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Berlin, 22.08.2015/cw – Der Verein „Berliner Unterwelten“ zeigt am U-Bhf. Gesundbrunnen bereits seit dem 2. April 2015 bis zum 29. November 2015 (jeweils Donnerstag bis Sonntag: 11 – 18 Uhr (letzter Einlass 17 Uhr) unter dem vorgen. Titel eine interessante und sehenswerte Ausstellung. Die zentrale Kasse des Berliner Unterwelten e.V. schließt um 16 Uhr, der Einlass in die Ausstellung erfolgt bis eine Stunde vor Schließung der Ausstellung. Karten ab 6 € (ermäßigt 5 €); 3 € Kombiticket (beim gleichzeitigen Kauf eines Tickets für die Teilnahme an einer Tour des Berliner Unterwelten e.V.) Der Verein führt regelmäßig Touren durch die Berliner Unterwelten, so durch ehemalige Bunker wie einstige Fluchttunnel (unter der Berliner Mauer) durch. Zur aktuellen Ausstellung ist ein Ausstellungskatalog erhältlich.

Zur Intention der Ausstellung schreibt der Verein:

„Albert Speers Planungen für Berlin waren keine Utopie, sondern ein konkretes Bauvorhaben. Als Generalbauinspektor entwarf der Architekt breite Achsen und Monumentalgebäude von enormen Dimensionen, die den Machtanspruch des NS-Systems demonstrieren sollten. Berlin hätte nicht mehr als Lebensraum der Bewohner gedient, sondern als Repräsentationsraum des Regimes. Für die Umsetzung der Pläne forderte und unterstützte Speer Vertreibungen, Deportationen und Sklavenarbeit. Beim angestrebten Neubau der Metropole waren Vision und Verbrechen untrennbar miteinander verbunden.Mythos Germania_
Die Geschichtsausstellung des Berliner Unterwelten e.V. beleuchtet Architektur und Städtebau im Berlin der NS-Zeit und analysiert die ideologischen Zielsetzungen und verbrecherischen Konsequenzen. Darüber hinaus werden Legenden und Klischees rund um die „Welthauptstadt Germania“ dekonstruiert.
Mit seinem aktuellen Projekt beabsichtigt der Verein, einen dauerhaften Informationsort über die Stadtplanungen der NS-Zeit zu schaffen. Die multimediale Ausstellung „Mythos Germania – Vision und Verbrechen“ lädt die Besucher zur eigenständigen Erkundung des vielschichtigen Themas ein. Über 20 Autoren – viele von ihnen für Berliner Universitäten, Gedenk- und Dokumentationsorte tätig – haben sich an dem interdisziplinären Projekt beteiligt.“

Und zu den Themen, Raum und Inszenierung:

„Die Architektur hatte im Nationalsozialismus einen herausragenden politischen Stellenwert; sie diente der Machtdemonstration und der Massenmanipulation. Berlin besaß für sämtliche Gauhauptstädte Modellcharakter und sollte zur international führenden Metropole aufgebaut werden. Zur Realisierung dieses Vorhabens wurde 1937 eine neue Institution geschaffen: „Der Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt Berlin“ kurz GBI. Ihr Chef: der damals 32-jährige Architekt Albert Speer. Er erhielt die Möglichkeit, nahezu unbegrenzt über Menschen und Ressourcen zu verfügen. Als Generalbauinspektor war er verantwortlich für die Vertreibung der Berliner Juden aus ihren Wohnungen, mit der SS schloss er Verträge für die Produktion von Baumaterial in Konzentrationslagern. Als späterer Rüstungsminister veranlasste Speer die Verschleppung hunderttausender Menschen zur Zwangsarbeit im Deutschen Reich.
In ihren insgesamt sieben Themenbereichen zeigt die Ausstellung „Mythos Germania – Vision und Verbrechen“ ausgewählte Bauvorhaben und beleuchtet dabei bautechnische, soziale und ideologische Hintergründe – stets im Kontext mit den für die „Neugestaltung“ begangenen Verbrechen: Vertreibung, Deportation und Zwangsarbeit.

Den passenden Ort für die Ausstellung liefern die Räume einer Zwischenetage im U-Bahnhof Gesundbrunnen. Hier geben Medienstationen, Text- und Bildfahnen, Exponate und Architekturmodelle einen umfassenden Einblick in die Pläne und Vorhaben des GBI. Zur individuellen Vertiefung dienen zusätzliche Film-, Hör- und PC-Stationen sowie „Ausziehladen“, die weitere Detailinformationen liefern.
Zu den Originalexponaten zählen der Teil eines „Speer-Kandelabers“, Artefakte vom Gelände des KZ-Außenlagers „Klinkerwerk“ bei Oranienburg, ein Säulenfragment der Neuen Reichskanzlei und eine Versuchsleuchte aus einem Tunnel vor dem Sowjetischen Ehrenmal an der Straße des 17. Juni. Darüber hinaus wird das für den Film „Der Untergang“ (2004) geschaffene Großmodell von „Germania“ ausgestellt. Dieses steht im eindrucksvollen Spannungsverhältnis mit einer unmittelbar angrenzenden Leuchtwand, die die verbrecherischen Konsequenzen des Großbauprojektes darstellt.“

Die zentrale Kasse des Berliner Unterwelten e.V. schließt um 16 Uhr (Brunnenstraße 105, 13355 Berlin, Pavillon neben dem Eingang des U-Bhf. Gesundbrunnen, vor „Kaufland“, Ausgang → Humboldthain, Brunnenstraße), der Einlass in die Ausstellung erfolgt bis eine Stunde vor Schließung der Ausstellung. Achtung: Keine Kartenzahlung – Nur Barzahlung möglich!“

Ferner weist der Veranstalter auf folgende Gegebenheiten hin:
„Aufgrund der baulichen Gegebenheiten der Ausstellungsräume ist der Aufenthalt auf max. 99 Besucher gleichzeitig begrenzt.Wir bitten bei möglichen Wartezeiten um Ihr Verständnis. Für die Besichtigung der Ausstellung ist flaches Schuhwerk (ohne Absätze) erforderlich (Gitterroste). Fotografieren und Filmen ist in den Räumen (leider) nicht gestattet, dafür gibt es einen Ausstellungskatalog zu erwerben. Für Kinder unter 7 Jahren ist die Ausstellung aufgrund der Thematik nicht geeignet.“ (1.026).

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck und (für die inhaltlichen Angaben)
Verein Berliner Unterwelten e.V.

Berlin,20.08.2015/cw – Ob er der “Wegbereiter, Geburtshelfer“ oder gar „Vater“ der Deutschen Einheit war, darüber am Totenbett eines der zweifellos wichtigsten Politiker der deutschen Nachkriegsgeschichte zu streiten, schickt sich nicht. Zweifelhaft bleiben diese Attribute dennoch.

Bahr, Enkel einer Jüdin, was seine Lebenseinstellung angesichts des mörderischen Holocaust mit Sicherheit geprägt hat, war so wenig wie seinem Mentor Willy Brandt seine später tragende Rolle bis hin in die Weltpolitik in die Wiege gelegt worden. Festzuhalten bleibt, daß Bahr im Schatten der Mauer und wohl in Erinnerung an den vergeblichen Volksaufstand vom 17. Juni 1953 eine substanzielle Veränderung der Nachkriegsordnung nicht mehr für realistisch hielt. Er schuf mit seiner berühmt gewordenen Rede in Tutzing 1963 den Grundsatz „Wandel durch Annäherung“ und löste damit ein innenpolitisches Beben aus. Heute wissen wir, daß die CDU vergeblich gegen diesen politisch genialen Mainstream ankämpfte und 1969 das für in Dauerpacht gehaltene Bundeskanzleramt an Willy Brandt verlor.

Auch ich gehörte 1963 zu den Empörten. Wie konnte man einem Unrechtssystem gegenüber eine Annäherung postulieren und gleichzeitig die Politik Chamberlains und Daladiers in München 1938 gegenüber Hitler glaubhaft verdammen? Das wollte ich als junger Mensch (19) nicht verstehen. Auf einer Veranstaltung in Berlin-Wedding im Sommer 1963 sprach ich Egon Bahr auf diesen Widerspruch, auf diese Enttäuschung an. Ohne zu zögern log Bahr mich an, erklärte mir, seine Tutzinger Ausführungen seien total missverstanden und falsch interpretiert worden. Er sitze bereits über einer Richtigstellung, die in den nächsten Tagen erscheinen werde. Er wolle mir diese wie die Tutzinger Rede gerne zusenden. Die Tutzinger Rede erhielt ich, die angekündigte Richtigstellung nie, diese wurde auch nie veröffentlicht.

Zum ersten mal erfuhr ich, wie ein Politiker argumentierte, um einen lästigen Frager los zu werden. Jürgen Engert, u.a. einstiger Chefredakteur des SFB, sagte anlässlich der Todesnachricht: „Er (Bahr) zeichnete sich (auch) dadurch aus, das er auf alle Fragen eine Antwort wusste.“

Zweifellos hat Bahrs (und Brandts) Politik Bewegung in die durch den Kalten Krieg erstarrte Politik gebracht, insoweit natürlich Verkrustungen aufgebrochen, die letztlich erst eine Veränderung möglich gemacht, den politischen Gegner im Ergebnis tatsächlich nachhaltig geschwächt haben. Dennoch gingen Bahr und seine politischen Freunde mindestens bis zum Fall der Mauer davon aus, dass die Realitäten in Europa unveränderbar sind, also zwei deutsche Staaten zu den unumstößlichen Hinterlassenschaften der Hitlerischen Verbrechen gehörten.

Seine späte Beurteilung, nachdem die Einheit durch seine Politik erst möglich wurde, war eine Verschiebung ursprünglich entgegengesetzter Politik, obwohl er vom Ergebnis her durchaus nicht im Unrecht war. Nur die Interpretation, mit dem Wandel durch Annäherung stets das Ziel der deutschen Einheit verfolgt zu haben, steht mit der Lüge der „Bürgerrechtler“ auf einer Ebene, die zunächst vehement für eine „veränderte DDR“, also für zwei deutsche Staaten gekämpft haben und sich erst nach dem erfolglosen Engagement für dieses „alternative zweite Deutschland“ als Kämpfer der Deutschen Einheit gerierten.

Willy Brandt hatte den Mut, sich zu korrigieren und einsichtig zu postulieren: „Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört.“ Das schmälerte keinesfalls die Ergebnisse seiner einst umstrittenen Politik, eher im Gegenteil. Ein derartiges klares Bekenntnis aus der Frühzeit des auf die Einheit ausgerichteten Deutschland fehlt von Egon Bahr. Wir sollten also seine Verdienste um eine neue Politik und die dadurch veranlassten politischen Veränderungen, die letztlich den Fall der Mauer befördert haben, historisch wahrheitsgemäß einordnen. Er war neben den Millionen Flüchtlingen, den hunderttausenden politischen Gefangenen und den Toten der deutschen Teilung sicherlich auch ein Wegbereiter. Ein Vater, ein Schöpfer der Einheit konnte er nicht sein, weil er aus Überzeugung konsequent gegen diese war.

Dass sich dieser Widerspruch letztlich im Jubel vom 9. November 1989 auflöste, war Egon Bahr, wenn auch gegen seine ureigenen Vorstellungen, auch zu verdanken. Das wird bleiben von diesem ungewöhnlichen Mann, Journalisten und Politiker. Danke, Egon, mach´s jut. (1.025).

Carl-Wolfgang Holzapfel

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785

Berlin, 20.08.2015/cw – Am vergangenen Dienstag referierte in der Gedenkbibliothek für die Opfer des Kommunismus in Berlin der ehemalige Grenzsoldat der DDR-Grenztruppen und spätere Fluchthelfer Rudi Thurow über seine Geschichte und wichtige Hintergründe aus der Zeit des Kalten Krieges wie der Nach-Wende-Zeit. Christine Meyer berichtete im Forum FLUCHT UND AUSREISE über den interessanten Abend. Die Zwischenüberschriften wurden durch die Redaktion eingefügt; eine Auslassung  (aus rechtlichen Gründen) gekennzeichnet (…).

Fluchttunnel mit Hilfe der Amerikaner

Von Christine Meyer

Wir waren gestern in der Gedenkbibliothek, wo Rudi THUROW erzählte, wie er vom DDR-Grenzpolizisten zum Fluchthelfer wurde.

Auf seiner Flucht nahm er Dokumente über die innerdeutsche Grenze mit und übergab diese den Amerikanern. Die Ami’s leiteten die Unterlagen nicht an den Berliner Senat weiter, weil sie die deutschen Behörden für nicht vertrauenswürdig hielten. Der Grund hierfür ist, dass Westberlin mit DDR-hauptamtlichen IM’s durchzogen war. …

Mit Hilfe der Amerikaner baute Rudi THUROW Fluchttunnel. Generalmajor Karl KLEINJUNG plante die Ermordung Thurows. Zwei Attentate scheiterten, weil THUROW durch die Amerikaner gewarnt wurde, beim dritten hatte er Glück und entkam.

Belege über Mordanschläge wurden unter Gauck vernichtet

Nach der Wende beantragte er Akteneinsicht und erhielt die bereinigte Akte durch die Gauck-Behörde. Focus-Journalisten informierten THUROW, dass sie weiteres Material über ihn hätten, welche den Auftragsmord des Generalmajor KLEINJUNG belegten – nachdem der Titel der Veranstaltung „Fluchthelfer Thurow ist zu erschlagen“ gewählt wurde. Es ist eine große Ausnahme, dass Journalisten diese Belege in die Hände fielen. Laut THUROW ist Joachim GAUCK (als BStU /wm) eine Nachlässigkeit passiert.

Sämtliche Belege über Mordanschläge wurden, noch unter GAUCK, vernichtet. Geschadet hat es Herrn KLEINJUNG trotzdem nicht. Er lebte gut situiert bis zum natürlichen Ende. Ebenso wie die Verräter am Tunnelbau. Ein Grieche hatte den Tunnelbau verraten, wodurch Flüchtlinge erschossen und verhaftet wurden. Der Verräter ist bekannt und wird vom deutschen Staat gedeckt.

Die Helfer beim Tunnelbau waren international: Dänen, Belgier… etc. Rudi THUROW erhielt das Bundesverdienstkreuz; seine Kameraden von damals wurden zur Feier nicht eingeladen. Ausländische Staatsbürger haben ihr Leben für die Freiheit der DDR-Flüchtlinge riskiert – ohne die kleinste Aufmerksamkeit durch den deutschen Staat. Rudi THUROW überlegt, ob er das Verdienstkreuz zurückgeben sollte.

Maulwurf“ für den RIAS wurde hingerichtet

Ein leitender Historiker unter den Zuhörern erforscht die Anzahl der Mauertoten. Staatlich hoch bezahlte Historiker rechnen die Opferzahlen herunter, indem die eine oder andere Gruppe nicht dazu gezählt wird. Die wahren Aufklärer sind die Ehrenamtlichen. Wahre Zahlen gibt es bei Alexandra HILDEBRANDT, Museum Checkpoint Charlie; geschönte Zahlen gibt’s in der Bernauer Straße und im „Tränenpalast“.

Ein Beispiel: Maueropfer gibt es erst seit dem 13.8.1961. Die 200 Toten davor werden nicht gezählt usw. usf. Die Grenze wurde bereits vor dem Mauerbau überwacht, bspw. Zufahrtswege nach Berlin. Am Abend davor wurden im kleinen Kreis die Züge, welche kontrolliert werden sollten, als Befehl für den nächsten Tag festgelegt. Darunter war ein Maulwurf, der die geplanten Aktionen dem RIAS zukommen ließ. Und der RIAS warnte seine Zuhörer vor diesen Zügen. Der Maulwurf flog auf und wurde in Leipzig hingerichtet und seine Leiche an einer bekannten Stelle verscharrt. Nach der Wende verhinderte die DDR-Opposition ein würdiges Begräbnis aller Hingerichteten. Aufgrund von Baumaßnahmen mussten diese dann doch umgebettet werden und sie ruhen jetzt auf dem Südfriedhof Nähe abseitsgelegenen Komposthaufen ohne jeglichen Hinweis, wer sie einmal waren.

Meine Schilderung ist ein bisschen lang geworden. Da kann sich jeder selbst einen Reim darauf machen, wo wir im 26. Jahr nach dem Mauerfall stehen.

Quelle: Flucht und Ausreise –
http://f3.webmart.de/f.cfm?id=2165073&r=threadview&t=3864164&pg=1

Titel HB 2014Nr.044 Einigkeit und Recht und Freiheit 15. 08. 2015

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Lübeck-Schlutup, 15.08.2015/cw – Die von der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin finanzierte und seither vermittelte Ausstellung DER DUNKLE ORT hat seit 2012 eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte. Die bereits in ganz Deutschland gezeigte Darstellung der Schicksale von 25 Frauen, die Teile ihre Lebens aus politischen Gründen in dem berüchtigten DDR-Frauenzuchthaus Hoheneck (Stollberg/Erzgebirge) zubringen mussten, wird gegenwärtig bis zum 30. August in der Grenzdokumentations-Stätte Lübeck-Schlutup gezeigt.

 25 Schicksale wurden portraitiert: Die Frauen von Hoheneck. Fotos: Nayhauß

25 Schicksale wurden portraitiert: Die Frauen von Hoheneck.
Fotos: Nayhauß

„Wir erinnern auf authentische Weise an das ehemalige Frauengefängnis Hoheneck, seinen Stellenwert in der ehemaligen DDR und an die Situation der ehemaligen Gefangenen,“ erklärte aus diesem Anlass Heino Schomaker, Geschäftsführer der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein. Schomaker verwies auf das besondere öffentliche und Medien-Interesse in Lübeck. Mit 50 TeilnehmerInnen sei die Ausstellungseröffnung „außergewöhnlich gut besucht“ gewesen: „Die positiven Reaktionen, die wir als Veranstalter bekommen haben zeigen uns, dass sowohl unsere Referentinnen als auch die inhaltliche Fokussierung genau richtig waren,“ erklärte Schomaker. Der Geschäftsführer wies die besonders von der ehem. Hoheneckerin Tatjana Sterneberg geübte Kritik im Vorfeld der Ausstellung zurück. „Mit der Ausstellung machen wir politische Bildungsarbeit, keine „Ausgrenzung“. Und von einem angeblichen „Eklat“, wie auf der Internetseite der „Vereinigung 17. Juni 1953 e.V.“ geschrieben wird, hat hier niemand etwas gemerkt.“
Sterneberg hatte die Nicht-Information und Nicht-Einladung der in der Ausstellung gezeigten Protagonistinnen kritisiert und dieses Vorgehen „im 25. Jahrestag der Einheit als unsensibel“ bezeichnet.

Die Ausstellung selbst geht auf das im bebra-Verlag Berlin verlegte gleichnamige Buch zurück, das von Dirk von Nayhauß (Fotos) und Maggie Riepl (Texte) konzipiert wurde. Auf der Eröffnungsveranstaltung referierten die ehemaligen Hoheneckerinnen Angelika Rosenberg und Manuela Polasczyk über ihre Schicksale und führten die interessierten Besucher zusammen mit Ingrid Schatz, einer Zeitzeugin vom 17.Juni 1953 und Initiatorin der Grenzdokumentations-Stätte zu den 25 Schautafeln.

Unvergessen: Ehemalige Hoheneckerinnen vor der Austellungseröffnung 2013 in Schwerin im Gespräch mit dem Nobelpreisträger Günter Grass - Foto: LyrAg

Unvergessen: Ehemalige Hoheneckerinnen vor der Ausstellungseröffnung 2013 in Schwerin im Gespräch mit dem Nobelpreisträger Günter Grass – Foto: LyrAg

Rosenberg, deren Schicksal in der Ausstellung nicht vertreten ist, war mit 22 Jahren bereits Chefsekretärin im Baukombinat Leipzig. Nachdem sie sich auf der Messe mit westdeutschen Besuchern angefreundet hatte, wurde die junge Frau strafversetzt. Weil sie sich in der Folge in einen Mann aus dem Westteil Deutschlands verliebte, stellte Rosenberg 1976 einen ersten Ausreiseantrag. Auch mehrere Folgeanträge wurden abgelehnt. In ihrer Verzweiflung wandte sich Rosenberg schließlich direkt an Erich Honecker. In dem Brief prangerte Rosenberg die fehlende Freiheit in der DDR an, was kurz darauf zu ihrer Verhaftung und die Verbringung nach Hoheneck führte. Kurzzeitig wurden in Hoheneck zu dieser Zeit auch Untersuchungsgefangene untergebracht, da die einschlägigen Einrichtungen überfüllt waren. Wenig später wurde Rosenberg wegen „staatsfeindlicher Hetze“ verurteilt.

Manuela Polasczyk, einstige Leistungsschwimmerin, wurde wegen „versuchter Republikflucht“ (über die Ostsee) 1984 verhaftet und zu zwei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Sie erinnert sich an die unzumutbaren Zustände in Hoheneck: Bis zu 36 Frauen wurden in eine Zelle „gepfercht,“ sagte die ehemalige Hoheneckerin, deren Schicksal ebenfalls in der Ausstellung nicht gezeigt wird. Was auch nicht verwundert, waren doch in der Zeit von 1950 bis 1989 zwischen acht- und zehntausend Frauen allein aus politischen Gründen auf der Burg über der Großen Kreisstadt Stollberg eingesperrt.

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Entscheidung noch in diesem Jahr: Kann Hohenecker Frauenkreis weiter existieren?

Michelstadt/Darmstadt, 15.08.2015/ts – Noch in diesem Jahr wird eine rechtskräftige Entscheidung über die Fortführung des seit 1991 existenten Frauenkreises der ehemaligen Hoheneckerinnen erwartet. Wie berichtet, hatte eine satzungskonforme Minderheit gegen die vom seinerzeit neugewählten Vorstand unter Edda Schönherz und Konstanze Helber betriebene Auflösung des Traditionsvereins geklagt. In erster Instanz hatten die Klägerinnen obsiegt, war die Auflösung und die letzte Wahl zum Vorstand für ungültig erklärt worden. Entgegen den allgemeinen Erwartungen ging der ungültig gewählte Vorstand in die Berufung, will den Auflösungsbeschluss unter allen Umständen bestätigt bekommen. Wer bei einem weiteren durchaus möglichen negativen Berufungsentscheid die Gerichtskosten übernehmen soll, steht ebenso in den Sternen wie die Motivation der Auflösungsbetreiber, die nach Ansicht der Klägerinnen das „unverzichtbare Erbe der Frauenkreis-Gründerin Maria Stein“ leichtfertig verspielen.

Christian Wulff 2011 vor der Wasserzelle in Hoheneck - Foto LyrAg

Bundespräsident Christian Wulff 2011 vor der Wasserzelle in Hoheneck – Foto LyrAg

Regina Labahn, Sprecherin der Klägerinnen, erwartet in nächster Zeit „zumindest die Anberaumung eines Termins beim Landgericht.“ Die Hoffnung auf eine Verwerfung der Berufung hat sie dennoch nicht aufgegeben, zu klar seien die Feststellungen des erstinstanzlichen Amtsgerichtes, das an der „katastrophalen Durchführung der diversen Versammlungen vor zwei Jahren“ kein gutes Haar gelassen habe. Allerdings dränge nicht nur aus ihrer Sicht die Zeit. In Hoheneck werden zukunftsträchtige Entscheidungen über die Umwandlung des einstigen DDR-Frauenzuchthauses in Hoheneck gegenwärtig ohne die Mitwirkung des Frauenkreises gefällt, dies sei ein „unhaltbarer und nicht zu verantwortender Zustand.“ Daher habe die Frauen-Initiative nach dem erstinstanzlichen Urteil die Einsetzung eines Notvorstandes beantragt, um „so schnell als möglich den Frauenkreis wieder handlungsfähig zu machen,“ so Labahn. Allerdings hat der derzeitige und nach erster Instanz nicht ordentlich gewählte Vorstand unter Schönherz und Helber auch dagegen Widerspruch eingelegt.

Aktiv unterstützt wird die Auflösung des Vereins auch von Mechthild Günter, einstige Leiterin des Zeitzeugenbüros in Berlin Hohenschönhausen. Günter, einst selbst nur kurze Zeit im sogen. „Durchgang“ von Hoheneck, ehe ihr eine Amnestie die vorzeitige Ausreise ermöglichte, schweigt sich allerdings ebenfalls zu den Motiven aus. Auf der nicht satzungsgemäßen Auflösungs-Versammlung hatte sie die Stiftung Aufarbeitung in Berlin noch als „Liquidator“ bezeichnet, wohl nicht zuletzt, um die vorgebliche Seriosität der Vereinsauflösung zu unterstreichen. In Berlin hingegen will man auf Nachfrage von einer Einbeziehung der Stiftung, gar als Liquidator, keine Kenntnis haben.

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Mahnmal 17. Juni: Wird das Gedenken zur lästigen Pflicht?

Berlin, 15.08.2015/cw – Die „17er“, wie sich die alten Kämpen vom 17. Juni seit 1953 nennen, als sie in West-Berlin das Komitee 17. Juni gründeten , der am 3. Oktober 1957 als „Vereinigung 17. Juni 1953“ in das Vereinsregister eingetragen wurde, sie staunten nicht schlecht, als sie ein Jahr nach dem Gedenktag von 2014 das historische Holzkreuz in Berlin-Zehlendorf inspizierten. Es gehörte zur Routine der Vorbereitung des alljährlichen Gedenkens nahe dem Autobahn-Kleeblatt, sich einige Tage vorher über den ordnungsgemäßen Zustand der Gedenkstätte zu informieren. Über Jahrzehnte hatte das Bezirksamt den Gedenkort gepflegt, die Sträucher geschnitten, wucherndes Unkraut beseitigt und zum 17. Juni an den zwei Masten links und rechts vom Holzkreuz die Flaggen Deutschlands und Berlins aufgezogen.

Sollen die vertrockneten Kränze wieder ein Jahr - bis 2016 - vor Ort bleiben? Stand: 13.08.2015 - Foto: LyrAg

Sollen die vertrockneten Kränze wieder ein Jahr – bis 2016 – vor Ort bleiben?
Stand: 13.08.2015 – Foto: LyrAg

Nun entdeckten die 17er nicht nur eine ungepflegte Fläche. Vor dem Holzkreuz lagen noch die vermoderten Kränze des Vorjahres. Freundlich im Ton aber doch die Enttäuschung nicht verbergend wandte sich der Verein an den zuständigen Bezirksbürgermeister. Dieser ließ die „Weiterleitung an das Grünflächenamt“ ausrichten. Und das Amt teilte kurz vor dem diesjährigen Feiertag sein Bedauern mit. Man habe kein Geld mehr, „um alle Pflichten so zu erledigen, wie man das gerne wolle.“ Jedenfalls werde bis zum Gedenktag die Stätte entsprechend in die Aktivitäten einbezogen.

Acht Wochen nach dem diesjährigen Gedenktag suchte der Vereinsvorstand die Gedenkstätte auf: Wieder waren die Kränze nicht beseitigt, lagen verwelkt und angesichts der Hitze verdorrt vor dem ebenfalls ruinös wirkenden Holzkreuz, dessen Zustand die Vereinigung wie die Meldung des ausgefallenen Scheinwerfers, der im Dunkeln das Gedenkkreuz auf dem Mittelstreifen der Ausfallstraße nach Potsdam beleuchtet, seit mindestens zwei Jahren reklamiert. Der Bezirksbürgermeister selbst hatte 2011 in einem Gespräch darum gebeten, auf Missstände oder auch eine notwendige Erneuerung rechtzeitig hinzuweisen.

Bewußte Verwahrlosung oder mangelnder Umgang mit der Geschichte? Die Gedenkstätte an den Volksaufstand in Berlin-Zehlendorf. Foto: LyrAg

Bewusste Verwahrlosung oder mangelnder Umgang mit der Geschichte? Die Gedenkstätte an den Volksaufstand in Berlin-Zehlendorf. Foto: LyrAg

Der Vereinsvorsitzende, selbst als Kind und Jugendlicher Zehlendorfer, erinnert sich: Früher hätten sich auch die Schulen regelmäßig des Mahnmals angenommen, war das 1953 gegenüber dem dort stationierten russischen Panzer errichtete Holzkreuz alljährlicher Zielpunkt von Schulklassen aus dem Bezirk. Die Pflege war über Jahrzehnte eine ungeschriebene Selbstverpflichtung des zuständigen Bezirksamtes. Jetzt stelle sich angesichts der stiefmütterlichen Behandlung des Gedenkortes die Frage: Wird das Gedenken an den 17. Juni für den Bezirk Zehlendorf zur lästigen und darum vergessenen Pflicht?

Wie ernst die örtlichen Politiker den Umgang mit der Geschichte nehmen, lässt sich auch daran ablesen: Von allen gleichlautend angeschriebenen Fraktionen in der Bezirksverordnetenversammlung antwortete nur die Fraktion der örtlichen SPD und bot ein Gespräch „nach den Ferien“ an.

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UOKG: Spendensammlung für Speziallager-Kongress

Berlin, 15.08.2015/cw – Die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) geht offenbar neue Wege, um ihre finanzielle Situation zu verbessern. Bekanntlich leidet der bisherige Hauptsponsor, die Stiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur, durch die negative Zinsentwicklung unter der massiven Verminderung einsatzfähiger Mittel. So können zahlreiche Projekte nur noch vermindert oder auch gar nicht mehr finanziert werden.

Für den Oktober plant die UOKG einen von der Stiftung Aufarbeitung gesponserten Kongress „Verdrängter Terror: Sowjetische Spezial- und Internierungslager. 70 Jahre danach“, der im Besucherzentrum der Stiftung Berliner Mauer in der Bernauer Straße durchgeführt werden soll. Nach einer Mitteilung des Dachverbandes vom 12. August sollen mit dem Spendenaufruf 500 Euro eingeworben werden, um den 50 erwarteten Besuchern das Eintrittsgeld von 10 Euro ersparen zu können.

Kritische Beobachter merken allerdings an, dass die UOKG das jetzt eingeworbene Geld vermutlich in ihrer Kasse hätte, wenn die einstige Mitarbeiterin Kerstin K. alle von dieser vereinnahmten Spenden pflichtgemäß an ihren Arbeitgeber abgeführt hätte. Von einer Ersatzklage gegen die einnahmefreudige Mitarbeiterin ist hingegen nichts bekannt. Möglich aber auch, daß die UOKG Kosten für gerichtliche Auseinandersetzungen zu Lasten der knappen Kasse vermeiden möchte, was die ausgewiesenen 36 Mitgliedsvereine, die immerhin mindestens mit jeweils 100 Euro p.a. zum Jahreshaushalt beitragen, sicherlich goutieren.

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Horst Schüler: Ein Veteran feiert Geburtstag

Hamburg, 16.08.2015/cw – Der langjährige Vorsitzende der UOKG und ehemaliger Lagerinsasse in Workuta/UdSSR, Horst Schüler, feiert heute seinen 91. Geburtstag.

Horst Schüler (2014) - Foto: LyrAg

Horst Schüler (2014) – Foto: LyrAg

Von dieser Stelle aus herzliche Glückwünsche nach Hamburg verbunden mit dem Dank für sein jahrzehntelanges Engagement für die Sache der Verfolgten  und Opfer der kommunistischen Diktatur.

Besonders tragisch: Der nachmalige Redakteur des Hamburger Abendblatt mußte unter den Kommunisten nach dem Krieg an gleicher Stelle im nunmehrigen KGB- und späteren Stasi-Gefängnis Lindenstraße in Potsdam einsitzen, wie zuvor sein Vater unter den Nationalsozialisten. (1.023)

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Hinweis: Die bisherigen Ausgaben des Hohenecker Boten können unter http://www.17juni1953.de abgerufen oder direkt bei der Redaktion gegen Kostenbeitrag bestellt werden (Redaktion: Siehe Impressum). Die Vereinigung 17. Juni 1953 e.V. hat der Redaktion Gastrecht auf der Homepage eingeräumt, der Verein ist für die Inhalte nicht verantwortlich. Namentlich gezeichnete Artikel geben die Meinung des/der Verfasser/Verfasserin wieder.
Impressum: Der „Hohenecker Bote“ ist einzig der demokratischen Auseinandersetzung und den Anliegen der Verfolgten beider Diktaturen verpflichtet, parteipolitisch und vereinsrechtlich unabhängig und erscheint in der Mitte eines jeden Monats. Beiträge dürfen b.a.W. kostenlos unter Zurverfügungstellung von Nachweisen (Belegen) insbesondere von gemeinnützigen Vereinen der Verfolgten- und Opferszene beider Diktaturen in Deutschland genutzt oder weiterverbreitet werden. Fotos dürfen grundsätzlich nur unter ausdrücklicher Zustimmung bzw. zu den Bedingungen der Redaktion genutzt werden. Redaktion: Carl-Wolfgang Holzapfel (cw) – verantwortlich; redaktion.hoheneck@gmail.com ; Kaiserdamm 9, D-14057 Berlin, Tel.: 030-30207785 oder 0176-48061953; Fax: 030-30207786 (derzeit außer Betrieb). Anzeigen auf Anfrage.

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VEREINIGUNG (AK) 17. JUNI 1953 e.V. Berlin

(Ehem. „Komitee 17.Juni“ von 1953)

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Vereinigung.17.juni.1953@gmail.com
Kaiserdamm 9, 14057 Berlin

Berlin, 11. August 2015/cw – In wenigen Tagen erinnern wir uns wieder der Errichtung der Mauer durch Berlin und Deutschland. Wir trauern um die Toten an Mauer und Stacheldraht und legen an diversen Orten Blumen nieder. Und wir werden wieder lauthals anklagen. Ist das richtig?

Wir sollten unsere Erinnerungskultur überdenken. Besonders wir, die wir unmittelbar von der zweiten Diktatur betroffen waren, durch Stasi-Verfolgung, rechtsstaatswidrige Verurteilungen und oft viele Jahre Haft in den Kerkern Ulbrichts und Honeckers. Ein Blick über den mittlerweile europäischen Nachbarzaun sollte uns dabei helfen. Die Franzosen z.B. gedenken an ihrem Nationalfeiertag des Sturms auf die Bastille. Im Vordergrund stehen dabei längst schon die positiven historischen Aspekte, die Freude über Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Natürlich erinnert sich unser Nachbar auch an die Toten der Revolution, aber die Freude über den Sieg dieser Revolution steht dabei im Vordergrund.

Auch in Russland, wo man nach wie vor den Sieg im Großen Vaterländischen Krieg feiert, überlagert die Freude über diesen Sieg längst den Schmerz über die unzähligen Toten. Die Dankbarkeit für deren Einsatz überlagert den Schmerz und die Trauer.

Wir sollten uns endlich auch der Freude hingeben, der Freude über den Sieg der Freiheit über die Diktatur. Die vielen Toten haben den Weg dorthin ermöglicht, haben ihr kostbares Leben für uns alle verloren. Wir sollten uns von der Trübsal verabschieden, sollten die Gedenktage nutzen, um die erlangte Freiheit zu feiern, zu bejubeln. Dabei dürfen wir dankbar sein gegenüber jenen, die diese Freiheit nicht mit uns feiern können. Ja, wir dürfen Blumen an deren Gedenkstätten niederlegen. Aber wir sollten dabei wieder lachen, uns freuen dürfen. Es wäre der schönste Dank an Peter Fechter, Dieter Wohlfahrt, Paul Schulz, um nur einige zu nennen.

Um mit dem Historiker Michael Wolffsohn zu sprechen, der uns dies vor wenigen Jahren in Hohenschönhausen wieder in Erinnerung rief: Wir sind die Kämpfer für die Freiheit, für die Einheit. Sollen wir darüber weinen? Lasst uns fröhlich sein, in die Arme fallen, Tränen der Freude vergießen. Auch diese Tränen netzen die Gräber unserer Toten. Aber diese Tränen beziehen unsere Toten in die Freude ein. Die Mauer wurde an jenem dunklen Sonntag 1961 errichtet, aber: Sie fiel 28 Jahre später unter dem Jubel der Menschen in aller Welt. Kameraden, Verfolgte und Opfer von einst: seht und hört die Signale, freut Euch! (1.022)

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin , Tel.: 030-30207785

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