekt des Jüngsten Tages: Jesus wird wieder kommen, um die Welt zu richten.“

Wir gehen unbeirrt auf die Hölle zu

„Warum das alles? fragt Wagner und gibt die Antwort: „Auch das sagt uns die Heilige Schrift: Unsere Welt ist seit dem Sündenfall das Herrschaftsfeld des Bösen (Eph 2,1.2). Von Natur her sind wir Satans Sklaven und gehen unbeirrt auf die Hölle zu. Unserer Sünde Bezahlung ist die Verdammnis, der ewige Tod (Röm 6,23).“ Die weihnachtliche Tröstung durch den Ayatollah bleibt nicht aus: „Aber Gott will nicht, dass wir zur Hölle fahren (Hes 33,11).“ Gott sei Dank, wenigstens das nicht! Doch dann liest Wagner der Amtskirche die Leviten: „Die moderne Theologie hat diese biblische Wahrheit zugunsten eines bloßen innerweltlichen Vernunftglaubens, der mit etwas sentimentalen Weihnachtsgefühlen gespickt ist, aufgegeben.“ Und er bedauert: „Leider rückt diese Hauptlehre unseres Glaubens auch bei manchen Evangelikalen in den Hintergrund.“ Ach was.

Drohung oder Verheißung?

Wagner: „Nun erinnert bibeltreue Christen die Adventszeit auch daran, dass Jesus versprochen hat, wieder zu kommen. Im Glaubensbekenntnis reden wir davon: „Von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten“. Nach den Worten des Ayatollah gibt es „einen 2. Advent, ein zweites Kommen Jesu.“ Aber: „Wenn dies soweit sein wird, kommt Jesus nicht mehr als Kind und Retter der Sünder, sondern als Richter.“ Die weihnachtliche Verheißung – oder Drohung: „Für die, welche nicht glauben wollen, wird dieses zweite Kommen Jesu aber ein furchtbares Erschrecken nach sich ziehen. Die Bibel sagt, dass die Menschen an diesem jüngsten Tag lieber tot sein möchten, als Gottes Gericht zu erleben (Offb 6,15-16).“

Der Prediger, im Nebenberuf auch Vorsitzender der Verfolgten-Organisationen UOKG und VOS und Mitglied in zahlreichen politischen Gremien, erinnert beschwörend daran, dass die Bibel Zeichen nennt, „die auf das Ende der Welt hinweisen. Sie ermahnen uns, stets bereit zu sein für den letzten Tag unserer Welt.“

Globalisierung ein moralischer Verfall der Menschheit

Die Beweisführung: „Die Bibel redet von Naturkatastrophen, Kriegen, Bürgerkriegen, Seuchen, Wirtschaftskrisen, Christenverfolgungen, einer Zuspitzung der politischen Probleme auf den Nahen Osten. Dazu kommt das Streben der Welt nach Globalisierung. Ein moralischer Verfall der Menschheit wie in Sodom und Gomorrha (Mt 24,38; Luk 17,29). Man wird eine Welteinheitsregierung und Welteinheitsideologie anstreben (Offb 13)“.

Dieser Ayatollah lebt mitten unter uns. Während Tausende auf die Straße gehen, um gegen die „Islamisierung des Abendlandes“ zu protestieren, wäre es vielleicht ratsamer, erst einmal das Augenmerk auf einige Sektierer zu richten, die sich – offensichtlich unbemerkt von einer breiteren Öffentlichkeit – bereits in zahlreichen Funktionen eingenistet haben.

Weihnachten ist und bleibt wohl ein Fest der Widersprüche. Trotzdem: Fröhliche Weihnachten! Auch nach Neustadt. Denn wahrscheinlich ist der Ayatollah kein „Knecht Satans“. Er ist und bleibt wohl auch nur ein Mensch wie Du und ich – mit all seinen Widersprüchen. Bedauerlich, das er hier seine Position für recht obskure Weltvorstellungen missnutzt. (908)

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, redaktion.hoheneck@gmail.com
(ausgenommen Zitate aus dem Stadtmissionsbrief Dez.2014, für die der Autor Rainer Wagner verantwortlich zeichnet.)
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