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Berlin, 23.03.2015/cw – In der Bundesgeschäftstelle der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) am Zoobogen fand heute die Auszählung der Stimmen für die zweite Nachwahl eines stv. Bundesvorsitzenden statt. Der erneute Wahlgang wurde notwendig, nachdem das Registergericht nach Einsprüchen eine Wiederholung angeordnet hatte. Nach Mitteilung des Wahlvorstandes (Frank Nemetz) wurde May-Britt Krüger (Rostock) mit über 60 Prozent der abgegebenen 113 Delegierten-Stimmen gewählt. Der einzige Gegenkandidat Christoph Becke aus NRW erhielt knappe 35 Prozent, 9 Stimmen wurden als Enthaltung, zwei Stimmen als ungültig gewertet. Krüger war bereits stv. Bundesvorsitzende und war vor einem Jahr bei den letzten turnusmäßigen Wahlen in Friedrichroda als Beisitzerin wieder in den Bundesvorstand gewählt worden.

Die Auszählung erfolgte nicht öffentlich. Nach Erklärung des Wahlvorstandes waren ausschließlich Delegierte, aber keine Mitglieder oder sonstige Beobachter zur Auszählung zugelassen.

Nach Informationen aus dem Bundesvorstand sollen demnächst in einem weiteren Wahlgang drei vakante Beisitzer in den Vorstand gewählt werden. Durch die Wahl der bisherigen Beisitzer Rainer Buchwald und May-Britt Krüger zu stv. Vorsitzenden und einen Rücktritt werden die Nachwahlen notwendig. Aktuell wird einzig Bärbel Große (Rheinland-Pfalz) als Beisitzerin geführt.  Als bisherige Kandidaten für diesen Wahlgang wurden im Mitteilungsorgan Freiheitsglocke (Nr. 748/749) Rotraud von Dechend (NRW) , Christoph Becke (NRW), Ralf Kotowski (NRW) und Hugo Diederich (Berlin) benannt.

Diederich (CDU) war bis April 2014 stv. Bundesvorsitzender, in Personalunion vormaliger Bundesschatzmeister und führt als Geschäftsführer seit über 10 Jahren die Bundesgeschäftsstelle. Darüber hinaus vertritt Diederich die VOS im Fernsehbeirat des ZDF. Ihm werden maßgeblich die aktuellen Schwierigkeiten des Verbandes angelastet. Erst kürzlich war ein Strafverfahren gegen  die Zahlung eines höheren Betrages gegen Diederich eingestellt worden. Gegen die Nachforderungen der Sozialversicherung in Höhe von über 100.000 Euro (Vorenthaltung von Sozialbeiträgen) von der VOS hat der älteste und bislang größte Verfolgtenverband Einspruch eingelegt. Ein Gerichtstermin (Sozialgericht Berlin) steht derzeit aus.

Bundesvorsitzender ist seit April 2014 in Personalunion mit der UOKG der Prediger Rainer Wagner (Evangelische Allianz / CDU) aus Neustadt a.d. Weinstraße. (960)

V.i.S.d.P.: Redaktion Hoheneck, Berlin, Tel.: 030-30207785

Berlin, 23.03.2015/cw – Vor dem Brandenburger Tor versammelten sich bei kaltem Wind am Sonntagabend mehrere hundert Radlfahrer vor dem Brandenburger Tor, um

Start bei Sonnenschein und kaltem Wind - Foto: LyrAg

Start bei Sonnenschein und kaltem Wind – Foto: LyrAg

gegen Intoleranz und Hass gegenüber Andersdenkenden zu demonstrieren. Ausgesprochen fröhlich und winkend starteten die Radler gegen 17:25 Uhr und radelten ihren Apell über die Siegessäule, dem Schloß Bellevue, vorbei am Kanzleramt über die Friedrichstraße am Jüdischen  Museum vorbei über die

Auf dem Weg zur Siegessäule - Foto: LyrAg

Auf dem Weg zur Siegessäule – Foto: LyrAg

Synagoge an der Oranienburger Straße zur Moschee in  Kreuzberg am Columbiadamm bis zum  Tempelhofer Feld, Ankunft 18:55 Uhr. Begleitet von einem stolzen Polizeiaufgebot, das den Demo-Tretern freies Geleit über rote Ampeln und ansonsten versperrte Straßen und Kreuzungen bot, zeigten sich hier einmal Demonstanten, die sich an die verkündeten Anliegen hielten und so der Forderung nach Toleranz glaubwürdig

Vorbei am Jüdischen Museum -LyrAg

Vorbei am Jüdischen Museum -LyrAg

 Ausdruck verliehen.

Imam Ferid Heider und Rabbiner Daniel Alter radelten symbol- und einträchtig auf einem Tandem am Kopf des Zuges. Andere Tandemfahrer hatten anfänglich Pech, als ihnen  kurz

Symbolträchtig: Der Halbmond stand über der Moschee am Columbiadamm, als die Tour vorbeiradelte - Foto: LyrAg

Symbolträchtig: Der Halbmond stand über der Moschee am Columbiadamm, als die Tour vorbeiradelte – Foto: LyrAg

nach dem Start die Kette vom Zahnrad sprang. Schnell eilten kundige Helfer herbei und verhinderten so eine Panne, die Gegner dieser Toleranz-Demo womöglich als hämische Beweisführung für das Scheitern dieser begrüßenswerten Nachdenk-Aktion benutzt hätten. (959)

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