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Ein mögliches Weihnachtsgeschenk: "Der Prenzlauer Berg"

Ein mögliches Weihnachtsgeschenk: „Der Prenzlauer Berg“

Berlin, 28.12.2016/cw – Sie veröffentlichte bereits zahlreiche sogen. Mitmachbücher, so am 8. Mai vorigen Jahres: „Allgäu – zum Mitmachen und Entdecken“, mit dem Kinder durch Interaktion Wissenswertes über das Allgäu spielerisch erfahren und erlernen konnten. Jetzt hat Susanne Scheffels, Architektin, Buchautorin und Mutter von zwei Söhnen mit dem kleinen Band „Prenzlauer Berg“ ein Mitmachbuch für neugierige Kinder aus dem Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg rechtzeitig zu Weihnachten vorgelegt.

Auf vielen Seiten kann nach Herzenslust gespielt, gebastelt, gemalt und gerätselt werden. Das Würfelspiel „Mein Kiez“, der Bastelbogen für den Wasserturm „Dicker Herrmann“ oder spannende Experimente lassen bei aktiven Kids keine Langeweile aufkommen. Was der WILLEGOOS-Verlag in seiner Werbung beschreibt, kann ohne Einschränkungen unterstrichen werden. Die Idee des Verlages: Willegoos ist Plattdeutsch und bedeutet Wilde Gans oder eben Graugans. Und die „flattert durchs Logo und wuselt durch alle Bücher“ des Verlages. Mit Willegoos „können Kinder wie ein Zugvogel die Welt entdecken“.

Viele Möglichkeiten der Beschäftigung - Die Rückseite des Mitmachbuches

Viele Möglichkeiten der Beschäftigung – Die Rückseite des Mitmachbuches

Neben den vielfachen Einblicken in den Kiez durch klug ausgewählte Sachinformationen und den ausgewiesenen Beschäftigungs-möglichkeiten gibt das Mitmachbuch Antworten auf viele Fragen: Wo ist hier ein (Prenzlauer) Berg? Wie funktionierte die Wasserversorgung? Und, und, und… Aber es werden auch ernste Frage gestellt, ohne die vorhandene kindliche Neugier zu überfordern: Warum war hier eine Mauer? Sogar die Erstellung eines Fluchttunnels zwischen Ost und West wird kurz und einsichtig auf kindlichem Niveau geschildert und begründet, ohne mögliche Angstträume zu provozieren: Geschichte life für Kinder. Hinweise auf Ausstellungen und Spielplätze runden das hier vorgelegte Mitmachbuch gelungen ab. Eine gute, weil einmal bewußt andere Geschenkidee zu Weihnachten, nicht nur für ein schmales Budget (z.B. von Oma und/oder Opa) geeignet. So macht Auseinandersetzung mit dem eigenen Wohnumfeld durchaus Spaß. Urteil: Sehr empfehlenswert.

Spiel- und Mitmachbuch, 52 Seiten | Paperback fadengeheftet | ab 7 J – ISBN: 978-3-944445-22-9, 10,95 €.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 030-30207785 (1.183)

Karlsruhe, 28.11.2016 – In einer Entscheidung, die durch die Pressestelle des BGH heute veröffentlicht wurde, hat der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs die auf die Beanstandung der Verletzung sachlichen Rechts und mehrere Verfahrensrügen gestützte Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Lüneburg – 1191 Js 98402/13 27 Ks 9/14 – Entscheidung vom 15. Juli 2015 – ebenso verworfen wie die Revisionen mehrerer Nebenkläger, die mit ihren Rechtsmitteln eine Verurteilung des Angeklagten als Mittäter angestrebt hatten; weitere Nebenklägerrevisionen waren nicht in zulässiger Weise erhoben und sind daher ebenfalls verworfen worden. Das Urteil ist damit rechtskräftig (20. September 2016 – 3 StR 49/16).

Das Landgericht Lüneburg hatte den  im Tatzeitraum 22 bzw. 23 Jahre alten SS-Angehörigen Oskar Gröning (95) im wohl letzten Auschwitz-Prozess wegen Beihilfe zum Mord in 300.000 rechtlich zusammentreffenden Fällen zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Nach den Feststellungen des Landgerichts war der Angeklagte, der seit 1942 im Konzentrationslager Auschwitz eingesetzt war, an der systematischen Tötung der in Ungarn lebenden jüdischen Bevölkerung im Jahr 1944 beteiligt. Im Rahmen dieser sog. Ungarn-Aktion wurden in der Zeit vom 16. Mai bis zum 11. Juli 1944 mindestens 300.000 Juden nach Auschwitz deportiert und dort unmittelbar nach ihrer Ankunft in Gaskammern ermordet. Nach Ansicht des Gerichtes war Gröning in die Massentötungen in verschiedener Weise eingebunden. An mindestens drei Tagen war er an der Rampe eingesetzt, an der die Züge im Lager eintrafen. Dort hatte der SS-Mann in erster Linie die Aufgabe, das Gepäck der Deportierten zu bewachen. Dadurch sollte verhindert werden, dass dieses vor den Augen der Opfer geöffnet, durchsucht und geplündert wurde, was deren für den weiteren Ablauf als unerlässlich angesehene Arglosigkeit hätte beseitigen und zu Unruhe hätte führen können. Zugleich war der Angeklagte bei seiner Tätigkeit an der Rampe auch Teil einer Drohkulisse, die jeden Gedanken an Widerstand oder Flucht bereits im Keim ersticken sollte. Daneben wirkte der Angeklagte bei der Verwertung der Vermögenswerte der Deportierten zugunsten der SS mit. Schließlich oblag es Gröning während seiner gesamten Diensttätigkeit, die Deportierten zu überwachen und Widerstand oder Fluchtversuche mit Waffengewalt zu verhindern.

Ob Gröning nunmehr die Haftstrafe antreten muß, ist noch nicht entschieden. Über eine mögliche Haftfähigkeit des fast Hundertjährigen muß das zuständige Gericht nach der jetzt ergangenen Bestätigung des Urteils entscheiden.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 030-30207785 (1.182)

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