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Exil-Iraner erinnern an verratene Revolution von 1979 gegen den Schah

Berlin, 12.02.2011/cw – Beflügelt von der erfolgreiche  friedlichen Revolution in Kairo demonstrierten über 200 Exil-Iraner und ihre deutschen  Freunde für die Freiheit des Iran, gegen die blutige Diktatur der religiösen Fanatiker in Teheran.

"Gestern Ägypten - Heute Iran" - Die Diktatur-Opfer von Gestern zeigten Flagge

Mehrere Redner forderten die Einstellung der fast täglichen Hinrichtungen politischer Gegner, die brutalen Ermordungen durch Steinigungen. Der Vorsitzende der Vereinigung 17. Juni erinnerte vor dem Hintergrund des Brandenburger Tores an den 9. November 1989, der „uns die Befreiung von der zweiten deutschen  Diktatur brachte“, an die Revolution in Ägypten und das Ende „des ägyptischen Pharaos nach dreißigjähriger Herrschaft“. Unter dem Beifall der Anwesenden rief Holzapfel aus: „ Auch Ihr, liebe Freunde, werdet Euren 9. November in den Straßen und auf den Plätzen Eures Landes erleben!“

Christian Zimmermann, der Leiter des Berliner Büros der Gesellschaft für Menschenrechte, forderte wie Holzapfel den Abbruch der diplomatischen  Beziehungen zu dem Blut-Regime im Iran: „Es muss endlich Konsequenzen geben gegen den Blutrausch im Iran!“

Auch Tatjana Sterneberg von der Vereinigung demonstrierte

Der Menschenrechtler und Berliner Rechtsanwalt Bernd Häusler berichtete über die aktuelle Verhaftung von drei Rechtsanwälten im Irak, die den bedrohten und terrorisierten Einwohnern der Enklave Ashraf Rechtsbeistand leisten wollten: „Dieser Vorgang ist nicht hinnehmbar, er untergräbt die verbrieften Rechte eines jeden Menschen auf rechtliche Vertretung!“ rief Häusler empört aus. Häusler forderte die Deutsche Regierung und die Instanzen der UNO auf, endlich gegen die Missachtung der Menschenrechte im Irak und im Iran tätig zu werden.“

Redner aus dem Iran gaben bekannt, dass es allein im Januar nach offiziellen Angaben 90 Hinrichtungen gegeben habe, das seien an jedem Tag mindestens drei Tote durch die Mörderhände der Mullahs. „Wie lange wollen die Völker der Welt diesem Massaker gegen das eigene Volk zusehen?“

Unter den Linden zogen die Demonstranten an neugierigen Touristen vorbei

Die Vereinigung 17. Juni, die mit mehreren Mitgliedern an der Demonstration  teilnahm und auf eigenen Transparenten unter den Flaggen Ägyptens und Irans getextet hatten: „Gestern Ägypten – Heute Iran – jetzt sind die Mullah-Diktatoren dran!“ kritisierte das „Verstummen der sonst durchaus lautstarken deutschen Politik gegenüber Iran. Man kann nicht den Umsturz im Schatten der Pyramiden nach dreißig Jahren Umarmung des Pharao begrüßen und zu den 32 Jahren Blutherrschaft im stolzen Land der Perser schweigen,“ so der Sprecher des Vorstandes. Das sei nicht nur im höchsten    Maße unglaubwürdig, dies sei pure Heuchelei.“

 

V.i.S.d.P.: Vorstand Vereinigung (AK) 17. Juni 19053 e.V., Berlin, Tel.: 030-30207785 –       Fotos: © 2011 LyrAg / Vereinigung 17. Juni 1953

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