Berlin, 26.10.2018/cw – Das Arbeitsgericht hat den für den 29. Oktober zunächst angesetzten Termin  für eine Güteverhandlung in Sachen  Helmut Frauendorfer abgesagt. Zunächst müsse die Zuständigkeit geprüft werden, nachdem die Gedenkstätte über ihre Rechtsvertretung diese bezweifelt hatte.

Der bisherige stellvertretende Direktor war noch vom bisherigen Gedenkstättenleiter Hubertus Knabe nach Vorwürfen „wegen sexueller Belästigungen von Mitarbeiterinnen“ entlassen worden und hatte dagegen Klage eingereicht. Wenig später war auch Hubertus Knabe, hier vom Stiftungsrat, gekündigt worden. Hauptvorwurf: Mangelnde Aktivität bzw. Untätigkeit, um  den bekannten Vorwürfen nachzugehen bzw. fehlende Fähigkeit, die Gedenkstätte zu reformieren. Seltsamerweise soll Knabe auch vorgeworfen worden sein, seine  Kompetenzen mit der Kündigung seines Stellvertreters überschritten zu haben, was im Widerspruch zum Vorwurf der Untätigkeit stehen würde.

Auch Knabe hat Klage gegen seine Kündigung eingereicht, die aber im Gegensatz zu Frauendorfer vom Arbeitsgericht erst gar nicht angenommen worden war, weil zunächst die Zuständigkeit geprüft werden müsste. Zumindest Knabe wird sich daher voraussichtlich an das Verwaltungsgericht wenden müssen.

Aktuell: Kolumne von Gunnar Schupelius in der B.Z.: https://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/hat-lederer-in-hohenschoenhausen-doch-ein-falsches-spiel-gespielt

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