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Von Klaus Hoffmann

Die Demonstrationen, auf denen die Unzufriedenheit mit der Regierung zum Ausdruck gebracht wird, sind das Salz in der Suppe der Demokratie.
Es ist schwer zu ertragen, wie die Parteienvertreter mit Wort- und Geschichtsakrobatik zum vorgeblichen Rechtsextremismus dem Volk übers Maul fahren und damit Demonstranten verdächtigen, beleidigen und in eine diskreditierende Schublade stecken.

Die Reden auf den PEGIDA-Treffen sind nun einmal nicht abgefasst in der glattgebügelten political-correctness-Sprache. Bei unzweifelhaft hetzerischen Formulierungen, wie die des Gastredners Akif Pirinçci, gehört allerdings sofort das Mikrofon abgeschaltet! Die Demonstranten haben durch ihren lauten Protest zu der „KZ-Passage“ deutlich gemacht, dass sie so etwas nicht hören wollen. Trotzdem nutzte der politisch eingelinkte Teil der Medien diese Passage als Steilvorlage für die Rundum-Beleidigung der gesamten Demonstration!

Ein wirkliches Ernstnehmen der Unzufriedenheit bestünde zuallererst in der klaren Aufklärung darüber, ob das Asylrecht der Einwanderung gleichgesetzt wird oder nicht! Der Zustrom aus aller Welt kann dem deutschen Volk nicht vernebelnd als “bunte Blutauffrischung“ verkauft oder zugemutet werden!

Der Umgang mit den Flüchtlingen muß für jeden alteingesessenen Bürger verständlich die klare Absicht der Politik auf Rückführung der Zugewanderten zum Ausdruck bringen!

Zum Beispiel sollte jeder Flüchtling bei seiner Registrierung eine Bereitschafts-Erklärung unterschreiben, dass er mit seiner Familie in seine Heimat zurückzukehren werde, wenn dort keine Gefahr für Leib und Leben mehr besteht.

So lange es z.B. solche Klarstellungen aus der Politik nicht gibt, sollte man sich nicht über PEGIDA beklagen. Die „Alimentierung“ der Reise- und Teilnahmekosten von deutschlandweit angekarrten Gegendemonstranten – unter diesen häufig genug Links-Extremisten – durch die staatliche Finanzierung von „Bündnissen gegen Rechts“ schütten eher Öl ins Feuer, als dass dies zu einer kultivierten Debatte beiträgt. Mit Diffamierungen von über 20.000 durch die ggw. Politik beunruhigten Demonstranten, die vor einem Jahr noch keine 500 waren, wird man diese Entwicklung nicht aufhalten können. Was, wenn nicht?

Zweifellos zieht Angst durch die deutschen Lande! (1.047)

V.i.S.d.P.: Klaus Hoffmann, Berlin – c/o Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 030-30207785

von  Carl-Wolfgang Holzapfel

Berlin, 20.04.2015/cw – Gestern Abend, zur besten Sendezeit (21:45 Uhr, ARD): Günther Jauch hatte wieder einmal kontroverse Gäste in den Berliner Gasometer eingeladen. Die engagierten sich auch diesmal verbal gewohnt heftig, wobei Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung, und Roger Köppel, Journalist aus der Schweiz, hörenswert aneinander gerieten. Es ging – wieder einmal – um „Das Flüchtlingsdrama – Was ist unsere Pflicht?“, so der Sendetitel.

So notwendig diese Diskussionen sind (allemal besser als die zahlreichen Schwarz-Weiss-Doktrinen, wie weiland „Das Boot ist voll!“): Endliches Handeln wäre wichtiger. Seit nunmehr 25 Jahren, um einen Ausgangspunkt festzumachen, debattieren wir um das selbe Thema, ohne dass sich fundamental etwas geändert hat. Ich selbst habe vor 25 Jahren in Bayern am Straßenrand gestanden und den damaligen Demonstranten für ein „humanes Asylrecht“ auf einem Schild den Spruch entgegen gehalten: „Hört auf mit dieser Heuchelei, in Euren Häusern sind noch Zimmer frei!“

Schon damals hatte ich gefragt, was denn in diesem Land geschähe, wenn die (damalige) Bundestagspräsidentin ein Signal setzen und in ihrer Dienstvilla einer Familie Asyl gewähren würde? Was für ein Ruck durch das Land gehen würde, wenn der Bundespräsident im Schloß Bellevue eine Zimmerflucht für Kriegsflüchtlinge frei machen würde? Nichts Vergleichbares ist seither geschehen. Aber wir debattieren weiter landauf landab ein Problem, als stünde dies erst seit gestern vor der Tür.

Es fehlen Konzeptionen

Was diesem Land fehlt, sind Konzeptionen. Nehmen wir ein Beispiel. Da gibt es vor den Toren Berlins in Richtung Hamburg (und nicht nur dort!) eine riesige Anlage verfallener Kasernenbauten der einstigen Sowjetischen Besatzungsmacht. Die Wiederherstellung kostet vermutlich Millionen Euro. Warum verbindet man nicht eine kostenaufwändige Renovierung mit der Einbindung von Flüchtlingen? Mit einem entsprechenden Programm, wohlmöglich auch mit EU-Mitteln unterstützt, könnten hier Flüchtlinge angesiedelt und begleitend unter Anleitung handwerklich beschäftigt und ausgebildet werden. Die so geschaffenen Unterkünfte würden, selbst geschaffen bzw. wiederhergestellt, vermutlich sorgsam selbstverwaltet und nicht – etwa durch Vandalismus – wieder ramponiert werden. Weil man mit dem Selbstgeschaffenen anders umgeht als mit einer zugewiesenen Unterbringungs-Immobilie. Darüber hinaus könnten wir mit diesem Programm mögliche Voraussetzungen schaffen, dass die so ausgebildeten Menschen mit den notwendigen Kenntnissen ausgestattet werden, um einst ihre durch Krieg zerstörte Heimat (mit finanzieller Unterstützung durch die reichen Euro-Staaten) wiederaufzubauen. Das ließe sich sogar vertraglich festschreiben, das wären Investitionen in die Zukunft! Die so in ein Konzept eingebundenen Menschen würden auch nicht zu Sozialhilfeempfängern degradiert werden, sondern erhielten vom ersten Tag an entsprechende Entgeltzahlungen für die erbrachten Arbeitsleistungen, incl. Kranken- und Sozialversicherung.

Ich behaupte ja nicht, dass das alles einfach umzusetzen wäre. Dazu brauchte es den Willen, statt endloser Debatten endlich über Konzeptionen nachzudenken und diese dann umzusetzen. Die symbolische Aufnahme von Familien in die Dienstvillen unserer Politiker wäre ein denkbarer Anfang. Allerdings ohne dass diese damit gleich wieder Zusatzzahlungen in die eigenen Taschen verbinden.

Dieses Land braucht einen sprichwörtlichen Ruck, den Mut zu umsetzbaren Konzeptionen. Leerstehende Immobilien gibt es mehr als genug, in Berlin (z.B. Dahlem, Thielallee), vor Berlin und sicherlich in manchen Bundesländern unserer Republik. Von zunehmend entleerten, weil verlassenen Dörfern ganz zu schweigen.

Lasst uns endlich handeln – geredet haben wir genug. (974)

V.i.S.d.P.: C.W.Holzapfel -Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785

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