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Berlin, 11.11.2021/cw – Am bevorstehenden Volkstrauertag, 14.11. um 11:00 Uhr, wird die Vereinigung 17. Juni die letzten erneuerten Mauerkreuze der Öffentlichkeit übergeben. Zum 60. Jahrestag des Mauerbaus hatte der Verein die Initiative „Den Opfern ein Gesicht geben“ ins Leben gerufen und zum 13. August die Kreuze in der Ebert-/Ecke Scheidemannstraße bereits erneuert. Auf den ursprünglichen Kreuzen waren lediglich Namen und Todesdaten der Maueropfer benannt. Die Initiative fügte diesen das jeweilige Geburtsdatum, ein Portrait und eine Kurzbiografie über deren Sterben an der Mauer zu.

Am 13. August diesen Jahres waren die Kreuze in der Ebertstraße bereits erneuert worden – Foto: Gohlke/LyrAg-Press

Seither konnten die Initiatoren ein beeindruckendes Interesse von Besuchern und Touristen  feststellen. „Jung und Alt bleiben jetzt stehen, lesen intensiv die Texte und nehmen so das dramatische Geschehen an der einstigen  Mauer zur Kenntnis,“ stellte der Vereinsvorsitzende befriedigt fest. Die Kreuze waren in Anwesenheit zahlreicher Bürger, des ehemaligen Regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen, der Fraktionsvorsitzenden im Abgeordnetenhaus, Antje Kapek und Burkard Dregger, sowie weiterer Abgeordneter, auch aus dem Bundestag, zum 60. Jahrestag enthüllt worden. Die Finanzierung erfolgte bislang ohne öffentliche Mittel durch Spenden aus immerhin zwei Bundestagsfraktionen, Spenden von Vereinsmitgliedern und Außenstehenden. Aus fünf der sechs Bundestagsfraktionen erhielt die Vereinigung ausdrückliche Zustimmung.

Bundestag begrüßt Erneuerung

Die Bundestagsverwaltung teilte der Vereinigung Anfang November überdies mit: Der Deutsche Bundestag begrüßt sehr, „wenn die Mauerkreuze durch den Verein in gutem Zustand gehalten werden.“ Daher wünsche er „Ihrem Vorhaben der Erneuerung zum 9. November 2021 gutes Gelingen.

So sehen die Mauerkreuze vor der beabsichtigten Erneuerung am 14.11.2021, 11:00 Uhr am Speeborgen aus – Foto: LyrAg-Press

Die ursprünglichen Planungen des Vereins sahen die zusätzliche Erneuerung der Kreuze am Spreebogen zwischen Reichstagsgebäude und Paul-Löbe-Haus zum 9. November vor. Aus planerischen Gründen war dieser Termin nicht einzuhalten. So entschied sich der Verein für den Volkstrauertag, „der auch das Gedenken an die Toten der Teilung unseres Landes einschließt.“ Obwohl für diesen Teil der Erneuerung bisher keine nennenswerten Spenden eingegangen sind, wollte der Verein die Erneuerung nicht bis zum „St.-Nimmerleinstag“ im neuen Jahr verschieben. Man habe daher „persönliche Bürgschaften“ für die Kosten in Höhe von derzeit 2.950 € übernommen und hoffe im Nachgang auf entsprechende Spenden. „Es gehört zur Achtung und Ehrung der Opfer, die Erinnerung an deren unmenschliches Sterben angemessen, d.h. an einem dafür geeigneten Tag vorzunehmen,“ erklärte Vorsitzender Holzapfel zum jetzt vorgesehenen Termin.

Spenden für die Kreuz-Erneuerungen erbeten

Der Verein bittet um Spenden mit dem Vermerk „Mauerkreuze Spreebogen“ an die Vereinigung 17. Juni 1953 e.V.: IBAN: DE27 7009 1600 0000 6329 02 – Ammerseebank.Für Beträge bis 100 € reicht die Vorlage des Überweisungsbeleges beim Finanzamt (Antrag auf Steuerjahresausgleich), für höhere Beträge stellt der als gemeinnützig anerkannte Verein auf Anforderung (Name und Adresse nicht vergessen) eine entsprechende Spendenbescheinigung aus.

V.i.S.d.P.: © 2021 Redaktion Hoheneck, Berlin – Mobil: 0176-48061953 (1.680).

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