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Brandenburg an der Havel/Cottbus/Berlin, 9. August 20167cw – Das Menschenrechtszentrum Cottbus e.V., Vorsitzender Dieter Dombrowski (CDU), wird als erster Preisträger mit dem Brandenburger Freiheitspreis ausgezeichnet. Der erstmalige Preisträger wurde heute der Öffentlichkeit bekannt gegeben. Die Übergabe des mit 25.000 Euro dotierten und von der Deutschen Bank finazierten Preises findet am 11. Oktober 2016 um 17:00 Uhr im Rahmen eines Festaktes im Brandenburger Dom statt.

In der Begründung der Jury, der neben Prof. Dr. Wolfgang Huber Prof. Dr. Jutta Allmendinger, Dr. Jakob Hein, Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber, Prof. Dr. Christoph Möllers und Dr. Sigrid Nikutta angehören, sagte Jury-Vorsitzender Huber u.a.:

„Die gemeinsame Initiative ehemaliger Häftlinge und engagierter Zeitgenossen überzeugt. Sie bildet die Grundlage für ein Projekt, das die Erinnerung an das Schicksal politischer Gefangener in der Zeit der DDR mit dem Einsatz für die Achtung und den Schutz von Menschen- und Bürgerrechten heute und morgen verbindet. Aus der Solidarität mit denen, die um der Freiheit willen hinter Gittern saßen, wächst Verantwortung für die Zukunft der Freiheit.“

In einer heute ebenfalls verbreiteten Stellungnahme des Menschenrechtszentrums sagte die geschäftsführende Vorsitzende Sylvia Wähling: „Wir fühlen uns sehr geehrt, die ersten Preisträger dieser Auszeichnung sein zu dürfen. Die Männer, die bis 1989 in Cottbus zu Unrecht inhaftiert gewesen sind, strebten nach Freiheit. Gerade vor dem Hintergrund aufkeimender nationalistischer Tendenzen wollen wir besonders jungen Menschen zeigen, wie schutzbedürftig die Demokratie ist. Nur durch lebendige Erinnerung können wir dazu beitragen, dass es nie wieder zu einer Diktatur in Deutschland kommt.“

Der Brandenburger Freiheitspreis wurde vom Domstift Brandenburg 2015 anlässlich des 850-jährigen Jubiläums des Brandenburger Doms ausgelobt. Er wird alle zwei Jahre an herausragende Personen oder Institutionen vergeben, die engagiert und vorbildlich in den Bereichen Kultur, Religion, Wirtschaft oder Politik zur Verwirklichung des Freiheits-gedankens beigetragen haben.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) wird als Schirmherr des Preises die Laudatio halten.

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785 (1.140)

 

Berlin, 9.08.2016/cw – Zum 55. Jahrestag des 13. August 1961 (Mauerbau) wird vielfach der Opfer der Teilung gedacht. Die Vereinigung 17. Juni 1953 e.V. wird traditionell an den Mauerkreuzen in der Ebertstraße (zwischen Reichstag und Brandenburger Tor) ein Gedenken veranstalten und die Namen der Opfer an der Berliner Mauer von 1961 – 1989 verlesen (Samstag, 13.August, ab 11:00 Uhr).

Denkmal-Schändung - Hier das zerbrochene Kreuz, das an der TZhomaskirche in Kreuzberg an den erschossenen Paul Schulz erinnern sollte - Foto: LyrAg (2014)

Denkmal-Schändung – Hier das zerbrochene Kreuz, das an der Thomaskirche in Kreuzberg an den erschossenen Paul Schulz erinnern sollte – Foto: LyrAg (2014)

Buchlesung in Gedenkbibliothek

Bereits am heutigen Dienstag, 9. August, erinnert Matthias Bath mit einer Lesung in der „Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus“ im Nicolaiviertel, Nicolaikirchplatz 5-7, Beginn 18.00 Uhr. Der beruflich als Staatsanwalt tätige Autor liest aus seinem Buch „Berlin – Eine Biografie / Menschen und Schicksale geteilte“ (Nünnerich-Asmus-Verlag 2016), hier aus dem Kapitel: „Die geteilte Stadt.“ Bath war in den siebziger Jahren selbst Fluchthelfer und war deswegen in der DDR inhaftiert.

Zeitzeugen am Brandenburger Tor

Der Förderverein Gedenkstätte Hohenschönhausen bietet zusammen mit der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) zum 55. Jahrestag ein umfangreiches Programm auf dem Pariser Platz am Brandenburger Tor an. Unter dem Titel

Solidarität mit den Opfern des Mauerbaus –

Eine politische Demonstration mit Zeitzeugen“ bieten die Veranstalter zwischen 11:00 und 17:00 Uhr mehreren Zeitzeugen ein Forum, um über deren Schicksale zu berichten. Zwei originale DDR-Gefangentransporter werden aus diesem Anlass ausgestellt und können besichtigt werden.

Einzelheiten unter: http://www.stiftung-hsh.de/veranstaltungen/vorschau/solidaritaet-mit-den-opfern-des-mauerbaus/

Kranzniederlegung in der Bernauer Straße

In der einstigen „Straße der Tränen,“ in der Bernauer Straße im Bezirk Wedding, findet von 10:30 – 11:15 Uhr die traditionelle Gedenkfeier an die Toten der Mauer des Berliner Senats, beginnend mit einer Andacht in der Versöhnungskapelle und anschließender Kranzniederlegung statt. Dem schließt sich ein umfangreiches Programm der „Stiftung Berliner Mauer“ an, die an diesem tag ihre Räume bis 19:00 Uhr geöffnet hält. Einzelheiten unter:

http://www.berliner-mauer gedenkstaette.de/de/uploads/2016_08_13/flyer13augusta4.pdf .

Lichtachse in Sacrow

Die Stiftung Aufarbeitung präsentiert mit dem Verein „Ars Sacrow“ und der Stiftung Berliner Mauer aus Anlass des 55. Jahrestages die Open-Air-Installation „Lichtachsen reloaded“. Der ehemalige Verlauf der Grenzbefestigungen vor der Heilandskirche in Sacrow wird mit einer Lichtachse des Potsdamer Lichtkünstlers Rainer Gottemaier vom 12. – 14. August, jeweils ab 21:00 Uhr markiert. Zudem wird am Sonntag, 14. August das Musikstück „Garten-Grenze-Garten“ des Ensembles „The 42 music“ aufgeführt.

Ort: Schlosspark Ars Sacrow, Krampnitzer Straße 33, 14469 Potsdam

Beitrag ergänzt am 10.08.2016/Redaktion

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 030-30207785 (1.139)

 

„Gesundheitszustand von Guillermo Fariñas „besorgniserregend“

Havanna/Frankfurt am Main (8. August 2016) – Der kubanische Menschenrechtsverteidiger und Sacharow-Preisträger des Europäischen Parlaments Guillermo Fariñas ist nach Aussage seiner Mutter Alicia Hernández in einem besorgniserregenden Zustand und verliert immer wieder das Bewusstsein. Der Bürgerrechtler ist am 20. Juli in einen Hungerstreik getreten, um gegen die anhaltenden Repressionen des Castro-Regimes gegen Regimekritiker zu protestieren, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Bereits am 5. August wurde Guillermo Fariñas in das Krankenhaus Arnaldo Milián Castro in Santa Clara eingeliefert, weil er aufgrund des Hungerstreiks einen Schock erlitten hatte. Nachdem er Infusionen erhalten hatte und wieder zu Bewusstsein kam, wurde der Bürgerrechtler noch am selben Tag wieder aus dem Krankenhaus entlassen und setzte seinen Protest fort.

Guillermo Fariñas erklärt in einem offenen Brief an Raúl Castro, er werde seinen Hungerstreik erst beenden, wenn dieser öffentlich erklärt, dass seine Gegner nicht länger gefoltert, geschlagen und mit dem Tode bedroht werden.

845 politisch motivierte Verhaftungen im Juli 2016

IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin fordert die internationale Gemeinschaft auf, die Forderungen des Sacharow-Preisträgers Guillermo Fariñas zu unterstützen, die er als „gerechtfertigt und angemessen“ bezeichnet. „Erst gestern erhielt die IGFM die Meldung, dass im Juli 2016 845 Bürgerrechtler aus politischen Gründen verhaftet wurden, viele davon unter der Anwendung von völlig grundloser Gewalt.“

Der Sprecher von Kubas derzeit größter oppositioneller Organisation, der Patriotischen Union Kubas („UNPACU“), José Daniel Ferrer, berichtete der IGFM, dass sich Carlos Amel Oliva, Vorsitzender der UNPACU-Jugendorganisation, und weitere Mitgliedern der UNPACU dem Hungerstreik angeschlossen haben. Carlos Amel Oliva musste am 5. August in ein Krankenhaus eingeliefert werden und wurde bisher nicht wieder entlassen.

Unterdes berichtete die IGFM auf ihrer Seite (http://www.igfm.de/news-presse/aktuelle-meldungen/detailansicht/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=3067&cHash=e5976d6f8b0771b2572c8fa1bc7cfec9) , dass über 100 Mitglieder von Kubas größter Oppositionsbewegung UNPACU bereits Ende Juni verhaftet wurden. Bereits im Juli waren weitere 845 Bürgerrechtler inhaftiert worden. Der Sprecher der Jugendbewegung, Carlos Amel Oliva Torres sei seit Ende Juni „spurlos verschwunden.“ Er war vor seiner Verhaftung von einer Reise nach Washington zurückgekehrt, wo er über Menschenrechtsverletzungen durch die kubanischen Behörden referiert hatte.

V.i.S.d.P.: IGFM und Redaktion Hoheneck, Berlin – Tel.: 030-30207785 (1.138)

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