Berlin, 13.07.2015/tst – Ich gebe zu, ich bin betroffen von dieser nicht fassbaren Nachricht. Vor einem Jahr begegnete ich Philipp Mißfelder in dem Cafe, das wir Hoheneckerinnen vor unserem jetzige Domizil einmal im Monat aufsuchten. Er war aufgeschlossen und begegnete den kurz vorgetragenen Anliegen mit großer Offenheit und Interesse. Wir vereinbarten einen ausführlichen Gedankenaustausch, den er spontan anregte.

Dazu kommt es nun nicht mehr. Wer vermutet denn auch den plötzlichen Tod eines jungen aufstrebenden, mitten im Leben und der politischen Karriere stehenden Politikers? Wer richtet danach seine Termine aus?

Der 35-Jährige starb in der Nacht zum Montag an einer Lungenembolie. Er hinterlässt seine Frau und zwei Kinder. Als Mutter fühle ich mit seinen  Kindern, als Frau, die ebenfalls ihren Mann zu früh verlor, mit seiner Witwe.

Sein plötzlicher Tod im blühenden Alter sollte für uns Anlass zum Innehalten sein. Es gibt wohl wichtigere Dinge im Leben, als permanent imaginären Zielen nachzuhecheln.

Tatjana Sterneberg

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/philipp-missfelder-ist-tot-a-1043371.html

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