Berlin, 19.01.2017/cw – Heute, auf den Tag vier Wochen nach dem Terror-Anschlag vor der Gedächtniskirche gedenken die Berliner der Opfer und ihrer Familien. Die ehemalige Abgeordnete im Europäischen Parlament, Eva Quistorp, hatte dazu aufgerufen, sich am heutigen Tag von 19:30 – 20:30 Uhr am Geschehensort (Budapester Straße) zu einer Mahnwache einzufinden. Die evangelische Theologin gehörte mit Petra Kelly und Joseph Beuys 1979/80 zu den Gründern der Grünen.zur-trauer-tragen_2

Die in Berlin ansässige Vereinigung 17. Juni hat dazu aufgefordert, heute „in allen Großstädten Deutschlands“ zur selben Zeit aller Toten des Terrors zu gedenken. So könnte man sich „zur selben Stunde“ wie in Berlin vor der Frauenkirche in München, dem Kölner Dom oder dem Hamburger Michel einfinden. Die Teilnehmer würden mit ihrer Trauer „ein Zeichen gegenüber der Politik in Deutschland setzen, die sich im Gegensatz zu den Staatsführungen in anderen betroffenen Staaten bisher nicht zu einem angemessenen Gedenken bereit gefunden hat“, so der Vorstand des Vereins.

Die Vereinigung hatte nach Weihnachten bei der Staatsanwaltschaft Berlin Anzeige gegen Unbekannt wegen Unterlassung erstattet. So hätten die nach dem Anschlag vor den Weihnachtsmärkten platzierten Betonsperren, rechtzeitig aufgestellt, zumindest diesen Anschlag vor der Gedächtniskirche verhindern können. „Spätestens nach dem Ereignis in Nizza hätte die Möglichkeit eines solchen Anschlages in die Sicherheitsmaßnahmen einbezogen werden müssen“.

V.i.S.d.P.: Vereinigung 17.Juni 1953 e.V., Berlin – Tel.: 0176-48061953

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